Friday, 29. July 2016
02.02.2016
 
 

Mit dem Kauf eines Apple-Geräts unterstützen Sie Kinderarbeit

Harold Shaw

Was empfinden Sie, wenn Ihnen klar wird, dass Ihr Laptop, Ihr Smartphone, Ihr iPod, Ihr iPhone und zig andere elektronische Geräte ihren Anfang in einem kleinen afrikanischen Dorf nahmen, wo unverantwortliche Firmenmanager es zulassen, dass Kinder giftige Schwermetalle abbauen.

 

Ob Sie es glauben oder nicht, in allen Ihren wieder aufladbaren Geräten, die mit Lithium-Ion-Batterien ausgestattet sind, ist notwendigerweise Kobalt enthalten. Marken von Apple bis Microsoft, von Samsung bis Huawei, Sony, Vodafone, Dell, Lenovo, HP, LG und viele andere sind für Kinderarbeit mitverantwortlich.

Bei Kobalt handelt es sich um ein seltenes Erz. Fast die Hälfte der Weltproduktion wird in der Demokratischen Republik Kongo gefördert. Aktuell leisten Kinder einen Anteil von mindestens 25 Prozent, etwa 40 000 Minderjährige, an der oft unter primitiven Bedingungen in den Gruben geleisteten Arbeit.

 

Manche dieser Kinder sind erst zwölf Jahre alt. Wegen ihrer schweren Tätigkeit bleiben ihnen weder Kraft noch Zeit, um die Schule zu besuchen.

 

Stattdessen folgen sie ihren Eltern in die Gruben, um etwas zum Familieneinkommen beizutragen. Für die Arbeit eines ganzen Tages erhalten sie knapp ein bis zwei Dollar.

 

Für unsere Gebrauchsartikel müssen Menschen sterben


Anfang Januar veröffentlichte Amnesty International einen aktuellen Lagebericht, in dem die Situation vor Ort bis ins Detail geschildert wurde. Kobalt ist für den menschlichen Körper hochgiftig. Es kann unter anderem zur sogenannten Schwermetall-Lungenerkrankung (Hard Metall Pneumoconiosis) führen, die oft tödlich verläuft.

 

Angesichts dieser Tatsachen würde jedes normale Unternehmen seinen Mitarbeitern zumindest eine minimale Schutzausrüstung wie etwa Handschuhe oder Gesichtsmasken zur Verfügung stellen. In der Demokratischen Republik Kongo, wo Kinderarbeit eine akzeptierte Realität ist, sehen die offiziellen Sicherheitsbestimmungen keinerlei derartige Schutzmaßnahmen vor.

 

Journalisten beobachteten mit eigenen Augen, dass Kinder im Alter von zwölf bis 15 Jahren noch nach dem Schulbesuch in die Minen geschickt wurden oder den Schulbesuch aufgrund der Schulgebühren schon längst aufgegeben hatten.

 

Als Folge der physisch sehr anstrengenden Arbeit (zum Beispiel dem Tragen von Kobaltsäcken mit einem Gewicht von bis zu 50 Kilogramm) und der ständigen Inhalation von Kobaltstaub klagten alle befragten Personen über ständige Schmerzen überall am Körper.

 

Die Wirklichkeit ist noch schlimmer als die Statistiken


Ein 14-jähriger Junge berichtete, er sei gezwungen, in 24-Stunden-Schichten zu arbeiten. Ebenso wie die Kinder haben Frauen oft keine Möglichkeit, sich dieser äußerst strapaziösen Arbeit zu entziehen.

 

Auch wenn es vielleicht schwer fällt, sich vorzustellen, dass so gigantische Konzerne wie Apple derartige Arbeitsbedingungen billigen, unterliegen ihre weltweiten Lieferketten praktisch keiner effektiven Kontrolle.

 

Apple gehört zwar gemessen an seinem Aktienwert zu den weltweit »wertvollsten« Unternehmen der Geschichte, aber in einem Brief an Amnesty International räumte das Unternehmen ein, trotz seiner Nulltoleranzpolitik gegenüber Kinderarbeit seien noch sehr große Anstrengungen zur Lösung des Problems erforderlich, die der Konzern allein nicht leisten könne.

 

Während sich Apple zumindest bemüht zeigt – und auch einiges in dieser Hinsicht leistet und einräumt, dass Millionen seiner Produkte das Resultat von Kinderarbeit sind –, macht Microsoft einfach »die Komplexität und erforderlichen Ressourcen« für das Problem verantwortlich.

 

Eine nur schwer zu ändernde Situation


Die Geräte, die uns täglich unterhalten und unser Leben erleichtern, nehmen ihren Anfang in den geschwollenen, schmerzenden Händen eines zwölfjährigen Mädchens oder Jungen in einem kleinen afrikanischen Dorf. Die Erze, die diese Kinder mit ihren bloßen Händen fördern, werden ihnen direkt von dem örtlichen Erzunternehmen abgekauft, dann geschmolzen und nach China exportiert.

 

Hier werden sie von chinesischen und südkoreanischen Herstellern von Batteriekomponenten gekauft und weiterverarbeitet, bevor sie dann an alle möglichen Markenhersteller von Geräten der Unterhaltungselektronik weiterverkauft werden.

 

Es ist eine traurige Tatsache, dass Ausbeutung und Billiglöhne zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor jedes Unternehmens geworden sind.

 

Ohne die vielen kostengünstigen Einzelteile, die aus aller Welt importiert werden, würden die Verkaufspreise bei uns verglichen mit anderen Produkten steil in die Höhe schießen.

 

 

 

 

 

 

 

 


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