Dienstag, 28. März 2017
09.02.2014
 
 

Googles große Pläne, Ihr Gehirn bedeutungslos zu machen

J. D. Heyes

Die Technik schreitet mit alarmierender Schnelligkeit voran – vielleicht schneller als je zuvor in der Geschichte –, angeführt von den wichtigsten Technologiekonzernen. Ein Beispiel ist der Suchmaschinen- und Mediengigant Google. Dabei ist der Technologiekonzern nicht nur daran interessiert, neue und bessere Wege zu finden, Anzeigen zu präsentieren oder Netzgemeinschaften zu gründen. Nein, Google will weit mehr als das: nämlich, das Gehirn weit belangloser zu machen.

Laut dem amerikanischen Technologiemagazin Wired ist der Konzern aus San Francisco von einem »Kaufrausch« erfasst, er kauft alle möglichen Start-up-Firmen auf, die sich auf die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) konzentrieren:

Google ist im Kaufrausch. Der Konzern kauft eine Start-up-Firma nach der anderen auf, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Aber diese Unternehmen liefern keine Internetdienste, verkaufen keine Anzeigen, entwickeln keine Software für Smartphones und versuchen sich auch nicht an anderen Dingen, für die Google bekannt ist. Der mächtigste Konzern im Netz füllt den Einkaufswagen mit Algorithmen für künstliche Intelligenz, Robotern und intelligentem Schnickschnack für das Haus. Er befindet sich auf einer Mission, ein riesiges digitales Gehirn aufzubauen, dessen Funktionen denen des menschlichen so ähnlich wie möglich – in mancher Hinsicht sogar überlegen – sind.

Nicht mehr nur ein Science-Fiction-Film

 

Erst vor ein paar Tagen bestätigten Direktoren von Google, dass das Unternehmen eine geheimnisvolle Firma für künstliche Intelligenz namens »DeepMind« aufgekauft hat. Berichten zufolge zahlte Google für die britische Firma ein kleines Vermögen – irgendwo in der Größenordnung einiger Hundert Millionen Dollar. Google-Vertreter machten keine Angaben über die Kosten, aber wenn wir uns an der Geschichte orientieren, dürfte »dieser enorme Betrag in der Größenordnung der übrigen Aktivitäten der letzten Zeit« liegen, berichtete Wired. Doch dieses Geld ist nur ein Bruchteil der Ausgaben für Firmenübernahmen, die Google in den letzten Monaten getätigt hat.

 

Beispielsweise folgt die Übernahme von DeepMind nur kurze Zeit nach Googles Kauf des Herstellers für intelligente Thermostate und Rauchmelder Nest, mehrerer innovativer Robotertechnik-Firmen (manche für militärische Zwecke) und eines weiteren Start-ups für künstliche Intelligenz, DNNresearch.

 

Für die Zukunft plant Google, so viel intelligente Computertechnik wie möglich in unser tägliches Leben zu bringen – in unsere Autos, Wohnungen und – höchst unheimlich – in unseren Körper. Das Wichtigste ist aber: Der Technologiekonzern will eine futuristische künstliche Intelligenz entwickeln, die in der Lage ist, diese Geräte zu bedienen, zusammen mit bestehenden Smartphones und Internetdiensten:

Obwohl Google bei diesem KI-Wettrüsten in Führung liegt, bewegen sich auch andere in dieselbe Richtung. Facebook, IBM und Microsoft verdoppeln ebenfalls ihre Anstrengungen um künstliche Intelligenz und kaufen frisches KI-Talent auf. Wie das Internetmagazin The Information meldet, haben auch Mark Zuckerberg & Co. versucht, DeepMind zu übernehmen.

Da ist Google Mark offenbar zuvorgekommen.

 

Mit fortgeschrittener Technik gehen unweigerlich Arbeitsplätze verloren

 

Googles mächtige Internet-Suchmaschine nutzt schon jetzt eine leistungsfähige Art von KI, um im riesigen und chaotischen World Wide Web die Information zu lokalisieren, nach der Sie gerade suchen. Zusätzlich zu dieser Suchfähigkeit hat Google ein sehr profitables Werbegeschäft aufgebaut. In jüngster Zeit werden jedoch immer mehr genial begabte Menschen angestellt, die helfen, einen neuen Zweig der KI zu erkunden und zu entwickeln, das so genannte »Deep Learning« [Tiefes Lernen].

 

Das grundlegende Konzept dabei ist dies: Man ahme die biologische Struktur (und Funktion?) des menschlichen Gehirns mit einer Software nach, sodass Maschinen gebaut werden können, die in der Lage sind, »organisch« – anders gesagt: ohne menschliches Einwirken – zu lernen. DeepMind ist auf dieser neuen Hightech-Autobahn einen Schritt voraus.

 

Aber nicht alles an dieser Entwicklung künstlicher Intelligenz ist positiv. Neben der Natur der Sache – Maschinen, die selbstständig lernen können – bereitet so viel technischer Ersatz für unsere höheren Funktionen den Ethikern Sorge. Und natürlich sind andere aus praktischeren Gründen beunruhigt, wie die britische Tageszeitung The Telegraph berichtet:

Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz – die diese Woche ins Rampenlicht rückte, nachdem Google mehrere Hundert Millionen für eine neue Technologie bezahlte – könnte, wie Experten warnen, bedeuten, dass Computer menschliche Arbeitsplätze schneller übernehmen als neue geschaffen werden können.

Obwohl die Technik seit Jahrzehnten menschliche Arbeitskräfte ersetzt, sind Wirtschaftswissenschaftler und andere Experten besorgt, dass der schnellere Fortschritt zur Folge haben wird, dass sich der Maschinen-induzierte Arbeitsplatzverlust beschleunigen wird.

 

 

Quellen:

 

Wired.com

Telegraph.co.uk

NYDailyNews.com

 

 

 


 

 

 

 

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