Tuesday, 24. May 2016
18.01.2012
 
 

Energiewende wirkt: Milder Winter – Stromausfälle häufen sich bereits!

Michael Limburg

In den letzten Tagen häufen sich die Meldungen in den Medien über zunehmende Beinahe- oder Kurzzeitstromausfälle (hier und hier).
Sie sind eindeutig eine Folge der von der Merkel-Regierung im Frühjahr/Sommer durchs willige Parlament gepeitschten »Energiewende«. Und wurden von allen ehrlichen Experten (zum Beispiel hier) bereits für den Winter vorhergesagt. Erinnern wir uns an die, nach unentschuldbarer Panikmache wegen der Fukushima-Havarie, von der Bundesregierung verfügte Sofortabschaltung von acht sicheren Kernkraftwerken? Nachträglich dürftig »moralisch« sanktioniert durch eine so genannte »Ethikkommission«, der zwar Philosophen, Politiker, Bischöfe und andere illustre Menschen der Staatselite, aber kein einziger Energieexperte angehörte. Der einzige Wirtschaftsvertreter (Jürgen Hambrecht von der BASF) gab nur zögernd eine »konditionierte« Zustimmung, von der die Regierung die »Konditionierung« dankbar nicht zur Kenntnis nahm.

Schon im Mai 2011 stellte dazu das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Bundestag (TAB)  fest:

»Bei Stromausfall droht ›Kollaps der Gesellschaft‹ –
Schon nach wenigen Tagen Stromausfall in einer deutschen Region ist die flächendeckende Versorgung mit lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen nicht mehr sicherzustellen. […] Die Sprecherin von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sagte, einen Blackout wegen mangelnder Bereitstellung von Strom werde es nicht geben.«

Dieser kühne Spruch des Ministeriums entpuppt sich – wie so oft – als politische Beruhigungspille, man kann auch vom »Pfeifen im Walde« sprechen. Denn »Die Stromversorgung in Deutschland ist

Glückssache« titelt die Welt nur wenige Monate später am 05.01.12 in ihrer Online-Ausgabe  und schreibt:

 

 

»Die deutsche Stromversorgung war noch nie so unsicher wie in diesem Winter. Nach der Abschaltung von acht Atomkraftwerken im vergangenen Sommer müssen die Netzbetreiber inzwischen fast täglich mit Sonder- und Notfallmaßnahmen in den Energiemarkt eingreifen, um die stabile Versorgung weiterhin garantieren zu können...
Wenn jetzt noch die Temperaturen stürzen, Frankreichs Stromlieferungen wegen Eigenbedarfs ausbleiben und Windflauten den Nachschub an Ökostrom lahmlegen, kann es auch noch ganz eng werden mit der deutschen Versorgungssicherheit.
Nicht auszuschließen, dass die Netzbetreiber irgendwann auch mal industrielle Großverbraucher von den Leitungen abklemmen müssen, damit das Stromnetz nicht zusammenbricht. Diesen letzten Ausweg vor dem Blackout sehen die deutschen Energiegesetze ausdrücklich vor.«

 

Und SPON titelt zeitgleich »Deutschland muss österreichische Kraftwerke anzapfen« und erläutert dann:

»Die deutschen Stromnetze stehen in diesem Winter unter massiver Belastung. Wie die Welt berichtet, musste der Netzbetreiber Tennet bereits am 8. und am 9. Dezember erstmals auf Kraftwerksreserven in Österreich zurückgreifen. Dafür musste unter anderem ein altes Ölkraftwerk bei Graz wieder ans Netz gebracht werden.
Die Bundesnetzagentur bestätigte den Vorgang, der zuvor auch schon in österreichischen Zeitungen thematisiert worden war, jedoch bislang noch nicht in Deutschland.
Am 8. und 9. Dezember kam es zu einer extremen Konstellation. Durch das Sturmtief »Ekkehard« arbeiteten die Windanlagen an der Küste mit voller Kraft. Die gut 20.000 Megawatt Kapazität wurden fast vollständig ausgenutzt. Wegen fehlender Leitungen konnte diese Energie aber nicht nach Süden transportiert werden.«

Und die zunehmend kritischer werdende Welt schreibt zusätzlich weiter in ihrer Online-Ausgabe vom selben Tag unter der Überschrift »Österreich rettet deutsche Stromversorgung«:

 

»Die Abschaltung deutscher Atomkraftwerke macht sich bemerkbar. Netzbetreiber können nur noch mit Reservekraftwerken aus Österreich die Versorgung stabil halten...«

Voraus ging eine Information des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft VIK, »Industrie in Deutschland befürchtet verstärkt Stromausfälle und Blackouts als Folge der Energiewende«, die im Netz ein breites Echo fand:

»Mit der anstehenden Energiewende, die bis zum Jahr 2022 realisiert werden soll, warnt die Industrie in Deutschland vor vermehrten Stromausfällen und Blackouts. Für die Verbraucher hierzulande kaum spürbar müssen einige Firmen sich bereits mit Stromschwankungen arrangieren, deren Folgen Millionenschäden verursachen könnten.
Bereits am Anfang des vergangenen Jahres hatte die Bundesnetzagentur gewarnt, dass es im Zusammenhang mit der geplanten Energiewende und der sofortigen Abschaltung von Atomkraftwerken insbesondere im Winter zu Stromengpässen kommen könnte. Zumindest für diesen Winter konnte man in dieser Hinsicht Entwarnung geben, dennoch gebe es bereits zum jetzigen Zeitpunkt schon Probleme.«

Und am Freitag, dem 06.01.2012, konnte man unter der Überschrift »Industrie klagt über häufigere Stromausfälle«dazu auch Details in der Freien Presse lesen:

»Die deutschen Verbraucher sind bislang trotz des Atomausstiegs von Blackouts verschont geblieben, doch die Industrie klagt über eine wachsende Zahl von Stromausfällen. Die beschleunigte Energiewende habe ›zu bedenklichen Qualitätsverlusten bei der Stromversorgung‹ geführt, sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), Volker Schwich, dem Handelsblatt.
Auf die VIK-Mitglieder entfallen rund 80 Prozent des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland. Das Problem ist, dass schon kurze Stromunterbrechungen im Millisekundenbereich und Frequenzschwankungen, die für den ›Normalbürger‹ gar nicht bemerkbar sind, in der Industrie zu erheblichen Problemen führen können.
Der norwegische Aluminiumhersteller Norsk-Hydro warnte laut Handelsblatt in einem Brandbrief an die Bundesnetzagentur, das Unternehmen sehe sich mit einer ›beunruhigenden Häufung von Netz- und Frequenzschwankungen‹ konfrontiert, wie es sie in den vergangenen Jahrzehnten nicht gegeben habe.
Die Bundesnetzagentur kündigte an, sie werde das Gespräch mit den Betroffenen suchen. Allerdings gebe es bislang überhaupt keine belastbaren Zahlen zur Dimension des Problems. Bisher erfasst die Überwachungsbehörde nur Stromausfälle, die länger als drei Minuten dauern. Hier schneidet Deutschland mit Stromunterbrechungen von durchschnittlich nur 15 Minuten pro Jahr und Endverbraucher bislang im internationalen Vergleich sehr gut ab.«

Und dabei hatten wir noch keinen richtigen Winter. Aber der kommt bestimmt. Wenn nicht dieses, dann nächstes Jahr. Und dann sind Wahlen! Leider ohne Auswahl! Umweltminister Röttgen darf sich inzwischen zusammen mit den Chinesen weiter über Rekordzuwächse bei der Installation von Solaranlagen freuen, »Deutscher Solarzubau sprengt alle Rekorde«,titelt die Welt vom 07.01.2012 und schreibt:

»Allein im Dezember 3.000 Megawatt mehr
Die Zahl neuer Solaranlagen in Deutschland ist im Dezember explosionsartig gewachsen. Der Zubau betrug nach Angaben der Bundesnetzagentur 3.000 Megawatt. Damit wurde so viel an neuen Anlagen zugebaut wie nie zuvor. Der bisherige Rekord war der Juni 2010 mit 2.100 Megawatt. Wider Erwarten wurde mit 7.500 Megawatt dank des Dezembers auch der bisherige Installationsrekord von 2010 (7.400 Megawatt) noch übertroffen...
[...] Bislang wird der Zubau von Solaranlagen in Deutschland unbegrenzt gefördert, die Kosten werden auf die Stromrechnung aller Verbraucher umgelegt. Die bis Ende 2011 zugebauten Solarmodule werden wegen dieser Vergütungsgarantie die Verbraucher nach Berechnungen von Ökonomen in den kommenden 20 Jahren mit mehr als 120 Milliarden Euro belasten. Derzeit hat Solarstrom rechnerisch einen Anteil von etwa drei Prozent an der deutschen Elektrizitätsversorgung. Allerdings fällt der Beitrag der Solarenergie in den Wintermonaten fast komplett aus und muss durch andere Kraftwerke ersetzt werden.«

 

 

Quelle: EIKE

 

 

 


 

 

 

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