Monday, 25. July 2016
05.01.2016
 
 

Bürgerkrieg in den USA: 100 bewaffnete Rancher rufen regierungsfreie Zone aus

Markus Mähler

Ist der Rinderzüchter Ammon Bundy ein »heimischer Terrorist« oder ein »wahrer Patriot«? Darüber streitet gerade Amerika. Der Rancher hält mit seiner Bürgerwehr einen Naturpark in Oregon besetzt. Er ist zum Sterben bereit und ruft Freiwillige aus dem ganzen Land zu sich: »Wir planen, hier jahrelang zu bleiben.« Dieser Wildwest-Krieg hat Familientradition. Bereits sein Vater Cliven Bundy lieferte sich im April 2014 ein bewaffnetes Duell: mit Hunderten Milizionären gegen die US-Regierung.

 

Das Städtchen Burns im US-Bundesstaat Oregon – wo der Westen noch wirklich wild ist. Am Ortseingang warnen Schilder: »We don't dial 911« (Wir rufen nicht die Polizei, sondern schießen selbst). Am Samstag demonstrieren hier 300 Menschen vor dem Büro des Sheriffs. Aus Ärger über mehrjährige Haftstrafen für zwei Rancher aus ihren Reihen, die wegen Brandstiftung angeklagt sind: Dwight (73) und Steven Hammond (46), Vater und Sohn einer prominenten Farmerfamilie in Oregon.

Beide sollten am Montag ihre Strafe antreten, das wollten die Farmer, Rinderzüchter und Cowboys mit ihrem Protestmarsch verhindern – ohne Erfolg, die Justiz lenkte nicht ein.

 

Also schlägt der Anführer Ammon Bundy das neueste Kapitel der amerikanischen Selbstjustiz auf und verkündet auf Facebook: »Ich habe den Eindruck, wir sind in einer Situation, wenn wir jetzt nicht harte Kante zeigen, dann werden wir in einer Position sein, wo wir das nicht mehr können.«


Regierungskritik mit dem M-16-Gewehr

 

Die »harte Kante« sieht so aus: Aus den Demonstranten wird schnell eine militante Wildwest-Bürgerwehr, die mit der mörderischen Feuerkraft von M-16-Gewehren ausgestattet ist. Sie zieht am Samstagnachmittag zum etwa 80 Kilometer entfernten Malheur National Forest weiter und verschanzt sich in der Einöde für den »Showdown um die Seele von Burns«.

 

Bestens ausgestattet mit Munition und Vorräten für ein ganzes Jahr. Seitdem ist das Naturschutzgebiet eine Nahkampfzone und wird von der US-Regierung belagert. Die Protest-Miliz hat das Hauptquartier des Parks besetzt und hält seitdem die Nation in Atem.

 

Die Anführer Ammon und Ryan Bundy sagen der Tageszeitung The Oregonian, dass bis zu hundert Menschen unter ihrem Kommando stehen. Die seien gewillt, zu kämpfen – und, wenn nötig, zu sterben. Sein Bruder Bundy droht der Polizei mit einem Blutbad, falls die das Verwaltungsgebäude stürmt.

 

Die Bürgerwehr will im Nationalpark so lange aushalten, »wie es nötig ist ‒ Tage, Wochen, oder sogar noch länger«, sagt Ammon Bundy dem Sender CNN in einem Telefoninterview. Verstärkung haben sie bereits aus den ganzen USA. Männer wie Ryan Payne, ein Elektriker aus Montana, oder Jon Ritzheimer aus Arizona.

 

Die Milizionäre trommelten schon am 26. Dezember über das soziale Netzwerk YouTube alle selbsternannten Patrioten wach: Kommt und steht den Oregon-Ranchern in Burns bei!

 

»Kommt ins Malheur National Wildlife Refuge, bringt eure Waffen mit«

 

Der eskalierte Protest ist mittlerweile ein Bürgerkrieg in Wartestellung. Ammon Bundy ruft in einem auf Facebook veröffentlichten Video sogar noch mehr Menschen im Land auf, sich seiner Bürgerwehr anzuschließen. »Kommt ins Malheur National Wildlife Refuge, bringt eure Waffen mit«, sagt er vor laufender Kamera.

 

In den letzten Jahren gründeten Regierungskritiker im ganzen Land bewaffnete Milizen und befinden sich in einem mehr oder weniger offenen Krieg: Gegen den Staat, der aus ihrer Sicht von einer moralisch verdorbenen Politikerkaste beherrscht wird. Der sichtbare Höhepunkt dieses Protestes findet gerade in der Einöde Oregons statt.

 

Sheriff Dave Ward vom Harney County sagt: Die Männer um Bundys Bürgerwehr »wollen die Regierung stürzen«. Der Nationalpark wurde inzwischen abgeriegelt. Militär-Drohnen fliegen über die Wälder und klären aus der Luft auf, der Inlandsgeheimdienst FBI hat die Koordination übernommen. Trotzdem halten sich die Regierungsbehörden bisher sichtbar zurück.

 

Offenbar aus Angst vor einem Bürgerkrieg, schreibt der in den USA einflussreiche politische Aktivist Mike Adams: »Es ist im ureigenen Interesse der Regierung, das ohne Blutbad zu lösen«, sonst könnte die Antwort »eine landesweite bewaffnete Revolte gegen die Tyrannei der Regierung« sein. Wie sehr das Land gespalten ist, zeigen die leidenschaftlichen Diskussionen: Ist Ammon Bundy ein »heimischer Terrorist« oder ein »wahrer Patriot«?

 

 

 

 


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