Saturday, 23. July 2016
20.07.2014
 
 

Absturz: Alte Leichen an Bord von MH 17?

Gerhard Wisnewski

Es ist vielleicht makaber, aber die Geheimdienste nennen es »Dosenfleisch«: Alte Leichen oder Leichenteile, die bei angeblichen Attentaten, Katastrophen oder eben auch Abstürzen verstreut werden, um einen möglichst echten Eindruck zu erwecken. Ein Führer der prorussischen Milizen hat jetzt genau das behauptet: dass sich an Bord der abgestürzten Boeing alte Leichen befanden...

 

Nun ja, ehrlich gesagt geht uns ja auch noch eine Boeing 777 ab, nämlich Flug MH 370, verschwunden am 8. März 2014. Sie erinnern sich? Bei dieser Aktion fehlte sozusagen noch der zweite Akt: Eine Maschine mit 200 Menschen war in Kuala Lumpur gestartet, aber nie wieder aufgetaucht. Weder war sie gelandet, noch abgestürzt, noch sonst etwas. Einfach weg.

 

 

Der Geschichte fehlte sozusagen der Schluss. Flug MH 370 war ein Stachel im Fleisch jedes denkenden Menschen, ein ständiges Fragezeichen, das die Leute umtrieb. Plötzlich taucht sie wieder auf: Die gleiche Boeing 777 mit derselben Bemalung von derselben Fluggesellschaft und mit einigen Hundert Menschen an Bord.

 

Wobei die gleiche Boeing 777 natürlich nicht dieselbe Boeing sein muss. Auf jeden Fall sind sie sich aber sehr ähnlich. In beiden Fällen handelt es sich um genau dieselbe 777-Version, nämlich eine Boeing 777-2H6(ER). Auch die Registrierungsnummern sind zum Verwechseln ähnlich. Sie unterscheiden sich nur durch ein »O« bzw. »D«.

  • MH 370 Registration 9M-MRO
  • MH 17 Registration 9M-MRD

Was natürlich sein kann. Natürlich liegt es nahe, dass ein und dieselbe Fluggesellschaft auch mehrmals ein und dieselbe Typenversion kauft oder least. Und natürlich liegt es ebenfalls nahe, dass beide Maschinen ähnliche Registrierungsnummern haben. Und tatsächlich existierten beide Flugzeuge auch, wie beispielsweise dieser Seite zu entnehmen ist.

 

Ein faules Ei im Nest

 

Also stimmt die Bilanz nur psychologisch: Eine Malaysian-Boeing verschwindet, eine andere taucht (vor der Weltöffentlichkeit) auf. In Wirklichkeit sind aber wohl beide weg beziehungsweise abgestürzt.

 

Nur: Wie ist MH 17 nun da hingekommen, in die trostlose ukrainische Steppe? Wer hat sie den »prorussischen Separatisten« vor die Füße geworfen – beziehungsweise: Wer hat ihnen dieses faule Ei ins Nest gelegt? Nun, sie selber natürlich, behaupten die NATO-Medien.

 

Sie selber haben die Maschine einfach vom Himmel geholt und 300 unschuldige Menschen getötet. Beweise gibt’s natürlich keine, aber mal ehrlich: Wann haben die Amis schon jemals Beweise geliefert? Für die Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein? Für das Brutkastenmassaker in Kuwait? Oder für die Atomwaffen des Iran?

 

»Kein Tropfen Blut...«

 

Eben, wenn, dann waren die Beweise gefälscht. Und nun also der »Abschuss« von Flug MH 17 durch »prorussische Rebellen«. Beweise? Nicht doch: Weder war auf den Videos ein rauchender Trümmerregen zu sehen, wie er von einer kerosinbeladenen Maschine zu erwarten wäre – noch die weiße Rauchspur der Rakete, die das Flugzeug angeblich getroffen hat.

 

Wenn es aber nicht durch einen Abschuss dort hingelangte – wie dann? Nun, Kenner der amerikanischen Hollywood-Politik sind natürlich bestens mit der Operation Northwoods vertraut: 1962, als der US-Staatsfeind Nummer eins noch Kuba hieß, wollte man ein ferngesteuertes Flugzeug über Kuba fliegen lassen, es sprengen und dann die Kubaner für den »Abschuss« verantwortlich machen. Gegen Kuba wurde die Aktion so zwar nie angewendet, aber am 11.9.2001 kam sie dafür im großen Stil zum Einsatz. Gleich mehrere ferngesteuerte Flugzeuge waren an diesem Tag unterwegs, um einen Angriff von Islamisten auf die USA zu simulieren.

 

Auch Absturzstellen mit Leichenteilen gab es damals – allerdings mit viel zu wenigen Leichenteilen. Bei der Absturzstelle bei Shanksville (Pennsylvania) beispielsweise wurde nur ein Bruchteil des ursprünglichen Körpergewichts der Passagiere gefunden. Und mit den Teilen, die gefunden wurden, stimmte etwas nicht.

 

Der damalige Leichenbeschauer des Gebiets, Wally Miller, machte eine gruselige Entdeckung: »›Ich habe eine Menge Autounfälle mit zerstückelten Leichen gesehen‹, sagte Miller 2002. ›Das Interessante an diesem speziellen Fall ist, dass ich bis zum heutigen Tag, elf Monate später, keinen einzigen Tropfen Blut gesehen habe. Keinen Tropfen.‹«

 

Na, so was: Leichen ohne Blut? Wie kann das denn sein? Antwort: Das fehlende Blut, die anscheinend zusammenhanglosen Leichenteile und die vom FBI ignorierten Stichwunden deuten darauf hin, dass hier irgendwelche alten Leichenteile, möglicherweise mit den unterschiedlichsten Schicksalen, abgeladen wurden.

 

Vielleicht handelte es sich um Präparate aus Pathologien und / oder um die Überreste von anderen Verbrechen (siehe Wisnewski: Operation 9/11, München 2011, S. 297f.). Die Geheimdienste haben für so etwas einen despektierlichen Namen: »Dosenfleisch«.

 

Die Dienste und das »Dosenfleisch«

 

Aber das nur zur Erinnerung. Die Sache wäre heute natürlich längst vergessen, wenn, ja, wenn da nicht ein »prorussischer Rebellenführer« namens Igor Girkin wäre, der auf der Webseite Russkaja Wesna über die Absturzstelle aus dem Nähkästchen plauderte. Demnach hätten ihm Leute von der Absturzstelle erzählt, dass »viele der Passagiere von Flug MH 17 bereits tot waren, bevor die Maschine abhob«, wurde Girkin von der Website N24 zitiert: »Er habe von Leuten am Absturzort gehört, dass ›eine erhebliche Zahl der Leichen nicht frisch waren‹, sagte er der Webseite Russkaja Wesna

 

Interessant – und noch etwas? Und ob: Einige der Toten seien »blutleer gewesen, andere hätten verfault gerochen«. Nun könnte man das natürlich als eine »bizarre Verschwörungstheorie« abtun, was unsere NATO-Medien natürlich auch prompt tun. Wenn da nicht dasselbe Phänomen am 11.9.2001 zu beobachten gewesen wäre. Und alte Leichen an einem Absturzort riechen nun mal nicht nur nach Verwesung, sondern auch nach Operation Northwoods. Ich glaube, wir sollten in dieser Richtung mal die Augen offen halten...



 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (84) zu diesem Artikel

25.07.2014 | 19:11

neinnein

@sven: haben Sie auch nur eine leiche gesehen?


25.07.2014 | 16:53

Benjamin Oldenburg

Die Flugzeuge werden alle paar Jahre bei dem sog. D-Check ueberholt und dabei komplett auseinander gebaut. Die Ruempfe dann auch neu lackiert. Das laesst sich ganz einfach nachvollziehen, wenn man sich aktuelle Bilder der beiden Flugzeuge...

Die Flugzeuge werden alle paar Jahre bei dem sog. D-Check ueberholt und dabei komplett auseinander gebaut. Die Ruempfe dann auch neu lackiert. Das laesst sich ganz einfach nachvollziehen, wenn man sich aktuelle Bilder der beiden Flugzeuge anschaut. 9M-MRO: http://www.airliners.net/photo/Malaysia-Airlines/Boeing-777-2H6-ER/2443579/L/&sid=50707ecb8f1de067e4583ae78b362206 9M-MRD: http://www.airliners.net/photo/Malaysia-Airlines/Boeing-777-2H6-ER/2284599/L/&sid=79e3b1f7a3305084349f6e3eeb099f1f Bei beiden wurden die Fenster geschlossen (vermutlich wegen neuer Konfiguration der Kabine) und bei beiden ist der Anstrich zuletzt identisch gewesen.


25.07.2014 | 16:35

Bento128

Das alles stimmt natürlich sehr nachdenklich. Wenn man jedoch in Erwägung zieht, daß die Flugzeuge ausgetauscht wurden, dann bleibt noch zu klären, wie die Identifikation der Leichen durchgeführt wird. Im Moment wird publiziert, daß die Leichen in Holland per DNA identifiziert werden. Sollte das etwa auch ein Theater sein?


25.07.2014 | 16:33

Artus

Und noch eine Frage an Herr Wisnewski ?Was ist mit den über 300 Passagieren, die in Holland an Bord gegangen sind, passiert?Werden die dann als Leichen zu einem späteren Zeitpunkt in eine weitere Malaysia-Maschine (oder andere) gepackt um dann wieder irgendwo aus unerklärlichen Gründen oder aufgrund eines Attentats abzustürzen?Ich habe mir auch schon Gedanken in diese Richtung gemachtJedoch sind sie reichlich diffus und an den Haaren herbeigezogen.Es wäre dann so quasi einen...

Und noch eine Frage an Herr Wisnewski ?

Was ist mit den über 300 Passagieren, die in Holland an Bord gegangen sind, passiert?
Werden die dann als Leichen zu einem späteren Zeitpunkt in eine weitere Malaysia-Maschine (oder andere) gepackt um dann wieder irgendwo aus unerklärlichen Gründen oder aufgrund eines Attentats abzustürzen?

Ich habe mir auch schon Gedanken in diese Richtung gemacht
Jedoch sind sie reichlich diffus und an den Haaren herbeigezogen.

Es wäre dann so quasi einen Endlosgeschichte, weitere Karastrophen zu "produzieren" um dann jeweils die Passagiere der vorhergehenden Maschine zu beseitigen.

Es ist gut möglich, dass beide Abstürze false flag Operationen waren, aber so lief es mM nicht ab.


25.07.2014 | 10:19

Reiner Ernst

Ob die volle Wahrheit je ans Licht kommt? Fakt sind die Auffälligkeiten: Da wird eine Malaysische Boeing vor wenigen Monaten vermisst (einfach weg, von der Erde verschwunden) und jetzt ein gleiches Modell der 777 über der Ukraine abgeschossen (mit Leichen ohne Blut die bereits Verwesungs-Gestank verbreiten). Soviel Zufall gibt´s nicht! Interessant eine Doku ("Theorie") auf quer-denken.tv über die Identität der beiden Flugzeuge...


24.07.2014 | 21:27

s.papperger

schau mal einer an was sich unter dem Begriff Dosenfleisch sonst noch verbirgt. Lieben Dank

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