Sunday, 29. May 2016
16.03.2011
 
 

Ungeprüfte Nanopartikel bereits in tausenden Endverbraucher-Produkten enthalten

Ethan A. Huff

Seit 2006 ist der Einsatz von Nanopartikeln in Endverbraucherprodukten um das Sechsfache gestiegen. In der Nanotechnologie werden Elemente und andere Materieformen auf atomarer und molekularer Ebene manipuliert. Heute kommt sie bereits in mehr als 1.300 kommerziellen und Endverbraucherprodukten zum Einsatz. Es wird allgemein damit gerechnet, dass sich diese Zahl bis 2020 jedes Jahr verdreifachen wird. Aber sind diese Nanopartikel auch unbedenklich, vor allem, wenn es um ihre Anwendung im Zusammenhang mit Nahrungsmitteln geht?

Nach Angaben des »Projektes zu auftauchenden Nanotechnologien« (PEN), einer Gruppe, die sich 2005 bildete, um »einen offenen und politischen Dialog« über Nanotechnologien in Gang zu setzen, kommen Nanopartikel bereits fast überall zum Einsatz: angefangen bei Autobatterien und -technik, über Aluminiumfolie bis hin zu Kochgeschirr mit Antihaftbeschichtung. Die PEN-Abteilung für »Nahrungsmittel und Getränke« listet auch verschiedene Vitaminpräparate und mineralische Nahrungsergänzungsmittel sowie die Verpackung von Hamburgern von McDonalds, die Nanopartikel enthalten, auf.

Viele Menschen werten Nanotechnologie als die »neue technologische Revolution«, aber ist diese Technologie wirklich unbedenklich? Ebenso wenig wie gentechnisch veränderte Organismen (GVO) wurde Nanotechnologie  jemals auf ihre Sicherheit und Unbedenklichkeit für Mensch und Umwelt hin überprüft. Das Aufbrechen und Wiederzusammensetzen molekularer Bestandteile und die anschließende Einarbeitung dieser veränderten Moleküle in unsere Kleidung, Möbel, Automobile und Nahrungsmittel kommt eher einem riesigen Experiment mit der menschlichen Gesundheit als einem erfolgreichen technologischen Durchbruch gleich.

2004 entdeckte eine Studie, dass Nanopartikel Gehirnschäden bei Fischen und anderen Wasserlebewesen hervorriefen, die ihnen ausgesetzt waren. Die internationale Organisation ETC, die sich für Umweltschutz und nachhaltigen Fortschritt einsetzt, forderte bereits 2002 ein Moratorium bei Nanopartikeln, nachdem ein Bericht des Europäischen Parlaments vor deren Giftigkeit gewarnt hatte.

Eine Untersuchung der Universitäten Oxford und Montreal aus dem Jahr 2004 stellt einen Zusammenhang zwischen Nanopartikeln aus Titandioxid und Zinkoxid in Sonnenschutzcremes und einem vermehrten Auftreten freier Radikale und DNS-Schäden in der Haut fest. Zahlreiche andere Studien ergaben, dass Nanopartikel sehr leicht von Zellen aufgenommen werden und dann im Körper zahlreiche in ihren Dimensionen noch ungeklärte Schäden verursachen.

PEN berichtet weiter, dass sich der Großteil der Anwendungen der Nanotechnologie auf die Bereiche »Gesundheit und Fitness« beziehe. So wird etwa Silber im Nanobereich wegen seiner antimikrobiellen Eigenschaft eingesetzt. Es birgt schon eine dreiste Doppelzüngigkeit, dass die Gesundheitsbehörden diejenigen unter Beschuss nehmen, die kolloidales Silber (extrem feine Silberpartikel) und andere vergleichbare Produkte wegen ihrer antimikrobiellen und gesundheitsfördernden Wirkung kritisieren, wenn es aber um Nanotechnologie geht, die Anwendung von Silber wundersamerweise vorbehaltlos akzeptiert wird und auf den Produkten auch nicht als Inhaltsstoff entsprechend ausgewiesen werden muss.

Der amerikanische Nationale Forschungsrat (NRC), eine der nationalen Akademien in Washington, erklärte 2008, keine der 18 Regierungsbehörden des Landes, einschließlich der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA und der Behörde für Nahrungsmittel- und Arzneimittelsicherheit FDA, hätten vor dem massiven Einsatz der Nanotechnologie deren Unbedenklichkeit und Sicherheit jemals nachgewiesen. Trotz der Investitionen in Höhe von 14 Mrd. Dollar durch die Regierung und private Einrichtungen wurde nicht der geringste Beweis erbracht, dass Nanopartikel vom Körper in ungefährlicher Form aufgenommen und verstoffwechselt werden. Trotzdem werden sie in Tausenden Endverbraucherprodukten, die eingenommen oder auf die Haut aufgetragen werden, eingesetzt.

 

Weitere Informationen finden Sie im PEN-Archiv für Endverbraucherprodukte unter: http://www.nanotechproject.org/inventories/consumer/.

 

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Quellen zu diesem Artikel:

 

 


 

 

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