Sunday, 28. August 2016
25.08.2014
 
 

Armee in Liberia erteilt »Schießbefehl«, um Ebola-Seuche einzudämmen

J. D. Heyes

Im Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Ebola-Ausbruch, der in Afrika begann und dort schon viele Menschen das Leben gekostet hat, breitet sich immer mehr Panik aus. Entsprechend greifen die Behörden zu immer strengeren Maßnahmen, um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Dabei scheuen sie nicht davor zurück, zu extremen Schritten, wie dem Einsatz der Streitkräfte, zu greifen.

 

Der amerikanische Fernsehsender Sky News berichtete, die Streitkräfte Liberias seien seitens der Regierung angewiesen worden, auf Menschen zu schießen, die versuchen, aus dem benachbarten Sierra Leone kommend die abgeriegelte Grenze zu überschreiten. Die Grenze war geschlossen worden, um eine weitere Verbreitung der Seuche zu verhindern.

 

In dem Bericht der Lokalzeitung Daily Observer heißt es unter Berufung auf den stellvertretenden Chef des Generalstabs Oberst Eric Dennis weiter, die Soldaten, die im Landkreis Grand Cape Mount an der Grenze zu Sierra Leone sowie im südöstlich angrenzenden Landkreis Bomi stationiert sind, seien angewiesen, »das Feuer zu eröffnen«, wenn versucht würde, die Grenze nach Liberia zu überschreiten.

 

Im Landkreis Grand Cape Mount seien 35 Stellen bekannt, an denen die Grenze oft illegal überschritten werde, erklärte der Leiter der Grenzkontrollen, Oberst Samuel Mulbah. Diese illegalen Grenzübergänge stellten eine große Bedrohung der öffentlichen Gesundheit dar, sagte er weiter, »da wir keine Möglichkeit haben, den Gesundheitszustand derjenigen festzustellen, die bei Nacht über die Grenze kommen«.

 

Forscher sind nicht sicher, wie und wo der gegenwärtige Ausbruch der Seuche begann

 

Der amerikanische Fernsehsender CNN berichtete, der gegenwärtige Ebola-Ausbruch, der der bisher schlimmste der bisherigen Geschichte ist, habe »wahrscheinlich« mit der Infizierung eines zwei Jahre alten Kleinkindes in einem Dorf in Guinea begonnen:

»Vor etwa acht Monaten litt dieses Kind, bei dem es sich nach Ansicht der Forscher um die ersterkrankte Person (Indexpatient) handelt, unter hohem Fieber, schwarzem Stuhl und Erbrechen. Nur wenige Tage nach Auftreten dieser schmerzhaften Symptome starb das Kind laut einem Bericht des renommierten The New England Journal of Medicine am 6. Dezember 2013.«

Bisher sind sich die Wissenschaftler nicht sicher, wie das Kleinkind mit dem Virus infiziert wurde. Ebola wird von Tieren vor allem über infizierte Flüssigkeiten oder infiziertes Gewebe auf den Menschen übertragen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO konnte nachgewiesen werden, dass Ebola in Afrika durch Körperkontakt mit infizierten Schimpansen, Gorillas, Flughunden, anderen Affen, Waldantilopen und Stachelschweinen übertragen wurde. Nach Ansicht vieler Wissenschaftler bilden vor allen Dingen Flughunde die »natürlichen Reservoirwirte« des Ebola-Virus.

 

Liberia hat seine Grenzen zu Sierra Leone bereits vor einigen Wochen geschlossen. Auf diese Weise will die Regierung versuchen, die Verbreitung der Seuche einzudämmen, der bisher schon mehr als 1100 Menschen in Westafrika zum Opfer gefallen sind. Nach neuesten Angaben sind mehr als 2600 Menschen infiziert. Maximal ein Viertel der Patienten hat überhaupt eine Chance, die Krankheit zu überleben.

 

Der Schießbefehl wurde erteilt, nachdem die Einwohner eines Elendsviertels in der Nähe der Hauptstadt eine Isolier- und Behandlungsstation stürmten und etwa 30 Ebola-Patienten »befreiten«, wie Sky News unter Berufung auf die lokale Zeitung Front Page Africa berichtete. »Gegenwärtig ist die Polizeistation menschenleer. In ganz West Point gibt es keine Sicherheitskräfte mehr«, berichtete Moses Teah, ein Bewohner des Viertels.

 

Mit der Erstürmung der Behandlungsstation sollte gegen die schlechten Lebensbedingungen in der Ebola-Isolierstation protestiert werden. Aber nun befürchtet man, dass sich das tödliche Virus in dem Elendsviertel und darüber hinaus verbreiten könnte. »Ich habe mit angesehen, wie Patienten aus dem Ebola-Zentrum herausgebracht wurden«, sagte Teah weiter. »Einige Bewohner des Viertels nahmen sie zu sich nach Hause, um sich um sie zu kümmern.« Andere Einwohner, die immer noch bestreiten, dass es Ebola überhaupt gibt, plünderten die Isolierstation. Sie stahlen die Matratzen der Patienten, mit Blut befleckte Bettwäsche, Kochutensilien und Medikamente, meldete Sky News unter Bezug auf verschiedene Medienberichte. Zahlreiche Liberianer sind überzeugt, bei dem Ebola-Ausbruch handele es sich lediglich um einen Trick der Regierung, um ausländische Hilfsgelder zu bekommen, berichtete der Daily Observer.

 

Bereits Hunderte Tote

 

Andererseits wird immer wieder Kritik an der liberianischen Regierung laut, sie stelle keine ausreichenden Hilfen wie Nahrungsmittel, Gesundheitsversorgung und, falls erforderlich, infektionssichere Möglichkeiten der Beisetzung für Ebola-Patienten bereit.

Die WHO hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der Seuche deutlich zu erhöhen. Um diesen Ebola-Ausbruch einzudämmen, sei eine noch nie dagewesene Mobilisierung erforderlich. Auch die Opfer unter dem medizinischen Personal sind hoch. Wie n-tv berichtet, habe »die WHO seit Beginn der Epidemie in Westafrika 400 Experten zur Bekämpfung der Seuche entsandt. Mehr als 225 Mediziner hätten sich inzwischen mit dem Virus infiziert, wovon 130 der Krankheit erlegen seien«.

 

Nach den jüngsten Zahlen vom 22. August wurden in Guinea, Liberia, Nigeria und Sierra Leone insgesamt 2615 Infektionsfälle und 1417 Todesfälle gemeldet. In Liberia sind bei 1082 Infektionsfällen bereits 624 Menschen an der Krankheit gestorben.

 

Die Ebola-Viruserkrankung führt zu starkem hämorrhagischem Fieber. Oft sterben 90 Prozent der Infizierten. Das Virus wird vor allem durch den direkten Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten von Mensch zu Mensch übertragen. Auch eine Übertragung durch die Luft, etwa durch das Niesen einer erkrankten Person, ist möglich.

 

 

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Leser-Kommentare (7) zu diesem Artikel

30.08.2014 | 01:56

A-Z

@Nordsee-Marie die machen das wofür sie da sind und nicht mehr, was ich meine ist was anderes aber du hast vollkommen Recht.


26.08.2014 | 18:44

Bea Baran

Meine Empfehlung an euch: Schaut euch das Video auf you tube an: Ebola Krankheit ist eine Kreation des Pentagon, ein Gespräch mit Hans Tolkin.


26.08.2014 | 14:01

ben

Die Pest im Mittelalter hatte noch eine gewisse Würde. Man starb im Glauben an den Zorn Gottes und seine Gnade, während heute der Kamerafocus auf einen gerichtet bleibt bis zum letzten Atemzug und die ganze Welt sich am Elend ergötzt. Die Eingeborenen fürchteten die Kamera zu recht, denn sie raubt einem die Seele.


26.08.2014 | 10:01

Nordsee-Marie

Es ist ein Hilfeschrei. Was sollen die Polizei und Soldaten machen, wenn die Masse aus Angst wegrennen = die Region verlassen will ? Sie können sich niedertrampeln lassen oder schießen. Ich denke, sie haben auf jeden Fall den befehl, Letzteres zu tun


26.08.2014 | 00:21

A-Z

Klingt wie ein Hilfeschrei. Was soll man wohl mit Ebola und all den anderen Krankheiten machen? Wegballern mit Panzern und Granaten? Weit Verfehlt!!! Es ist Zeit die Schubladen zu öffnen und die Gegenmittel raus zu holen-Produktion XXL mal zum Erhalt von Gesundheit und der Rettung von Menschenleben. Rüstungsproduktion in die Gesundheit und man hätte ein Leben. Traurig was man so für jemanden(Menschen)übrig hat der weit weit weg ist.Naja man kehrt eben vor seiner eigenen Haustür...

Klingt wie ein Hilfeschrei. Was soll man wohl mit Ebola und all den anderen Krankheiten machen? Wegballern mit Panzern und Granaten? Weit Verfehlt!!! Es ist Zeit die Schubladen zu öffnen und die Gegenmittel raus zu holen-Produktion XXL mal zum Erhalt von Gesundheit und der Rettung von Menschenleben. Rüstungsproduktion in die Gesundheit und man hätte ein Leben. Traurig was man so für jemanden(Menschen)übrig hat der weit weit weg ist.Naja man kehrt eben vor seiner eigenen Haustür aber man sollte nicht vergessen das unsere Haustür Erde heist und keineStrassennamen kennt.


25.08.2014 | 18:40

Peter Freimensch

Mein Kommentar sollte aber unter dem Bericht über ARD und ZDF von Bernd Höcker ankommen, liebe Redaktion. Hier habe ich den garantiert nicht geschrieben gehabt.

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