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Das Ganze wurde noch dadurch verstärkt, dass der windige Immobilienhändler Donald Trump am 10. September öffentlich anbot, den Besitzer des geplanten islamischen Zentrums auszuzahlen. Dieses Angebot lehnte der in Ägypten geborene Geschäftsmann Hisham Elzanaty dem Vernehmen nach kategorisch ab. Elzanaty leistet nach eigenem Bekunden den Großteil der Finanzierung für die beiden Gebäude des geplanten Zentrums. Hier wird es nun interessant.
Recherchen verschiedener New Yorker Zeitungen haben nämlich ergeben, dass das Grundstück gar nicht auf den Namen Elzanatys, sondern auf ein unter der Adresse 552 Broadway, New York registriertes Immobilienunternehmen namens Soho Properties eingetragen ist. Diese Fima ist 2003 von Sharif el-Gamal gegründet worden. Auf ihrer Website wird die geschäftliche Tätigkeit folgendermaßen beschrieben: »Unser Unternehmen konzentriert sich auf den Erhalt des realen Wertes von Immobilien-Investitionen, besonders in Fällen, wo Preisveränderungen Chancen zur Wertsteigerung eröffnen. Soho Properties erschließt den vollen Nutzwert einer Investition durch erfolgreiche Strategien, von Neuvermietung und Neupositionierung der Anlagen, über Renovierung, Zusammenlegung und Entwicklung sowie Beteiligung an allen günstigen Gelegenheiten.«
Wer ist nun aber Sharif el-Gamal? Laut Auskunft verschiedener New Yorker Polizeiregister und Aussage eines Privatdetektivs aus Florida erscheint der Hintergrund von Sharif el-Gamal reichlich dubios für jemanden, der ein 100-Millionen-Dollar-Immobiliengeschäft abschließt. Sharif betreibt seine Firma gemeinsam mit seinem Bruder Sammy el-Gamal und Nour Moussa, dem Neffen des Generalsekretärs der Arabischen Liga, Amr Moussa.
Im November 2009 wurde gemeldet, die Firma habe für 45,7 Millionen Dollar ein zwölfstöckiges Gebäude mit 10.000 qm Bürofläche in 31 West 27th Street in New York City gekauft. El Gamal sagte
damals: »Wir haben es wegen der Einnahmen gekauft. Es ist langfristig vermietet und die Finanzierung war wirklich günstig.« Auf dem eingebrochenen New Yorker Immobilienmarkt scheinen die Brüder el-Gamal jedoch nicht besonders gewitzte Geschäftsleute zu sein. Sie sollen das Gebäude von der Witikoff Group erworben haben, die es auf dem Höhepunkt der Immobilienblase 2006 für 31,5 Millionen Dollar gekauft hatte.
Soho kaufte dann im Juli 2009 das Gebäude 47-51 Park Place, wo das Cordoba House errichtet werden soll, das jetzt allgemein als »Ground-Zero-Moschee« und »Park51« bekannt geworden ist. Ein 100 Millionen Dollar teures 13-stöckiges Gebäude aus Glas und Stahl soll das geplante islamische Kulturzentrum und die Moschee beherbergen. Soho Properties hat dem Besitzer 4,85 Millionen Dollar in bar für das Anwesen bezahlt.
Von Kellnern zu Immobilienkönigen
Die Frage ist: Woher hatten die beiden Brüder el-Gamal so viel Geld? Wie es aussieht, sind sie alles andere als typische New Yorker Immobilienkönige. Nach ihrem Hintergrund zu urteilen, sind sie eher so etwas wie Lehrlinge im Mafiageschäft, die in einem neuen Paten-Film mitspielen könnten.
Laut einem Artikel in der New York Post ergibt sich aus den Akten, dass Hisham Elzanaty, einer der Financiers hinter dem Bauunternehmen der Ground-Zero-Moschee, wegen angeblichen Versicherungsbetrugs über 1,8 Millionen Dollar angeklagt wurde. Elzanaty, der aus einem Gebäude in der Bronx heraus medizinische Firmen betreibt, soll laut Gerichtsunterlagen der Versicherungsgesellschaft State Farm Insurance unnötige Tests nach Autounfällen in Rechnung gestellt haben, die angestellt wurden, um die Auszahlung der Versicherung zu erhöhen. Elzanaty, angeblich ein »bedeutender Investor« bei Sharif el-Gamals 4,8 Millionen teurem Moschee-Projekt, wurde auch zur Rückzahlung von 331.000 Dollar verurteilt, die ihm, wie eine Bilanzprüfung ergab, (die Krankenversicherung) Medicaid zu viel bezahlt hatte.
Die el-Gamal-Brüder scheinen aus ähnlich anrüchigem Holz geschnitzt. Nach Angaben des Privatdetektivs Bill Warner aus Florida und Berichten aus New York ermittelt die Zulassungsbehörde von New York State in Manhattan gegen Sammy und Sharif el-Gamal von Soho Properties wegen der Nichtrückzahlung von Mietkautionen an Kunden, die treuhänderisch hätten verwaltet werden sollen.
Gerichtsakten in Florida und New York belegen, dass Sharif und sein jüngerer Bruder Samir »Sammy« el-Gamal, Partner in seinem Unternehmen Soho Properties, in der Vergangenheit – zumindest seit 1994 bis heute – wiederholt wegen Steuerdelikten und
Schulden mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. 1994 hatte ein New Yorker Polizist Sharif wegen »Förderung der Prostitution« verhaftet. Er bekannte sich der Ordnungswidrigkeit anstößigen Verhaltens für schuldig. In einem anderen Verfahren erklärte Sharif den Richtern, er habe einen Mieter, von dem er und sein Bruder rückständige Mieten eintreiben wollten, nicht etwa geschlagen, das »Gesicht des Mieters« sei »möglicherweise seiner Hand in den Weg gekommen«.
Der Hintergrund der beiden Brüder lässt nicht auf die Vorbereitung von milliardenschweren Immobilienprojekten schließen. Sharif war früher Kellner im Restaurant Serafina, während Sammy bei Tao kellnerte. Später bediente Sharif die Gäste in einem nach dem Basketball-Star Michael Jordan benannten Lokal. Doch dort wurde er, der fromme Moslem, gefeuert – unter anderem deshalb, weil er beim Eintreffen am Arbeitsplatz eine Alkoholfahne hatte. Damals begannen auch Sharifs Konflikte mit dem Gesetz, wie Kenner seiner Lebensgeschichte berichten.
Die geopolitische Manipulation
Die gesamte Kontroverse über die »911-Moschee« wurde von CNN und anderen ausgewählten Medien zum Thema in ihren Nachrichten gemacht. Der Befehlshaber der US-Truppen in Afghanistan General Petraeus mischte sich mit der Aufforderung an den Pastor aus Florida in den Streit ein, den Koran nicht zu verbrennen, was andere fanatische Möchtegernprediger sofort zu der Ankündigung veranlasste, ebenfalls den Koran zu verbrennen. Präsident Obama griff ein und pries den Bau der Moschee als Symbol der religiösen Freiheit und Toleranz in Amerika.
Unter dem Strich hat der Streit in ganz Amerika Spannungen im Sinne eines »Zusammenpralls der Zivilisationen« angeheizt, er verschaffte darüber hinaus – unabhängig davon, ob die Moschee nun gebaut wird oder nicht – der US-Regierung den willkommenen Anlass, die eigene Version des Einsturzes der Zwillingstürme erneut zu bekräftigen. Danach waren am 9. September 2001 zwei gekaperte Linienmaschinen in die beiden Türme des World Trade Center gelenkt worden, die angeblich
von 19 Studenten entführt worden waren, die zuvor in einer Flugschule in Florida mit winzigen Privatflugzeugen geübt hatten. Vielleicht hoffen einige in den USA, die Notwendigkeit der militärischen Besetzung des Irak und Afghanistan dadurch rechtfertigen zu können, dass sie den Mythos des »zweiten Pearl Harbour«, wie George W. Bush den 11. September einmal genannt hatte, lebendig erhalten.
Die interessante Frage aber bleibt, wer dem zwielichtigen Unternehmen Soho Properties der Brüder el-Gamal Millionen Dollars zur Verfügung gestellt hat, um das Grundstück für fünf Millionen Dollar in bar und das andere Grundstück für 46 Millionen Dollar zu kaufen. Hat die angesehene Witikoff Group ihre neuen Kunden vorher nicht eingehend geprüft? Oder ist das alles nur Spielgeld? Werden CIA und andere Scheinfirmen eingesetzt, um am Jahrestag des 11. September ein solch gespanntes Szenario zu erzeugen? Das sind nur einige der interessanten Fragen, die gestellt werden sollten.
Soho Properties, unter http://www.sohoproperties.com/pdfs/SP3rdQ08Newsletter.pdf
Tom Liddy, »Ripoff Mosque Man Sued«, New York Post, 4. September 2010
Asra Q. Nomani , »Rift Imperils Ground Zero Mosque«, 30. August 2010, Yahoo News, unter http://news.yahoo.com/s/dailybeast/9670_sharifelgamalandthegroundzeromosque
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