Samstag, 3. Dezember 2016
16.03.2016
 
 

Weltwährungskrise? Schwache Wechselkurse in den Schwellenländern sind Gefahr für das Finanzsystem

Markus Gärtner

Der schroffe Verfall der Rohstoffpreise seit dem Jahr 2012 und das deutlich langsamere Wachstum in China setzen viele Schwellenmärkte stark unter Druck. Die Exporteinnahmen sinken, die Wechselkurse auch. Das lässt die Kredite, die Firmen in diesen Ländern in US-Dollar aufgenommen haben, förmlich explodieren. Denn immer mehr lokale Währung wird benötigt, um die Dollarschulden noch zu tilgen. Hier glimmt eine Lunte, die die nächste Finanzkrise auslösen kann.

 

Allein in den aufstrebenden Ländern Asiens hat sich laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) seit Beginn des vergangenen Jahrzehnts das Volumen der in Dollar ausgereichten Kredite auf 24 Billionen vervierfacht (siehe Grafik).

 

Diese Summe entspricht einem Drittel mehr als die jährliche Wirtschaftsleistung der Europäischen Union. Viele dieser Kredite wackeln jetzt. »Die globalen Kreditmärkte werden von Turbulenzen geplagt«, heißt es denn auch im jüngsten Vierteljahresbericht der BIZ unmissverständlich.

Rund um den Globus sehen wir Nachrichten über schwache lokale Währungen, die diesen Eindruck bestätigen. Der koreanische Won ist trotz der jüngsten Interventionen auf ein Sechsjahrestief zum Dollar gestürzt.

 

Allein seit Jahresbeginn hat der Won fünf Prozent an Wert verloren. Das ägyptische Pfund ist in den vergangenen Wochen auf ein historisches Tief zum US-Dollar gefallen. Die Währung musste wegen einer Dollar-Knappheit um 13 Prozent abgewertet werden. Die Notenbank hatte quasi nicht mehr genügend Munition, um die eigene Währung zur Stützung zu kaufen.

 

Fallende Öl- und Mineralienpreise haben jüngst auch die Zentralbank im Kongo gezwungen, die eigene Währung durch Käufe zu stützen. Der Kongo verdient 98 Prozent seiner Exporteinnahmen mit Rohstoffen.

 

Auch die Zeitung Southern Times in Südafrika nimmt sich dieses Problems jetzt an und warnt, dass schwache Rohstoffpreise die »lokalen Währungen quer durch den Kontinent schwächen und die Wachstumsprognosen nach unten zwingen«.

 

Die stets gut informierte japanische Nikkei Asian Review berichtet, dass sich japanische Firmen bereits durch Termingeschäfte gegen »die negativen Auswirkungen zerbrechlicher Schwellenmarktwährungen absichern«.

 

Es sieht so aus, als würde der Druck auf die Währungen der Schwellenländer noch weiter zunehmen. Und China ist die große Unbekannte, die alle verunsichert.

 

Goldman Sachs sagt einen Kapitalabfluss aus China von weiteren 700 Milliarden Dollar im laufenden Jahr vorher, einschließlich einer Abwertung des Yuan um etwa zehn Prozent. In China selbst wird auf eine Abwertung bis zu 30 Prozent spekuliert, weshalb derzeit viel Kapital aus dem Land flieht.

 

 

Weil das den Yuan weiter schwächt, kauft die chinesische Notenbank in großem Umfang die eigene Währung auf und benötigt dafür Dollars aus den Devisenreserven.

 

Die Barclays-Bank sieht daher die chinesischen Reserven unter Verwendung des deutschen Wortes schon unter »Zugzwang«.Chinas Reserven haben in der Spitze vier Billionen Dollar erreicht und sind inzwischen um 20 Prozent auf rund 3,2 Billionen abgeschmolzen.

 

 

 


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