Monday, 25. July 2016
13.01.2016
 
 

Geheime Studien: Monsanto weiß seit 40 Jahren, dass Glyphosat Krebs auslöst

Ethan A. Huff

Wie eine neue unabhängige Untersuchung belegt, war und ist das wohl weltweit verhassteste Biotech-Unternehmen Monsanto vorsätzlich an zwielichtigen Machenschaften beteiligt, um die Zulassung seiner hochgelobten Breitband-Herbizid-Produktreihe Roundup (mit dem Wirkstoff Glyphosat) für den Handel zu gewährleisten.

 

Dr. Stephanie Seneff vom renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) und ihr Kollege Anthony Samsel stießen vor Kurzem auf eine Reihe versteckter Untersuchungen, die belegten, dass Monsanto mindestens aus einem Dutzend verschiedener Experimente sich die für seine Interessen vorteilhaften Daten herauspickte, um so behaupten zu können, dass Roundup harmlos und daher für den Einsatz bei Feldfrüchten, die von Tieren und Menschen verzehrt werden, geeignet sei.

Da viele der Untersuchungsergebnisse Roundup als gefährlich und hochgiftig einstuften, zog es Monsanto offenbar vor, anstatt alle tatsächlichen Daten und Fakten, die in diesen Untersuchungen ermittelt und festgestellt worden waren, vorzulegen, untersuchungsfremde Kontrolldaten einzuführen, um unerwünschte Ergebnisse zu »neutralisieren« und den Eindruck zu erwecken, dass von Roundup keine Gefahr ausgehe.

 

Nachdem sich Samsel mit der Bitte um Unterstützung an seinen Senator gewandt hatte, gelang es ihm,  sich Einblick in die versteckten Monsanto-Studien zu verschaffen. Gemeinsam arbeiteten sich Dr. Seneff und Samsel durch die Dokumente und kamen zu dem Schluss, dass im Gegensatz zu der Interpretation der Forschungsergebnisse durch Monsanto in den Studien »im Rahmen dieser Untersuchungen deutliche Belege für Tumoren gefunden wurden«.

 

»›[U]m Zweifel zu säen und die statistische Bedeutung der unerwünschten Ergebnisse zu verschleiern, die möglicherweise eine Zulassung der betreffenden Produkte verhindert hätte‹, führte Monsanto irrelevante, historische Kontrolldaten aus anderen Experimenten in die Studien ein«, berichtete GMWatch.org.

 

Wenn eigene Studien ungünstige Daten ergaben, fügte der Konzern einfach »experimentelle Störgeräusche« hinzu


Monsanto hat im Laufe der Jahre erhebliche Mengen an Zeit und Geld in den Versuch investiert, Studien zu »gestalten«, bei denen der Konzern berechtigten Anlass zur Hoffnung hatte, dass die Ergebnisse Roundup und die genetisch modifizierten Organismen (GMOs) in einem positiven Licht zeigen würden. Manchmal funktionierte dieses Vorgehen, manchmal nicht. Wurden die gewünschten Ergebnisse nicht erzielt, hatte das Unternehmen noch eine Reihe weiterer Tricks auf Lager.

 

Laut der Studie von Seneff und Samsel »ergänzte« Monsanto die Ergebnisse vieler nicht in seinem Sinne ausfallender Studien durch so genannte »experimentelle Störgeräusche«, die den unerwünschten Ergebnissen scheinbar widersprachen und die betreffenden Untersuchungen anscheinend positiv ausfielen ließen. Zu diesem Zweck fügte Monsanto handverlesene Daten aus zwischen drei und elf mit der eigentlichen Untersuchung in keiner Weise zusammenhängenden Studien ein, um die Forschungsergebnisse in dem gewünschten Sinn zu manipulieren, um mit anderen Worten die Harmlosigkeit von Roundup zu belegen.

 

Wenn eine bestimmte Studie beispielsweise Hinweise auf Tumoren bei Tieren enthielt, die Roundup ausgesetzt waren, fügte Monsanto einfach Daten aus einer anderen Untersuchung ein, die mit der infrage stehenden Studie keinerlei Zusammenhang aufwies, dafür aber eben keine Hinweise auf Tumoren lieferte – und voilà, die erforderliche statistische Korrelation von Roundup und der Entstehung von Tumoren war verschwunden.

 

Um es einmal unverblümt zu sagen, handelt es sich hier im Kern um Datenmanipulation durch Verfälschung.

 

Und offenbar ist das die einzige Art und Weise, wie man erreichen konnte, dass Roundup überhaupt für die kommerzielle Nutzung zugelassen wurde, denn keine vernünftige Zulassungsbehörde würde auf der Grundlage der tatsächlichen Forschungsergebnisse jemals dieses Herbizid zulassen.

 

Indem sich Monsanto der »unlauteren Magie von Vergleichen der Ergebnisse mit Daten aus damit in keinerlei Zusammenhang stehenden historischen Kontrollgruppen bediente«, um einmal die Worte von Seneff und Samsel zu benutzen, war der Konzern in der Lage, die krebsauslösenden Folgen von Glyphosat »als rätselhaft« weg[zuerklären] und zu behaupten, sie stünden »in keinem Zusammenhang mit der Anwendung von Glyphosat«.

 

Interne Streitigkeiten in der Umweltschutzbehörde verweisen auf weitere Manipulationen in den Unbedenklichkeitsstudien Monsantos für Roundup


Diese Vorgehensweise ist das genaue Gegenteil solider Wissenschaft, aber sie entspricht zugleich genau der Art von »Wissenschaftsabfall«, den Monsanto gerne als »wissenschaftliche Beweise« verkauft und wir aus Sicht der Mainstreammedien und korrupter Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden als »Tatsachen« akzeptieren sollen. Offen gesagt handelt es sich hier um wissenschaftlichen Betrug, und er muss auch als solcher so laut und deutlich wie möglich bezeichnet werden.

 

»Die Einfügung derartiger Abweichungen neutralisierte die ungewünschten Ergebnisse wirksam, und ermöglichte es, [Glyphosat] auf den Markt zu bringen«, schreiben Seneff und Samsel. »Hätte [der Konzern] nicht zu diesem Mittel der Täuschung gegriffen, wäre Glyphosat niemals zur Verwendung zugelassen worden.«

 

Selbst die amerikanische Umweltschutzbehörde (EPA) deutete an, dass es bei der Art und Weise der Zulassung von Glyphosat möglicherweise nicht immer mit rechten Dingen zugegangen sei, und verwies darauf, dass nicht alle Mitarbeiter der Behörde mit der Entscheidung einverstanden seien.

 

»Aus Dokumenten der EPA geht hervor, dass im Zusammenhang mit der Produktzulassung keine Einstimmigkeit der Auffassungen erreicht werden konnte«, heißt es in einem Dokument. »Nicht alle EPA-Mitarbeiter des für die Zulassung von Glyphosat zuständigen Überprüfungsausschusses befürworteten die Zulassung von Glyphosat. Einige vertraten eine abweichende Meinung und unterzeichneten mit dem Kommentar ›Zustimmung verweigert‹.«

 

 



 


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