Tuesday, 26. July 2016
12.09.2008
 
 

WTC Nr. 7: Sprengung oder nicht? Streitgespräch zwischen 9/11-Skeptikern

Gerhard Wisnewski

Jede Menge Diskussionsstoff: Mit dem sogenannten NIST-Bericht zum Einsturz von Gebäude Nr. 7 am World Trade Center versucht die offizielle Propaganda eine weitere große Glaubwürdigkeitslücke der offiziellen Version zu schließen. Dieser Bericht war auch Thema einer ZDF-Dokumentation, wonach der 47 Stockwerke hohe Wolkenkratzer durch eine neuartige "Thermale Expansion" und nicht durch eine Sprengung zusammengebrochen sein soll (siehe unten). Aber nicht alle 9/11-Skeptiker lehnen diese Vorstellung rundheraus ab. Der Journalist Ralf Wurzbacher moderierte deshalb ein Streitgespräch zwischen mir und dem Co-Autor von Mathias Bröckers, Andreas Hauß, über den Zusammenbruch von WTC Nr. 7, der - wenn ich ihn richtig verstehe - nicht an eine Sprengung der WTC-Gebäude glaubt.

Diesmal war die US-Regierung auf den 11. September vorbereitet, nicht so wie anno 2001, als die Flugzeugattentate auf das World-Trade-Center (WTC) in New York sowie das Pentagon in Washington die Regenten im Weißen Haus – nach offizieller Darstellung – kalt erwischt haben sollen. Wohl wissend, daß sich auch zum siebten Jahrestag wieder eine Menge Skeptiker an der amtlichen Geschichtsschreibung zu schaffen machen, hielt man heuer eine Trumpfkarte parat: Den »abschließenden Bericht zum Einsturz des WTC-7«, vorgelegt durch das renommierte National Institute of Standards und Technology (NIST), der laut Lesart des Medienmainstreams allen »9/11-Verschwörungstheorien ein Ende macht«.. Es gibt eine ganze Fülle von Zweiflern, die den acht Stunden nach dem Fall der Zwillingstürme erfolgten Kollaps von Gebäude 7 als »die offene Flanke« des überlieferten Tathergangs eines von Osama Bin Laden ausgeheckten Terrorplots ansehen. Die NIST-Gutachter wollen nachgewiesen haben, daß WTC-7 einem Feuer, entfacht durch Trümmer des Nord- und Südturmes, erlegen ist und keinesfalls, wie Kritiker meinen, einer kontrollierten Sprengung.
Aber auch im Lager der Skeptiker herrscht über den WTC-7-Crash Uneinigkeit. Für die einen lassen Art und Tempo des Einsturzes nur die Erklärung einer gezielten Zerstörung zu. Für andere ist dies selbst eine Verschwörungstheorie, die der Glaubwürdigkeit der 9/11-Kritiker Schaden zufügen würde. Hier kommen mit Gerhard Wisnewski, Journalist und Publizist, und Andreas Hauß, Germanist und Historiker, beide Seiten zu Wort.

 

 

Gerhard Wisnewski

 

Frage an Gerhard Wisnewski:

Das ZDF strahlte am 7. September eine »Dokumentation« von Guido Knopp zum WTC-7-Kollaps aus und resümierte, mit dem vorgelegten NIST-Bericht sei das »letzte große Rätsel um 9/11 gelöst«. Welche Schlüsse ziehen Sie aus der Expertise? 

Gerhard Wisnewski: Ich schließe daraus, daß die lautstarken Zweifel die Regierung gezwungen haben, neue absurde »Beweise« nachzuschieben und daß Propaganda und Volksverdummung unverdrossen weitergehen. Man will nun die für Manche offensichtlichste Ungereimheit der offiziellen Version beseitigen. Mit der ehemaligen Reputation eines »Instituts« im Rücken möchte man die Bevölkerung überzeugen, daß ein U ein X ist und daß zwei plus zwei fünf ergeben – ganz im Orwellschen Sinne. Daß also die offensichtlichsten Tatsachen nicht stimmen sollen, sondern die Version der Regierung.

Frage an Andreas Hauß: 
Ist die Version der Regierung auch die Ihre?


Andreas Hauß: Nein, soweit sich Ihre Frage auf das »letzte große Rätsel um 9/11« bezieht. Da gilt es durchaus noch weitere Frage zu beantworten. Wenn es um den Zusammenfall von WTC-7 allein geht: Im großen und ganzen Ja. Lügner lügen bekanntlich nicht immer, ihre Lügen gewinnen an Glaubwürdigkeit, wenn sie mit Wahrheitsbröseln durchsetzt sind. Allerdings ist auch der NIST- und andere Berichte mit Vorsicht zu genießen, auch da steckt »Politik« drin. Man denke an die Interessen der Versicherungen, des Architekturbüros, an strafrechtliche Relevanz für die Bauaufsicht und die Betreiber.

 

[youtube CcRs1fv8i3I nolink]

 

Frage an Andreas Hauß:
Der NIST-Bericht besagt, daß ein niemals zuvor beobachtetes Phänomen, eine sogenannte thermale Expansion, das Gebäude quasi implodieren ließ. Brände hätten sich in diversen Stockwerken ausgebreitet, die horizontalen Stahlträger, auf denen die Etagen aufsaßen, seien durch die Hitzeentwicklung aus der Verankerung gerissen und zum Absturz gebracht worden. Am Ende standen demnach nur noch vertikale Träger, die mit einem Mal zusammenknickten, wodurch das Gebäude genauso zu Boden ging, wie man es von kontrolliert gesprengten Bauwerken kennt. In Ihren Augen ist das plausibel?


Andreas Hauß: Nein. In dieser Verkürzung ist das nicht plausibel. Sie sprechen nur von Hitze. Im Bericht ist auch davon – und zwar zutreffend – die Rede, daß WTC-7 von oben regelrecht von Trümmern »bombardiert« worden ist beim Einsturz der Zwillingstürme. Zudem – und das wurde in der Knoppschen Dokumentation nicht explizit gesagt – löste der Zusammensturz von WTC-1 und -2  jeweils ein Erdbeben aus. Und drittens ist die Lösung auch nur eines Stahlträgers vom senkrechten Träger mit dem Fall desselben sowie der angehängten Bodenplatte auf das darunter liegende Stockwerk verbunden. Das ergibt die kinetische Energie des Falls von Beton,  Stahl und Gebäudeeinrichtung auf das darunterliegende Stockwerk und zudem das doppelte zu tragende Gewicht.

Frage an Gerhard Wisnewski:
Was Herr Hauß beschreibt, entspricht der von Beginn an offiziell vertretenen sogenannten Pfannkuchentheorie, mit der auch der Kollaps der beiden Zwillingstürme erklärt wird. Warum wollen Sie daran nicht glauben?

 

 

Gerhard Wisnewski Der Politikwissenschaftler Gerhard Wisnewski arbeitet als Schriftsteller, Journalist, TV-Autor, Redakteur und Literaturagent. Über die Attentate des 11.9. schrieb er mit »Operation 9/11« und »Mythos 9/11« zwei Bestseller und drehte mit dem WDR-Beitrag »Aktenzeichen 11.9. ungelöst« den weltweit ersten kritischen Dokumentarfilm über die Anschläge. Seine jüngste Veröffentlichung ist der »Kritische Jahresrückblick 2007«, der bei Knaur erschienen ist, gegenwärtig arbeitet er an dem Band für das laufende Jahr. Daneben betreute er das erste kritische deutsche Buch über den US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama redaktionell: »Barack Obama – Wie ein US-Präsident gemacht wird« von Webster G. Tarpley. Wisnewski betreibt die Webseite: www.wisnewski.de.

Gerhard Wisnewski: Also, anders als vermutlich Herr Hauß war ich schon einmal bei einer Gebäudesprengung dabei. Er soll mich korrigieren, wenn ich falsch liege. Im Sommer 2001 habe ich zwei Tage lang Sprengmeistern in der Lausitz bei Ihrer Arbeit über die Schulter schauen und dabei die Sprengung anhand von Gebäudeplänen und statischen Abläufen genau studieren können. Um so einen Zusammenbruch wie am 11.9. zu erzielen, und damit meine ich alle drei Gebäude, müssen Sie tagelang die Pläne des Gebäudes studieren, das Gebäude anschließend wochenlang an den entscheidenden Stellen mit Sprengladungen spicken und diese verdrahten. Die Sprengungen müssen im übrigen genauen zeitlichen Abläufen folgen, damit man schließlich das saubere Ergebnis erzielt, das wir am 11.9. gleich drei Mal gesehen haben. Alles andere ist Hokuspokus.

Frage an Gerhard Wisnewski: 
Aber wie und wann sollten diese »Vorbereitungen« vorgenommen worden sein und vor allem: Wie versieht man drei Wolkenkrater unbemerkt mit Zigtausenden Sprengkörpern?

 

[youtube LD06SAf0p9A nolink]


Gerhard Wisnewski: Das müssen Sie schon Larry Silverstein fragen, den Pächter des WTC. Bekanntlich hat er die Sprengung in einem Interview eingeräumt. Oder vielleicht den Bruder von George W. Bush, der zeitweise in der Direktion einer Sicherheitsfirma des WTC saß. Oder die Top-Experten, die die Sprengungen durchgeführt haben. Ich halte mich an die Beweise: Die zahlreichen in Bild und Ton dokumentierten Zeugen, zum Beispiel den Hausmeister des WTC, William Rodriguez, der zahlreiche Sprengungen gehört hat, genauso wie etliche andere auf der Straße oder bei der Feuerwehr, oder den Zeugen Barry Jennings, den auch das ZDF gebracht hat, den Stahlexperten Kevin Ryan, der erklärte, es sei unmöglich, daß die Gebäude aufgrund von Feuern eingestürzt seien. Ich halte mich an die weiteren Experten, die selbst das ZDF gezeigt hat: Den Physikprofessor Steven Jones oder die Gruppe von Architekten, die nach der Wahrheit forschen. Alle wissen, daß die offizielle Version vollkommener Blödsinn ist. Es gibt keine Beweisschwierigkeiten, und zwar gar keine. Ginge es um einen Autodiebstahl, wäre der längst aufgeklärt und die Täter verurteilt. Deswegen kann ich Herrn Hauß' Standpunkt leider nicht nachvollziehen.

Andreas Hauß: Das ist die typische Ausbüchserei in der Diskussion, verbunden mit einem Schwall von teils falschen Aussagen, die nichts zur Sache tun. Wir waren eben noch beim NIST-Report, beim WTC-7, bei Hitze, kinetischer Energie, Erdbeben, Gewicht. Dann kam die Frage nach der »Pfannkuchentheorie« – und zack landen wir in der Lausitz, bei Sprengungen, und was weiß ich noch. Ich beharre aber darauf: Eisenträger, die ohne Verbindung in den Himmel ragen, sind nicht stabil. Ich höre von Herrn Wisnewski nichts zu der »Bombardierung«, nichts zum zweimaligen Erdbeben, nichts zum Lösen der senkrechten Träger aus der Verankerung, wodurch Verbindungen gekappt wurden und Stabilität verloren ging. Das ist keine Theorie, sondern ein Fakt, der auch für die Zwillingstürme gilt. Die Fotos und Videos zeigen es und die Logik besagt: Dort wurden von den Flugzeugen Träger durchschnitten, Trossen gekappt, kinetische Energie in Sekundenbruchteilen erzeugt, dort fiel gleich zu Beginn Gewicht auf das jeweils darunter liegende Stockwerk. Das ist kein Hokuspokus.


Zu den Falschaussagen: Silverstein habe die Sprengung angeordnet, wird behauptet. Er sagte »pull it« – als klar war, daß WTC-7 nicht mehr zu retten war, so wie zuvor schon WTC-3, -4, -5 und -6 nicht zu retten waren. Marvin P. Bush war schon lange vor 9/11 aus dem Aufsichtsrat der Sicherheitsfirma ausgetreten. Es gab in der Tat Ohrenzeugen für Knallgeräusche: Fahrstühle, die runterkrachen, Eisenträger, die brechen, Betonplatten, die fallen, all die Brände – das ergibt eine Unzahl an Geräuschen, die an diesem Tag aus nachvollziehbaren Gründen als »Explosionen« gedeutet wurden. Und an welche Top-Experten, die die Sprengungen durchgeführt haben, will sich Herr Wisnewski halten. Wer soll das sein?

 

[local /data/image/gerhard_wisnewski/2008-09/PullIt.mp3 Larry Silverstein und "pull it!"]

 

Frage an Gerhard Wisnewski:
Die dürften, so es sie gibt, kaum aufzutreiben sein. Andererseits hält sich Herr Wisnewski nicht an die Experten des NIST, eines der US-Regierung unterstehenden Instituts ....


Gerhard Wisnewski: Es ist wirklich sehr bezeichnend, daß sich das NIST und das offizielle Amerika nun auf eine »Computersimulation« des Einsturzes von WTC-7 verlassen. Für eine Computersimulation braucht man aber Daten, Daten und nochmals Daten – zum Beispiel eine penible Bestandsaufnahme der Feuer, wo sie genau ausgebrochen waren, wie lange sie brannten und mit welcher Temperatur. Man braucht auch eine genaue Vermessung der Schäden an den Stahlträgern und eine Messung der Temperaturen mit exakter Positionsangabe. Kurz: ein Meßgitter über dem ganzen Gebäude. Das alles gibt es selbstverständlich nicht. Und deshalb ist auch eine »Computersimulation« reine Scharlatanerie.


Herr Hauß versucht, seine mangelnde Sachkenntnis hinter einem Redeschwall zu verbergen. Eine Sprengung ist die einzige Möglichkeit, ein Gebäude in Fallgeschwindigkeit – wie am 11.9. geschehen – zum Einsturz zu bringen. Außerdem habe ich schon vor 9/11 Dokumentationen über die Untersuchung von Flugzeugabstürzen oder die Identifizierung von Katastrophenopfern gedreht, zentrale Themen des 11.9. also. Auch über Fliegerei hatte ich vorher schon viel geschrieben, etwa über Luftstraßen und Flugsicherung – wieder zentrale Themen des 11.9. Ich habe also schon ein gewisses Know How für meine späteren Recherchen und Analysen mitgebracht. Wie steht es damit, Herr Hauß?

Andreas Hauß: Herr Wisnewski offenbart damit zwei Diskussionstechniken. Erstens: Popanze aufbauen und dann verhauen. Zweitens: Ad personam statt zur Sache sprechen. Daß man sich nur an eine Simulation klammere, ist ein Popanz. Es gibt Fotos, die zeigen, wie sämtliche Stockwerke oberhalb der Einschlagstelle im Nordturm, also dessen gesamtes oberes Drittel, regelrecht abknicken und über drei Stockwerke nach unten krachen, fast ohne Widerstand, weil die Träger der entsprechenden Etagen von den Flugzeugen bereits durchtrennt waren. Wie lange, denken Sie, muß die Struktur darunter diesen Wumms von 70000 Tonnen aufhalten?

Frage an Gerhard Wisnewski:
Entfernen wir uns von den technischen Fragen. Das Kalkül der US-Regierung ist klar: Sie will den ganzen Komplex 9/11 mit dem NIST-Bericht zu den Akten legen, zumal die Zweifler bereits vereinzelt in den US-amerikanischen Medienmainstream vorgedrungen sind und sogar beachtliche Teile der Bevölkerung der Bush-Regierung einen Inside-Job zutrauen. Warum ist es Ihnen so wichtig, beim WTC-7-Crash weiterzubohren? Schließlich gibt es doch noch unzählige andere Widersprüche und Ungereimtheiten in der offiziellen Version, beispielsweise das komplette Versagen der Flugabwehr.


Gerhard Wisnewski: Ich bin dafür, überall weiterzubohren, auch und gerade beim WTC-7. Denn das ist eine der großen offenen Flanken der offiziellen Version, die an allen Ecken und Enden morsch und faul ist. Die Aussage von Herrn Silverstein, es sei gesprengt worden, zeigt doch, daß nachweislich ein Gebäude des WTC-Komplexes für eine Sprengung präpariert worden war. Wie heißt es außerdem so schön: Man muß die Wahrheit immer und immer wieder predigen, weil auch der Irrtum immer und immer wieder gepredigt wird, wie man hier eindrucksvoll mitverfolgen kann.

 

 

Andreas Hauß

 

Frage an Andreas Hauß:

Sie nennen die mutmaßliche WTC-7-Sprengung ebenso wie die Vorstellung, daß ins Pentagon keine Passagiermaschine reingerauscht ist, eine »Verschwörungstheorie«. Andererseits sind Sie aber der Meinung, daß die Geschichte von »Osama und seinen 19 Terrorkumpanen« zu großen Teilen Theater ist. Wenn dem so wäre, warum sollte die Regie ausgerechnet die Ereignisse mit der nachhaltigsten Wirkung aufs kollektive Bewußtsein, eben den Einsturz der Türme, sich selbst überlassen?


Andreas Hauß: »Die Ereignisse mit der nachhaltigsten Wirkung« – Das ist vom Schwanz aufgezäumt. Wer hätte denn je davon ausgehen können, daß die  Twin Towers einstürzen? Sie hatten schon Bomben überstanden. Ich gehe davon aus, daß die Täter wie beim Pentagon die Verwundbarkeit der USA demonstrieren wollten und nicht einen Krieg gegen Gebäude führten. Wie bei jedem großen Verbrechen gibt es Überraschungen – und natürlich werden die im Nachhinein »bearbeitet«, denken Sie nur an den Film »Wag the dog«.

Frage an Andreas Hauß:
Aber warum meinen Sie, die These von den gesprengten Türmen schade der Bewegung der Skeptiker?

 

 

Andreas Hauß Der Germanist und Historiker Andreas Hauß betreibt die Webseite www.medienanalyse-international.de, die er nach dem  NATO-Krieg gegen Jugoslawien aufbaute. Hauß legt besonderen Wert auf Quellenkritik, damit verbunden auf den leichten Zugang der Leser zu den angegebenen Quellen. Den Mangel an Wissensdemokratie bezeichnet er als stabilen Pfeiler derzeitiger Herrschaftsverhältnisse. Weitere Stützen der Herrschaft sind für ihn die »Volksverblödung durch die Einübung unlogischen Denkens, der Meinungsjournalismus, die Bilderflut und permanente Ohranästhesie«. Hauß hat als Koautor von Mathias Bröckers die beiden Standardwerke »Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.« und  »Fakten, Fälschungen und unterdrückten Beweise des 11.9.« mitverfaßt. Außerdem war er Mitbegründer der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG).

Andreas Hauß: Wir sind uns ja in der Forderung nach einer neuen Untersuchungskommission einig. Die Identität der angeblichen Attentäter – die meisten ihrer Leichen liegen bekanntlich auf Eis –  sollte nach sieben Jahren endlich geklärt werden. Wo blieben am 11.9. die Abfangjäger, weshalb wurden all die Pleiten, Pech und Pannen nicht aufgeklärt, sondern mit Beförderungen belohnt? Aber gegenüber einer Lügenregierung zählt Glaubhaftigkeit. Deshalb ist nicht nur die Faktenlage zwingend, es ist auch strategisch notwendig, sauber zu argumentieren. Die US-Regierung ist in der Beweislast. Die Theoretiker, die angeblich wissen, was wirklich passierte, entlassen die Bushisten aus dieser Beweislast. Sie haben ein großes Rätselraten angestimmt, während in anderen Untersuchungsfeldern die Regierungsbehauptungen direkt ad absurdum geführt werden können. Mehr noch: Sie führen direkt zu den Tätern – die Luftabwehr konnte nun wirklich nicht von Osama lahmgelegt werden.

Frage an Gerhard Wisnewski:
Begreifen Sie das als ein Friedensangebot?

[youtube SXD3bAbZCow nolink]


Gerhard Wisnewski: Die Twin Towers haben 1993 schon einmal einen Bombenanschlag überstanden – wieso sollten sie dann die Flugzeugeinschläge und kleinen Feuer nicht überstehen? Herr Hauß argumentiert inkonsistent. Wieso haben Sie die viel schlimmeren Brände 1975 überstanden? Wieso sind die Türme nach durchschnittlich einer Stunde Brand zusammengebrochen? Wieso symmetrisch? Wieso haben sie sich beim Zusammenbruch komplett aufgelöst? Was ist mit den Sprengwolken auf den Videos, den Zeugen, den Experten?

Dankenswerterweise haben Sie darauf hingewiesen, daß Herr Hauß die typische US-Demagogie der »Verschwörungstheorie« benutzt. Das spricht wohl für sich selbst. Innerhalb der Wahrheitsbewegung vertritt Herr Hauß mit seinen Thesen, in Sachen Sprengung doch bitte den Mund zu halten, eine merkwürdige Minderheitsmeinung. Warum ich die »Bushisten« aus der Beweislast entlasse, verstehe ich übrigens auch nicht. Ich setze sie im Gegenteil unter weiteren Argumentationsdruck, was dann wiederum zu entlarvenden Inszenierungen, wie eben besagter »Computersimulation« führt. Herr Hauß will der Wahrheitsbewegung eine entscheidende Schwachstelle der offiziellen Version ausreden – das wundert mich.

Andreas Hauß: Herr Wisnewski ist nicht einmal auf Energie, Gewicht, Druck und Zug eingegangen. Wieso überstand das WTC frühere Feuer? Weil Hitze nicht das entscheidende Moment allein ist, sondern die von ihm sorgsam ausgelassenen Themen. Herr Wisnewski will offenbar das Gewicht von 70000 Tonnen, die zehn Meter gefallen sind, nicht wahrhaben. Nur zu gerne würde ich erleben, wie man ihm in der Lausitz zeigt, wie 400-Meter-Hochhäuser »asymmetrisch« umfallen. Mit Scharnier im Erdgeschoß?

Frage an Andreas Hauß:
Auch das klingt nicht nach Versöhnung ....


Andreas Hauß: Daraus wird nichts. Aber ich kann damit leben und halte es wie der alte Blücher: »Getrennt marschieren, vereint schlagen.« Die Differenzen in dieser und in der Frage des Pentagon-Einschlaglochs ändern nichts an den Hunderten von gemeinsamen Themen mit der Skeptiker-Bewegung. Nur hätte ich gerne Täter vor Gericht statt »Sprengwolken«. Wo platte Argumente oder Gebäudeplatten zusammenfallen, staubt es immer – ganz ohne Sprengkraft.

Abschließende Frage an Andreas Hauß und Gerhard Wisnewski:
Wo bestehen für Sie beide die größten Angriffsflächen der offiziellen Version?

Gerhard Wisnewski: Es ist doch auch für den Leser offensichtlich, daß Herr Hauß hier nur mit Phrasen agiert. Die größten Angriffsflächen bleiben die Sprengungen der Gebäude, aber auch die verschwundenen Flugzeuge im Pentagon und besonders in Shanksville, wo sich eine Passagiermaschine nach offizieller Darstellung quasi in Luft aufgelöst und beim Absturz nicht mehr als eine Kuhle im Boden hinterlassen haben soll. Shanksville ist ebenfalls eine bedeutende Schwachstelle, weil hier die Inszenierung offen zutage tritt.

Andreas Hauß: Ich habe gerade eine Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstattet, immerhin wurden auch etliche Deutsche ermordet. Dann die ganzen Widersprüche um Mohammed Atta, wo überall er sich zur gleichen Zeit aufgehalten haben soll. Hier stinkt das Spurenlegen zum Himmel. Die angeblichen Täterleichen müssen in einem neutralen Land gerichtsmedizinisch untersucht und identifiziert werden. Manche Täter bestehen nur aus einem angeblichen Paßbild und spärlichen biographischen Angaben. Da soll man mir eine Vita präsentieren: Eltern, Schulfreunde, Foto und Videos aus verschiedenen Lebenslagen. Hilfreich wäre auch eine Erklärung für Hani Hanjours Betreten der American-Airlines-Maschine 77 – anfangs gab es offiziell nur 18 Attentäter. Die Liste der Widersprüche und Lügen ist unendlich.


Interview: Ralf Wurzbacher

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