Wednesday, 24. August 2016
20.09.2014
 
 

US-Umfrage: Zur Hölle mit der freien Presse

Markus Gärtner

Schockierende Zahlen aus den USA. Satte 37 Prozent der 315 Millionen Amerikaner finden, dass Journalisten die Regierung um Erlaubnis bitten müssen, bevor sie über Themen wie die nationale Sicherheit berichten.

 

Die Pressefreiheit, einer der unumgänglichen Pfeiler einer Demokratie – vor allem einer, die in der ganzen Welt für diese Regierungsform Kriege führt – ist in der US-Öffentlichkeit als Konzept nicht präsent.

Auf das Verbot des ersten Zusatzes in der US-Verfassung angesprochen, wonach kein Gesetz erlassen werden darf, das die Meinungs- oder Pressefreiheit einschränkt, verlangen vier von zehn Amerikanern, der Kongress solle das ändern.

 

Hier zeigt sich ein Volk, das so gut wie keine Ahnung von seiner Verfassung und der Gewaltenteilung im politischen System hat – und sich damit leicht von einer korrumpierten politischen Kaste regieren lässt.

 

Die weitere Einschränkung bürgerlicher Rechte – und der Kampf von Barack Obama gegen die Pressefreiheit – haben damit leichtes Spiel.

 

Dieser erschreckende Befund aus dem »Land of the Free« stammt aus einer Umfrage des Annenberg Public Policy Center an der Universität von Pennsylvania.

An diesem Center hat man mit der jüngsten Umfrage auch belegt, wie miserabel der Kenntnisstand der Amerikaner über ihre eigene Regierung ist. Nur jeder dritte kann die drei verschiedenen Zweige – Gesetzgebung, Regierung und Jurisdiktion – benennen.

 

Mit 38 Prozent wissen nicht einmal vier von zehn Amerikanern, welche Partei (die Republikaner) die Mehrheit im Repräsentantenhaus hat.

 

Hier entlarvt sich ein Volk, das im eigenen Land mit einer Aushöhlung bürgerlicher Rechte, mit zunehmender Ideologisierung seiner Parteien und mit einer Erosion der Gewaltenteilung konfrontiert ist und keine Ahnung davon hat, wie wichtig diese Säulen für ihre Gesellschaft sind.

 

Da auch die Gleichschaltung der Leitmedien durch wirtschaftliche Interessen und große Konzerne voranschreitet, fallen gleich zwei wichtige Hürden gegen wachsenden Machtmissbrauch und eskalierende Willkür – zum Beispiel der NSA und des hochgerüsteten Polizeiapparates – weg.

 

Am erstaunlichsten ist: Der Kongress genießt unter den Amerikanern noch weniger Vertrauen als die Medien. Wieso dann die US-Bürger ausgerechnet den Kongress dazu aufrufen, die Freiheit der Berichterstattung weiter einzuschränken, ist ein Rätsel.

 

Satte 44 Prozent der US-Bürger haben kürzlich in einer Umfrage die Berichterstattung über die Enthüllungen von Edward Snowden als »schädlich für das öffentliche Interesse« eingestuft.

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (8) zu diesem Artikel

20.09.2014 | 20:56

caesar4441

Die USA sind eben fortschrittlich und uns weit voraus.Ich nehme hilfsweise an,daß das Umfrageergebnis nicht aus dem Wahrheitsministerium stammt,was im Jahre 30 n. Orwell nicht selbstverständlich ist.Die Volksverdummung ist bereits weit fortgeschritten.Die NWO hat ganze Arbeit geleistet.Die USA sind reif für die Übernahme durch die geheimen Oberen.
Allerdings sollte man sich keine Illusionen machen,hierzulande sind wir wahrscheinlich auch nicht mehr weit entfernt.


20.09.2014 | 19:25

sunburstsun

@Leser et.al.: Schauen Sie doch selbst per Suche nach dem immerhin angegebenen "Annenberg"-Center: http://www.annenbergpublicpolicycenter.org/americans-know-surprisingly-little-about-their-government-survey-finds/ Es waren 1416 Befragte - ob das jetzt allerdings als "repräsentativ" gelten darf, wage ich -schon rein statistisch- doch zu bezweifeln. Wer mag, lese mal etwas über "stratification" bzgl. wirklich repräsentativer Umfragen. ChG


20.09.2014 | 17:33

Henriette

Stellen sie solche bzw. ähnliche Fragen doch einmal hier! Wenn die MSM Lügen verbreiten, wenn Geschichte auch in Geschichtsbüchern völlig verfälscht ist, wie soll man dann erwarten, wissende junge Menschen zu finden. Und bei den übrigen anderenim Volk sieht es kaum besser aus, evtl. noch bei der Kriegsgeneration, aber die hören und sehen auch nur verfälschte Nachrichten. Das ist eine Schande. Es wird uns allen zum Verhängnis werden, weil wir "denen da oben" seit...

Stellen sie solche bzw. ähnliche Fragen doch einmal hier! Wenn die MSM Lügen verbreiten, wenn Geschichte auch in Geschichtsbüchern völlig verfälscht ist, wie soll man dann erwarten, wissende junge Menschen zu finden. Und bei den übrigen anderenim Volk sieht es kaum besser aus, evtl. noch bei der Kriegsgeneration, aber die hören und sehen auch nur verfälschte Nachrichten. Das ist eine Schande. Es wird uns allen zum Verhängnis werden, weil wir "denen da oben" seit Jahrzehnten vertrauen und sie es gelernt haben, uns ausnehmen, sich nicht um Wahlergebnisse kümmern, sondern nur darauf aus sind, es besser als die blöde Masse zu haben. Und siehe da, das gelingt vorzüglich. Und immer wieder glaubt man bei weiteren Strangulierungen, das sei der Gipfel, dann aber setzt wieder jemand dem noch die Krone auf.


20.09.2014 | 16:27

alacran

Da behaupte noch einer die staatliche US-Bildungspolitik sei nicht erfolgreich! Jetzt muss man nur noch herausfinden, wer seine Kinder überwiegend auf Privatschulen schickt, und schon erkennt man, wer ein ganzes Volk am Nasenring nach Mediadummistan führt!


20.09.2014 | 13:59

Margitta

Oh Diktatur, Bor wenn ich das Gehwust hätte war ich zur DDR zeit nicht auf die Straße gegangen, die USA is ja schlimmer las die Stasi!


20.09.2014 | 13:31

rolf

Das wundert mich überhaupt nicht mehr das mann die Pressefreiheit einschränken bezw. abschaffen will. Zudem muss mann folgendes wissen: zu Anfang war Ameriks (USA) ein protestantisches Land mit hohen moralischen Grundsätzen wo die Pressefreiheit ein hohes Gut war. Das hat sich aber geändert als man Bündnisse mit der Katholischen Kirche eingegangen ist. Das ganze hängt eng zusammen. Begründung: Zitat von hohen Kath. Würdenträgern und Geistlichen: " Die Pressefreiheit ist...

Das wundert mich überhaupt nicht mehr das mann die Pressefreiheit einschränken bezw. abschaffen will. Zudem muss mann folgendes wissen: zu Anfang war Ameriks (USA) ein protestantisches Land mit hohen moralischen Grundsätzen wo die Pressefreiheit ein hohes Gut war. Das hat sich aber geändert als man Bündnisse mit der Katholischen Kirche eingegangen ist. Das ganze hängt eng zusammen. Begründung: Zitat von hohen Kath. Würdenträgern und Geistlichen: " Die Pressefreiheit ist eine Pest die es mit aller Gewalt auszurotten gilt " Es gibt noch mehr solcher Zitate von Jesuiten. Ich möchte das hier aber ersparen. Obamas Mitarbeiterstab sind alles Jesuiten ! Zitat von Henry Kissinger Nuntius des Vaticans hier 2 intressante Links: www.youtube.com/watch?v=YdG0LIAtSk8 ------------- www.youtube.com/watch?v=sUZrxsWe91M

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