Wednesday, 27. July 2016
11.03.2016
 
 

»Wir sind zwei, drei Wahlen entfernt vom Ende der NATO, dem Ende der Europäischen Union«

Markus Mähler

Europa-Kritiker feiern Wahlerfolge. Linksgetriebene Journalisten bekommen deshalb  Schnappatmung. Auf der anderen Seite des Großen Teichs, hinter dem Atlantik, herrscht bereits Atemstillstand. Anne Applebaum schreibt in der US-Klickschleuder Slate über das transatlantische Koma: Noch drei Wahlen, dann kann es mit NATO, EU und dem Weltpolizisten USA vorbei sein.

 

»This Is How the West Ends ‒ Donald Trump, Marine Le Pen und der Zusammenbruch der europäischen Stabilität.« Das ist keine Schlagzeile mehr, das ist Hyperventilieren. Die jüdisch-polnisch-amerikanische Journalistin Anne Applebaum schreibt sich ins transatlantische Koma. Kein Zweifel: Sie will Panik machen und ihre Stammleser so in die Wahlkabinen treiben. Damit das Kreuzchen an der politisch korrekten Stelle gemacht wird. Wer weder Trump noch die Europa-Kritiker wählt, rettet inzwischen bereits die Welt.

Diese Welt sieht Applebaum in den letzten Zügen: »Im Augenblick sind wir zwei oder drei Wahlen entfernt vom Ende der NATO, dem Ende der Europäischen Union und vielleicht dem Ende der liberalen Weltordnung, wie wir sie kennen.« Ist das eine Wortblase ‒ oder eine Zukunftsprognose? Urteilen Sie selbst.

 

Drei Wahlen, die laut Applebaum alles ändern können:

 

Donald Trump wird 2016 US-Präsident. Applebaum zeichnet ein klares Bild, was sich dann ändert: alles. Unter dem Isolationisten geht der Weltpolizist USA in den Ruhestand. Trump habe kein Interesse an »Amerikas Allianzen«. Er wäre sogar »unfähig, sie zu erhalten«. Europa, NATO, Ukraine? Die Journalistin muss hier nur Trumps Worte zitieren: »Deren Konflikte sind keine amerikanischen Leben wert. Wenn wir uns aus Europa zurückziehen, würde dieses Land jährlich Millionen Dollar sparen.« Mit Trump wäre aber auch der neue Kalte Krieg über Nacht Geschichte, denn er mag Putins Russland: »Mit diesen Leuten kannst du Abmachungen treffen.«

 

Marine Le Pen gewinnt 2017 mit dem Front National: Dann verlässt Frankreich sowohl NATO als auch EU. Le Pen unterhält enge Beziehungen zu Russland. Bereits jetzt ist es still geworden im Land, was neben Deutschland lange als »Europas Motor« galt. Inzwischen bekommt Angela Merkel von dort keine Unterstützung mehr. Im Gegenteil. Frankreichs Premierminister Manuel Valls hält Merkels Flüchtlingspolitik für »nicht tragbar« und sagt das auch offen.

 

Großbritannien verlässt nach dem Referendum im Juni die EU: Applebaum sieht die Briten bereits »halb« draußen. Sie prognostiziert einen »ökonomischen Aufruhr« nach dem BREXIT ‒ und der könnte die stark anti-amerikanische Labour Party unter ihrem Vorsitzenden Jeremy Corbyn an die Macht spülen.

 

Der altlinke Labour-Chef Corbyn gilt als NATO-Schreck und will sein Land atomar abrüsten lassen. Vertreter des Militärbündnisses sagten, dass sie deshalb »sehr, sehr besorgt« über Corbyn seien. Nach einem Brexit könnten für die EU alle Dämme brechen, weil Länder wie Ungarn schnell mit einem eigenen Ausstieg folgen könnten.

 

Eine NATO ohne die USA fällt wie ein Kartenhaus zusammen. Treten Großbritannien und Frankreich aus, gibt es erst einen Domino-Effekt und hinterher keine EU mehr. Anne Applebaum fürchtet das als ein Ende der westlichen Zivilisation. Wenn all das eintritt, ist es aber bloß ein Neuanfang.

 

 

 


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