Friday, 30. September 2016
12.01.2016
 
 

Hillarys E-Mails, Gaddafis Gold-Dinar und der Arabische Frühling

F. William Engdahl

Begraben unter Zehntausenden von Seiten geheimer E-Mails der früheren US-Außenministerin Hillary Clinton, die jetzt von der US-Regierung veröffentlicht werden, befindet sich ein verheerender E-Mail-Schriftwechsel zwischen Clinton und ihrer Vertrauensperson Sid Blumenthal. Der Schriftwechsel handelt von Gaddafi und den von den USA koordinierten Interventionen, um den libyschen Herrscher zu stürzen. Dabei geht es um Gold und eine möglicherweise existenzielle Bedrohung für die Zukunft des US-Dollars als Weltreservewährung. Es geht um Gaddafis damalige Pläne eines goldgedeckten Dinar.

 

Zwei Absätze in einem scheinbar ununterbrochenen Strom freigegebener E-Mails über den illegalen privaten Server, den die damalige Außenministerin Hillary Clinton während des Kriegs benutzte, den die USA 2011 zur Vernichtung von Libyens Gaddafi inszeniert hatten, decken eine kompakte geheime Absicht hinter dem Krieg der Obama-Regierung gegen Gaddafi auf, der zynisch »Responsibility to Protect« (Verantwortung für den Schutz [der Bevölkerung]) genannt wurde.

 

Nur, um die Erinnerung aufzufrischen: Der unentschlossene und schwache Präsident Obama übertrug die volle präsidiale Verantwortung für den Libyenkrieg seiner Außenministerin Hillary Clinton. Diese unterstützte von einem frühen Zeitpunkt an die arabischen »Regimewechsel« unter Verwendung der geheimen Muslimbruderschaft.

 

Sie berief sich dabei auf das neue und groteske Prinzip »Verantwortung für den Schutz« (R2P), um den Krieg gegen Libyen zu rechtfertigen, den sie rasch in einen von der NATO geführten Krieg umwandelte. Nach dem R2P-Prinzip behauptete Clinton ohne überprüfbare Beweise, Gaddafi würde die unschuldige libysche Zivilbevölkerung in der Region Benghazi, die friedlich für mehr Demokratie protestiert hatte, bombardieren.

 

Nach einem Bericht der New York Times aus der damaligen Zeit, der sich auf Quellen in leitender Position in der Regierung Obama berief, hat Hillary Clinton Präsident Obama zu den militärischen Aktionen gegen Libyens Gaddafi gedrängt. Sie wurde dabei von Samantha Power, einem leitenden Berater im Nationalen Sicherheitsrat und heutigen Botschafter Obamas bei den Vereinten Nationen (UNO), und von Susan Rice, der damaligen Botschafterin Obamas bei der UNO und jetzigen Nationalen Sicherheitsberaterin, unterstützt. Clinton erwies sich mit Power und Rice an ihrer Seite so mächtig, dass sie es schaffte, sich über Verteidigungsminister Robert Gates, über Tom Donilon, Obamas Berater für Nationale Sicherheit, und über John Brennan, Obamas Chef der Terrorbekämpfung und heutigen CIA-Vorstand, hinwegzusetzen.[1]

 

Außenministerin Hillary Clinton steckte auch knietief in der Verschwörung zur Entfesselung dessen, was man dann im Zuge der von den USA finanzierten Regimewechsel im gesamten arabischen Mittleren Osten den Arabischen Frühling taufte.[2] Dieser gehörte zum »Greater Middle East Project« (Großartiger Naher Osten), das 2003 nach der Besetzung des Iraks von der Regierung Bush öffentlich bekannt gegeben worden war. Die ersten drei Länder, gegen die jener Arabische Frühling der USA 2011 in Gang gesetzt wurde, waren Ben Alis Tunesien, Mubaraks Ägypten und Gaddafis Libyen. Für das Vorgehen benutzte Washington Nichtregierungsorganisationen (NGOs) für »Menschenrechte« wie Freedom House und National Endowment for Democracy (Nationale Stiftung für Demokratie), die wie üblich mit der Stiftung Open Society (Offene Gesellschaft) des Milliardärs und Spekulanten George Soros mit dem US-Außenministerium und mit CIA-Agenten zusammenarbeiten.

 

Der Zeitpunkt und die Ausrichtung von Washingtons Arabischem Frühling von 2011 erscheint im Hinblick auf die gerade freigegebenen und veröffentlichten E-Mails Clintons an ihren privaten Libyen-»Berater« und Freund Sid Blumenthal nun in einem neuen Licht. Blumenthal ist der schleimige Anwalt, der den früheren Präsidenten Bill Clinton in seinem Amtsenthebungsverfahren wegen der Monika-Lewinsky-Affäre und anderer Sexskandale verteidigt hatte.

 

Gaddafis Gold-Dinar bedrohte die Dollarhegemonie

 

Für viele ist es ein Rätsel geblieben, weshalb Washington beschlossen hatte, Gaddafi müsse persönlich vernichtet und nicht nur in die Verbannung geschickt werden. Als Clinton über Gaddafis brutale Ermordung von Terroristen der durch die USA finanzierten »demokratischen Opposition« al-Qaidas informiert wurde, sagte sie CBS News in einer verrückten, scherzhaften Umschreibung eines Ausspruchs Julius Cäsars: »Wir kamen, wir sahen, er starb«, wobei sie makaber von Herzen lachte.[3]

 

Im Westen weiß man wenig über das, was Muammar al-Gaddafi diesbezüglich in Libyen oder in Afrika und in der arabischen Welt angestellt hatte. Nun wirft die Veröffentlichung eines weiteren Teils der E-Mails Hillary Clintons aus der Zeit, während sie als Außenministerin den Krieg der Regierung Obamas gegen Gaddafi führte, ein dramatisches neues Licht auf diesen Hintergrund.

 

Es handelte sich nicht um eine persönliche Entscheidung Hillarys, die Person Gaddafi zu beseitigen. Die Entscheidung wurde, wie jetzt klar wird, in den höchsten Kreisen der US-Geldoligarchie gefällt. Sie selbst war nur ein weiteres politisches Werkzeug zur Umsetzung der Aufträge dieser Oligarchen in Washington. Die Intervention richtete sich gegen Gaddafis gut ausgearbeitete Pläne, eine goldgedeckte afrikanische und arabische Währung zu schaffen, um den Dollar im Ölhandel zu ersetzen.

 

In einer neulich freigegebenen E-Mail Sid Blumenthals an Außenministerin Hillary Clinton vom 2. April 2011 legte dieser den Grund dar, weshalb Gaddafi beseitigt werden müsse. Unter dem Vorwand, sich auf eine nicht identifizierte »hochrangige Quelle« zu berufen, schrieb Blumenthal an Clinton: »Laut vertraulichen Informationen, die dieser Quelle zur Verfügung stehen, sitzt Gaddafis Regierung auf 143 Tonnen Gold und einer ähnlichen Menge an Silber ... Dieses Gold wurde noch vor der laufenden Rebellion in der Absicht angesammelt, damit eine gesamtafrikanische Währung auf der Grundlage des libyschen Gold-Dinars einzurichten. Dieser Plan wurde entwickelt, um den frankophonen afrikanischen Ländern eine Alternative zum französischen Franc (CFA) zu verschaffen.«[4]

 

Ein Gold-Dinar und noch mehr

 

Im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts haben die arabischen Golfstaaten in der OPEC, darunter Saudi-Arabien, Katar und andere, ernsthaft begonnen, Einnahmen aus ihren riesigen Öl- und Gasverkäufen in souveräne Staatsfonds umzuleiten, vielfach aufgrund der Erfolge des norwegischen Ölfonds. Die zunehmende Unzufriedenheit mit dem US-Krieg gegen den Terror, mit den Kriegen im Irak und in Afghanistan und mit der allgemeinen Nahostpolitik der USA nach dem September 2001 veranlasste die meisten arabischen Staaten der OPEC dazu, wachsende Anteile ihrer Öleinnahmen eher in staatlich kontrollierte Fonds abzuzweigen, als sie den schmierigen Fingern der New Yorker und Londoner Bankiers anzuvertrauen, wie es in den 1970er-Jahren noch üblich gewesen war. Damals, als die Ölpreise durch die Decke schossen, schuf Henry Kissinger das, was er verzückt den »Petro-Dollar« nannte, um den goldgedeckten Dollar, von dem sich Washington am 15. August 1971 verabschiedet hatte, zu ersetzen.

 

Um 2008 löste die Aussicht, dass eine zunehmende Anzahl afrikanischer und arabischer Ölstaaten ihre staatlichen Öl- und Gaseinnahmen unter ihre souveräne Kontrolle brächte, an der Wall Street wie auch in der City of London ernsthafte Besorgnis aus. Es handelte sich um riesige, in die Billionen gehende Gelder, die sie möglicherweise nicht länger kontrollieren würden.

 

Der Zeitpunkt des Arabischen Frühlings scheint im Nachhinein zunehmend nicht nur mit den Bemühungen Washingtons und der Wall Street verbunden gewesen zu sein, um die gewaltigen Ölströme aus dem arabischen Nahen Osten zu kontrollieren. Jetzt wird klar, dass es ebenso um die Kontrolle ihres Geldes ging, ihrer Billionen von Dollar, die sie in ihren neu eingerichteten Staatsfonds zusammentrugen.

 

Wie sich allerdings jetzt erst im jüngsten E-Mail-Austausch zwischen Clinton und Blumenthal vom 2. April 2011 bestätigt, tauchte in der afrikanischen und arabischen Ölwelt eine qualitativ neue Bedrohung für die »Götter des Geldes« an der Wall Street und in der Londoner City auf. Libyens Gaddafi, Tunesiens Ben Ali und Ägyptens Mubarak waren im Begriff, eine vom US-Dollar unabhängige, goldgedeckte, islamische Währung einzuführen. Über diesen Plan hat mich zum ersten Mal ein Algerier mit umfassenden Kenntnissen über dieses Vorhaben im Frühjahr 2012 auf einer Finanz- und geopolitischen Konferenz in der Schweiz unterrichtet. Unterlagen dazu gab es damals kaum, und so behielt ich die Geschichte im Hinterkopf. Nun ergibt sich daraus ein weitaus interessanteres Bild, das die Grausamkeit von Washingtons Arabischem Frühling und die Überstürzung im Fall Libyens in die richtige Perspektive rückt.

 

Vereinigte Staaten von Afrika


2009 hatte Gaddafi, damals als Präsident der Afrikanischen Union, dem wirtschaftlich angeschlagenen Kontinent vorgeschlagen, den »Gold-Dinar« zu übernehmen.[5]

 

In den Monaten vor der Entscheidung der USA, mit Unterstützung Großbritanniens und Frankreichs eine UN-Resolution zu erwirken, die ihnen das juristische Feigenblatt für die Vernichtung des Gaddafi-Regimes liefern sollte, hatte Muammar al-Gaddafi die Schaffung eines goldgedeckten Dinar betrieben, den die afrikanischen Ölstaaten wie auch die arabischen OPEC-Staaten für ihren Ölverkauf auf dem Weltmarkt verwenden sollten. Wäre es damals, als die Wall Street und die City of London tief in der Finanzkrise von 2007 bis 2008 steckten, dazu gekommen, wäre die Herausforderung für die Rolle des Dollars als Reservewährung mehr als ernst gewesen. Sie hätte den Todesstoß für die finanzielle Hegemonie Amerikas und sein Dollarsystem bedeutet. Afrika ist einer der weltweit größten Kontinente mit einem großen, noch unerforschten Reichtum an Gold und anderen Mineralien. Der Kontinent wurde seit Jahrhunderten absichtlich unterentwickelt gehalten oder Kriegen ausgesetzt, um deren Förderung zu verhindern. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank stellten in den letzten Jahrzehnten das Instrument, um eine reale Entwicklung in Afrika zu unterdrücken.

 

Gaddafi hatte die Ölproduzenten in der Afrikanischen Union und in den muslimischen Nationen aufgefordert, sich einem Bündnis anzuschließen, das den Gold-Dinar zu einer Hauptform seines Geldes und der Devisen machen sollte. Sie sollten Öl und andere Rohstoffe an die USA und den Rest der Welt nur gegen Gold-Dinare verkaufen. Als Präsident der Afrikanischen Union im Jahr 2009 erörterten Gaddafi und die Mitgliedstaaten der Union den libyschen Vorschlag, den libyschen Dinar und den Silber-Dirham als einzig mögliche Zahlungsmittel zum Erwerb von afrikanischem Öl zu verwenden.[6]

 

Zusammen mit den arabischen OPEC-Staatsfonds für ihr Öl machten sich damals, als die NATO 2011 Libyen bombardierte, auch andere afrikanische Ölnationen, insbesondere Angola und Nigeria, daran, eigene nationale Ölfonds zu gründen.[7] Diese nationalen Fonds in Verbindung mit Gaddafis Konzept des Gold-Dinars hätten Afrikas lang gehegten Traum von der kolonialen Geldkontrolle, sei es, vom britischen Pfund, dem französischen Franc, dem Euro oder dem US-Dollar unabhängig zu werden, wahr werden lassen.

 

Gaddafi erzielte zum Zeitpunkt seines Todes als Leiter der Afrikanischen Union mit seinem Plan Fortschritte, die souveränen Staaten Afrikas mittels einer einzigen Goldwährung zu den Vereinigten Staaten von Afrika zu vereinen. 2004 hatte ein panafrikanisches Parlament von 53 Nationen Pläne für eine afrikanische Wirtschaftsgemeinschaft – mit einer einzigen Goldwährung bis zum Jahr 2023 – eingeleitet.[8]

 

Die ölproduzierenden Nationen in Afrika hatten vor, den Petro-Dollar aufzugeben und die Bezahlung für ihr Öl und Gas in Gold zu verlangen. Daran beteiligt waren Ägypten, Sudan, Südsudan, Äquatorialguinea, Kongo, die Demokratische Republik Kongo, Tunesien, Gabun, Südafrika, Uganda, Tschad, Suriname, Kamerun, Mauretanien, Marokko, Sambia, Somalia, Ghana, Äthiopien, Kenia, Tansania, Mosambik, Côte dʹIvoire und noch dazu Jemen, das vor Kurzem Öllagerstätten entdeckt hatte. Die vier afrikanischen Mitgliedsländer der OPEC sind Algerien, Angola, Nigeria, ein riesiger Ölförderer und der größte Erdgasproduzent in Afrika mit gewaltigen Erdgasreserven, sowie Libyen mit den größten Reserven; sie sollten dem Goldsystem angehören.[9]

 

Kein Wunder, dass der französische Präsident Nicolas Sarkozy, dem Washington die Vorreiterrolle im Krieg gegen Gaddafi zugewiesen hatte, sich so weit verstieg, dass er Libyen eine »Bedrohung« für die finanzielle Sicherheit der Welt nannte.[10]

 

Hillarys »Rebellen« gründen eine Zentralbank

 

Zu den meistgrotesken Zügen in Hillary Clintons Krieg zur Vernichtung Gaddafis gehört die Tatsache, dass die von den USA unterstützten »Rebellen« in Benghazi, in den ölreichen östlichen Landesteilen Libyens, mitten im Krieg, noch lange bevor überhaupt klar war, dass sie das Gaddafi-Regime stürzen würden, erklärt haben, sie hätten im westlichen Stil eine Zentralbank »im Exil« gegründet.

 

Schon in den ersten Wochen des Aufstands erklärten die Rebellenführer, sie hätten beschlossen, eine Zentralbank zu gründen, um Gaddafis staatliche Währungsbehörde zu ersetzen. Der Rat der Rebellen gründete zusätzlich seine eigene Ölgesellschaft, um das von den Rebellen eroberte Öl zu verkaufen. Noch wichtiger war die Ankündigung der »Ernennung der Zentralbank von Benghazi als Währungsbehörde, die für die Geldpolitik in Libyen zuständig ist, und der Berufung eines Gouverneurs für die Zentralbank Libyens mit dem vorübergehenden Hauptsitz in Benghazi«.[11]

 

Als Kommentar zu der seltsamen Entscheidung, noch bevor die Schlacht entschieden ist, eine Zentralbank westlichen Stils zu gründen, um Gaddafis staatliche Nationalbank zu ersetzen, die gerade die goldgedeckten Dinare herausgab, bemerkte Robert Wenzel im Economic Policy Journal (Zeitschrift für Wirtschaftspolitik): »Ich habe noch nie zuvor gehört, dass in den ersten Wochen eines Volksaufstands eine Zentralbank gegründet worden sei. Dies legt den Schluss nahe, dass wir es mit etwas mehr als einem dahergelaufenen Haufen von Rebellen zu tun haben und hier einige ziemlich gehobene Einflüsse walten.«[12] Im Lichte der Clinton-Blumenthal-E-Mails wird jetzt deutlich, dass diese ziemlich gehobenen Einflüsse mit der Wall Street und der City of London in Verbindung stehen. Die Person, die im März 2011 eingeführt wurde, um die Rebellen zu führen, Khalifa Hifter, hatte die letzten 20 Jahre ihres Lebens in einem Vorort von Virginia, nicht weit vom CIA-Hauptquartier, zugebracht, nachdem sie als eine der führenden Militärkommandanten mit Gaddafi gebrochen hatte.[13]

 

Die Gefahr für die Zukunft des US-Dollars als Weltreservewährung, falls Gaddafi dabei vorangekommen wäre, zusammen mit Ägypten, Tunesien und anderen arabischen Mitgliedern der OPEC und der Afrikanischen Union eine Golddeckung bei Ölverkäufen einzuführen, wäre offensichtlich das finanzielle Äquivalent eines Tsunami gewesen.

 

Die neue Goldene Seidenstraße

 

Gaddafis Traum einer arabischen und afrikanischen, goldgedeckten, vom Dollar unabhängigen Währung starb mit ihm. Libyen ist nach Hillary Clintons zynischer Zerstörung des Landes aus »Verantwortung für den Schutz« heute ein heilloses, von Stammesfehden, Al-Qaida- und DAESH- oder ISIS-Terroristen zerrüttetes Durcheinander. Die Währungshoheit der hundertprozentig nationalen Finanzagentur Gaddafis und seine Emission des goldgedeckten Dinars sind Vergangenheit, sie wurden durch eine »unabhängige«, an den Dollar gebundene Zentralbank ersetzt.

 

Trotz dieses Rückschlags ist es mehr als bemerkenswert, dass sich jetzt eine völlig neue Gruppe von Nationen zusammenfindet, um ein ähnliches goldgedecktes Währungssystem einzuführen. Es handelt sich um die von Russland und China angeführte Gruppe, welche die Durchführung des großen eurasischen Infrastrukturprojekts, der Bau von Chinas neuer Seidenstraße, des Projekts »Ein Gürtel, eine Straße«, zusammenhält.

 

Dazu gehören der 16-Milliarden-Dollar-Goldentwicklungsfonds Chinas und die recht entschlossenen Schritte des Landes, die City of London und New York als Zentrum des weltweiten Goldhandels abzulösen. Das sich abzeichnende eurasische, goldgedeckte Währungssystem stellt eine völlig neue Qualität der Herausforderung für die amerikanische Finanzhegemonie dar. Diese eurasische Herausforderung, ihr Erfolg oder Scheitern, könnte sehr wohl bestimmen, ob wir unserer Zivilisation erlauben, zu überleben und unter ganz anderen Bedingungen zu gedeihen, oder ob wir uns entscheiden, mit dem bankrotten Dollarsystem unterzugehen.[14]

 

 

 

 

 


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Anmerkungen:

 

[1] Bob Dreyfuss: Obamaʹs Women Advisers Pushed War Against Libya (Obamas weibliche Beraterin drängt auf Krieg gegen Libyen), in: The Nation, 19. Mä

[2] Hillary Clinton: US Secretary of State, Remarks (Ausführungen) auf dem Forum for the Future: Partnership Dialogue, Panel Session, im Ritz Carlton, Doha, Qatar, 13. Januar 2011

[3] Corbett Daly: Clinton on Qaddafi: »We came, we saw, he died« (Clinton über Gaddafi: »Wir kamen, wir sahen, und er starb«, CBS News, vom 20. Oktober 2011

[4] UNCLASSIFIED U.S. Department of State, Case No. F-2014-20439, Doc No. C05779612, date: 12/31/2015, RELEASE IN PART, Email from Sid Blumenthal to Hillary Clinton, Franceʹs client & Qaddafiʹs gold, April 2, 2011 (FREIGEGEBEN US-Außenministerium, Fall-Nr. F-2014-20439, Doc. No. C05779612, vom 31. Dezember 2015, teilweise veröffentlichte E-Mail von Sid Blumenthal an Hillary Clinton, Frankreichs Klient & Gadaffis Gold)

[5] Ilana Mercer: Gadhafi a gold bug? Finally, a believable conspiracy (War Gaddafi ein Gold-Käfer? Endlich eine glaubwürdige Verschwörung), WND, 25. August 2011

[6] Denise Rhyne: End of African Gold Standard: The Oil-Dollar Relationship (Das Ende von Afrikas Gold-Standard: Das Öl-Dollar Verhältnis), Oktober 2011

[7] Eleanor Whitehead: Rise of the African sovereign wealth fund (Aufstieg des afrikanischen staatlichen Vermögensfonds), 22. Dezember 2012

[8] Denise Rhyne, op. cit.

[9] Ibid.

[10] Alex Newman: Gadhafis Gold money Plan Would Have Devastated Dollar (Gaddafis Gold-Geld-Plan würde den Dollar zerschmettert haben), 11. November 2011

[11] Ibid.

[12] Ibid.

[13] Chris Adams: Libyan rebel leader spent much of past 20 years in suburban Virginia (Führer der libyschen Rebellen verbrachte 20 Jahre in einem Vorort Virginias), 26. März 2011

[14] F. William Engdahl: The Worth of Gold Growing by the Day (Gold steigt täglich im Wert), 12. August 2015

 

 

 

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