Tuesday, 26. July 2016
26.07.2014
 
 

Ukraine-MH17 ist eine »Falsche Flagge« der CIA, und sie wird nicht funktionieren

F. William Engdahl

Die Welt hat dieses ganze Theater schon öfter gesehen. Wir sahen es mit der Falschen Flagge des Golf-von-Tonkin-Zwischenfalls während des Vietnamkriegs. Wir sahen es mit dem von CIA und Saudis getürkten Saringas-Zwischenfalls von 2013, der die Welt an den Rand eines Weltkriegs brachte. Wir sahen es im Fall des Yellowcake-Urans in Niger, das benutzt wurde, um 2003 den US-Kongress zur Zustimmung zum Krieg gegen Saddam Hussein zu bewegen – die sogenannten Massenvernichtungswaffen, die nie gefunden wurden. Jetzt sieht es die Welt erneut in dem krampfhaften Versuch von US State Department und Elementen der CIA, Putins Russland dafür verantwortlich zu machen, den Separatisten in der Ostukraine moderne russische Flugabwehrraketen in die Hand gegeben zu haben, mit denen angeblich das malaysische Flugzeug abgeschossen wurde.

 

US-Außenminister John Kerry erklärte am 20. Juli in nicht weniger als fünf amerikanischen Talkshows, Putin sei de facto schuldig, die Rebellen in der Ostukraine nicht unter Kontrolle zu haben. Der Beweis dafür? »Soziale Medien«, so eine offizielle Sprecherin des State Departments.

 

Die gute Nachricht für alle nüchternen Seelen, die nicht unbedingt einen Dritten Weltkrieg erleben wollen, bei dem China, Russland und die BRICS-Staaten gegen eine US-geführte NATO stünden, und durch den Europa zum dritten Mal in einem Jahrhundert in ein Trümmerfeld verwandelt würde, ist: Dieser Versuch, Putins Russland zu beschuldigen, geht nach hinten los, und zwar schon in dem Moment, wo dies geschrieben wird.

 

Unbeantwortete Fragen

 

Ein schockierender Zug der Darstellung in den westlichen Mainstream-Medien über den Absturz von MH17 ist das völlige Fehlen seriösen, umsichtigen investigativen Journalismus‘, wie es ihn noch vor wenigen Jahren gab. Anstatt Vorsicht walten zu lassen, bevor man zu einem vorschnellen Urteil in einer Situation gelangt, die leicht einen neuen Kalten Krieg oder Schlimmeres auslösen könnte, zitieren CNN, die New York Times, Washington Post und die meisten Medien der EU, einschließlich der Deutschen, einfach Regierungsvertreter aus Kiew, darunter sogar neofaschistische, als wären sie glaubwürdig. Eine echte Untersuchung muss sich die unbeantworteten Fragen vornehmen.

 

Beginnen sollten wir mit einigen sehr wichtigen unbeantworteten Fragen, bevor wir ein Urteil darüber abgeben, was am 17. Juli mit der Boeing 777 MH17 passiert ist.

 

Die Erste ist: Warum wies die Kiewer Flugsicherung, eine Abteilung des ukrainischen Luftfahrtministeriums, MH17 an, von der vorgesehenen Route, die die Kriegszone in der Ostukraine umging, abzuweichen? Laut den ersten Berichten der Website FlightAware.com, die alle Zivilflugzeuge online verfolgt, wich die Malaysian Airways Boeing 777 auf dem Flug MH17 von Amsterdam Schiphol nach Kuala Lumpur am 17. Juli in Höhe und Flugrichtung erheblich von allen anderen kommerziellen Flügen ab, die seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs in der Ostukraine im April die Konfliktregion südlich umfliegen. Bevor irgendjemand beschuldigt wird, sollte man sich die Fragen stellen, die von der ukrainischen Regierung in Kiew, von der Obama-Regierung in Washington und von den meisten westlichen Medien vollständig ignoriert werden: Warum wich der Pilot von seiner ursprünglichen Flugroute ab? Warum flog er über den eingeschränkten Luftraum? Und welche – sofern überhaupt – Instruktionen gab die Kiewer Flugsicherung dem Piloten in den Minuten vor der tragischen Explosion?

 

Quelle: Screenshot-Bilder von FlightAware.com, erstellt von Vagelis Karmiros, der alle MH17-Flugrouten der letzten Zeit, wie sie FlightAware.com abverfolgt, zusammengetragen hat. Sie zeigen, dass alle zehn zuletzt geflogenen Routen die Donezk-Region sicher südlich umflogen und die Zone über dem Asowschen Meer kreuzten. Nur der tragisch endende Flug MH17 vom 17. Juli führte direkt über Donezk.

Nachdem die FlightAware.com-Daten veröffentlicht worden waren, änderte die Website merkwürdigerweise ihre Version über die Flugbahn von MH17. Wurden sie unter Druck gesetzt, das zu tun? Von der NATO? Von Washington? Die Vorstellung, sie wären von einem isolierten Russland unter Druck gesetzt worden, ist nicht plausibel.

 

Kiews gefälschter »rauchender Colt«

 

Die meisten Argumente der Obama-Regierung über die Verantwortlichkeit für MH 17 beziehen sich auf Zitate von Vertretern der Regierung in Kiew, als ob diese glaubwürdig wären. Sie haben wiederholt gelogen, seit ihrem von den USA unterstützten Putsch am 22. Februar 2014, der sie illegal an die Macht aus gezogenen Gewehrläufen brachte. Nur Stunden nach Bekanntwerden des Flugzeugabsturzes veröffentlichte der ukrainische Geheimdienst angebliche »Beweise« dafür,

dass MH17 durch von Russland ausgebildete Separatisten auf direkten russischen Befehl abgeschossen worden sei. Das 2:23-Minuten-YouTube-Video beweise, dass Militante der Gruppe »Bes« mit einer russischen Luftverteidigungsrakete eine Boeing 777 der Malaysian Airlines auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur abgeschossen hätten.

 

Der ukrainische Geheimdienst präsentierte angeblich abgehörte Gespräche, vor allem zwischen einem pro-russischen Separatisten und seinem Koordinator Vasil Geranin, angeblich ein Oberst der Geheimdienstabteilung des Generalstabs der russischen Streitkräfte. Sie sprechen über den »Abschuss eines Flugzeuges«. Es ist nicht klar, ob es sich um ein Zivilflugzeug oder einen Militärjet handelt, und es könnte sich auch auf den Abschuss einer ukrainischen SU-25 beziehen, die einige Stunden zuvor bei den Kämpfen im Bürgerkrieg abgeschossen worden war. Auf dem YouTube-Clip lässt sich nicht beweisen, ob das Audio nicht einfach zwei Schauspieler in einem Studio waren, die von einem Skript ablasen, das ihnen von Kiew oder der CIA ausgehändigt worden war. Das ganze »Rauchender Colt«-YouTube verschwand aus den Medien, als gewissenhafte IT-Ermittler den Zeit/Datum-Stempel entdeckten, der zeigte, dass das Video am 16.7.2014 um 19.10 Kiewer Zeit online gestellt wurde, einen ganzen Tag VOR dem Abschuss von MH17. Ups! Zurück an Eure Zeichenbretter in Langley, Jungs!

 

So viel zur Glaubwürdigkeit der Regierung in Kiew, die seit ihrem ersten Tag im Amt zu praktisch allem gelogen hat.

 

Gleichzeitige US-NATO-Manöver

 

Jetzt kommen wir zu einem höchst interessanten Zusammentreffen. Genauso wie bei den Anschlägen auf das World Trade Center im September 2001 und dem Terroranschlag des sogenannten Boston-Bombers und anderen Terrorattacken, fanden an den Tagen vor und nach dem MH17-Zwischenfall wichtige NATO-Ukraine-Manöver statt.

 

Wie der Washingtoner NSA-»Whistleblower« Wayne Madsen berichtet, führten NATO und die ukrainischen Streitkräfte zehn Tage lang gemeinsame militärische »Übungen« unter dem Codenamen »SEA BREEZE« durch, zu denen auch der Einsatz elektronischer Kriegsführung und elektronischer Aufklärungsflugzeuge wie die Boeing EA-18G Growler und das Boeing E3 Sentry Airborne Warning and Control System (AWACS) gehörte. An SEA BREEZE war laut Madsen auch der Lenkwaffenkreuzer Vella Gulf beteiligt. Vom Schwarzen Meer aus »könnte die Vella Gulf Malysian Airlines MH 17 über das Schwarze Meer und auch jede Rakete, die auf das Flugzeug abgefeuert wurde, verfolgen.« Außerdem waren US-AWACS-Flugzeuge der Elektronischen Aufklärung (ELINT) zur Zeit des Fluges von MH17 über die Ukraine in der Schwarzmeerregion unterwegs. Growler-Flugzeuge können Radarsysteme bei allen Boden-Luft-Bedrohungen stören.

 

Die NATO-Übung fiel mit dem Abschuss von MH17 am 17. Juli, nur rund 50 Kilometer von der russischen Grenze entfernt, zusammen. NATO-Schiffe und Flugzeuge hatten die Regionen Donezk und Luhansk unter völliger Radar- und elektronischer Kontrolle.

 

Eine sehr merkwürdige Fußnote ist die zentrale Rolle, die US-Vizepräsident Joe Biden bei den Ereignissen in der Ukraine wiederholt gespielt hat und noch spielt. Seit Beginn der Proteste ist Biden persönlich involviert. Und ungewöhnlicherweise war es nicht die NATO, sondern die von Vizepräsident Bidens Büro betriebene Website, die am 21. Mai 2014 als Erste die US-Militärmanöver SEA BREEZE und RAPID TRIDENT II ankündigte. Außerdem – ein offener Interessenkonflikt – ist Bidens Sohn Hunter Biden, neu ernannter Direktor des ukrainischen Erdgas- und Erdölunternehmens Burisma Holdings, Ltd., das Ihor Kolomoisky, dem ukrainisch-israelischen Mafia-Oligarchen – bekannt als «das Chamäleon« – gehört.

 

Die brennende Frage ist, warum die US-Regierung die genauen Flugbilder des Fluges MH17 vom 17. Juli nicht veröffentlicht hat, um genau zu zeigen, wann die Maschine flog und von wo genau sie getroffen wurde. Könnte es sein, dass sie sie deshalb nicht veröffentlichen, weil sie fürchten, es könne auf die Kriegsfalken in Washington zurückschlagen?

 

Die US-Behörden verfügen nicht nur über Satellitendaten über den Flug MH17, sondern auch über genaue Bilder der wahrscheinlichen Raketenbatterie, von der aus die Rakete abgeschossen wurde, die MH17 zerstörte. Und die Bilder zeigen klar Soldaten, die … ukrainische Uniformen tragen.

 

Der preisgekrönte ehemalige Newsweek-Journalist Robert Parry berichtet, er habe von einer zuverlässigen Whistleblower-Quelle erfahren, dass »US-Geheimdienstbehörden über detaillierte Satellitenbilder der mutmaßlichen Raketenbatterie verfügen, von der die verhängnisvolle Rakete abgeschossen wurde, aber die Batterie scheint unter der Kontrolle ukrainischer Regierungstruppen gewesen zu sein, die Uniformen trugen, die wie ukrainische Uniformen aussahen.«

 

Könnte dies der Grund sein, warum die Obama-Regierung bis heute keine detaillierten Beweise für ihre Behauptung veröffentlicht hat, »von Moskau unterstützte ukrainische Rebellen« hätten die tödliche Rakete abgefeuert?

 

Das US-Außenministerium verändert die Story

 

Der offizielle Propagandakrieg gegen Russland wegen des Abschusses von MH17 wird, genauso wie der Putsch auf dem Maidan-Platz, von einer Clique Neokonservativer im US-Außenministerium um die Europa- und Eurasienbeauftragte des State Department, Victoria »Fuck the EU« Nuland geführt. Nuland war Assistentin von Vizepräsident Dick Cheney und amerikanische NATO-Botschafterin, ihr neo-konservativer Ehemann Robert Kagan gehörte zu den Vätern des in der Bush-Ära formulierten Kriegsdokuments Project for a New American Century, in dem im September 2000 der Plan für einen Krieg der USA entworfen wurde, ein Jahr vor dem 11. September 2001.

 

Nulands stellvertretende Pressesprecherin – und ehemalige Pressesprecherin der CIAMarie Harf sah sich am 21. Juli bei einer Pressekonferenz mit ungewöhnlich hartnäckigen und kritischen Fragen mehrerer Journalisten konfrontiert. Sie wollten wissen, warum Minister John Kerry und die US-Regierung, die doch angeblich über »unbestreitbare« Beweise für die Beteiligung Russlands und der Rebellen am Absturz von MH17 verfügten, diese nicht öffentlich machten, wie es bei anderen Zwischenfällen, beispielsweise bei der Kuba-Krise von 1962 der Fall gewesen war. Defensiv und durch die Fragen verwirrt, erwiderte Harf unter Bezug auf Kerrys Erklärungen vom 20. Juli, »unsere Einschätzung ist, dass es eine SA-11 war, die aus dem Gebiet abgeschossen wurde, das von durch Russland unterstützte Separatisten beherrscht wird.« Aber was war der Beweis, den die Journalisten verlangten? Harf antwortete: »… dass wir wissen – wir sahen es später in sozialen Medien, wir sahen Videos, wir sahen Fotos der pro-russischen Separatisten, die sich damit brüsteten, ein Flugzeug abgeschossen zu haben …« Entschuldigung, dass ich nach Luft schnappe. »Wir sahen es später in sozialen Medien … wir sahen Fotos pro-russischer Separatisten, die sich brüsteten …« Hat die CIA auch entsprechende Fotos entwickelt?

 

Offenbar infolge des wachsenden Drucks, Beweise vorzulegen, gab CNN, ein loyales Sprachrohr des US State Departments, einen Tag später, am 22. Juli bekannt, die Regierung habe einen Satellitenbeweis veröffentlicht. Endlich! Wie sah er aus? Diese Darstellung, die ein Photopaint-Anfänger hätte anfertigen können, zeigte nichts Reales, nichts, was bei einer Beweisaufnahme durch die UN als Beweis vorgebracht werden könnte:

 

CNN-Foto, ein angebliches Satellitenbild der US-Regierung, das zeigt, wie und wo »pro-russische Rebellen« in der Ukraine Flug MH17 trafen

Während der Druck auf die US-Regierung, auch die Aufklärungsbilder freizugeben, stündlich wuchs, sah es mehr und mehr danach aus, dass die »Beweise« auf den Satellitenbildern der CIA tatsächlich keine pro-russischen Rebellen zeigten, die das BUK-Flugabwehrsystem bedienten, sondern vielmehr ukrainische Soldaten in Uniform, wie Parrys Nachrichtenquelle behauptete.

 

Während die russische Regierung und der militärische Geheimdienst mehr ihre eigenen Beweise veröffentlichten, hielten »nicht namentlich genannte hohe US-Vertreter« am 22. Juli um 17.57 Uhr Ortszeit in Washington ein Pressebriefing ab. (Mit »hohe Vertreter«, im englischen O-Ton »senior officials«, sind in der Regel Minister oder Stellvertreter gemeint.) Die Intelligence-Vertreter erklärten, Russland habe zwar Separatisten in der Ostukraine verhaftet, doch »die USA hätten keinen direkten Beweis dafür, dass die Rakete, die das Passagierflugzeug zum Absturz brachte, aus Russland kam.«

 

Weiter sagten sie, sie wüssten nicht, wer die Rakete abgeschossen habe oder ob russische Agenten an der Raketenabschussstelle gewesen wären. Sie seien nicht sicher, dass die Raketen-Crew in Russland ausgebildet worden sei … Zu der Frage, wer die Rakete abgeschossen habe, erklärten sie: »Wir kennen den Namen nicht, wir kennen keinen Dienstgrad und wir sind uns nicht einmal hundertprozentig sicher über die Staatsangehörigkeit …«


Aber wie in einer schlechten Kopie der Laurel & Hardy (Dick & Doof) Hollywoodfilme, wiederholten die »hohen« US-Intelligence-Vertreter auf Fragen nach Einzelheiten über ihre Beweise das Mantra von Marie Harf vom Außenministerium. Wie sie erklärten, verließen sie sich »teilweise auf Postings in sozialen Medien und Videos, die die Regierung der Ukraine in den letzten Tagen veröffentlicht« habe, obwohl sie nicht alles hätten authentisieren können. Beispielsweise zitierten Sie das Video eines Raketenwerfers, der angeblich nach dem Abschuss über die russische Grenze gebracht worden sei, und bei dem anscheinend eine Rakete fehlte. Aber auf Nachfragen räumten die Vertreter später ein, noch nicht verifiziert zu haben, dass das Video genau das war, als das es ausgegeben wurde.

 

Letzteres ist erstaunlich, denn es bedeutet, dass irgendein Briefing-Beauftragter, vielleicht von CIA oder State Department, den Präsidenten der Vereinigten Staaten informierte (nein, er hat zu wenig Zeit, um eigene Untersuchungen anzustellen …), der dann am 21. Juli im nationalen Fernsehen den Vorwurf erhob, das Flugzeug von Malaysian Airlines »wurde über einem Gebiet abgeschossen, das von russisch-unterstützten Separatisten in der Ukraine beherrscht wird«. Außerdem sagte er, Russland habe die Separatisten ausgebildet und »sie mit militärischer Ausrüstung und Waffen, einschließlich Flugabwehrwaffen, ausgestattet«. Diese Rede brachte die ganze Welt einen großen Schritt näher an einen offenen kalten Krieg mit Russland, aus dem sich sehr schnell ein heißer Krieg entwickeln könnte. Einen Tag später entschied eine hohe Stelle in der US-Regierung, die Konfrontation deutlich zu deeskalieren.

 

Kolomoiskys Privatarmee: Wer hat MH17 wirklich abgeschossen?

 

Das wirft die Frage auf, wer dann wirklich MH17 abgeschossen hat. Hier ist es rau und hässlich. Das genaue Gebiet, aus dem die verhängnisvolle Rakete abgeschossen wurde, steht in Wirklichkeit nicht unter der Kontrolle der »pro-russischen Rebellen«, sondern einer neo-nazistischen privaten Söldnerarmee, organisiert und bewaffnet von dem ukrainischen Milliardär und Oligarchen Ihor Kolomoisky.

 

Kolomoisky riecht nach einem Instrument zumindest des US- und des israelischen Geheimdienstes. Er besitzt neben dem ukrainischen auch einen israelischen Pass und leitet sein Geschäftsimperium von der Schweiz, nicht von Kiew aus. In den letzten Monaten hat er seine eigene Söldnerarmee aufgebaut, die auch über die BUK-Raketen verfügt, die angeblich zum Abschuss von MH17 verwendet wurden. Kolomoisky, der Gouverneur des Bezirks Dnepropetrowsk in der Ostukraine, hat mit Terrorattacken auf russischsprachige Vertreter in der Ostukraine gedroht, sogar mit Mord.

 

Kolomoisky, der als der zweitreichste Mann der Ukraine gilt, hat auch enge Verbindungen zum Kiewer Internationalen Flughafen Borispol, wo Berichten zufolge Truppen des ukrainischen Innenministeriums kurz vor dem Abschuss von MH17 den Kontrollturm stürmten.

 

Wurde dieser Sturm auf den Kiewer Kontrollturm kurz vor dem Abschuss von MH17 durch Truppen des Innenministeriums durch den neuen ukrainischen Innenminister Arsen Awakow angeordnet – einem Mann, der früher wegen Betrugs von Interpol gesucht wurde, und der ein enger Freund der früheren Ministerpräsidentin und Russlandhasserin Julia Timoschenko und Ihor Kolomoisky ist? Awakow war der Erste, der die Rebellen in der Ostukraine als »Terroristen« bezeichnete, ein Etikett, das es offenbar rechtfertigt, jede erdenkliche Gräueltat gegen unschuldige Zivilisten zu begehen, ganz ähnlich wie Israel heute in Gaza.

 

In einem persönlichen Interview verwies Jeffrey Silverman, Chef des Büros des Internet-Journals Veterans Today in Tiflis, auf die mögliche Komplizenschaft des Unternehmens Inmarsat im Fall MH17. Zum Zuständigkeitsbereich der Firma Inmarsat, die das Pentagon und die US-Regierung als wichtige Kunden nennt, wurde der Flug laut Silverman »verloren« weil Inmarsat die Signale abstellte und sich bis heute weigert, ihre Daten zu veröffentlichen.

 

In einem Interview unmittelbar nach dem Absturz von MH17 berichtete ein lediglich als »Carlos« identifizierter Spanier in ETN, einem Internet-Nachrichten-Portal, nach seiner privaten Einschätzung, die er auf militärische Quellen in Kiew stütze, stünden die ukrainischen Streitkräfte hinter diesem Abschuss. Radaraufzeichnungen in Kiew seien umgehend beschlagnahmt worden, nachdem klar wurde, dass ein Passagierflugzeug abgeschossen worden war, alle ausländischen Angestellten der Kiewer Flugsicherung seien sofort freigestellt worden. Carlos berichtet auch, dasselbe MH17-Flugzeug sei von ukrainischen Kampfflugzeugen eskortiert worden bis drei Minuten, bevor es vom Radar verschwand.

 

Wir werden von Carlos vermutlich keine weiteren Einzelheiten erfahren, denn unmittelbar nachdem sein Bericht ins Internet gestellt wurde, verschwand er, sein Account bei sozialen Medien wurde gelöscht und niemand scheint zu wissen, wo er sich aufhält. Innerhalb der Ukraine gibt es Spekulationen über ein tiefes Zerwürfnis zwischen der bei den Wahlen unterlegenen Timoschenko und dem Schokoladenkönig und Milliardär Petro Poroschenko, dessen Geschäftsimperium in erheblichem Ausmaß von wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland abhängt.

 

Kolomoisky, nominell jüdisch und vorgeblich israelfreundlich, zumindest aber im Besitz eines israelischen Passes, unterstützt Taktiken von Neonazis, die eher an Hitlers SS oder die Gestapo der Nazis erinnern. Kolomoiskys Truppen sind mit modernen Waffen ausgerüstet, die sowohl aus ukrainischen Waffenlagern als auch vom Schwarzmarkt stammen. Angeblich verfügen sie über das BUK-Flugabwehrsystem, mit dem MH17 abgeschossen worden sein soll.

 

Kolomoiskys Truppen setzen sich zusammen aus regulären ukrainischen Militärangehörigen, neonazistischen Einheiten aus der Westukraine, ausländischen Söldnern, unter anderem Georgiern, Rumänen und Rassisten aus Schweden und Deutschland sowie ehemaligen Blauhelm-Kommandos der israelischen Streitkräfte. Sie sind in vier Bataillonen organisiert: das Asow-Bataillon, das Aidar-Bataillon, das Donbass-Bataillon und das 2000 Mann starke Dnjepr-1-Bataillon, das für den tödlichen Brandanschlag am 1. Mai auf das Gewerkschaftshaus in Odessa und den Brand der Polizeistation in Maripol am 9. Mai, bei dem Menschen lebendig verbrannten, verantwortlich ist. Dnjepr-1 unterhält zudem eine Reserve von 20.000 Mann.

 

Im Zentrum von Kolomoiskys Armee steht eine Nazi-»Braunhemden«-Truppe glühender Kolomoisky-Loyalisten, die Gewehre, Eisenstangen und Schlagstöcke eingesetzt haben, um Fabriken und Büros in der Ukraine zu übernehmen, die Kolomoisky von sogenannten »separatistischen« Sympathisanten enteignet hat.

 

Georgier in Kolomoiskys Armee wurden Berichten zufolge für die Handhabung von BUK-Raketensystemen ausgebildet, die eine frühere ukrainische Regierung von Viktor Juschtschenko an den damaligen, von den USA unterstützten georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili verkauft hat. Kolomoisky nutze jetzt Ex-Präsident Saakaschwilis »Beratungsdienste« in Dnjepropetrowsk bei seinem militärischen und politischen Feldzug gegen die abtrünnigen Republiken Donezk und Luhansk, berichtet Madsen.

 

Wenn die Gang um Kolomoisky tatsächlich hinter der Katastrophe von MH17 stand, würde das erklären, warum die neo-konservative und die pro-israelische Lobby in Washington und weltweit, besonders in den Medien, den russischen Präsidenten Putin und nicht Kolomoisky aufs Korn nehmen. Kolomoisky scheint indirekten Zugang zu den höchsten Ebenen der Macht im Verteidigungsministerium, bei der NATO und in der US Intelligence Community zu haben.

 

Eine seriöse, wahrheitssuchende Ermittlung sollte mit Kolomoisky und seinem internationalen Netzwerk beginnen. Aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist klar, dass der Versuch, Putins Russland für MH17 verantwortlich zu machen, nach hinten losgeht. Dem Autor ist bewusst, dass das noch längst nicht alles ist.

 

 

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Leser-Kommentare (39) zu diesem Artikel

02.08.2014 | 06:47

Anna Huffert

USA und EU haben gelogen!! • MOSKAU, 01. August (RIA Novosti). Den UN liegen nach Worten von Menschenrechtskommissarin Navi Pillay keinerlei Beweise dafür, dass Russland die Volkswehr im Osten der Ukraine mit Waffen versorgt. „Diese Äußerung der UN-Menschenrechtskommissarin zeugt davon, dass Vorwürfe an die Adresse Moskaus, den Konflikt in der Ukraine zu eskalieren, haltlos sind“, betonte das russische Außenamt am Freitag. Pillay habe ihre Erklärung am Vortag vor der Presse in...

USA und EU haben gelogen!! • MOSKAU, 01. August (RIA Novosti). Den UN liegen nach Worten von Menschenrechtskommissarin Navi Pillay keinerlei Beweise dafür, dass Russland die Volkswehr im Osten der Ukraine mit Waffen versorgt. „Diese Äußerung der UN-Menschenrechtskommissarin zeugt davon, dass Vorwürfe an die Adresse Moskaus, den Konflikt in der Ukraine zu eskalieren, haltlos sind“, betonte das russische Außenamt am Freitag. Pillay habe ihre Erklärung am Vortag vor der Presse in Genf abgegeben. Die Urheber der Vorwürfe sollten lieber politischen Willen an den Tag legen und ihren Einfluss geltend machen, im die blutige Strafoperation Kiews im Osten des Landes zu stoppen, hieß es in der Mitteilung. Entwicklung in Ostukraine >> Zugleich äußerte das Außenamt Erstaunen darüber, dass Pillays Erklärung von westlichen Medien ignoriert wurde. „Allem Anschein nach passt sie (Erklärung) nicht in die Desinformationskampagne, die einen Versuch zum Ziel hat, Russland für die Entwicklung in der Ukraine verantwortlich zu machen“, betonte das russische


01.08.2014 | 19:43

Petra Starke

Wie sage ich immer , hinter die Kulissen schauen und hinterfragen. Es ist oft beschwerlich, aber man durchschaut so vieles! Ein guter Freund meiner Schwester sagte einmal, betrachte alles aus dem Finanzpolitischen Blickwinkel dann erklärt sich alles von selbst. Das habe ich mir zu eigen gemacht. Man muss sich nur fragen wer profitiert davon.


30.07.2014 | 13:51

Shandra Vadi Khan

@Anna Huffert. Vielen Dank für Ihren Beitrag. Das, worauf Sie hinweisen, war mir bisher nicht bekannt! Sehr interessante Information. Nebenbei bemerkt, fällt mir immer wieder auf, wie rasch die Ursachen für die Vorgänge in der Ukraine in den Medien nicht mehr diskutiert wurden - wenn dies überhaupt je der Fall war.


30.07.2014 | 08:12

Anna Huffert

Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass in den dt. "Leitmedien" (FAZ, in der SZ nur in einer Leserrmeinung,...), der Name des im Artikel genannten Kolomoisky nie auftaucht? Ebenso, dass er seit 2013 der Inhaber von Burimsa Holdings (Schiefergasrechte für 30 Jahre) ist, in der seit Mai diesen Jahres Joe Bidens Sohn und der Freund des Stiefsohns von John Kerry im Direktorium sitzen (steht in der SZ). Zwei Lesermeinungen von mir an die FAZ zu seiner evtl. Beteiligung am...

Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass in den dt. "Leitmedien" (FAZ, in der SZ nur in einer Leserrmeinung,...), der Name des im Artikel genannten Kolomoisky nie auftaucht? Ebenso, dass er seit 2013 der Inhaber von Burimsa Holdings (Schiefergasrechte für 30 Jahre) ist, in der seit Mai diesen Jahres Joe Bidens Sohn und der Freund des Stiefsohns von John Kerry im Direktorium sitzen (steht in der SZ). Zwei Lesermeinungen von mir an die FAZ zu seiner evtl. Beteiligung am Massaker in Odessa, dass seine Israel-Privatarmee wahrscheinlich den Flugtower in Borispol kurz vor Abschuss der MH 17 gestürmt hat und dass es lt. o.g. homepage "Veteranstoday" eine russische infrarot Satellitenfilmaufnahme gibt, auf der zu erkennen ist, dass von einem Posten genau dieser Armee eine Rakete auf MH 17 abgeschossen wurde, wurden so schnell von der Moderationsbearbeitung gelöscht, dass man schon vermuten könnte, dies wird programmgesteuert gefiltert. Warum ist dieser Mann in den Mainstream-Medien tabu? Er setzt dank seines Miliardenvermögens 10.000 $ Kopfgeld auf jeden gefangenen Separatisten aus und 1.000.000 $ auf den, eher prorussich orientierten, Rada-Abgeordneten der Provinz zu deren Gouverneur er nach der Wahl ernannt wurde. Da hat sich Deutschland für einen echten Rechtsstaat eingesetzt! An wen und für wieviel haben sich Merkel, Steinmeier und Gabriel verkauft?


29.07.2014 | 19:17

Volkmer-Sch.

Ich habe das ganze Hickhack der sich widersprechenden Beschuldigungen gelesen, es ist erbärmlich! Putin verhält sich, wie ein kluger, besonnener und aufrichtiger Staatsmann mit einem reinen Gewissen. Warum sollte er auch so herum eiern, schließlich weiß er, wer der Schuldige ist! Die Zeit, das geduldige abwarten und die fadenscheinigen Verdächtigungen des Westens sprechen für ihn!


29.07.2014 | 11:05

thorsten seipp

Schon lustig, am besten ist der Typ mit der Mondlandung. Wird nur ca 200 mal im Jahr bewiesen, dass jemand dort gewesen sein muss. Im übrigen, warum haben die Russen das nie bezweifelt? Weil sie selbst kontrollieren konnten, dass die Amis oben waren. Wie haben das die Amis gemacht? Sie haben einen Spiegel auf dem Mond installiert, der 200 mal im Jahr per laser angesteuert wird, bitte nicht so einen sch.... posten....

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