Sunday, 25. September 2016
24.01.2016
 
 

Belastung mit giftigen Schwermetallen beschleunigt Zellalterung

Jennifer Lea Reynolds

Forschungen der Fakultät für öffentliche Gesundheit des Milken Institute (Milken Institute SPH) an der George-Washington-Universität in Washington D.C. ergaben, dass Belastungen durch das Schwermetall Kadmium Zellen stark schädigt und sie schneller altern lässt, was wiederum das Auftreten zahlreicher gesundheitlicher Probleme fördert. Die Studie ist die bisher umfangreichste Untersuchung zur Feststellung der Art und Weise, wie Kadmium auf Teile der DNA wirkt, die sich an den Enden der Chromosomen – den sogenannten Telomeren – befinden, und wurde im American Journal of Epidemiology veröffentlicht.

 

Die Telomere sind daran beteiligt, das gesunde Funktionieren der Chromosomen zu unterstützen. Dabei wirken sie wie eine Schutzbarriere, die den genetischen Code schützt, und tragen damit letztlich dazu bei, die allgemeine Gesundheit intakt zu halten. Je länger sie sind, desto besser können sie diese Prozesse unterstützen.

Im Laufe der normalen Alterungsprozesse nimmt die Länge der Telomere ab. Dann können Giftstoffe wie etwa Kadmium die Zellteilung beeinträchtigen oder ganz verhindern, was möglicherweise die Entwicklung chronischer Krankheiten begünstigt.

 

Untersuchung bestätigt: Selbst niedrige Dosen von Schwermetallen sind gefährlich


»Wir haben in unserer Studie Schwermetalle untersucht und stellten eine starke Korrelation zwischen der Belastung durch niedrige Dosen von Kadmium und der Verkürzung der Telomere fest«, erklärte Dr. Ami Zota, Juniorprofessorin für Umwelt- und Arbeitsmedizin am Milken Institute SPH. »Unsere Ergebnisse legen nahe, dass eine Belastung durch Kadmium zur vorzeitigen Zellalterung führen kann. Und sie untermauern andere Hinweise, die nahelegen, dass dieses Schwermetall in den Blutkreislauf gelangen und Nierenkrankheiten und andere gesundheitliche Probleme auslösen kann.«

 

Im Rahmen der Studie untersuchten Zota und ihre Kollegen Blut- und Urinproben von mehr als 6700 Erwachsenen, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren an dem groß angelegten Erhebungs- und Forschungsprogramm National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) teilgenommen hatten. Die Länge der Telomere wurde vermessen und dann die Konzentration von Kadmium in den Proben untersucht.

 

Als man die erwachsenen Probanden entsprechend den in ihrem Blut vorgefundenen Kadmiumkonzentrationen in vier Gruppen aufteilte, stellte sich heraus, dass die Mitglieder in der Gruppe mit der höchsten Kadmiumkonzentration im Vergleich mit der Gruppe mit den niedrigsten Werten um etwa sechs Prozent kürzere Telomere aufwiesen.

 

»Die Personen mit der höchsten Kadmiumbelastung wiesen Zellen auf, die im Durchschnitt elf Jahre älter als ihr tatsächliches Alter erschienen«, sagte Zota weiter, auch wenn die nachgewiesenen Mengen des Schwermetalls in ihrem Blut auch in der Gruppe mit den höchsten Werten noch relativ gering ausfiel. Dies zeige, dass es bei der Belastung durch dieses Schwermetall praktisch keine Toleranzschwelle gebe.

 

Kadmium ist in vielen Dingen von belasteten Lebensmitteln und auch in Kinderspielzeug enthalten


Bei Kadmium handelt es sich um ein giftiges Schwermetall, das nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgrund seiner nachteiligen gesundheitlichen Auswirkungen erheblichen Anlass zur Sorge gibt. Es wird mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen wie Atemwegserkrankungen, Krebs und Herz-Kreislauf-Beschwerden in Verbindung gebracht. Laut Zota kommen bei denjenigen, die Kadmium ausgesetzt sind, im Allgemeinen noch weitere gesundheitsschädliche Faktoren hinzu: Diese Menschen rauchen oft, leben in der Nähe von Industrieanlagen und verzehren Obst und Gemüse, das auf belastetem Boden angebaut wurde.

 

Die WHO berichtet: »Nahrungsmittel bilden die häufigste Umweltquelle für Kadmium bei Nichtrauchern … In einigen Feldfrüchten wie Reis können sich hohe Konzentrationen von Kadmium anreichern, wenn sie auf Böden angebaut wurden, die stark mit dem Schwermetall belastet sind.«

 

Vielleicht erinnern sich einige noch an die zahlreichen Warnungen vor aus China stammendem Reis. Erst vor Kurzem meldete die für Nahrungsmittelsicherheit zuständige Behörde in Guanzhou, der Hauptstadt der Provinz Guandong im Süden Chinas, in acht von 18 Reisproben, die man in Restaurants und Kantinen gesammelt hatte, habe die Kadmiumkonzentration die staatlich festgelegte Obergrenze deutlich überschritten.

 

Aber Kadmium findet sich nicht nur in Nahrungsmitteln, Tabak und in der Umgebung von Industrieanlagen, sondern auch in einigen weit verbreiteten Kinderspielzeugen.

 

Senator Jeff Klein macht in seinem Bericht »Giftige Neuigkeiten« auf die dringende Notwendigkeit aufmerksam, endlich das Gesetz für sichere Produkte für Kinder (Child Safe Products Act) zu verabschieden.

 

Der Bericht, der bereits in der Weihnachtszeit 2014 veröffentlicht wurde, zeigt auf, dass in Kinderspielzeugen wie etwa Federmäppchen, die mit den beliebten Comicfiguren SpongeBob Schwammkopf und Dora verziert sind, aber auch in Hello-Kitty-Ringsets Kadmium und Kobalt nachgewiesen wurden. Untersucht wurden in diesem Fall vor allem Angebote in verschiedenen New Yorker Ein-Dollar-Läden.

 

 

 

 

 


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