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Das »Acquired Immune Deficiency Syndrome« kurz Aids genannt, ist ein »erworbenes Immundefektsyndrom« und eine der schlimmsten Plagen in der Geschichte der Menschheit.
Die meisten Aids-Erkrankungen im südlichen Afrika
Weltweit ist rund ein Prozent der 15 bis 49-Jährigen mit dem HIV-Virus infiziert. Erkrankte in Millionen:
Südliches Afrika: 22,4
Südasien: 3,8
Südamerika: 2,0
Westeuropa: 1,5
Osteuropa, Zentralasien: 1,5
Nordamerika: 1,4
Ostasien: 0,85
Nord-/Zentralafrika: 0,31
Karibik: 0,24
Ozeanien: 0,059
Afrika ist am stärksten vom HIV-Virus betroffen. In manchen Staaten liegt die Aids-Rate sogar bei über 20 Prozent, beispielsweise in Swaziland (26,1 %) oder Botswana (23,9 %).
Geringe HIV-Raten in muslimischen Ländern
Vergleicht man jedoch die globalen Aids-Raten ist auffallend, dass in den Regionen, in denen überwiegend Muslime leben, wie in Nordafrika oder im Nahen und Mittleren Osten, die Aids-Erkrankungen sehr viel geringer ausfallen, als in Westeuropa oder in Nord- oder Südamerika. Selbst eines der ärmsten Länder der Welt, das islamisch/sunnitische Land Somalia, ist mit einer HIV-Rate von 0,5 Prozent erst auf Platz 76 des Länderrankings zu finden und damit weit abgeschlagen von den übrigen afrikanischen Staaten, in denen ansonsten eine exorbitant hohe Aids-Rate herrscht. Weitere islamische Staaten sind ebenfalls auf den hinteren »Plätzen« angesiedelt. Hier ein paar Beispiele:
Iran: 0,2 %
Indonesien: 0,2 %
VAE: 0,18 %
Irak: 0,1 %
Türkei: 0,1 %
Ägypten: 0,1 %
Algerien: 0,1 %
Syrien: 0,1 %
Saudi Arabien: 0,01 %
Afghanistan: 0,01 %
Brautpaare werden auf Aids getestet
Doch warum gibt es überhaupt ein solches auffälliges »Aids-Raten-Gefälle« zwischen islamisch-muslimischen Ländern und denen der übrigen Welt? Liegt es etwa an der islamischen Religion mit ihren traditionellen Regeln und an der muslimischen Sexualmoral? Einiges spricht dafür. Außerehelicher Sex jedenfalls ist ein Tabu. Manche meinen sogar, dass die spezielle Beschneidungspraxis der Muslime gegen sexuell übertragbare Krankheiten schützen soll. Wissenschaftliche Belege für diese Behauptung konnte ich jedoch nicht eruieren.
Um die Ausbreitung der Seuche einzudämmen, werden seit 2008 beispielsweise in Saudi-Arabien Brautpaare per Bluttest auf Aids und Hepatitis geprüft. Ist das Ergebnis negativ, kann und darf geheiratet werden - besteht eine Infektion, kommt der Fall vor das Justizministerium. Auch Ausländer, die in Saudi-Arabien arbeiten wollen, werden getestet. Ist einer positiv, muss er das saudische Königreich verlassen. Alle zwei Jahre stehen diese Untersuchungen an. Westliche Formen der Aids-Bekämpfung, wie Gratisabgabe von Injektionsnadeln an Süchtige oder »Safer Sex« mit Kondomen, werden hingegen als »unislamisch« abgelehnt.
Die »Strafe Gottes«
Schützt der Islam also vor Aids, der »Strafe Gottes«?
Viele Muslime meinen, gerade die Aids-Epidemie würde beweisen, dass die islamischen Normen und Werte den westlichen überlegen seien.
Allerdings darf man nicht vergessen, dass in den meisten muslimischen Gesellschaften HIV/Aids als »Tabu« gilt. Infizierten drohen sogar Ausgrenzung, Benachteiligungen oder Strafen. Aus diesen Gründen ist es nicht einfach, verlässliche Daten zu erheben.
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Quellen:
Handelsblatt vom 26.04.10
http://heceas.org/publications/projects_dt_5.html
www.politische-bildung-brandenburg.de/islam/ueberblick/ueberblick.htm
http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/aids-test_als_heiratsbedingung_in_saudiarabien_1.666223.html
Robert Szabo: »How Does Male Circumcision Protect Against HIV Infection« in: British Medical Journal 06/10/00
CIA World Fact Book
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