Sunday, 29. May 2016
16.01.2016
 
 

Neue Eugenikwelle droht: Wissenschaftler fordern Genomtests bei allen Neugeborenen

J. D. Heyes

Ärzte und Wissenschaftler wollen schon bald mit der umstrittenen DNA-Sequenzierung gesunder neugeborener Babys als Teil eines Forschungsprogramms beginnen, das von der Regierung in Washington »zur Förderung der Genetik« finanziert wird.

 

 

Einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) zufolge sollen die entsprechenden Untersuchungen in größeren Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen im ganzen Land durchgeführt werden. Das Projekt »leitet sich aus der zunehmenden Erkenntnis ab, dass DNA-Sequenzierungen eines Tages als Teil der routinemäßigen Untersuchungen bei jedem Neugeborenen durchgeführt werden könnten«, schreibt die Zeitung in ihrer Internetausgabe.

 

Laut der Befürworter dieser Maßnahme würde diese Art der Untersuchung Ärzten und Eltern zahlreiche Informationen zu einer großen Bandbreite möglicher Risiken für die Gesundheit ihrer Kinder im späteren Leben vermitteln, und zwar in größeren Ausmaß und viel präziser als der gegenwärtige herkömmliche Guthrie-Test, der bei einer vergleichsweise geringen Zahl der Neugeborenen durchgeführt wird, um etwa ein Dutzend potenzieller Gesundheitsrisiken festzustellen oder auszuschließen.

 

»Alle Medizin ist Genommedizin«


Weiter schreibt das WSJ:

»Eine DNA-Sequenzierung von Neugeborenen und Kindern könnte eines Tages Menschen nach ihrer Geburt mit einem genetischen Bauplan versehen, den sie ein ganzes Leben lang bei sich tragen. Diese Daten könnten Jahre später dazu genutzt werden, speziell auf die individuelle Person zugeschnittene medizinische Behandlung, wie etwa die effektivste medikamentöse Asthma-Behandlungsmethode, zu entwickeln.«

»Wir stehen gegenwärtig am Beginn einer Ära, in der alle Medizin zur Genommedizin wird«, erklärte der Genetiker und Forscher Robert C. Green, der am Brigham and Women’s Hospital (BWH) in Boston tätig ist und zu den Befürwortern des Genomprogramms der Regierung gehört, gegenüber der Zeitung. »Wenn in den kommenden fünf bis zehn Jahren die Kosten gesunken sind und die Auswertung [der Daten] Fortschritte gemacht hat, wird es zunehmend für alle vorteilhaft sein, über Sequenzierungsinformationen zu verfügen, die in ihre [Gesundheits-]Versorgung einfließen.«

 

Die Befürworter dieses Vorhabens betonen, wenn Krankheiten frühzeitig erkannt würden, könnte das Leben eines Kindes gerettet oder könnten zumindest im weiteren Verlauf Behandlungsmöglichkeiten und Maßnahmen entwickelt werden, die das Fortschreiten der Krankheit eindämmen.

 

Wissenschaftler erklären, dass die Kenntnisse über die individuelle DNA oder eine vollständige DNA-Sequenzierung – wobei diese sich vorwiegend auf die ein bis zwei Prozent der DNA konzentriert, die für den Großteil genetischer Störungen verantwortlich gemacht werden – dazu beitragen könnten, Mutationen zu entdecken, die mit einigen Krankheiten in Verbindung gebracht werden.

 

Bereits jetzt schon führen einige medizinische Einrichtungen derartige Sequenzierungen bei einem Teil der Neugeborenen durch, die Anzeichen einer Krankheit oder für Entwicklungsprobleme aufweisen. Auch diese begrenzte Sequenzierung verschafft den Ärzten gleichwohl Informationen, die sie für die Behandlung der entsprechenden Grunderkrankungen einsetzen können.

 

Aber dennoch bleiben zahlreiche Probleme und Fragen im Zusammenhang mit der DNA-Sequenzierung bei Neugeborenen offen. Über einen Großteil des menschlichen Genoms ist bisher nur wenig bekannt, und es gibt keine Garantie, dass die Ärzte später auch tatsächlich in der Lage sein werden, die durch die Sequenzierung ermittelten Daten im Sinne ihrer Patienten auszuwerten und zu nutzen.

 

Auch den Kostenfaktor sollte man nicht unterschätzen. Der oben erwähnte Guthrie-Test kostet etwa 25 Dollar; der Preis für eine DNA-Sequenzierung ist zwar dramatisch gesunken, beträgt aber immer noch 1000 Dollar.

 

Einige Familien wollen keine entsprechenden Informationen


Aber es gibt auch moralische Bedenken: Sollten die Ärzte die Eltern über Testergebnisse informieren, die darauf hindeuten, dass das Neugeborene Mutationen aufweist, bei denen die Ärzte aber nicht sicher wissen, ob diese im späteren Leben zu Problemen führen würden?

 

Und in der Tat haben einige Familien im Zusammenhang mit Informationen über die genetische Disposition [ihrer Kinder] Bedenken geäußert. Sie empfinden Unbehagen und haben sich daher dafür entschieden, ihre Babys nicht untersuchen zu lassen (wie das WSJ berichtet, ist das Programm freiwillig). Sollte aber eine DNA-Sequenzierung bei allen Neugeborenen verbindlich sein, »werden die Information und die Zustimmung der gesamten Bevölkerung notwendig sein«.

 

»Und ich fürchte, dass dies längere Zeit als die Lösung der technischen Probleme in Anspruch nehmen wird«, sagte Joshua E. Petrikin, Direktor der Abteilung für Neugeborenengenomik am Children’s Mercy-Krankenhaus in Kansas City im US-Bundesstaat Missouri, das mit Bundesmitteln die DNA-Sequenzierung bei erkrankten Neugeborenen untersucht, gegenüber dem WSJ. Im letzten Jahr stellte die amerikanische Behörde für biomedizinische Forschung, das National Institute of Health (NIH), insgesamt 25 Millionen Dollar für vier Projekte zur Verfügung, die unterschiedliche Aspekte der DNA-Sequenzierung bei Neugeborenen untersuchen.

 

Auch andere Einrichtungen wie die Universität von North Carolina in Chapple Hill und die Universität von Kalifornien in San Francisco beteiligen sich an diesem Vorhaben. Letztere will zum Beispiel frühere Proben aus Guthrie-Tests untersuchen, um die Genauigkeit des Neugeborenen-Screenings zu verbessern, berichtete das WSJ.

 

 

 

 


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