Donnerstag, 30. März 2017
25.05.2016
 
 

Dresdner Bürger erklären der »Lügenpresse«, warum sie »Lügenpresse« ist

Heinz-Wilhelm Bertram

Der Mainstream-Journalismus wird mit dem Vorwurf, »Lügenpresse« zu sein, nicht fertig. Das wird auch so bleiben, solange die Bürger, wie eine Diskussionsrunde in Dresden zeigte, besser wissen als die Medienvertreter, was verantwortungsbewusster Journalismus ist.

 

Das »Lügenpresse!«-Stakkato von der Straße hat die Mainstream-Medien schmerzlich getroffen. Nicht nur, dass sie sich, wie wir bereits berichteten, auf einem eigenen Internetportal zur Wehr zu setzen versuchen. Sie starten jetzt sogar Diskussionen, in denen sie mit den »Lügenpresse!«-Rufern ins Gespräch zu kommen versuchen.

 

»Medien – zwischen Wahrheit und Lüge« hieß das Thema bei einer Bürgerveranstaltung in Dresden. Einige Hundert Interessierter waren in die Kreuzkirche gekommen, um mit den Beschimpften zu diskutieren.

Auch Sachsen-Korrespondent Stefan Locke von der FAZ war mit von der Partie. »Ich nehme den Vorwurf ›Lügenpresse‹ nicht an«, sagte er. Es komme ohnehin alles heraus, egal ob Straftaten auf der Kölner Domplatte oder die von PEGIDA-Oberhaupt Lutz Bachmann.

 

Allein aufschlussreich, dass er ein organisiertes Massenverbrechen von Migranten den Straftaten einer Einzelperson gleichstellte. Zu ärgerlich für ihn musste demnach sein, dass in Sachen Köln schließlich doch hochgespült wurde, was die Mainstream-Zeitungen samt seiner FAZ ein paar Tage lang händeringend zu vertuschen gesucht oder schlicht verschlafen hatten.

 

Und sehr auffallend, dass die von namhaftesten Verfassungsrechtlern beklagte Eigenermächtigung und die eklatanten Rechtsbrüche der Kanzlerin in der Frage offener Grenzen in der FAZ so gar nicht hochkommen wollten. Sondern, im Gegenteil, niedergehalten wurden mithilfe einer peinlichen Propagandaverlautbarung des Bundesjustizministers, der die Regierungslinie niederschrieb wie in einem Amtsblatt.

 

Der Grimmsche Märchenwald der FAZ kommt nicht gut an

 

In genau diesen von der Redaktion vorgeschriebenen politischen Bahnen verläuft die FAZ-Berichterstattung über PEGIDA. Die FAZ versteht sich pflichtschuldigst als Erfüllungsorgan Merkelscher Vorgaben.

 

Dass die in manipulativer künstlicher Bangemachabsicht verfassten Beklemmnisbeschreibungen der PEGIDA-Stadt Dresden allzu oft daneben gehende Versuche waren, Ungemach und Fährnis wie aus dem Waldesdunkel Grimmscher Märchen herbeizufabulieren, steht fest. Und zu dieser Schreibmannschaft gehört nun einmal Stefan Locke, da kann er den Vorwurf, nicht »Lügenpresse« zu sein, noch so weit von sich weisen.

 

Die Besucher der Dresdner Diskussionsrunde zeigten mehrheitlich ein feines Näschen für die Methodik, die die Medien zum Diskreditieren der PEGIDA-Bewegung anwenden würden: dass sie nämlich mangels harter Negativfakten eine diffuse, mithin nur schwer widerlegbare negativ aufgeladene Atmosphäre mit hoher Suggestions- und Manipulationskraft abbilden würden.

 

Kopp Online hatte über genau diesen Aspekt bereits im Dezember vergangenen Jahres berichtet. Journalisten, so die Mehrheit der Diskussion in der Dresdner Kreuzkirche, würden immerwährend auf PEGIDA und der Stadt Dresden – wegen PEGIDA – herumhacken. Sie fühlten sich ungerecht behandelt.

 

Die unendliche Distanz zwischen Schreiber und Leser

 

Dies lässt auf einen hohen Grad von Urteilsvermögen und Mündigkeit bei den Rezipienten schließen. Leser, Radiohörer und Fernsehkonsumenten schlussfolgern viel stringenter und haben ein feineres Gespür für wirkliche Wirklichkeiten, als Journalisten dies oft glauben wollen. Im sogenannten Hetero-Stereotyp, also jenem Fremdbild, was Journalisten glauben, was ihre Leser denken oder meinen, sind viele Journalisten defizitär.

 

Für die gewaltige Distanz und Abgeschottetheit von Journalisten gegenüber ihrem Publikum gibt es ein legendäres Beispiel. Danach hat die berühmte Filmkritikerin Pauline Kael (1919-2001), die mit ihren Redakteurskollegen stets unter sich isoliert im Büro der Zeitschrift The New Yorker zusammensaß, nach dem Wahlsieg Richard Nixons 1969 gesagt, Nixon könne gar nicht gewonnen haben, weil sie nicht einen einzigen Menschen kenne, der für ihn gestimmt habe. Von den Höhen des mondänen Königstein im Taunus, wo mancher ZDF- und FAZ-Obere residiert, lässt sich die beengte Existenz eines AfD-Wählers aus dem Arbeiterstadtteil Frankfurt-Sindlingen kaum erschließen.

 

Der Dresdner Kommunikationswissenschaftler Lutz Hagen stellte fest, die journalistische Qualität habe laut Studien abgenommen. Er verwies auf den »enormen Zeitdruck«, unter dem Journalisten heute stünden. Arme linke Journalisten! Da haben sie so viele orientalische Märchen verfasst, dass die Leser ihnen diese im doppelten Sinne nicht mehr abkauften, so dass der Verleger Redaktionspersonal vor die Türe setzte und der dezimierte Rest nun alles alleine und unter Zeitdruck schreiben muss.

 

Handwerklich guter, jedoch gesellschaftlich versagender Journalismus

 

Michael Haller, 2010 emeritierter Medienwissenschaftler, widerspricht dem: Der Journalismus habe an Qualität sogar zugelegt, behauptet er in einem Sonderheft »Nannen-Preis 2016«. Nur seine Reputation schwinde. Dies mag für das handwerkliche Rüstzeug zutreffen; vor der Pflicht des gesellschaftlichen Auftrages macht diese These halt. Wo bitte schön kann ein Journalismus besser werden, der sich in überwältigender Mehrheit wie eine billige Hure an die Regierungsdoktrin verkauft hat?

 

Der in geradezu skandalöser Einigkeit und Einfalt Merkels unverfrorenen Angriff auf das Grundgesetz nahezu ausgeblendet und kaum einmal die vielschichtigen, weitreichenden und irreparablen Folgen der Fremdbesetzung Deutschlands beschrieben hat?

 

Eine religionsfremde Migrationswelle, die ein ganzes Volk an seinem historisch-kulturellen Lebensnerv trifft und eine komplexe Gesellschaft umdefinieren wird. Ein Journalismus, der bestenfalls darüber gegrummelt und gepoltert, im schlechtesten Fall darüber gepöbelt hat, dass PEGIDA nicht mit den Institutionen und Personen des Establishments kommunizieren will, anstatt zu fragen, warum die emanzipatorische Bürgerbewegung das nicht will.

 

Mainstream-Journalismus als manifester Desinformationsbetrieb

 

Ein Journalismus, der einen weiten Bogen um das Thema der Diktatur der Parteien macht, die sich den Staat, das Volk und die Lebensleistung jedes einzelnen Bürgers frech zur Beute gemacht haben. Und dem Volk, dem »großen Lümmel«, wie man im Vormärz vom hohen Ross aus sagte, ungefragt, das heißt voller Verachtung ein neues, ein islamisches Volk meinen vor die Nase setzen zu können.

 

All dies verschweigt der Mainstream-Journalismus den Bürgern, ein Versagen, das ihn als manifesten Desinformationsbetrieb überführt. Auch die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge!

 

Vor diesem Versagen ist Hallers Nannen-Preis-Essay lediglich ein scheinkritischer Gefälligkeitsrapport für einen schwülstigen inzestuösen Kommers des linken Schreibadels.

 

 

 

 

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