Tuesday, 22. May 2012
14.07.2009
 

Massaker an wehrlosen Taliban-Gefangenen

Michael Grandt

Ende 2001 wurden in Afghanistan 2.000 Taliban-Gefangene grausam ermordet. Die Bush-Regierung hat alles unternommen, um diesen Massenmord zu vertuschen. Warum, lesen Sie hier.

Die New York Times berichtet Unglaubliches: Vor rund acht Jahren verübten afghanische US-Verbündete der Nordallianz ein Massaker an wehrlosen Taliban-Gefangenen. Zudem habe die Bush-Regierung alles getan, um diesen Massenmord geheim zu halten. Hohe Regierungsbeamte versuchten sogar, Ermittlungen mehrerer US-Behörden, darunter das FBI und das State Department, zu dem Verbrechen zu blockieren. Auch das Rote Kreuz wurde an seinen Bemühungen um Aufklärung behindert.

2.000 wehrlose Gefangene der Taliban sollen in Container-Lastwagen eingesperrt worden sein, wo sie elend erstickten. Andere wurde kurzerhand erschossen. Die Leichen wurden anschließend in der Wüste verscharrt. Die Häftlinge waren nach der Invasion der US-Truppen im Jahre 2001 den einheimischen Milizen und US-Verbündeten übergeben worden. Das Massengrab befindet sich in in der afghanischen Dasht-e-Leili-Wüste in der Nähe von Sheberghan.

Der Massenmord wurde offensichtlich von General Abdul Raschid Dostum, einem afghanischen Milizenführer befohlen. Dostum und seine Kämpfer waren Verbündete der US-Truppen und wurden von der CIA unterstützt. Zudem scheinen die Amerikaner besorgt gewesen zu sein, dass der afghanische Präsident Hamid Karzai die Unterstützung der Bevölkerung verlieren würde, wenn das unmenschliche Verbrechen ans Tageslicht kommt, denn Dostum wurde von Karzai offen unterstützt und sogar in sein Team genommen.

Das dürften wohl auch die Gründe dafür gewesen sein, weshalb die Bush-Administration verzweifelt versuchte, den Massenmord geheim zu halten.

Bisherigen Verlautbarungen von US-Regierungs-Offiziellen zufolge gebe es »keine Rechtsgrundlage«, um den Massenmord zu untersuchen. »Das waren fremde Kämpfer in einem fremden Land.«

»Das ist absurd«, erwidert Susannah Sirkin, stellvertretende Direktorin der Physicians for Human Rights. »US-Militär und US-Personal haben die Übergabe der Gefangenen an General Dostums Truppen veranlasst. Außerdem wurden die Grabstätten manipuliert, Beweise zerstört und Zeugen des Massakers gefoltert und getötet.«

Nachdem immer mehr Details zu diesem Massenmord ans Tageslicht gekommen sind, ordnete Präsident Barack Obama jetzt eine Prüfung an.

Klar dürfte aber sein, dass das Ziel der Amerikaner, nämlich die Herstellung von Sicherheit für die afghanische Bevölkerung, nicht erreicht werden kann ohne Gerechtigkeit und das Ende der Straflosigkeit für Kriegsverbrechen, die von den USA oder ihren Verbündeten begangen worden sind.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Amerikanische Marines müssen in Afghanistan die Heroin-Plantagen der Taliban bewachen

Udo Ulfkotte

Es ist bekannt, dass die im Norden Afghanistans stationierten deutschen Soldaten die Mohn-Plantagen der afghanischen Bauern nicht zerstören dürfen. Der Auftrag der deutschen Soldaten lautet schlicht, die öffentliche Ordnung zu gewährleisten. Von Rauschgiften und Mohnplantagen steht nichts in ihrem Auftrag. So schauen die deutschen Soldaten denn  mehr …

US-Militär in Afghanistan: Drogenbekämpfung, nein danke!

Gerhard Wisnewski

Die Korruption in Kabul sei für die schleppende Drogenbekämpfung in Afghanistan verantwortlich, konnte man in der »Süddeutschen Zeitung« vom 26./27. Juli 2008 lesen. Staatspräsident Karsai lasse die Drogenbarone gewähren und nehme Korruption in Kauf, berichtete die »Süddeutsche« über einen entsprechenden Artikel in der »New York Times«. Die  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Superjets – Auf Testflug über Australien

Andreas von Rétyi

Gegenwärtig tut sich so einiges am klaren Himmel über der einsamen australischen Wildnis. Denn im Rahmen einer gemeinsamen Forschungsoperation testen amerikanische und australische Militärwissenschaftler neue Hyperschall-Technologie.  mehr …

Amerikanische Marines müssen in Afghanistan die Heroin-Plantagen der Taliban bewachen

Udo Ulfkotte

Es ist bekannt, dass die im Norden Afghanistans stationierten deutschen Soldaten die Mohn-Plantagen der afghanischen Bauern nicht zerstören dürfen. Der Auftrag der deutschen Soldaten lautet schlicht, die öffentliche Ordnung zu gewährleisten. Von Rauschgiften und Mohnplantagen steht nichts in ihrem Auftrag. So schauen die deutschen Soldaten denn  mehr …

Geheimprojekt »Lapcat« – Bin Ladens Überschall für Überflieger

Udo Ulfkotte

Vor 40 Jahren – am 2. März 1969 – hob im französischen Toulouse die »Concorde« zu ihrem Erstflug ab. Ein Traum wurde wahr. Heute entwickelt man insgeheim Flugzeuge, die mit bis zu Mach 8 (9600 km/h) fliegen werden. Ein Halbbruder Bin Ladens zählt zu den ersten Käufern eines neuen Flugzeuges für Überflieger.  mehr …

Mysteriöse Schallgeräusche über Area 51

Andreas von Rétyi

In den vergangenen Wochen haben Zeugen wiederholt davon berichtet, ungewöhnlichen Überschall-Donner bei »Area 51« vernommen zu haben, der meist in einer schnellen Dreierfolge auftrat. Was spielt sich derzeit auf der bekanntesten Geheimbasis der Vereinigten Staaten ab?  mehr …

Aufruhr unter muslimischen Führern: Fußball-Weltmeisterschaft 2010 – die FIFA beleidigt den Islam

Udo Ulfkotte

Im Sommer 2010 wird die Fußball-Weltmeisterschaft zum ersten Mal auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen: in Südafrika. Der Weltfußballverband FIFA freut sich zusammen mit Milliarden Fußballfans in aller Welt auf das Großereignis – nur Muslime nicht, sie sehen schon jetzt durch die Werbung für die Großveranstaltung den Islam beleidigt. Und in  mehr …

Werbung

Newsletter – Jetzt kostenlos anfordern

E-Mail-Adresse

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.