Jedes vierte amerikanische Kind erhält auf Dauer verschreibungspflichtige Medikamente
Ethan A. Huff
Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die auf Dauer Medikamente einnehmen, steigt immer weiter an, heißt es in einem Bericht des Unternehmens Medco Health Solutions Inc. Demnach nimmt ein Viertel aller amerikanischen Kinder regelmäßig Medikamente. Viele dieser Medikamente seien zudem eigentlich für Erwachsene bestimmt, was die Gefahr unbekannter Nebenwirkungen bei langfristiger Einnahme durch Kinder und Jugendliche heraufbeschwört.
Das Wall Street Journal (WSJ) berichtete, neben Medikamenten gegen die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Asthma nähmen Kinder heute zusätzlich Schlaftabletten, Mittel gegen Diabetes und sogar [cholesterinsenkende] Statine, die sonst eigentlich nur Erwachsenen verordnet werden. Der Bericht führt das Beispiel eines achtjährigen Jungen an, der seit seiner Säuglingszeit blutdrucksenkende Mittel einnehme.
Dr. Danny Benjamin, Professor für Kinderheilkunde an der Duke-Universität, räumte gegenüber dem WSJ ein, die auf Dauer angelegte Verschreibung von Medikamenten für Kinder stelle ein ernstes Problem dar. »Wir wissen, dass wir bei der Dosierung und hinsichtlich der Unbedenklichkeit Fehler machen«, erklärte er und fuhr fort, auch die Eltern müssten die Unbedenklichkeit von Medikamenten, die der Arzt verschreibe, stärker hinterfragen.
Fachleute fürchten, die ständige Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente durch Kinder können bei diesen ernste Schädigungen hervorrufen. Eltern sollten stattdessen auf Änderungen der Lebens- und Ernährungsweise ihrer Kinder hinwirken. Weil aber viele Ärzte immer noch Medikamente wie Süßigkeiten verteilen, nehmen viele Eltern dieses Verhalten ohne weiteres Nachdenken einfach hin.
Die amerikanische Behörde für Lebensmittelsicherheit und Arzneimittelzulassung, FDA, unternimmt praktisch nichts, um die Öffentlichkeit vor den Gefahren zu warnen, die besonders Kleinkindern durch die chronische Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente drohen. Verordnet ein Arzt Kindern und Jugendlichen eigentlich für Erwachsene bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente, sind bisher Unbedenklichkeitsstudien nicht zwingend vorgeschrieben, sofern das Medikament schon einmal durch die FDA zugelassen wurde.
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Quellen zu diesem Artikel unter:
http://online.wsj.com/article/SB100...
NaturalNews
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