Tuesday, 22. May 2012
20.04.2010
 

Foto beweist: Nebel in Smolensk war eine Lüge

Gerhard Wisnewski

Wegen Nebels habe die Maschine des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski am 10. April 2010 nicht im russischen Smolensk landen können, behaupteten die Medien. Ein jetzt auf Polskaweb.eu veröffentlichtes Foto vom Morgen des 10. April entlarvt das als Lüge ...

Noch vor wenigen Tagen wühlte die Auslöschung der halben polnischen Staatselite am 10. April 2010 bei Smolensk ganz Europa, ja, die ganze Welt auf. Die Medien waren vollauf damit beschäftigt, uns den Absturz des polnischen Staatspräsidenten Kaczynski als »Unfall« und »Tragödie« zu verkaufen – mit deutlich abnehmendem Erfolg. Doch das alles wirkt inzwischen seltsam fern und vergessen. Inzwischen wurde dieses Medienereignis von einer noch größeren Sau aus dem globalen Informationsdorf vertrieben. Pünktlich zum Ableben Kaczynskis legte sich passenderweise eine gigantische Aschewolke über Europa – angeblich jedenfalls. Denn sehen kann man sie nicht. Auch wenn man in 1.000, 5.000 oder 11.000 Metern Höhe fliegt, sieht man – nichts.

Doch ganz Europa diskutiert und redet sich die Köpfe über dieses Nichts heiß, als wäre es gewisslich wahr. Das Drama der Wolke enfaltet sich vor dem atemlosen Zuschauer. Beschuldigungen, Anklagen und Verteidigungsreden werden hin und hergeschleudert. Minister, Airlinechefs und ihre Pressesprecher steigen in den medialen Ring und liefern sich erbitterte Schlachten. Und siehe da: Das Drama der Wolke wäscht den Fall Kaczynski wirksam aus unseren Köpfen. Die virtuelle Wolke legt sich nicht nur wie ein Leichentuch über Europa, sondern fällt auch wie ein Vorhang in dem Drama Kaczynski.

Gut, wie? Eigentlich nicht. Erlauben Sie mir deshalb, nochmals auf den Fall Kaczynski zurückzukommen, der sich unter dem Schutz der Wolke zu einem Politkrimi entwickelt:

Smolensk, 10. April 2010, gegen neun Uhr.  Ein dreimotoriges, weißes Flugzeug mit einem roten Streifen rollt über die Landebahn. Über den Fenstern prangt der Schriftzug »Republic of Poland«. Auf seiner Oberseite und den Tragflächen der dahinter parkenden Maschinen spiegelt sich gleißender Sonnenschein. Noch weiter im Hintergrund erkennt man einen Bus. Obwohl die Aufnahme mit einem Teleobjektiv aus einiger Entfernung gemacht wurde, ist alles klar und gestochen scharf.

 

Laut Polskaweb.eu zeigt das Bild die soeben gelandete Maschine mit dem Journalistentross von Polens Staatspräsident Lech Kaczynski. Nur etwa zehn Minuten später habe die Tupolew 154 von Kaczynski (erstmals?) zur Landung ansetzen wollen und sei wegen angeblichen Nebels abgewiesen worden. Doch dieses Foto zeigt: Der Nebel oder das »schlechte Wetter« sind eine Lüge. In Smolensk herrschte an diesem Morgen klare Sicht und Sonnenschein.

Sollte mit dem Foto alles seine Richtigkeit haben, beweist das einmal mehr, dass wir uns hier von Anfang an auf der richtigen Spur befanden: An dem Absturz von Smolensk ist etwas faul.

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