Tuesday, 24. May 2016
19.02.2016
 
 

Salomonisches Urteil im Masernvirus-Prozess

Hans U. P. Tolzin

100 000 Euro hatte der Biologe Dr. Stefan Lanka 2011 demjenigen versprochen, der ihm eine wissenschaftliche Publikation vorlegen könne, in der die Existenz des Masernvirus bewiesen und sein Durchmesser angegeben werde. Dr. David Bardens, ein junger Arzt aus dem Saarland, hatte diese öffentliche Herausforderung schließlich angenommen und auch 2015 vom Landgericht Ravensburg die Belohnung zugesprochen bekommen. Dieses Urteil wurde – für viele überraschend – letzten Dienstag vom Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart aufgehoben: Die Richter seien zwar persönlich von der Existenz des Virus überzeugt, die wesentliche Bedingung der Auslobung sei jedoch nicht erfüllt worden.

 

Damit zog das OLG die Notbremse, denn im Vorfeld der Berufungsverhandlung hatte Dr. Lanka mehrere Gutachten von Universitätsprofessoren vorgelegt. Diese bemängelten in einer recht klaren Sprache das Fehlen von Kontrollversuchen in jeder der sechs als Beweis eingereichten Publikationen.

Solche Kontrollversuche seien unerlässlich, um als Ergebnis eines Experiments eine eindeutige Aussage treffen zu können. So können die beschriebenen Versuche nach Ansicht Lankas z. B. nicht ausschließen, dass man Bestandteile der verwendeten Zellenkulturen irrtümlich dem gesuchten Virus zuschrieb.

 

Dies sei laut der von Lanka angeführten Arbeit von Professor Harald Walach aus Frankfurt/Oder nur durch Kontrollversuche bzw. »systematische, negative Kontrollen«, wie er es genau nennt, möglich.

 

Eine mögliche Konsequenz aus diesen neuen Stellungnahmen von Walach und anderen wäre ein regelrechter Gutachterstreit vor Gericht.

 

Doch das ist etwas, was das etablierte Medizinsystem auf keinen Fall gebrauchen kann. Denn wo kämen wir denn da hin, wenn plötzlich einige der wichtigsten theoretischen Grundlagen der etablierten Gesundheitsindustrie – eine der umsatzträchtigsten Branchen überhaupt – öffentlich hinterfragt würden?

 

Der vom Landgericht Ravensburg bestellte Gutachter von der Universität Rostock hatte eindeutig festgestellt, dass keine der sechs vorgelegten Publikationen für sich allein in der Lage sei, den geforderten Beweis vollständig zu erbringen.

 

Erst in der Zusammenschau seien diese Publikationen als Beweis zu werten. Das Urteil, dass die Richter einvernehmlich fällten, ist geradezu salomonisch.

 

Sie bekannten sich zwar persönlich dazu, an die Existenz des Masernvirus zu glauben, der Beweis sei jedoch laut Ausschreibung in einer einzigen Publikation zu führen gewesen und nicht in sechs.

 

Außerdem, so der Vorsitzende Richter bei der Darlegung seiner Rechtsauffassung, bestimme immer auch derjenige, der eine Auslobung vornehme, welche Voraussetzungen für die Preisverleihung zu erfüllen seien.

 

Ein Gericht könne, so der Richter weiter, diese wissenschaftliche Frage letztlich gar nicht entscheiden. Dies müsse innerhalb der wissenschaftlichen Welt geschehen.

 

Das Urteil hatte natürlich spürbare Erleichterung aufseiten der Anklagebank zur Folge.

 

Lanka muss nun die 100 000 Euro nicht an den Kläger zahlen und auch die Kosten des Verfahrens nicht tragen.

 

Eine Berufung wurde nicht zugelassen. Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht, denn Bardens kann noch Nichtzulassungsbeschwerde einlegen. Dass er diesen Schritt geht, halten Beobachter des Verfahrens für eher unwahrscheinlich, die Erfolgsaussichten scheinen gering.

 

Zu hoffen ist, dass dieses Verfahren dazu beiträgt, dass die teilweise vor über 60 Jahren durchgeführten Versuche bald mit den heute zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Methoden grundlegend überprüft werden.

 

Wenn nämlich die wahre Ursache der Masern nicht wirklich geklärt ist, dann können die Masern logischerweise wohl auch kaum durch Impfungen bekämpft und die Ursache durch Impfungen kaum ausgerottet werden.

 

Auch der seit über 100 Jahren beobachtete Rückgang der Erkrankungen müsste dann auf andere Gründe als die Massenimpfungen zurückzuführen sein.

 

Seit Jahren wächst die Zahl der Kritiker, die bemängeln, dass ein echter Wirkungsnachweis auch für die Masernimpfung bis heute nicht vorliegt.

 

 

 

 

 

 

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