Sonntag, 11. Dezember 2016
04.12.2015
 
 

Amoklauf von San Bernardino: »Die Übung beginnt!«

Gerhard Wisnewski

In den USA wollen unbekannte Attentäter unbedingt schärfere Waffengesetze herbei schießen. Jüngstes Beispiel ist der Amoklauf in einem Behindertenzentrum in San Bernardino, Kalifornien. Dort sollen 14 Menschen von Amokschützen erschossen worden sein. Wenn da nicht eine Mitarbeiterin kurz zuvor gesimst hätte: »Die Übung beginnt!«

 

Preisfrage: Warum hat eigentlich noch niemand ein Verbot von Feuerzeugen gefordert, um die jährlich 20 000 Brandstiftungen in Deutschland zu verhindern? Stellen Sie sich mal vor: 20 000! Das ist doch eine ganze Menge! Und bis jetzt ist noch niemand auf die Idee gekommen, Feuerzeuge zu verbieten? Warum eigentlich nicht? Ganz einfach: weil das natürlich kompletter Blödsinn wäre. Denn schließlich kann man Brände auch ganz anders legen, zum Beispiel mit Streichhölzern. Und natürlich mit illegalen Feuerzeugen.

Nur US-Präsident Obama ist keine Idee zu dumm, um sie unters Volk zu bringen. So forderte er nach der jüngsten Schießerei vom 2. Dezember 2015 in San Bernardino, Kalifornien, erneut eine Verschärfung der Waffengesetze. Dabei kann man Menschen natürlich nicht nur mit einem Schießeisen umbringen, sondern auch mit Messern, Äxten, Baseballschlägern, Stricken, Elektroschocks und vielem anderen mehr. Der Fantasie sind da leider keine Grenzen gesetzt.

 

Doch Obama hat es ausgerechnet auf solche Tatmittel abgesehen, die auch den Mächtigen gefährlich werden könnten, nämlich auf Schusswaffen, speziell automatische Schusswaffen. Und so werden irgendwelche dubiosen und polizeiähnlichen Attentäter nicht müde, sich durch den amerikanischen Alltag zu ballern – und Obama wird nicht müde, unaufhörlich schärfere Waffengesetze zu fordern.

 

...und täglich grüßt das Murmeltier

 

Jüngstes Beispiel: Der Amoklauf von San Bernardino, Kalifornien, etwa 100 Kilometer östlich von Los Angeles. Eine windige Geschichte: Einerseits soll ein Mitarbeiter bei der Weihnachtsfeier eines Behindertenzentrums gegen 11.40 Uhr vormittags plötzlich spontan wütend geworden sein und das Fest verlassen haben. Andererseits seien wenig später zwei perfekt ausgerüstete und martialisch bewaffnete Schützen aufgetaucht, um die Weihnachtsfeier quasi militärisch unter Feuer zu nehmen.

 

Diese Täter wiederum seien nicht wütend, sondern eiskalt, schnell und perfekt ausgerüstet gewesen. In nur wenigen Minuten hätten sie 14 Menschen hingerichtet und 17 weitere verletzt und seien anschließend mit einem schwarzen Geländewagen geflohen. Die Tat sei offenbar im Vorhinein geplant worden, sagte der Polizeichef von San Bernardino, Jarrod Burguan. Also wie jetzt: Wütend und eiskalt? Spontan und geplant?

 

Schützenfest der Polizei

 

»Sie waren angezogen und ausgerüstet, als hätten sie sich darauf vorbereitet«, sagte der Polizeichef laut New York Times vom 2. Dezember 2015. »Sie waren vorbereitet auf das, was sie taten – als wären sie auf einer Mission.« Wobei man »mission« auch mit »Auftrag« oder »Einsatz« übersetzen kann. Und wie so oft sahen die anwesenden Zeugen denn auch nur zwei unbekannte Vermummte schießen, die Masken und Schutzwesten trugen – ob es sich dabei überhaupt um den erwähnten Mitarbeiter handelte, ist vorerst unklar.

 

Jedenfalls sei man im Verlauf der Fahndung »durch einen Tipp« auf ein 16 Kilometer entferntes Wohnhaus aufmerksam geworden. Beim Eintreffen der Polizei habe sich dort ein schwarzer Geländewagen aus dem Staub gemacht. Bei der anschließenden filmreifen Verfolgungsjagd sei aus dem Wagen geschossen und ein bombenähnlicher Gegenstand geworfen worden.

 

Ein martialisches Polizeiaufgebot verhängte den Ausnahmezustand über die Umgebung und forderte die Anwohner auf, in ihren Häusern zu bleiben. Behörden, Läden und Schulen wurden geschlossen. Die darauffolgende Schießerei glich einem Schützenfest, bei dem etwa 20 Polizeibeamte Hunderte von Schüssen auf den Wagen der Verdächtigen abgegeben haben sollen, wobei die beiden Insassen getötet worden seien.

 

Der Mörder ist wie immer der Tote

 

Praktisch wieder mal: Der Mörder ist wie immer der Tote. Ein dritter Verdächtiger hat wahrscheinlich gar nichts mit der Schießerei zu tun, sondern »wir sind ziemlich sicher, dass wir zwei Schützen und zwei tote Verdächtige haben«, zitierte die New York Times vom 2. Dezember 2015 den San-Bernardino-Polizeichef Jarrod Burguan.

 

Damit geht die Rechnung ja mal wieder auf: Für die offizielle Darstellung braucht es nun kein Ermittlungsverfahren, keine Beweise und natürlich auch kein Gerichtsverfahren. Die Toten sind die Täter, und damit basta. Die Erzählungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft gerinnen zur unumstößlichen Wahrheit.

 

Demnach handelte es sich bei den beiden Verstorbenen um ein schießwütiges Pärchen, das sich nach dem erwähnten Streit oder Unmut des Ehegatten in dem Behindertenzentrum offenbar entschloss, die dortige Weihnachtsfeier mal so richtig platt zu machen. Dabei soll es sich um einen gewissen Syed Rizwan Farook, 28, von Beruf Gesundheitsinspektor, und seine 27-jährige Ehefrau Tashfeen Malik gehandelt haben. Um das Maß voll zu machen, sollen die beiden auch noch ein sechs Monate altes Töchterchen zurückgelassen haben.

 

»Die Übung beginnt«

 

Es gibt da aber noch ein kleines Problem. Nämlich dass in dem Behindertenzentrum jeden Monat Amokübungen stattfinden, so dass Betroffene den angeblichen Ernstfall zuerst gar nicht von einer Übung unterscheiden konnten: »Zuerst dachte Dorothy Vong, es wäre eine Übung, wie all die anderen«, berichtete die Los Angeles Times vom 2. Dezember 2015: »Am Inland Regional Center, wo sie als Krankenschwester arbeitet, hat es das Personal oft mit wütenden Klienten oder deren wütenden Eltern zu tun.

 

Es gibt da Amokschützen-Übungen jeden Monat, oder so.« Und so schickte Dorothy ihrem Ehemann Mark gegen elf Uhr eine fröhliche Nachricht: »Die Übung beginnt.« »Sie erkannte dieselben Bewegungsmuster, die die Beamten unzählige Male zuvor trainiert hatten«, schrieb die Website NaturalNews am 3. Dezember 2015.

 

Echt oder nicht?

 

Anschließend sei Dorothy zu einem Fenster gegangen und habe die heranstürmenden Einsatzkräfte gefilmt, so die LA Times: »Oh, das ist beängstigend«, hört man eine Stimme auf dem Video sagen. »Sie sind voll ausgerüstet! Gewehre und alles!« Im Hintergrund hört man jemanden lachen. Erst später habe Dorothy ihrem Ehemann getextet: »Nun, es ist echt.« Vielleicht, vielleicht auch nicht.

 

Denn die SMS-Unterhaltung der beiden setzte sich auf diese ambivalente Weise fort: »Sie trainieren dafür«, simste Gatte Mark von außerhalb des Gebäudes. »Sie wissen, dass es passieren wird« (LA Times). »Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Gebäude, in dem die Polizei Monat für Monat Amokübungen abhält, rein zufällig von einem Amokläufer angegriffen wird?«, fragte wiederum NaturalNews. »Fast null, versteht sich.

 

Und: Wie viele Gebäude in Los Angeles werden wohl von der Polizei für monatliche Amokübungen benutzt? Ebenfalls fast null. Vielleicht hatten diese Angreifer einfach unglaubliches Pech? Sie suchten sich ausgerechnet exakt das Gebäude aus, in dem die Behörden von Los Angeles seit Monaten ihr Training abhalten!« Was im Übrigen ja auch der angeblich wütende Mitarbeiter hätte wissen müssen.

 

»Wie offensichtlich müssen diese inszenierten Schießereien noch werden, bis die Leute aufwachen und erkennen, dass es sich um eine Manipulation öffentlicher Gefühle handelt, um Waffen von Privatleuten beschlagnahmen und Obamas totalitäres Regime errichten zu können, das alsbald zur brutalen Tyrannei an Hillary Clinton übergeben wird?«

 

»Präsident Obama wiederholte erneut seinen Appell für schärfere Waffengesetze, um solche Amokläufe nicht zum Alltag werden zu lassen«, berichtete die Website von CNN am 2. Dezember 2015. »Wir sollten niemals glauben, dass dies normal ist, denn in anderen Ländern passiert es nicht so häufig«, so Obama: »Wir wissen noch nicht, was die Motive der Schützen waren, aber wir wissen, dass es Schritte gibt, um Amerika sicherer zu machen.«

 

Genau, und zwar diesen Kriegspräsidenten und seine gesamte Kamarilla aus Amt und Würden zu entfernen. Und das gesamte politische Establishment auch.

 

 

 

 

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