Donnerstag, 17. August 2017
03.05.2016
 
 

USA im Niedergang: Vom goldgedeckten Dollar über den Petrodollar zum Narco-Dollar

F. William Engdahl

Noch nie hat eine globale Führungsmacht mit Kontrolle über die Weltreservewährung eine solche Machtposition freiwillig aufgegeben. Erst nach zwei Weltkriegen räumten die City of London und die Bank of England widerwillig die bisherige Vormachtstellung des britischen Pfund Sterling für den Dollar. Henry Kissinger wird die Äußerung zugeschrieben: »Wer das Geld kontrolliert, kann die ganze Welt kontrollieren.« Unabhängig davon, ob sich Kissinger jemals öffentlich entsprechend äußerte, sind sein Mentor David Rockefeller und er doch mit Sicherheit zutiefst von der Richtigkeit dieser Aussage überzeugt. Gegenwärtig ist die amerikanische Staatsverschuldung auf mehr als 19 Billionen Dollar angestiegen, und es lässt sich nicht mehr verhehlen, dass sich die amerikanische Volkswirtschaft und ihre Infrastruktur in ihrem schlechtesten Zustand seit der Großen Depression der 1930er-Jahre befinden und dass die meisten Amerikaner ständig am Rand einer finanziellen Katastrophe leben. Angesichts dieser Entwicklung versuchen die brillanten führenden Akteure an der Wall Street und in Washington wieder einmal trickreich die Rolle des Dollars als Leitwährung der Weltwirtschaft aufrechtzuerhalten.


 

Die groß aufgemachten Enthüllungen im Zusammenhang mit den sogenannten »Panama Papers« durch eine kleine ausgewählte Gruppe westlicher Mainstreammedien, zu der die New York Times, die britische BBC und die Süddeutsche Zeitung gehören, sind insofern bemerkenswert, als dass sie den unverschämten Versuch darstellen, ausländische Staats- und Regierungschefs wie etwa den russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping der Korruption zu bezichtigen. Interessanterweise tauchte in den enthüllten Dokumenten der in Panama ansässigen Rechtsanwaltskanzlei Mossack Fonseca bisher keine einzige prominente amerikanische Persönlichkeit auf, die Gelder auf den Offshore-Konten der panamaischen Briefkastenfirmen versteckt haben soll.

 

Während sich die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit vorrangig auf die Identität der Personen konzentriert, die angeblich ihre Gelder in diversen Briefkastenfirmen verstecken, entgehen ihr die langfristigen Folgen dieser gigantischen Enthüllung.

 

Das einzige Land, das bisher von den Enthüllungen der Panama Papers profitiert, ist genau das Land, welches selbst dabei ist, das neue Panama oder, noch besser, die neue Schweiz zu werden:

 

die Vereinigten Staaten von Amerika selbst, die in den vergangenen 20 Jahren gegen verschiedenste andere Steueroasen oder Zufluchtsorte für Fluchtkapital vorgegangen sind.

 

Die Ära des goldgedeckten Dollars


Seit vor 72 Jahren Vertreter der USA und anderer ausgewählter Regierungen der Siegermächte und Verbündeten des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1944 in Bretton Woods im US-Bundesstaat New Hampshire zusammentrafen, um über die internationale Währungsordnung der Nachkriegszeit zu entscheiden, beherrscht der US-Dollar als unbestrittene Leitwährung die Weltwirtschaft. Ende des Zweiten Weltkriegs verfügte die amerikanische Notenbank Federal Reserve über die mit überwältigendem Abstand größten weltweiten Währungsgoldreserven.

 

Als im Zuge der Zerschlagung und Eroberung Polens durch Hitler und Stalin im September 1939 in Europa Krieg ausbrach, begann europäisches Gold in die USA zu strömen. Im Jahr 1935 wurden die offiziellen amerikanischen Goldreserven mit mehr als neun Billionen Dollar bewertet. Fünf Jahre später waren sie auf 20 Billionen Dollar angestiegen. Die europäischen Länder versuchten verzweifelt, ihre Kriegsanstrengungen zu finanzieren, und so verfrachteten sie ihr Gold in die USA, um dort lebenswichtige Güter zu kaufen. Als die internationale Währungskonferenz im Juni 1944 in Bretton Woods begann, kontrollierten die USA 70 Prozent des weltweiten Währungsgoldes und hatten damit einen beeindruckenden Vorteil auf ihrer Seite. In diesen 70 Prozent waren die beschlagnahmten Goldbestände der besiegten Achsenmächte Deutschland und Japan noch nicht einmal eingeschlossen. Der genaue Umfang dieser Goldbestände und andere damit zusammenhängende Aspekte blieben bislang unter vielen Schichten von Täuschung und Gerüchten verborgen.

 

In den sich anschließenden 25 Jahren, in denen der goldgedeckte Dollar als unangefochtene Leitwährung die Welt dominierte, versuchten insbesondere die vom Krieg zerstörten Länder so viele Dollar wie möglich aufzutreiben, um ihre Realwirtschaft und Industrie wiederaufzubauen. Der Dollar war praktisch »so gut wie Gold«, ähnlich wie es das Pfund Sterling ein Jahrhundert zuvor gewesen war.

 

Aber Ende der 1960er-Jahre erlebte die Dollar-Welt dramatische Veränderungen. Die Volkswirtschaften Frankreichs und insbesondere (West-)Deutschlands hatten aufgrund ihrer modernen industriellen Basis auf dem neuesten Stand der Technik an Wirtschaftskraft deutlich zugelegt und entwickelten sich zunehmend zu Exportmächten, die für die teilweise veralteten Produktionsmethoden der amerikanischen Industriegüterhersteller eine starke Konkurrenz darstellten.

 

Die amerikanische Industrie war zuletzt vor mehr als 30 Jahren modernisiert worden. Europa und später auch Japan stellten für die amerikanische Industrie eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz dar. Wall-Street-Banken wie David Rockefellers Chase Manhattan, die Citibank oder JPMorgan mussten beunruhigt feststellen, dass sich in den 1960er-Jahren erhebliche Mengen an Dollar-Beständen aus dem Amerika-Geschäft deutscher Unternehmen wie Mercedes, VW oder BMW auf den Konten der Deutschen Bundesbank oder der Banques de France ansammelten. Alles dies ließ eine dramatische Veränderung der Politik befürchten.

 

Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle wies damals auf Anraten seines konservativen Finanzberaters Jacques Rueff die französische Zentralbank an, sie solle damit beginnen, die aufgrund des Handelsüberschusses rasch anwachsenden Dollar-Devisenreserven in Gold umzutauschen. Dies war damals unter den Bestimmungen des Bretton-Woods-Systems möglich, da sich die Federal Reserve verpflichtet hatte, allen am Bretton-Woods-System beteiligten Ländern Dollar gegen Gold zu einem festen Wechselkurs zu tauschen.

 

Die Deutsche Bundesbank schloss sich diesem Vorgehen an und forderte ebenfalls den Umtausch von US-Dollar gegen Gold. Im Jahr 1968 organisierten der amerikanische Geheimdienst CIA und das amerikanische Außenministerium sozusagen eine ihrer ersten »Farbenrevolutionen« und sorgten für den Sturz des Präsidenten de Gaulle im Zuge der Studentenunruhen. Aber obwohl de Gaulle durch den früheren Rothschild-Banker Georges Pompidou abgelöst wurde, nahmen die Umtauschforderungen von Dollar in Gold aus dem Ausland an die Federal Reserve weiter zu, und zusätzlich stieg das amerikanische Haushaltsdefizit aufgrund der finanziellen Lasten des Vietnam-Kriegs explosionsartig an.

 

Im August 1971 riet der Staatsekretär im Finanzministerium Paul Volcker, ein früheres Vorstandsmitglied der Chase Manhattan David Rockefellers, dem damaligen amerikanischen Präsidenten Richard Nixon, das Bretton-Woods-Abkommen aufzukündigen und die Golddeckung des Dollars aufzuheben. Damit wurde der Wechselkurs des Dollars freigegeben, und die Verpflichtung zum Umtausch in Gold erlosch. Die Goldreserven der Federal Reserve waren in den vorangegangenen Jahren massiv zurückgegangen, da die anderen Zentralbanken einen Import der Dollar-Inflation in ihre eigenen Länder befürchteten, weil Washington Forderungen nach einer Abwertung des Dollars zur Stabilisierung des Systems abgelehnt hatte. Rueff und Frankreich hatten damals eine 100prozentige Abwertung des Dollars gegenüber dem französischen Franc und der Deutschen Mark gefordert.

 

Die Ära des Petrodollars beginnt


In meinen Büchern Mit der Ölwaffe zur Weltmacht und Myth, Lies, and Oil Wars gehe ich ausführlich darauf ein, wie die Wall Street und die Federal Reserve das Problem des sich im freien Fall befindlichen Dollar-Wechselkurses »lösten«. Der Dollar war nach der Abkoppelung vom Gold im August 1971 um etwa 40 Prozent gegenüber dem Franc, der Deutschen Mark und dem Yen abgewertet worden. Die »Lösung« des Problems bestand darin, mit Hilfe der geschickten und arglistigen Diplomatie des damaligen amerikanischen Außenministers Henry Kissinger für einen Erdölboykott der OPEC zu sorgen, der dann tatsächlich als Reaktion auf den Jom-Kippur-Krieg im Jahr 1973 ausgerufen wurde.

 

Bis Anfang des Jahres 1974 hatte sich daraufhin der Preis für OPEC-Erdöl gegenüber dem Jahr 1971 bereits mehr als vervierfacht. Der Wechselkurs des Dollars stieg gegenüber den anderen wichtigen Währungen Deutschlands, Frankreichs und der restlichen, ebenfalls vom Erdöl abhängigen Welt massiv an. Alle diese Länder mussten nun versuchen, viermal so viele Dollar aufzubringen, um ihre Erdölimporte, die in Dollar abgerechnet wurden, bezahlen zu können. Kissinger sprach damals im Zusammenhang mit den stark wachsenden Dollar-Beständen der erdölexportierenden Länder vom »Recycling der Petrodollars«. Der Dollar wurde nun nicht mehr durch Gold, sondern durch Erdöl gedeckt.

 

Darüber hinaus ergriff Washington bestimmte »diplomatische« Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die OPEC unter Führung Saudi-Arabiens nicht der Versuchung erlag, Erdöl für D-Mark, Franc oder Yen zu verkaufen, was die betreffenden Länder durchaus anstrebten. Am 8. Juni 1974 unterzeichnete Außenminister Henry Kissinger ein Abkommen, in dem die Einrichtung einer Gemeinsamen amerikanisch-saudischen Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit beschlossen wurde. Offiziell sollte dieses Abkommen die Zusammenarbeit beider Länder im Bereich Finanzen regeln.

 

Im Dezember 1974 kam es dann zur Unterzeichnung einer weiteren Vereinbarung zwischen dem amerikanischen Finanzministerium und der saudischen Zentralbank SAMA (Saudi Arabian Monetary Agency). Diese Vereinbarung sollte über die New Yorker Niederlassung der Federal Reserve eine »neue Beziehung [zwischen der SAMA und] den Anleiheplatzierungen des amerikanischen Finanzministeriums« ins Leben rufen. Im Rahmen dieser Vereinbarung werde »die SAMA neue US-Staatsanleihen mit einer Mindestlaufzeit von einem Jahr kaufen«, erklärte Jack F. Bennett, damals Unterstaatssekretär im US-Finanzministerium, der später zum Vorstandsmitglied des Erdölkonzerns Exxon aufstieg. Der Wall-Street-Banker David Mulford von der Credit Suisse-First Boston wurde von Washington zur SAMA geschickt, um die Absprache unter Dach und Fach zu bringen.

 

Bennetts Memorandum vom Februar 1975 war an Außenminister Kissinger gerichtet und erläuterte die Vereinbarungen, auf die man sich zwei Monate zuvor geeinigt hatte. Als Teil der von Bennett ausgehandelten Geheimvereinbarungen zwischen Washington und Riad verpflichtete sich Saudi-Arabien als Gegenleistung für umfangreiche amerikanische Rüstungslieferungen und Sicherheitsgarantien, OPEC-Erdöl nur gegen Dollar und keinesfalls gegen D-Mark, den japanischen Yen, den französischen Franc und nicht einmal gegen Schweizer Franken zu verkaufen, obwohl alle diese anderen Währungen als »hart« galten.

 

So sah der Kern des Petrodollar-Systems aus, das allerdings in den letzten zehn Jahren oder mehr zunehmend unter Druck geriet, da Russland, China, der Iran und sogar die Europäische Union die vorherrschende Rolle des Dollars als Reservewährung infrage stellten. Russland und China verständigten sich darauf, ihren Energiehandel als defensive Maßnahme nicht länger in Dollar, sondern in ihren eigenen Währungen abzuwickeln. Und der Iran kündigte vor Kurzem an, man werde als Zahlungsmittel für iranisches Öl nur den Euro akzeptieren. Immer deutlicher zeichnet sich der Untergang des Dollars ab.

 

Kommt nun ein Narco-Dollar-System?


Aber es scheint, als hätten die Finanzzauberer der Wall Street des amerikanischen Finanzministeriums bereits eine neue Idee in der Schublade, um das Überleben des Dollar-Systems zu retten.

 

Man kann es nur als cleveres Manöver bezeichnen, die sich abzeichnende Krise des Dollars dadurch zu lösen, dass man ihm eine neue Bedeutung zuschreibt, die sich aus der Krise der Offshore-Banken ergibt, die durch die mysteriösen Enthüllungen der sogenannten »Panama Papers« durch einen unbekannten Whistleblower ausgelöst wurde. Die von störenden Finanzmarktregulierungen weitgehend freien USA machen sich auf, zur »neuen Schweiz« zu werden, die Fluchtkapital aus allen Quellen – von den Narco-Dollar des internationalen Rauschgifthandels bis zu den Offshore-Geldern korrupter Politiker – eine sichere Zuflucht bietet.

 

Seit mehr als zehn Jahren haben die amerikanische Regierung und ihre Finanzbehörden Druck auf die verschiedensten verschwiegenen Steueroasen und Offshore-Bankenzentren von der Schweiz über die Cayman Islands in der Karibik bis zu den britischen Jungferninseln und anderswo ausgeübt. Dahinter standen natürlich die edlen Motive, amerikanische Steuervermeider daran zu hindern, ihr Geld vor den US-Steuerbehörden zu verstecken, und zu verhindern, dass Terroristen Gelder an al-Qaida oder andere entsprechende Gruppen verschieben. Allerdings hat sich die amerikanische Regierung bisher beharrlich geweigert, die von ihr selbst geforderten internationalen Vorschriften zur Offenlegung und zum Datenaustausch bei Finanzkonten im eigenen Land anzuwenden.

 

Aus diesem Grund entwickeln sich die USA gegenwärtig, wie das Finanzmagazin Bloomberg berichtet, etwa in Städten wie Reno in Nevada und den amerikanischen Bundesstaaten South Dakota oder Wyoming zur »neuen Schweiz«, das heißt zum sicheren Zufluchtsort für Fluchtkapital.

 

Bloomberg zitiert unter anderen den Züricher Anwalt Peter A. Cotoreanu aus der renommierten Kanzlei Anaford AG mit den Worten: »Die USA, die bei der Verurteilung der schweizerischen Banken sehr scheinheilig auftraten, sind zum neuen Zentrum des Bankgeheimnisses geworden … Hören Sie dieses gewaltige Sauggeräusch? Diesen Lärm macht das Geld, das jetzt in Massen in die USA strömt.«

 

Die Anziehungskraft dieser verschwiegenen Steueroasen und sicheren Zufluchtsorte für Fluchtkapital in den USA rührt daher, dass die sehr strikten Bestimmungen der OECD zum Datenaustausch bei Finanzkonten, die Common Reporting Standards, die im Jahr 2014 beschlossen wurden, von vier Ländern nicht unterzeichnet wurden: Bahrain, Nauru, Vanuatu und – Sie ahnen es bereits – den USA.

 

In den letzten Monaten machen sich einige der weltweit größten privaten Vermögensverwalter und -berater – wie etwa der Rothschild Trust North America mit Sitz in Reno in Nevada – die Heuchelei Washingtons zunutze. Das in Genf ansässige Beratungsunternehmen Cisa Trust, das vor allem wohlhabende Personen aus Lateinamerika berät, ist dabei, in Pierre in South Dakota eine Banklizenz zu beantragen, um »den Bedürfnissen unserer ausländischen Klienten Rechnung zu tragen«, wie es Cisa-Vorstandschef John J. Ryan junior formulierte.

 

Trident Trust, einer der weltweiten Marktführer im Bereich Offshore-Treuhandgesellschaften und -Briefkastenfirmen, verschob bereits im Dezember, also noch vor dem Ablaufen der Offenlegungsfrist am 1. Januar, Dutzende Kundenkonten von der Schweiz, Grand Cayman und anderen vergleichbaren Standorten nach Sioux Falls im US-Bundesstaat North Dakota. Andrew Penney von Rothschild & Co. bemerkte zu diesem neuen Phänomen nur lapidar, die USA seien eben »praktisch die größte Steueroase der Welt«.

 

Um die ganze Angelegenheit für den Dollar noch positiver zu gestalten, zwingt ein im Jahr 2010 beschlossenes Gesetz in den USA, das Foreign Account Tax Compliance Act (FACTA), alle Amerikaner zur Offenlegung von Auslandskonten, die der Steuerbehörde IRS gemeldet werden müssen. Bei Verstößen werden saftige Strafen fällig. Und da die USA die Common Reporting Standards der OECD nicht unterzeichnet haben, kehren auch amerikanische Offshore-Dollar-Einlagen zurück nach Reno oder andere neue amerikanische verschwiegene sichere Zufluchtsorte.

 

Um die anderen Offshore-Bankenzentren weniger attraktiv zu machen, trat zudem im Jahr 2011 ein Gesetz in Kraft, das in Panama registrierte Vermittler zwingt, auf Anfrage Informationen zu ihren Kunden über alle neuen Gründungen offenzulegen. Und selbst die Jungferninseln haben Beschränkungen der Sorgfaltspflicht beschlossen. Auf einer Investorenkonferenz, die erst kürzlich in San Francisco stattfand, erklärte der schon erwähnte Andrew Penney – diese Bemerkungen wurden dann aus der veröffentlichten Rede gestrichen –, der amerikanischen Regierung fehlten »die notwendigen Mittel, ausländischen Steuergesetzen Geltung zu verschaffen, und sie habe auch kein großes Interesse an diesen Dingen«.

 

Und da jetzt mit Mossack Fonseca, einem der größten Dienstleister im Bereich Steuervermeidung und Geldwäsche, durch Offshore-Briefkastenfirmen und -Treuhandgesellschaften die Felle davonschwimmen, steht der Entwicklung der USA zur neuen Schweiz oder zum neuen Panama nichts mehr im Wege. Die weltweiten Drogenkartelle sind wohl bereits informiert, und ein erheblicher Anteil der alljährlich anfallenden geschätzten 1,6 Billionen Dollar an Gewinnen aus kriminellen Geschäften sucht nun nach neuen sicheren Zufluchtsorten in Reno oder anderen entsprechend verschwiegenen amerikanischen Standorten.

 

Vom goldgedeckten Dollar über den Petrodollar zum Narco-Dollar.

 

Das ist schon ein ziemlich erbärmlicher Abstieg für ein Land, das einmal die weltweit führende Industrienation war.

 

 


»Die Russen draußen halten, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten ...«

Anfang der 1950er Jahre, zu Beginn des Kalten Krieges, erklärte Baron Ismay, erster Generalsekretär der NATO, der Zweck der North Atlantic Treaty Organization sei es, »die Russen draußen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten«. Heute, rund sechs Jahrzehnte später sowie ein Vierteljahrhundert nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Auflösung des Warschauer Pakts, sind die USA, die treibende Kraft hinter der NATO, mehr denn je darauf erpicht, Baron Ismays Maxime instand zu halten.

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