Friday, 1. July 2016
08.05.2014
 
 

Ist Washingtons Mann, der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk, Mitglied von Scientology?

F. William Engdahl

Überzeugenden Berichten zufolge ist Washingtons handverlesener ukrainischer Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk ein hochrangiger Eingeweihter der von der CIA geschaffenen Scientology-Sekte. Demnach ist:

Jazenjuk Absolvent der Kiewer Dianetics-Schule, er schloss sich 1998 der Scientology-Organisation an, als er als Berater für die Kreditabteilung der Aval Bank tätig war. Im selben Jahr unterzeichnete er einen Vertrag mit der so genannten »Sea Organisation«, der Elitestruktur der »Church of Scientology«. Jazenjuk ist zurzeit ein hochrangiges Mitglied der Sekte und hat ein »Auditing-Level« von OT-6. Seine Schwester Alina Petrowna Steele (alias Alina Jones), Bürgerin der Vereinigten Staaten, steht ebenfalls mit der Church of Scientology in Verbindung. Steele ist in dem Zweig in der Stadt Santa Barbara (USA, Kalifornien) aktiv, und sie ist auf einem niedrigeren Niveau, OT-4 auf einer Skala von 8.

Laut einem anderen Bericht »ist es bemerkenswert, dass Jazenjuk sich bei seinen häufigen Amerikareisen ständig inoffiziell mit Mr. David Miscavige trifft, den die Scientology-Website als ›geistlichen Führer der Scientology-Religion‹ beschreibt«. 1991 beschrieb die Zeitschrift Time den Scientology-Führer Miscavige als »Anführer eines enorm profitablen weltweiten Schwindels,

der dadurch überlebt, dass er Mitglieder und Kritiker in Mafia-Manier einschüchtert«.i

 

 

Nach Ansicht gut informierter Geheimdienstquellen aus Washington war Scientology ursprünglich Teil des »MK-Ultra«-Projekts der CIA. In den USA besitzt sie einen besonderen steuerfreien Status als »Kirche«. Sie unterhält Büros in den meisten Ländern der Welt, darunter auch die Ukraine, und versucht dort, Mitglieder zu rekrutieren, wie die Direktoren des World Institute of Scientology Enterprises (WISE) berichten.

 

Laut anderen Berichten »unterhält Scientology seine Hauptpräsenz in der Ukraine in der Ivana-Mazepy-Straße 14 im Zentrum von Kiew, nicht weit entfernt vom St.-Michaels-Kloster der ukrainisch-orthodoxen Kirche. Jazenjuk soll der Religion beigetreten sein, als er als Berater für die Aval Bank arbeitete. Die Bank, die viertgrößte der Ukraine, wurde 2005 von der Raiffeisenbank aus Österreich übernommen. Die Raiffeisenbank wurde mit Fällen finanzieller Ausplünderung von Scientology-Mitgliedern in Deutschland in Verbindung gebracht. Jazenjuks Frau und Kinder und seine Schwester haben in der kalifornischen Stadt Santa Barbara gewohnt.

 

Jazenjuks Schwester dementiert vehement, ein Operating-Thetan-4-Mitglied (OT-4) von Scientology zu sein. Es gibt jedoch Berichte, wonach sich Jazenjuk 2009 mit dem Scientology-Führer David Miscavige in Kalifornien getroffen hat«.

 

Seit Jazenjuk im Februar nach dem NATO-geführten Putsch das nicht gewählte Amt des Ministerpräsidenten übernommen hat, unterstützt er die Forderung des Internationalen Währungsfonds nach strenger Sparpolitik und radikaler Privatisierung in der Ukraine, die geschickt bis nach den landesweiten Wahlen am 25. Mai vertagt werden.

 

Die Europa-Beauftragte des US-Außenministeriums Victoria Nuland erklärte in dem inzwischen berühmten Telefongespräch mit Jeffrey Pyatt, dem US-Botschafter in Kiew, in dem sie die drastische Bemerkung »Fuck the EU« fallen ließ, dass sie sich Jazenjuk als Ministerpräsidenten wünschte und den ehemaligen Boxer Vitali Klitschko und den Neonazi Oleh Tjahnybok von der Swoboda-Partei gern draußen sähe. Es ist keine große Überraschung, dass die »Kämpfer für die Demokratie« auf dem Maidan-Platz Jazenjuk zum Chef des NATO-Putschregimes erkoren.

 

Scientologys Vorstoß nach Osteuropa

 

Der Fall von Jazenjuk als Scientology-CIA-Marionette passt in ein größeres, bedrohliches Muster. Der neu gewählte Präsident der Slowakei, Andrej Kiska, ist Berichten zufolge Mitglied der Scientology-Sekte. Kiska, der nach der samtenen Revolution in der Tschechoslowakei jahrelang in den USA lebte, wurden von dem unterlegenen Kandidaten Robert Fico Verbindungen zu Scientology vorgeworfen.

 

Als Beweis führte Fico an, dass Kiska ein Buch im Verlag von Ladislav Pavlík veröffentlichte, der gleichzeitig Eigentümer einer nach dem Scientology-Gründer L. Ron Hubbard benannten Managementschule ist. Pavlík schrieb auch das Vorwort zu dem Buch. Darüber hinaus nahm Kiska, wie TASR berichtet, an mehreren von Pavlík organisierten Veranstaltungen teil.

 

Während seiner erfolglosen Wahlkampagne für das Amt des Präsidenten der Slowakei behauptete Fico, Kiska habe zwei Jahre seines Lebens mit Aktivitäten für Scientology zugebracht. Fico: »Herr Kiska kennt die Menschen dieser Sekte, er kommuniziert mit ihnen, trifft sich mit ihnen und kooperiert mit ihnen. Es ist wirklich ein ernstes Problem für dieses Land, wenn ein Mensch, der mit der Scientology-Sekte zusammenhängt, für das Präsidentenamt kandidiert

 

Die Scientology-Sekte verfolgt ein größeres Projekt zur Schaffung ihres »Heiligen Landes für Scientology« auf dem Balkan. Aus Scientology-Akten, die von der griechischen Polizei bei einer Razzia im Athener Scientology-Zentrum beschlagnahmt wurden, geht hervor, dass Scientology-Chef Miscavige den Plan der Errichtung eines Heiligen Landes für Scientology auf dem Balkan hegt. Der Superstaat namens »Bulgravia« (für BULgarien-GRiechenland-Albanien-JugoslaVIA) würde aus den genannten Staaten bestehen.

 

Laut den beschlagnahmten griechischen Akten der Scientology-Frontorganisation Center of Applied Philosophy of Greece oder KEPHE (Zentrum für angewandte griechische Philosophie) plant die Sekte, Bulgravia zunächst über Albanien zu errichten, da die dortigen Regierungsstrukturen schwach und das Land wenig entwickelt ist. »Projekt A« – für Albanien – wurde von derselben Organisation entwickelt, vor der Kiska in der Slowakei Business-Vorträge hielt. Scientologys erstes Ziel in Albanien war das staatliche Fernsehen. Dazu kamen bosnisch-muslimische Muftis und der bosnische Präsident Alija Izetbegović zusammen mit der Kroatisch-Demokratischen Partei, einer rechtsgerichteten politischen Partei.

 

Ist die Schaffung von Zombie-Regimes unter der Kontrolle von Scientology und de facto der CIA in ganz Europa der langfristige Plan von Victoria Nulands neokonservativen CIA-Freunden? Wenn ja, dann sollte der gleichzeitige Amtsantritt von zwei angeblichen Scientologen in der Ukraine und der Slowakei auch in Deutschland Besorgnis erregen.

 

 

 


 

 

 

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