Dienstag, 6. Dezember 2016
08.02.2014
 
 

Klimawandel und die »glorreichen Erfolge« der Umwelt-Propaganda

James F. Tracy

Der Großteil der heutigen Propaganda ist eher verdeckt und subtil als offen. Um eine ganze Zivilisation oder Lebensweise grundsätzlich zu verändern, muss man die bewährte Methode einsetzen, über einen Zeitraum vieler Jahre hinweg »eine Lüge so oft zu wiederholen, bis sie zur Wahrheit geworden ist«. Dies muss auf zahleichen unterschiedlichen Wegen geschehen, um die grundlegenden Überzeugungen einer Bevölkerung zu beeinflussen und zu verändern.

Dieser Prozess ist besonders entscheidend, wenn es darum geht, die eher zur Elite zählenden Schichten einer gegebenen Gesellschaft zu erreichen, die Meinungsführer und Meinungsmacher, die sich für »klüger und gebildeter als der Durchschnitt« halten und daher davon ausgehen, für

einfache Appelle und Indoktrinierung weniger anfällig zu sein.

 

Ein typisches Beispiel ist die Agenda, die von einflussreichen weltweiten Eliten gefördert wird und die unter der Bezeichnung »Klimawandel« und »Nachhaltigkeit« allgemein bekannt ist. Der Fünfte Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der Vereinten Nationen, der am 27. September 2013 veröffentlicht wurde, steckt voller Anmerkungen und Begriffe, die dieser Agenda eine scheinbare Legitimität verleihen (»wissenschaftlich«, »gelehrt«, »maßgeblich«, »durch Fachleute geprüft«, etc.). Man bezeichnet diesen Bericht auch als »Klima-Bibel«, und Journalisten und politische Entscheidungsträger betrachten ihn gleichermaßen als »maßgeblich« und als den »Goldstandard« der Klimawissenschaft. Der Öffentlichkeit wird suggeriert, die Erkenntnisse dieser offiziellen Einrichtung seien nun noch eindeutiger als jemals zuvor: Es sei extrem wahrscheinlich, dass »der menschliche Einfluss die Hauptursache der seit Mitte des 20. Jahrhunderts beobachteten Erwärmung ist«i.

Zu den lautstärksten Agitatoren für das IPPC-Dogma des Klimawandels gehören die von Stiftungen geförderten, steuerfreien, progressiv-linkslastigen Medien, die sich dem Chor der ebenfalls steuerbefreiten von Stiftungen geförderten Umweltorganisationen angeschlossen haben. Beide zusammen propagieren, publizieren und verbreiten die Theorie des von Menschen verschuldeten, durch das »Klima- oder auch Treibhausgas« Kohlenstoffdioxid (CO2) hervorgerufenen Klimawandels (ACC)ii. Auch so genannte »alternative Medien«, die sich selbst für »unabhängig«, »investigativ« und sogar »lehrreich und erzieherisch« halten, verschließen sich einer ernstzunehmenden Untersuchung der höchst fraglichen »wissenschaftlichen« IPPC-Begutachtungen der klimawissenschaftlichen Literatur und deren Auswirkungen auf die umfassenden und ehrgeizigen Programme und politischen Maßnahmen, die im Verborgenen in den Industrienationen oftmals ohne demokratische Legitimierung durchgeführt und ergriffen wurden. Man denke nur an Konzepte wie »intelligentes Stromnetz« oder »nachhaltiges Wachstum«.

 

Zu den Fragen, die diese vermeintlich unabhängigen Medien stellen könnten, gehören auch solche wie: »Wie kommt das IPPC zu seinen Erkenntnissen?« und: »Wer profitiert davon?«. Stattdessen findet man seitens progressivlinker Herausgeber und ihrer Leserschaft praktisch reflexartiges Nachbeten und vorbehaltlose Unterstützung der vorgeblich objektiven und akribischen Bewertung der »von Experten begutachteten« klimawissenschaftlichen Literatur durch die UN-Organisation.

 

Zwischen August und Dezember 2013 veröffentlichten diese progressiven Medien Dutzende von Artikeln und Kommentaren, in denen der IPPC-Bericht überschwänglich gepriesen wurde. So erschienen etwa auf Truthout.org 25 Artikel, Alternet.org veröffentlichte 40 Artikel, MotherJones.com verbreitete 38 Artikel und DemocracyNow.org immerhin elf Artikel.

 

Diese Artikel trugen oft düstere Überschriften, die den dringenden Apellen in der IPPC-Veröffentlichung Nachdruck verleihen sollten. So hieß es etwa: »Internationale Wissenschaftler warnen, Leugner des Klimawandels ermöglichen Selbstmord der Erde« (Truthout.org, 13.9.2013), »Sechs erschreckende Schlussfolgerungen im neuen Klimabericht der Vereinten Nationen« (Mother Jones, 27.9.2013), »Treibhausgase in der Atmosphäre erreichen neuen Höchstwert« (Alternet,1.11.2013) und »›Afrika wird immer heißer‹: Afrikaner erklären, der Kontinent kann nicht länger auf ein Vorgehen gegen den Klimawandel warten« (Democracy Now!, 22.11.2013).

 

Aber die unkritische Übernahme der IPPC-Behauptung einer vom Menschen erzeugten globalen Erwärmung reicht weit über Überschriften hinaus, sondern führt zu offener Medienschelte. Die progressive Organisation Fairness und Genauigkeit in der Berichterstattung (FAIR) beklagte etwa, dass bei »außergewöhnlichen Wetterereignissen« in den von den Medienkonzernen kontrollierten Nachrichten »in den ersten neun Monaten des Jahres 2013« praktisch nie ein Zusammenhang mit der »Klimaerwärmung« hergestellt worden sei. Wie FAIR beobachtete:

»… gab es 450 Nachrichten von 200 Wörtern oder mehr, die über extreme Wetterereignisse berichteten: Überflutungen, Waldbrände, Tornados, heftige Schneestürme, Wirbelstürme und Hitzewellen. Aber von diesen Nachrichten verwendeten nur 16 Meldungen oder vier Prozent der Gesamtzahl die Worte ›Klimawandel‹, ›globale Erwärmung‹ oder ›Treibhausgase‹«iii.

Unerwähnt bleibt in diesem Zusammenhang allerdings, dass bei allen diesen »extremen Wetterereignissen« ein Akteur, den FAIR, aber auch Medienkonzerne und progressive Medien gleichermaßen unter den Tisch fallen lassen, eine besondere Rolle spielt: die Sonne. Wie der Klimaforscher Dr. Tim Ball von der Universität in Winnipeg erläutert (etwa ab Minute 35 in diesem Video), schlossen die Aufgabenstellung und die Vorgaben des IPCC, in deren Rahmen der Ausschuss dann zu seinen Ergebnissen kam, die Sonne und deren zahlreiche nachweisbare Auswirkungen auf die Atmosphäre als Faktoren bei der Erwärmung und Abkühlung des Erdklimas kategorisch aus. Es wundert daher nicht, dass bestenfalls Randeffekte oder nichtexistente Ursachen für den »Klimawandel«, wie kleinste Schwankungen in der Konzentration der Atmosphärengase, im Mittelpunkt der alarmistischen Warnungen des IPPC und seiner Befürworter standen.

 

Trotz weitaus eindeutigerer und überzeugenderer wissenschaftlicher Erklärungen wurde die Vorstellung, »Kohlenstoff-Emissionen« seien die vorherrschende Ursache natürlicher Klimaveränderungen, praktisch zum Schlüsselbegriff einer quasireligiösen Offenbarung, und dies gilt insbesondere für die Progressiven und Linken, deren Anhänger fast schon gedankenlos die eigenartige Agenda und deren angebliche »wissenschaftliche« Basis akzeptieren, während sie alle Ungläubigen, die dieses Dogma infrage stellen, als »Klimawandel-Leugner« verunglimpfen.

 

Die kanadische Journalistin Donna Laframboise hat 2011 in ihrer wichtigen Streitschrift The Delinquent Teenager Who Was Mistaken for the World's Top Climate Expert (»Der schludrige Teenager, den man versehentlich für den weltweit führenden Klimaexperten hielt«) dokumentiert, dass es sich bei den angeblich »führenden« wissenschaftlichen Forschern und Berichterstattern oft um dritt- oder viertrangige wissenschaftliche Talente handelt, deren umweltpolitische Überzeugungen mit der »Forschungs-« Agenda des IPPC, die auf einem vom Menschen gemachten Klimawandel beharrt, völlig übereinstimmen. Zu den IPPC-Autoren gehören oft Studenten eines Masterstudiengangs oder sogar Umweltaktivisten von Organisationen wie Greenpeace und World Wildlife Fund, also Menschen, die, wenn überhaupt, nur über eine geringe wissenschaftliche Ausbildung verfügen, aber klare Vorgaben haben, welche Inhalte gefördert werden sollen.

 

Laframboise fand auch heraus, dass entgegen der Versicherung des IPCC-Vorsitzenden Rajendra Pachauri ein Drittel der überprüften und im Bericht aus dem Jahr 2007 aufgeführten Literatur gar nicht von Fachleuten überprüft worden war und in vielen Fällen Zitate aus Werbematerial, das von Umweltschutz-Aktivistengruppen erfunden und verteilt worden war, übernommen worden waren.

 

Diese unethischen und kompromittierenden Verhältnisse und Beziehungen lassen sich relativ einfach erklären, wenn man den IPCC einmal als das erkannt hat, was er tatsächlich ist: eine einflussreiche politische Organisation mit dem übergreifenden Ziel, eine allgemeine Zustimmung zu erreichen und eine transnationale politische Harmonisierung im Zusammenhang mit dem größtenteils ideologischen Konstrukt eines vom Menschen gemachten und vor allem durch Kohlenstoffemissionen ausgelösten Klimawandels herbeizuführen.

 

Die Tatsache, dass der IPCC in der Lage ist, unverblümt eines der größten wissenschaftlichen Betrugsmanöver der menschlichen Geschichte durchzuziehen, die langfristige Politik von Regierungen maßgeblich zu beeinflussen und es gleichzeitig zu schaffen, dass die angeblich intellektuell hochstehenden und »progressiven« Medien als seine ergebensten Fußsoldaten agieren, ist beileibe keine kleine Leistung. Es ist in gewisser Weise ein ungeheures Beispiel für die immensen Fortschritte und Möglichkeiten heutiger Propaganda und Gedankenkontrolle, die die einflussreichen Kräfte hinter einer sehr viel umfassenderen und weitreichenderen Agenda nur erahnen lassen.

 


Fußnoten:

 

i Intergovernmental Panel on Climate Change, »Human Influence on Climate Clear, IPCC Report Says«, Genf: World Meteorological Organization. Die Behauptung eines »97-prozentigen Konsenses« ist selbst zu einem allgemeinen Mantra zur Erzeugung von Ängsten vor einem Klimawandel geworden und liefert gerne die Begründung, andere als »Klimawandelleugner« zu verunglimpfen. Aber die Beweise für diese angebliche überwältigende Zustimmung zur Theorie eines vom Menschen gemachten Klimawandels sind sehr dünn. Die immer wieder angeführte Befragung der American Geophysical Union aus dem Jahr 2009, die vermeintlich eine 98-prozentige Zustimmung der Klimawissenschaftler zur These des anthropogenen Klimawandels ergab, hält einer selbst oberflächlichen Bewertung nicht stand. Sieh dazu: Larry Bell, »That Scientific Global Warming Consensus … Not!«, in: Forbes.com, 17. Juli 2012. Eine andere Untersuchung – »Expert Credibility in Climate Change« –, die auch als Beleg für den wissenschaftlichen Konsens angeführt wird, führt nur sorgfältig ausgewählte Behauptungen entlang dieser Vorgaben auf. »Eine breit angelegte Analyse der Klimawissenschaft selbst«, so der Verfasser, »der Verteilung der Glaubwürdigkeit von Wissenschaftlern, die eine andere Auffassung vertreten, im Verhältnis zu zustimmenden Wissenschaftlern und des Ausmaßes der Zustimmung unter führenden Klimaforschern wurde bisher noch nicht durchgeführt, wäre aber für zukünftige ACC-Diskussionen sinnvoll«. Das kurze Papier stützt sich auf »ausführliche Daten von 1372 Klimaforschern« und kommt auf dieser Grundlage zu dem Schluss, dass die wissenschaftliche Expertise und Reputation derjenigen, die das IPCC-Dogma des vom Menschen gemachten Klimawandels unterstützen, größer sei als die derjenigen, die noch »nicht überzeugt« seien. Dies wirft die Frage auf, in welchem Maße die Zuwendungen der Stiftungen Einfluss auf die Zustimmung und Unterstützung der Auffassung des IPCC zum anthropogenen Klimawandel haben. Siehe dazu: William R. L. Anderegg, James W. Prall, Jacob Harold und Stephen H. Schneider, »Expert Credibility in Climate Change«, Tagungsberichte der National Academy of Sciences der USA, 2010.

 

ii James F. Tracy, »The Forces Behind Carbon-Centric Environmentalism«, in Global Research, 12. November 2013.

 

iii »TV News and Extreme Weather: Don’t Mention Climate Change«, in: Fairness and Accuracy in Reporting, 18. Dezember 2013. Ergänzend sei hinzugefügt, dass die Medienkonzerne und ihre progressiv-linke Konkurrenz sich einhellig weigern, andere mögliche Ursachen für derartige ungewöhnliche Wetterereignisse wie etwa Geoengineering und vergleichbare umweltverändernde Techniken, wie sie das amerikanische Militär nach eigenen Angaben in zahlreichen Industrienationen eingesetzt hat, in Betracht zu ziehen. Siehe dazu z.B.: Michel Chossudovsky, »Climate Change, Geoengineering, and Environmental Modification Techniques«, in: Global Research, 24. November 2013.

 

 

 


 

 

 

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