Tuesday, 30. August 2016
03.02.2016
 
 

Digital-Dschihad: Google zeigt Nachwuchsterroristen nun doch die echten Suchergebnisse

Markus Mähler

Der Telegraph meldete am Dienstag: Möchtegern-Dschihadisten werden bei Google umgeleitet – und sehen falsche Suchergebnisse. Jetzt folgt aber das Dementi vom US-Suchmaschinengiganten. Wer nach IS und al-Qaida sucht, bekommt auch IS und al-Qaida. Allerdings taucht daneben »Anti-Dschihad-Werbung« auf: warum Kopfabschneiden und In-die-Luft-Sprengen nicht schön ist. Ob das den Geheimdiensten gefällt, die bei Google mithören? Die haben dort nichts mehr zum Spionieren, wenn jeder Nachwuchsterrorist merkt, dass Google ihn durchleuchtet.

 

Wie Google Menschen in die Köpfe schaut und dort einen Dschihadisten entdeckt, bleibt weiter geheim. Google verrät seine Algorithmen nicht. Am Dienstag hatte der Telegraph aber gemeldet: »Google liefert falsche Suchergebnisse für Möchtegern-Dschihadisten.« Der Journalist David Barrett stellte ein Pilotprojekt des Suchmaschinenriesen vor: Wer »extremistische Suchbegriffe bei Google eingibt, bekommt stattdessen Anti-Radikalisierungs-Links angezeigt.« Also Aufklärungsseiten über Terrorismus – warum Kopfabschneiden und In-die-Luft-Sprengen nicht schön ist.

Barrett zitierte in der Meldung Dr. Anthony House, der bei Google die öffentliche Kommunikation leitet. House sprach am Dienstag vor dem Innenausschuss des britischen Unterhauses und stellte mehrere Pilotprojekte vor. Mit denen will Google den »Online-Einfluss« von Terroristen eindämmen.

 

Die IS-Miliz unterhält eine Hackergruppe, das sogenannte »CyberCaliphat«. Inzwischen überfluten digitale Dschihadisten YouTube mit Kopfabschneider-Videos, streuen im Netz Terrorpropaganda und geben europäischen Muslimen Rekrutierungsinfos. Tausende reisen nach Syrien. Im Moment kämpfen dort allein 700 Terrorsöldner mit deutscher Staatsbürgerschaft.

 

Den Geheimdiensten dürfte Googles Terroristenprojekt nicht gefallen

 

Der Telegraph-Beitrag über das Google-Fake-Projekt für Terroristen schlug hohe Wellen. Zahlreiche angelsächsische Medien griffen das auf. Dem angelsächsischen Geheimbund Five Eyes dürfte all das nicht schmecken. Mit diesem Geheimdienstclub teilen sich die USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland die Bespitzelung des Erdballs auf.

 

Deutschland und die restlichen NATO-Mitglieder sind aus dem Elite-Spionagenetzwerk ausgeschlossen – sie bekommen keine Spionageinformationen, sondern werden selber bespitzelt. Siehe Merkels Dienst-Handy und ihr Zitat: »Ausspähen unter Freunden – das geht gar nicht.«

 

Seit Edward Snowden und seinen NSA-Enthüllungen steht Google aber wie andere US-Konzerne unter Generalverdacht: Geheimdienste lesen dort durch die Hintertür mit und freuen sich über jeden Terroristen, der dort sucht. Zwar versprach Googles Sicherheitschef Eric Goose im Juni 2015: Es gibt keinen »Generalschlüssel« und keine Hintertür für NSA, CIA, FBI und Konsorten.

 

Allerdings zapft man dort durch Spähprogramme wie PRISM, Tempora oder Boundless Informant das Internet direkt an. Auf Google ist man gar nicht mehr so sehr angewiesen. Was die »Five Eyes« aber gar nicht gebrauchen können: wenn Google jedem dahergelaufenen Möchtegern-Dschihadisten verrät, dass er bereits beim Suchen komplett durchleuchtet wird.

 

»Anti-Dschihad-Werbung« ist der Überwachungs-GAU

 

Die Meldung des Telegraph von der Google-Umleitung für Terroristen ist der Überwachungs-GAU – und ein zu verräterischer Wink mit dem Zaunpfahl: Google kann erst »Anti-Radikalisierungs-Links« bei terroristischen Suchbegriffen ausspucken, wenn der Suchende schon länger beim Suchen beobachtet wurde – und inzwischen in der Schublade »Terroristen und ihre Fans« ist.

 

Ansonsten bekämen Abermillionen normale Nutzer auch diese Links, wenn sie bloß nach IS oder al-Qaida suchen. Zum Glück für Google speichert der Datenkrake alle Merkmale oder Interessen seiner Nutzer, sortiert uns Suchende in unzählige Kategorien und passt alle Suchergebnisse den gesammelten Vorlieben an.

 

Google weiß, was wir sehen wollen. Technisch ist die Sonderbehandlung für Terroristen also kein Problem. Sollte man das den Betroffenen aber so direkt unter die Nase reiben wie jetzt? Deren Reaktion ist absehbar: »Hoppla, ich bekomme Anti-Terror-Links. Die erkennen mich als Dschihadisten, ich nutze lieber kein Google mehr!« Damit wird es aber auch für Geheimdienste schwieriger, den Nachwuchsterroristen zu überwachen.

 

Jeder Terrorist weiß jetzt: Lieber nicht über Google suchen


Zufall oder nicht: Google ruderte sofort zurück, als die Meldung von den falschen Suchergebnissen für Terroristen bekannt wurde. Allerdings klingt die Korrektur fast noch dämlicher als die Originalmeldung. Ein »Google-Sprecher« sprach mit dem US-Medienportal Buzzfeed: »Nein, Google liefert keine gefälschten Suchergebnisse für den IS.«

 

Es wird doch nicht umgeleitet. Der Nachwuchs-Dschihadist bekommt von der Suchmaschine weiter, was er will. Terrorismus. Allerdings taucht daneben »Anti-Dschihad-Werbung« auf.

 

Und so will sich der Datenkrake herauswinden: Mit seinem Sponsoringprogramm Google Grants spendiert Google gemeinnützigen Organisationen ein Werbebudget. Mit dem Geld dürfen sie »Anti-Dschihad-Werbung« bei Google Adwords schalten.

 

Solche personalisierten Anzeigen passen thematisch immer zu den gerade angezeigten Suchergebnissen. Sucht der Dschihadist also nach Terror, bekommt er Terror – automatisch wird aber die gebuchte Antiterrorwerbung mit eingeblendet. Google gibt wieder jedem, was er will. Ob das den Geheimdiensten besser gefällt? Gerade sucht jeder Möchtegernbomber fieberhaft nach alternativen Suchmaschinen – denn bei Google wird er so oder so überwacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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