Thursday, 28. July 2016
12.05.2008
 
 

Klima-Kassandra: Fehlt nur noch der Nobelpreis

Gerhard Wisnewski

Klimaforscher verstecken sich ja gern hinter Formeln, Kurven und Berechnungen. Und wer will da schon mitargumentieren. Aber jetzt hat ein Klimaforscher für jeden offensichtlich gezeigt, um welche Scharlatanerie es sich bei der sogenannten Klima-(Katastrophen-) Forschung handelt: Der bekannte Kassandrarufer und Metorologe Mojib Latif.

 

Erst kürzlich hat die offizielle Panikmache einen herben Rückschlag erlitten, nachdem Meeresforscher in der Antarktis ein Sinken der Meerestemperatur und eine Zunahme des Eises festgestellt hatten. Und zwar nicht irgendeine Zunahme, sondern »die höchste Ausdehnung von Meereis im antarktischen Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen« (Alfred-Wegener-Institut).

Die Erderwärmung mache nur eine »Pause«, lautete die prompte Reaktion. Danach aber gehe es ungebremst weiter in die Hitze-Apokalypse, so die Priester der Klima-Religion. Sie sind daran interessiert, die Ursache für den »Klimawandel« unbedingt auf der Erde zu orten. Genauer: beim Menschen.

Denn nur, wenn der Mensch die Ursache ist, kann man auch den Menschen zur Kasse bitten – für immer neue Steuern und immer größere »Klimacomputer« zum Beispiel. Die Forschungsetats für die »Klimaforscher« wachsen seit Jahren und die Klimadiktatur mit immer neuen Gesetzen und Steuern auch. Läge die Ursache für den »Klimawandel« außerhalb der menschlichen Möglichkeiten, wäre dagegen sofort Schluss mit dieser modernen Feudalherrschaft. Ein politisches und finanzielles Werkzeug wird der Klimawandel nur, wenn die Ursache menschlich ist.

Letzteres wird von Forschern bezweifelt, deren Ergebnisse dauernd totgeschwiegen werden. Für sie ist der Hauptfaktor des irdischen Klimas in der Sonne zu suchen, deren Tätigkeit genauso schwankt, wie die von allen natürlichen Systemen. Nichts da: »Einen äußeren Grund für das langfristig schwankende Klima, etwa die Sonne, gibt es laut Latif nicht«, so Spiegel Online vom 2. Mai 2008. Sonne? Das wäre ja noch schöner: »Das Klima der Erde schwankt von sich aus, ohne dass man einen speziellen Antrieb dafür braucht«, wird Latif da zitiert.

Stellen wir uns einen Moment eine nette kleine Jagdhütte irgendwo im Wald vor, die nur einen einzigen Ofen besitzt.  Im tiefen Winter bestimmt dieser Ofen über Wohl und Wehe dieser Hütte – ob sie bewohnbar ist oder nicht, ob sich die Bewohner darin wohlfühlen können oder nicht. Man wird zugeben: Ob und was die Bewohner ausatmen, ob und was sie rauchen, welche Flechten und Moose irgendwo an den Wänden wachsen, hat gegenüber dem Ofen eine lächerlich geringe Bedeutung.

Und damit wären wir wieder bei unserem Mojib Latif.  Gesetzt den Fall, die oben genannten Zitate stimmen, versucht der den Bewohnern der Hütte glatt einzureden, dass der Ofen vollkommen unwichtig ist. Es ist so, als würde man behaupten, »äußere Gründe« wie die Mutter hätten überhaupt keinen Einfluss auf den Fötus. Übertrieben? Nicht wirklich. Denn die Sonne ist tatsächlich die Mutter der Erde. Und zwar erst in zweiter Linie in einem esoterischen oder mystischen Sinne, in erster Linie in einem physikalischen Sinne.

 

 

»Äußerer Einfluss«? Die Sonne liefert der
Erde 99,98 Prozent der Energie …

 

Die Erde steckt im Bauch des Sonnensystems, nämlich an jener einzigen Stelle (Umlaufbahn), wo Leben möglich ist. (Alles andere, wie die Spekulationen über Leben auf dem Mars, ist Forschungsgelder-Beschaffung für die NASA.) Die Sonne ist kein »spezieller Antrieb«, sondern liefert dem winzigen Stecknadelkopf Erde über eine mächtige Nabelschnur 99,98 Prozent der Energie. Der Rest kommt aus geothermischen Quellen, und ob die sprudeln würden, wenn die Sonne nicht da wäre, darf bezweifelt werden, denn dann würde die Erde zu einem Eisklumpen erstarren. Genau deshalb haben frühere Generationen auch nicht der Klimakatastrophe gehuldigt, sondern der Sonne. Sonnenreligionen gehören gewissermaßen zu den »realistischen Religionen«, die eine reale Grundlage in der Wirklichkeit haben.

 

 

Kühlen die Sonne ab: Sonnenflecken.

Zum Größenvergleich: Die Erde.

Diese mächtige Mutter dagegen als »äußeren Grund« ohne jede Bedeutung für das Erdklima darzustellen, bedeutet eine ganz neue Ebene der Volksverblödung. Wirklich? Gibt es denn auch Beweise für den Einfluß der Sonne auf das Erdklima? Nun, einerseits sind die oben genannten 99,98 Prozent Beweis genug, andererseits verringert sich die Sonnenstrahlung tatsächlich um etwa 0,1 Prozent, wenn die Zahl der Sonnenflecken abnimmt. Wie das mit dem Klima zusammenhängt, wurde in der Erdgeschichte auch schon beobachtet. So fiel das sogenannte Maunderminimum  zwischen 1645 und 1715 (benannt nach dem englischen Astronomen Edward Walter Maunder), als keine Sonnenflecken beobachtet wurden, mit der Kleinen Eiszeit zusammen, die durch lange Winter und kühle Sommer gekennzeichnet war.

Mojib Latif promovierte 1987 und habilitierte 1989. Das  Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie gönnte  sich Latif ebenso als Mitarbeiter wie das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften – als Professor Dr. rer. nat. Für seine Schauermärchen kassierte er jede Menge Preise wie beispielsweise die Sverdrup Gold Medaille der AMS (Amerikanische Meteorologische Gesellschaft) und den Umwelt-Medienpreis der Deutschen Umwelthilfe (Kategorie »Lebenswerk«). Die Krönung: Seit 2007 ist Latif gar ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Fehlt nur noch der Nobelpreis.

 

 

 

Unabhängig von »äußeren Einflüssen«: die Erde.

 

 

 

Das Copyright für diesen Artikel liegt bei Gerhard Wisnewski.

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