Samstag, 10. Dezember 2016
05.02.2016
 
 

Unerwartete Wende im Masernvirus-Prozess?

Hans U. P. Tolzin

Am 16. Februar geht ein kurioses Gerichtsverfahren in Stuttgart in die zweite Runde. Verhandelt wird: Existiert das Masernvirus oder existiert es nicht? In erster Instanz war der rebellische Mikrobiologe Stefan Lanka dazu verurteilt worden, die von ihm ausgesetzten 100 000 Euro Belohnung an den Kläger zu zahlen, denn ein Gutachter konnte das Gericht von der Existenz des Masernvirus überzeugen. Die Mehrheit der »Virus-Gläubigen« konnte also erleichtert aufatmen. Doch für die zweite Instanz bahnt sich möglicherweise eine Wende an.

 

Still und heimlich die Grundlagen der Virologie geändert


In der ersten Auflage von Vaccines, dem weltweit wichtigsten Kompendium der Impfexperten aus dem Jahr 1988, heißt es noch, dass das Masernvirus ungefähr kugelförmig aussehe und etwa 120 bis 250 Nanometer groß sei (ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter).

 

In der neuesten Auflage von 2013 wird das Masernvirus jedoch nicht mehr als kugelförmig, sondern als »vielgestaltig« beschrieben. Darüber hinaus kann das Virus in seiner Größe laut Professor Podbielski von der Uni Rostock, dem gerichtlich bestellten Gutachter, nun plötzlich zwischen 50 und 1000 Nanometern schwanken.

 

Wir reiben uns die Augen und lesen das noch einmal nach: Das Virus ist morphologisch, also von seiner Form und Größe her, nicht eindeutig zu bestimmen? Dies war jedoch bisher eine wichtige Grundlage des Nachweises, dass ein spezifisches Virus die Ursache einer spezifischen Krankheit ist. Offensichtlich gilt dies ab sofort nicht mehr.

 

Ribosomen oder nicht Ribosomen, das ist hier die Frage


Darüber hinaus ist sich Gutachter Podbielski auch ganz sicher, dass Viren per definitionem keine Ribosomen enthalten können. Ribosomen sind laut Gutachten »Funktionseinheiten zur Herstellung von Proteinen anhand einer spezifischen RNA-Matrize«. In den Körperzellen haben sie die Aufgabe, anhand von genetischen Schablonen (RNA) Aminosäuren, also die Bausteine des Lebens, herzustellen.

 

Lanka hakte hier ein und behauptete öffentlich steif und fest, das Robert-Koch-Institut (RKI), die deutsche Seuchenbehörde, habe ihm die Auskunft gegeben, dass Ribosomen durchaus in Viren enthalten sein könnten. Ich wollte das genau wissen und habe deshalb das RKI selbst angeschrieben. Die Antwort vom 26. Januar 2016 entkräftet tatsächlich die Aussage des Gutachtens. Ich zitiere wörtlich:

»Die Pressestelle des RKI hat in einer abgestimmten Antwort auf eine Reihe gleichlautender Anfragen unter anderem darüber informiert, dass Masernviren Ribosomen enthalten können. Viren können durchaus einige wenige Ribosomen enthalten. Vor allem bei größeren Viren wie Arena- oder eben Masernviren kann es bei der Abknospung an der Plasmamembran zum (zufälligen) Einschluss von zellulärem Material/Plasma unter anderem Ribosomen kommen, unabhängig davon, in welches Kompartiment die Viren danach gelangen. Bei der Abknospung an der Membran gelangt zytoplasmatisches Material unkontrolliert in die Viruspartikel. Bei den eingeschlossenen Ribosomen handelt es sich höchstwahrscheinlich um nutzlosen Beifang (so sind Masernviren für die Replikation auf die Ribosomen der Wirtszelle angewiesen), der für die Viren aber auch nicht schädlich ist. In der Fachliteratur ist der Einschluss von Ribosomen beispielsweise für die Arenaviren eindeutig beschrieben (zum Beispiel Molekulare Virologie von Modrow S. et al.).«

Zusammengefasst bedeutet dies, dass beim Austreten des Virus aus der Zellhülle, während sich gleichzeitig die Virushülle bildet, durchaus verschiedene Zellbestandteile wie Ribosomen per Zufall mit in die Virushülle eingeschlossen werden können. Damit fällt jedoch die Abwesenheit von Ribosomen als Kriterium für die Definition »Virus« tatsächlich weg, und der Gutachter muss sich etwas Neues überlegen – sofern das Gericht dies zulässt.

 

Ohne Kontrollgruppe kein erfolgreicher Nachweis der Ansteckung


Darüber hinaus hat sich zwischenzeitlich mit Professor Walach von der Europa-Universität in Frankfurt/Oder erstmals ein Wissenschaftler zur Frage der fehlenden Kontrollgruppen bei den historischen Ansteckungsexperimenten geäußert. Er fordert bei dem Versuch, über einen Erreger eine Krankheit zu übertragen, die Einbeziehung einer »systematischen, negativen Kontrolle«.

 

Das ist eine Kontrollgruppe, bei der das Ausgangsmaterial beispielsweise nicht von einem Erkrankten, sondern von einem Gesunden stammt, aber ansonsten genau gleich wie die Probe des Erkrankten behandelt wird. Erst dadurch könne ausgeschlossen werden, dass allein die Art und Weise des Experiments die Erkrankungssymptome verursache – und fälschlicherweise dem Erreger in die Schuhe geschoben werde.

 

Damit nimmt der Masernvirus-Prozess eine neue Wendung. Man darf gespannt sein, wie das Gericht mit der neuen Entwicklung umgeht. Meiner Ansicht nach gehört beides zu einem eindeutigen Nachweis eines krank machenden Virus: die Fähigkeit, es eindeutig zu definieren, und Ansteckungsbeweise, die keinen Raum für willkürliche Interpretationen lassen.

 

 

 

 

 

 


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