Wie Nahrungsmittelkonserven uns vergiften
Kim Evans
Der Brustkrebs-Fonds (BCF) hat vor kurzem zwölf Marken-Dosensuppen und Nudeldosenprodukte getestet und in allen Proben Bisphenol A (oder BPA) nachgewiesen. Das giftige BPA wird bei der Beschichtung von Konservendosen eingesetzt und löst ähnliche Reaktionen aus wie Hormone. Jüngste Untersuchungen belegen zudem, dass es die DNS verändert und weibliche Eierstockzellen auf eine Weise abtötet, die möglicherweise in künftigen Generationen das Down-Syndrom auslösen oder zu Fortpflanzungsproblemen führen könnte. Eigentlich sollte niemand BPA aufnehmen, aber vor allem Kinder sind besonders gefährdet, und die getesteten Suppen und Nudelgerichte richteten sich vor allem an die Konsumentengruppe der Kinder.
.jpg)
Bei den Untersuchungen wurden in den Suppen zwischen 34ppb und 148 ppb (Teile pro Milliarde, 10-9) und in den Nudelgerichten zwischen 10 ppb bis 34 ppb BPA gefunden. Vor einigen Monaten hatte bereits die amerikanische Behörde für Lebensmittelüberwachung FDA in 71 von 78 getesteten Nahrungsmittelkonserven BPA nachgewiesen. Die FDA untersuchte auch unterschiedliche Typen
von Nahrungsmitteln, darunter Thunfisch und Gemüse in Dosen. In diesen Nahrungsmitteln wurden sogar noch weitaus höhere BPA-Werte festgestellt. Sie reichten von 300 ppb bis zu mehr als 700 ppb.
Einige Studien zeigen, dass BPA relativ schnell vom Körper ausgeschieden wird. Die Schwäche dieser Untersuchungen liegt aber darin, dass sie nur von einer einmaligen Aufnahme ausgehen, was kaum der alltäglichen Lebenssituation entspricht, in der es zu häufigeren Aufnahmen und damit einer Anreicherung von BPA im Körper kommen dürfte.
Nahrungsmittelkonserven sind aber keineswegs die einzigen Nahrungsmittel, die BPA enthalten. Man findet es auch in Lebensmitteln mit einer Plastikverpackung. Nach Angaben der Umweltschutz-Arbeitsgruppe Forschung ist BPA bereits bei neun von zehn Neugeborenen im Blut nachweisbar.
Cheryl Rosenfeld und ihre Kollegen von der Universität des amerikanischen Bundesstaates Missouri in Columbia haben die Folgen einer BPA-Kontamination aus einem anderen Blickwinkel betrachtet
und untersuchten Mäuse auf der Grundlage lebensnäherer Umstände. Sie gaben den Mäusen Futter, dem über einen längeren Zeitraum täglich geringe Mengen BPA zugesetzt wurden. Es zeigte sich, dass die Tiere unter diesen Ernährungsbedingungen potenziell »im Verlauf der Zeit BPA bioakkumulierten«. Rosenfeld erklärte, es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass der menschliche Körper anders reagiere.
Die Wissenschaftler stellten darüber hinaus fest, dass der Körper BPA in höherem Ausmaß aufnimmt, wenn es zusammen mit Nahrungsmitteln anstatt in einer einmaligen Dosis ohne Lebensmittel konsumiert wird. »Wir fanden heraus, dass die Tiere, die auf diese Weise gefüttert wurden, tatsächlich mehr BPA aufnahmen«, erklärte Rosenfeld, als wenn sie eine höhere Einzeldosis erhielten.
Weitere Informationen zu diesem Thema:
ScienceNews
environmental working group
foodconsumer
Interesse an mehr Hintergrundinformationen?
Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!
Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.
In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:
- EC-Lastschriftverfahren vor dem Aus
- Afrika: Entwicklungshilfe als Betäubungsmittel der Eigeninitiative
- Ist Alzheimer ansteckend?
- Zwielichtige Nobelpreisträger: Ehrungen für Verbrecher

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!
Copyright © 2011 by NaturalNews
Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.