Thursday, 25. August 2016
04.12.2014
 
 

Ehemaliger Polizei-Captain: Cops sind Söldner für das Großkapital

Kurt Nimmo

Welche Rolle spielen die Gesetzeshüter in Amerika? Mit Ray Lewis hat nun ein pensionierter Polizei-Captain aus Philadelphia diese Frage wahrheitsgemäß beantwortet. »Es handelt sich um eine repressive Organisation, die sich inzwischen in der Hand des einen Prozents von Corporate America befindet. Corporate America benutzt Polizeikräfte als ihre Söldner«, sagte Lewis kürzlich in einem Interview.

 

»Ist die Gesellschaft so stark gespalten wie jetzt, müssen die Menschen begreifen, dass es hier nicht um Schwarz gegen Weiß geht, sondern um Blau [nach der Farbe der Polizei-Uniformen] gegen alle«, schreibt der Enthüllungsjournalist Jay Syrmopoulos.

 

»Wenn ein Ex-Cop bereit ist, die Trennlinie zu überschreiten, weil er will, dass die Menschen aufwachen und erkennen, dass Amerika ein Polizeistaat ist, dann können wir ihm zumindest so weit helfen, dass wir seine Botschaft weiterverbreiten und hoffen, dass sie gehört wird.«


Die Polizei habe niemals der Öffentlichkeit gedient, betonte Lewis. Sie handele auf Anweisung faschistischer Unternehmen und Banken, also genau der Einrichtungen, die seit Jahrzehnten das Land kontrollieren und die Politik bestimmen.

 

»Das amerikanische Rechtssystem basiert auf dem englischen Gewohnheitsrecht, und der moderne amerikanische Polizist geht auf die englischen Sheriffs zurück, die von der Regierung bezahlt wurden und ihr gegenüber Rechenschaft ablegen mussten, nicht der Gemeinschaft«, schreibt Wendy McElroy.

 

»Hauptzweck des Sheriffs war es, die Entscheidungen der Regierung durchzusetzen. Die Einhaltung der öffentlichen Ordnung war ebenfalls ein Thema, aber was genau mit Ordnung gemeint war, bestimmte die Regierung.«


Heutzutage fällen transnationale Konzerne und Banken für die Regierungen die Entscheidungen. Das räumte schon 2009 ein verzweifelter Dick Durbin ein. Der demokratische Senator aus Illinois erklärte, die Banken hätten »hier offen gesagt das Sagen« und seien »die einflussreichste Lobby auf dem Capitol Hill«.


Als sich die fehlgeleiteten und verwirrten Leute von der Occupy-Bewegung mit der Wall Street anlegten, setzten die Banken ihre Cop-Söldner in Marsch, um sie auszumerzen.

 

Das Heimatschutzministerium soll angeblich die sehr schwammige terroristische Bedrohung bekämpfen, koordinierte nun aber die Reaktion des Staates, die der Bewegung letztlich den Garaus machte. J.P. Morgan Chase, eines der größten Bankhäuser der Welt, zeigte öffentlich, wie groß genau die Dankbarkeit war: Die Polizei von New York erhielt eine Spende über 4,6 Millionen Dollar.

 

Wenn es der Bewegung von Ferguson wirklich darauf ankäme, der Gewalt und der Brutalität der Cop-Söldner einen Riegel vorzuschieben, würde sie diese Verbindung zwischen Big Business und Polizei aufdecken.

 

Wie McElroy schreibt, waren es die Briten, die 1786 in Dublin erstmals das Konzept einer organisierten und aus Steuermitteln finanzierten Polizeitruppe umsetzten. Ziel war es ausdrücklich, die »chaotischen Zustände«, wie der Staat es nannte, aus der Welt zu schaffen. »Hier wie auch in anderen Fällen diente Irland als Versuchsgelände für Dinge, die später in England Politik wurden«, so McElroy.

 

»Der moderne Polizist ist in Wirklichkeit das genaue Gegenteil von Marshal Dillon und ein Sinnbild des typischen britischen Sheriffs – ein Staatsdiener, der einzig gegenüber Regierung und Regierungspolitik verantwortlich ist«, schreibt McElroy weiter.

 

Ursprünglich verhinderte die Verfassung der Vereinigten Staaten, dass die Bundesregierung die Polizeitruppen der einzelnen Staaten und auf Kommunalebene kontrollierte, aber das hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert, weil die zentralisierte Bundesregierung schrittweise ihren finanziellen Einfluss auf die Polizei ausgeweitet hat. Das gilt insbesondere seit 9/11.

 

Ob gewollt oder nicht: Die Aktivisten und Demonstranten in Ferguson sorgen für eine Situation, die letztlich dazu führen wird, dass die Söldner-Cops ihren Griff um die Bürgerschaft noch verstärken. Die Aktivisten beteiligen sich an kriminellen Handlungen – von denen weiße Intellektuelle vieles, beispielsweise Plünderungen, gutheißen – und streuen Zwist und Gewalt zwischen den Rassen.

 

Die gewöhnlichen Amerikaner (die als Rassisten beschimpft werden) geraten dadurch in eine Lage, in der sie letztlich nur noch weiteren Polizeischutz fordern können – auch wenn, wie McElroy und andere bereits aufgezeigt haben, dieser Schutz bestenfalls illusorisch ist.

 

Die Aktivisten in Ferguson und ihr Gefolge müssen das wahre Wesen und die wahre Rolle der Söldner-Cops begreifen. Ihnen muss klar werden, dass es einzig um den Schutz des konzern-faschistischen Staates geht und darum, dass die Polizei eine Waffe gegen organisierten Widerstand ist. Solange die Aktivisten das nicht erkennen, spielen sie dem Staat in die Karten.

 

 

 

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Leser-Kommentare (4) zu diesem Artikel

04.12.2014 | 12:45

HJS "5%Club"

es gab einmal eine Zeit.....DEUTSCHE REICH.....da wurden die Uniformträger "Schutzmann" genannt und waren bis auf einen Schlagstock unbewaffnet. Allein die Bezeichnung...Schutzmann....sagt schon alles über die Aufgabe des uniformierten Beamten aus. Bei den heutigen Bewerbern für den Werkschutz der BRD sieht das anders aus. Bei der Auswahl und späteren Ausbildung wird sehr viel Wert auf die demokratisch - politische Einstellung zum künftigen Dienstherrn gelegt. Das...

es gab einmal eine Zeit.....DEUTSCHE REICH.....da wurden die Uniformträger "Schutzmann" genannt und waren bis auf einen Schlagstock unbewaffnet. Allein die Bezeichnung...Schutzmann....sagt schon alles über die Aufgabe des uniformierten Beamten aus. Bei den heutigen Bewerbern für den Werkschutz der BRD sieht das anders aus. Bei der Auswahl und späteren Ausbildung wird sehr viel Wert auf die demokratisch - politische Einstellung zum künftigen Dienstherrn gelegt. Das zeigt sich im Auftreten beim täglichen Einsatz im Umgang mit den verschiedenen ethnischen Abstammungen, besonders aber bei den sogenannten eigenen Landsleuten. Der Umgang mit den eigenen Landsleuten ist meistens, vorsichtig ausgedrückt, in der Regel etwas ruppiger. Bei bestimmten Ethnien ist das zurückhaltend freundlich bis hin zu unterwürfigen Verständnis. Bei den Werkschützern mit einigen Dienstjahren auf dem Buckel darf aber angenommen werden, daß sie zumindest anfangen nachzudenken und sich vielem bewußt sind. Aber trotz schlechten Arbeitsbedingungen, Mobbing, Intrigen, vorsichtigen Agieren, um Beförderungen nicht zu gefährden, ist den meisten das Hemd immer noch näher als die Hose. Ob aber , "wessen Brot ich ess dessen Lied ich singe," auf immer und ewig so sein wird, wird sich in naher Zukunft zeigen. Ich habe da so meine Zweifel, zumindest bei bestimmten Werkschützern.


04.12.2014 | 10:04

Livia

In der Geschichte waren das die Prätorianer in Rom und die Strelizen in Rußland. Die Prätorianer haben gezeigt, daß sie auch gegen ihre Arbeitgeber vorgehen und notfalls auch ihren eigenen Kaiser einsetzen konnten. Deswegen wurden die Prätorianer und auch die Strelizen von späteren Herrschern aufgelöst. ... nun macht mal!


04.12.2014 | 09:20

Dirk

Wenn Kredite abgezahlt werden müssen, die Kinder ein neues Smartphone brauchen und der Kühlschrank leer ist, spielt das Gewissen nur noch eine Nebenrolle. An dieser Stelle unterscheiden sich Industriearbeiter, Bauern und Beamte kaum - nur dass eine dieser Gruppen das Gewaltmonopol für sich beansprucht.


04.12.2014 | 06:35

Klaus

Das sollte jeder Bunzelpolozist in der BRiD unbedingt wissen und sich dann die Gewissenfrage stellen, so noch etwas davon da ist. Die monatliche Beleidigung in Form von Geld sollte das Gefühl, diese Frage sich selbst zu stellen, gehörig abdämpfen. Wir bekommen das ordentlich bezahlt, sagte ein "SEK-Beamter"der nur Diener ist, zu meinem Freund während der Verhaftung.

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