Thursday, 28. July 2016
16.12.2014
 
 

Falsche Versprechungen über Genpflanzen haben allein in Indien 300.000 Bauern in den Selbstmord getrieben

Ethan A. Huff

Das große Geheimnis der Biotechnologie, über das Sie aus den Mainstreammedien vielleicht nie etwas erfahren werden, ist die schockierend hohe Zahl von Selbstmorden unter Bauern, wenn gentechnisch veränderte Organismen (GVO) nicht die versprochenen Ernteerträge und Kosteneinsparungen erbringen. Allein in Indien haben in den letzten 16 Jahren 300.000 Bauern Selbstmord begangen, wie das Center for Human Rights and Global Justice (CHRGJ) in einem Bericht mitteilt. Der Verlust menschlichen Lebens sei die direkte Folge von Missernten.

 

Laut dem Bericht »Alle 30 Minuten: Selbstmorde von Bauern, Menschenrechte und die Landwirtschaftskrise in Indien« sterben in Indien jedes Jahr 20.000 Bauern, wenn sie durch Missernten in nicht mehr rückzahlbare Schulden gestürzt werden. Diesen Bauern wurden höhere Ernteerträge und niedrigere Kosten für chemische Mittel versprochen, aber in vielen Fällen müssen sie dann das genaue Gegenteil erleben.

 

Die Globalisierung der vergangenen 20 Jahre hat die indische Landwirtschaft zerrüttet, die Kosten stiegen massiv, während Erträge und Gewinne zurückgingen. Viele Bauern, die zuvor auf kleinen Höfen mit dem Anbau verschiedener Feldfrüchte über die Runden kamen, müssen jetzt darum kämpfen, genügend Geld für das nackte Überleben einzunehmen. Gelingt ihnen das nicht und die Gläubiger stehen vor der Tür, sehen viele Bauern im Selbstmord den einzigen Ausweg.

 

 

»Wirtschaftliche Reformen und die Öffnung des indischen Agrarmarkts in den letzten 20 Jahren haben die Kosten in die Höhe getrieben, gleichzeitig aber für viele Bauern Erträge und Gewinne verringert, bis hin zu größter finanzieller und emotionaler Not«, heißt es in dem CHRGJ-Bericht. »Kleinbauern sind in einer Schuldenspirale gefangen.«

 

Überlebende Familienmitglieder, die sich ebenfalls umbringen, werden in der Selbstmordstatistik gar nicht erfasst

 

Der Selbstmord dieser Bauern trifft natürlich auch ihre Familien, die in den offiziellen Selbstmordstatistiken gar nicht erfasst werden. Viele von ihnen, vor allem die Ehefrauen, bleiben auf den Schulden ihrer Männer sitzen, die dann auch auf die Kinder übergehen. Diese Schuldenlast führt oft zu weiteren Selbstmorden und in einen weiteren Teufelskreis der Armut.

 

»Die große Zahl der indischen Bauern, die Selbstmord begehen, darf nicht den Blick darauf verstellen, dass sich hinter jedem einzelnen dieser Todesfälle eine ungeheure individuelle Tragödie verbirgt«, heißt es in dem Bericht weiter.

 

»Die Auswirkungen dieser Tragödie verfolgen die Familien der Opfer der indischen Agrarkrise in einer Weise, aus der es kein Entrinnen gibt – Familien erben die Schulden, Kinder müssen die Schule verlassen, um auf dem Hof zu arbeiten, und überlebende Angehörige begehen aus purer Verzweiflung oftmals ebenfalls Selbstmord.«

 

Amerikanische Farmer sind die nächsten, wenn sie GVO nicht aufgeben und zur bäuerlichen Landwirtschaft zurückkehren

 

Wer nun meint, die Landwirtschaft in Amerika sei vor solchen Krisen wie in Indien gefeit, der sollte noch einmal nachdenken. Auch US-Farmern wurde über GVO das Blaue vom Himmel versprochen, obwohl diese nur profitabel sind, weil sie gegenwärtig massiv subventioniert werden. Aber auch so schaden GVO und die mit ihnen verwendeten Chemikalien dem Ackerboden, und überall machen sich Superunkräuter breit, denen Unkrautvernichtungsmittel nichts anhaben können.

 

In einigen US-Bundesstaaten sind fast 90 Prozent des Unkrauts Wasserdost resistent gegen mindestens zwei Herbizide. Und da nur wenige neue Mittel entwickelt werden, sind die Farmer gezwungen, alte Herbizide zu mischen und immer mehr zu nehmen, damit sie überhaupt wirken.

 

»Anbaubetriebe hoffen darauf, dass irgendetwas am Horizont auftaucht und ihnen aus der Patsche hilft«, erklärt Larry Steckel, Experte für Unkräuter am West Tennessee Research and Education Center der University of Tennessee, in der Zeitschrift Science. »Aber da ist nichts.«

 

 

Quellen:

 

youtube.com

justlabelit.org[PDF]

chrgj.org[PDF]

naturalnews.com

truthwiki.org

truthwiki.org

 

 

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Leser-Kommentare (9) zu diesem Artikel

16.12.2014 | 17:13

Ruth Maurer

Was die Vertreter der GVO angeht, kann ich nur sagen: auf den Mond mit diesem Sauhaufen!


16.12.2014 | 10:21

Elisa

@baldegger ritaDa müssen Sie sich organisieren. Ein einträgliches Geschäft wird von den Marktbedingungen geprägt. In einem Tourismusort, wo am Wochenende unzählige Wochenend-Passanten gerne einkaufen, ist es unabdingbar, dass die Geschäfte öffnen, sonst entgehen ihnen die Einnahmen. Jammern nützt da nichts. Der Bäcker muss auch um 3 Uhr morgens aufstehen, damit er seine Brötchen um 7 Uhr verkaufen kann. Tut mir leid, für ihren Einwand habe ich kein Verständnis. Ein Geschäft wird...

@baldegger rita

Da müssen Sie sich organisieren. Ein einträgliches Geschäft wird von den Marktbedingungen geprägt. In einem Tourismusort, wo am Wochenende unzählige Wochenend-Passanten gerne einkaufen, ist es unabdingbar, dass die Geschäfte öffnen, sonst entgehen ihnen die Einnahmen. Jammern nützt da nichts. Der Bäcker muss auch um 3 Uhr morgens aufstehen, damit er seine Brötchen um 7 Uhr verkaufen kann.

Tut mir leid, für ihren Einwand habe ich kein Verständnis. Ein Geschäft wird immer von den Marktbedingungen bestimmt. Und die sind in den einzelnen Branchen halt unterschiedlich. Daran ist nun mal nichts zu ändern. Wer sich hier nicht anpasst, wird halt von den Grossen geschluckt. Das nennt man "freien Markt".


16.12.2014 | 09:57

Dieter

Hallo Rita,gut das du das ansprichst mit der Sonntagsarbeit. Das zeigt das die Menschen überhaupt nicht verstanden haben um was es geht. Du leider auch nicht. Wir dürfen nicht nur an einem Symptom rumdoktern, sondern immer das ganze im Auge behalten. Dazu gehört auch die Frage, für was schufften wir eigentlich. Je mehr man darüber nachdenkt (z.B. überversichert), desto mehr kommt man darauf, dass wir gar nicht so viel arbeiten müssen. Je mehr Krimms Kramms du einkaufst und dann...

Hallo Rita,
gut das du das ansprichst mit der Sonntagsarbeit. Das zeigt das die Menschen überhaupt nicht verstanden haben um was es geht. Du leider auch nicht. Wir dürfen nicht nur an einem Symptom rumdoktern, sondern immer das ganze im Auge behalten. Dazu gehört auch die Frage, für was schufften wir eigentlich. Je mehr man darüber nachdenkt (z.B. überversichert), desto mehr kommt man darauf, dass wir gar nicht so viel arbeiten müssen. Je mehr Krimms Kramms du einkaufst und dann Jahrzehntelang in deinem Keller und Dachboden einlagerst, um so mehr musst du auch arbeiten. Verstehst du was ich meine?


16.12.2014 | 09:51

Livia

Auch bei uns wurde den Kleinbauern die Geschäftsgundlage entzogen - weil man die Arbeitskräfte aus der Landwirtschaft in der Industrie brauchte. Die Erben kleiner Höfe gingen damals lieber in die Frabrik, mit geregelten Arbeitszeiten, festen Einkommen und Tarifurlaub im Sommer. Immer größere landwirtschaftliche Betriebe mit immer weniger Leuten ging aber nur mit immer mehr Maschinen, weniger artgerechter Tierhaltung und schließlich indem man das Hacken und Jäten der Wildkräuter...

Auch bei uns wurde den Kleinbauern die Geschäftsgundlage entzogen - weil man die Arbeitskräfte aus der Landwirtschaft in der Industrie brauchte. Die Erben kleiner Höfe gingen damals lieber in die Frabrik, mit geregelten Arbeitszeiten, festen Einkommen und Tarifurlaub im Sommer. Immer größere landwirtschaftliche Betriebe mit immer weniger Leuten ging aber nur mit immer mehr Maschinen, weniger artgerechter Tierhaltung und schließlich indem man das Hacken und Jäten der Wildkräuter durch Vergiften derselben ersetzte. Vor allem Letzteres geht aber massiv nach hinten los. Auch die Großfelderwirtschaft - wegen der Maschinen - ist nicht gut für das Land und die Umwelt, sowie anfälliger für Schädlingsbefall, was auch hier zum Gift führt. Die Kräfte, die sich alles fruchtbare Land unter den Nagel reißen wollen und die Industrialisierung der Landwirtschaft vorantreiben, gehen dabei buchstäblich über Leichen! Indien hatte keinen Bevölkerungsverlust wie Deutschland nach dem Krieg und auch nicht so viele freie Industriearbeitsplätze wie bei uns in der Wirtschaftswunderzeit. Die Bauern müssen diesen Großkapitalisten aber trotzdem weg ... Dabei zeigt die Geschichte, daß Landwirtschaft in Großbetrieben nie lange funktioniert hat: Z.B. kehrte man in Rom von der mit Sklaven betriebenen Latifundienwirtschaft zur Kolonenwirtschaft (Kleinpächter) zurück, da erstere sich nicht wirklich lohnte, vor allem nicht geeignet war, die Grundversorgung der Bevölkerung zu garantieren! Nur bäuerliche Kleinbetriebe sind flexibel genug, sich auf Veränderungen der Umwelt schnell einzustellen auch können sie ihr bischen Land giftfrei bearbeiten. In vielen Entwicklungsländern wäre die Bekämpfung des Hungers viel weiter, wenn man Kleinbauern machen ließe - wie all die Jahrtausende zuvor - und ihnen nicht das Land wegnähme!


16.12.2014 | 08:38

baldegger rita

@Elisa, Ihr Vorschlag ist gut und schön, aber in der Landwirtschaft muss jetzt schon übermässig viel gearbeitet werden. Wenn der Sonntag auch noch für Verkaufsaktivitäten draufgeht, dann ist ein Familienleben nicht mehr möglich. Soll heissen, das macht keine Frau auf die Dauer mit.


16.12.2014 | 08:23

Gift für Mensch

Wenn die Gier nach Geld immer größer wird, schalten Leute ihren verstand aus.

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