Wednesday, 28. September 2016
11.05.2014
 
 

Der Goldkrieg

Michael Morris

Im Jahr 2014 gedenken wir nicht nur des Beginns des Ersten Weltkriegs, nein, wir feiern auch 100 Jahre wertlosen Geldes! Seit dem Ende des allgemeinen Goldstandards 1914 führt ein westliches Bankenkartell einen Krieg gegen Gold. Die Bankiersfamilien übernahmen alle westlichen Zentralbanken, sie trennten das Geld vom Gold, manipulierten dessen Preis und versuchten die Menschen davon zu überzeugen, dass Gold ein steinzeitliches Relikt sei. Doch das Gegenteil ist der Fall. Gold ist ein wichtiger Schlüssel zur Neuordnung der Welt! Das Bankenkartell hat den Krieg gegen das Gold verloren, denn es hatte die Rechnung ohne die Asiaten gemacht. Nun führt es einen Krieg um Gold, der noch weitreichende Folgen haben könnte.

Wir befinden uns seit 2009 inmitten eines gewaltigen Wirtschafts- und Währungskriegs, der auch ein Goldkrieg ist. Von den Massenmedien totgeschwiegen, stehen sich das westliche Bankenkartell um die Fed und die aufstrebenden Nationen um die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) gegenüber und kämpfen um jeden einzelnen Barren Gold. China und Russland fordern ein Ende der Dollar-Herrschaft und die Einführung einer neuen, durch Gold gedeckten Weltleitwährung. Das Bankenkartell versucht indes mit allen Mitteln, seinen sterbenden Fed-Dollar lange genug am Leben zu erhalten, um zwischenzeitlich eine eigene, neue Weltwährung etablieren zu können. Doch dafür braucht die heimliche Weltregierung Gold – Gold, das sie nicht hat, weil es jahrelang im ganzen großen Stil von West nach Ost abgeflossen ist. China hat sich den größten Teil allen verfügbaren Goldes gesichert. Daher tobt nun der Krieg um den kargen Rest und um das Gold der Zukunft, um die Goldminen, die zum größten Teil bereits den Besitzern der westlichen Großbanken gehören. Das Kartell manipuliert auch hier die Preise, um ehrliche Käufer zu verschrecken und auf diese Weise günstiger alles an sich zu reißen. Doch die Chinesen kaufen mit ihren Dollarüberschüssen einfach alles auf: Gold, Immobilien, Konzerne. Die westlichen Machtzentralen haben China und Russland lange unterschätzt. Nun, da sie zu mächtig werden, will man sie mit allen Mitteln stoppen.

 

Nach Syrien wurde auch die Ukraine zu einem Spielball im erbitterten Machtkampf zwischen Ost und West, bei dem es nicht um Menschen geht, sondern um geostrategisches Kalkül und um Ressourcen wie Öl, Gas und Gold. Es geht beim Ukrainekonflikt um die Weltherrschaft, denn die Ukraine ist die Verbindung zwischen Russland und Europa − und die wollen bestimmte Kräfte in den USA mit allen Mitteln zerstören. Aus Sicht des Fed-Kartells muss eine friedliche Einheit aus Russland und Europa verhindert werden. Dafür scheint der Westen offenbar bereit, einen Krieg gegen Russland anzuzetteln – oder will man nur für eine Weile von den massiven Problemen in der Weltwirtschaft und im Weltfinanzsystem ablenken? Auf jeden Fall war eine der ersten Amtshandlungen der vom Westen eingesetzten ukrainischen Übergangsregierung, die Goldreserven des Volkes, rund 40 Tonnen, im März 2014 still und heimlich vom Flughafen Boryspil aus nach New York zu schaffen. Für dieses »Geschenk« an die Fed erhielt die Ukraine im Gegenzug umgehend Kredite vom IWF. Die Fed braucht solche »Goldspritzen« ganz dringend, denn ihre Tresore sind leer. All das Gold anderer Nationen, das hier zur Sicherheit eingelagert war, ist weg. Es wurde verleast, verborgt, verkauft.

 

Die Zentralbanken der größten westlichen Nationen wie den USA, Großbritannien und Deutschland, haben nicht annähernd so viel Gold, wie sie behaupten – vermutlich haben sie gar keines mehr! Sicher ist zudem, dass China um ein Vielfaches mehr Gold besitzt, als dessen Führung bislang zugibt, dasselbe gilt für Russland. Im Grunde dürfte kaum eine jener offiziellen Zahlen stimmen, die in Zusammenhang mit Gold − meist vom World Gold Council − genannt werden. Viele davon sind sogar nahezu absurd. Es wird gelogen und getäuscht, es wird gezockt und manipuliert. Es tobt ein Informations- und Psychokrieg. Und es ist an uns allen, von den Vertretern der Presse und der Politik mehr Verantwortung und Vernunft einzufordern!

 

Seit einigen Jahren findet in einigen Teilen der Welt ein neuer Goldrausch statt, der von den westlichen Medien totgeschwiegen wird. Stattdessen berichten sie ohne zu denken über Trillionen von wertlosem Giral-Konfetti-Schuldgeld, als ob es das Normalste der Welt wäre, denn sie sind offenbar nicht in der Lage, die Zusammenhänge zu erfassen!

 

Dutzende von Millionen Menschen bestreiten ihr Einkommen heute wieder durch Goldschürfen, die meisten von ihnen illegal. Niemand weiß, wie viel Gold sie jährlich zutage fördern. Die Goldschmelzen sind 2013 weltweit heiß gelaufen, die Nachfrage übersteigt bei Weitem das Angebot.

 

Obwohl das Bankenkartell den Goldpreis zwischen 2011 und 2013 mittels vielschichtiger Manipulationen einbrechen ließ und die Presse ihre Berichterstattung über Gold einstellte, haben immer mehr Menschen begriffen, dass unser gegenwärtiges Papiergeldexperiment gescheitert ist. Daran werden auch die weltweiten Konfetti-Partys, oft als »Quantitive Easing« und »Null-Zins-Politik« bezeichnet, nichts ändern. Ja, man kann versuchen, den Überbringer der schlechten Nachricht − also China und Russland − zu köpfen, es würde aber von mehr Verstand zeugen, einfach die eigene Wirtschaftspolitik zu verändern.

 

Weltweit verstehen immer mehr Menschen den Wert von Gold, also von echtem Geld! War die Nachfrage nach Gold schon 2013 gigantisch, so stieg sie Anfang 2014 erneut. Händler in Europa, Australien und in den USA meldeten kurzzeitige Lieferengpässe. Die Münze Österreich und die australische Perth Mint mussten neue Mitarbeiter einstellen und prägten in drei Schichten rund um die Uhr.

 

Der US-Dollar und Gold sind die einzigen Währungen, die sich in den Währungsreserven einer jeden Zentralbank finden, sie sind daher die einzigen Weltwährungen. Dadurch stehen sie in Konkurrenz zu einander. Um dabei den Dollar besser aussehen zu lassen, manipuliert das Fed-Kartell den Goldpreis mittels Preisabsprachen, Scheingeschäften und Hochfrequenzhandel massiv nach unten. Doch bei Gold ist nicht der Preis entscheidend, sondern sein Besitz. Sein Wert bemisst sich nicht in Dollar oder Euro, sondern in seiner einzigartigen Stabilität und Wertbeständigkeit, in seiner Verfügbarkeit und Marktfähigkeit. Gold hatte vor 2000 Jahren denselben Wert wie heute, und es wird ihn vermutlich auch in weiteren 2000 Jahren noch haben. Die meisten Währungen aber haben nicht länger als einige Jahrzehnte, bestenfalls einige Jahrhunderte überdauert. Gold hat immer weiter bestanden und weiter seinen Wert erhalten. Gold ist seit Jahrtausenden das beste, und letztlich auch das einzig zuverlässige Geld. Die amerikanischen Währungshüter wissen das, die russischen und chinesischen auch. Darum wird um jeden einzelnen Barren gekämpft.

 

In den Zeiten des Goldstandards war jede Währung durch Gold gedeckt und alle Banknoten und Kurantmünzen waren jederzeit gegen Gold eintauschbar. Das machte eine Währung glaubwürdig. Doch seit dem Ersten Weltkrieg hat das Bankenkartell es geschafft, zu verhindern, dass die Welt wieder zu einem Goldstandard zurückkehrt. Seitdem ist dem Schuldenmachen keine natürliche Grenze mehr gesetzt. Doch die weltweite Schuldenorgie hat ihr natürliches Ende erreicht. Die Party ist zu Ende!

 

All diese Schulden wären unter gedeckten Währungen nicht möglich gewesen! Unter einem Goldstandard hätte es weder die zwei Weltkriege noch den Vietnamkrieg oder die Kriege in Afghanistan und im Irak gegeben. Obwohl Gold oft Auslöser für Unrecht und Plünderungen war, ist es unter rechtsstaatlichem Verhalten der einzige uns bislang bekannte Garant für Frieden und Stabilität.

 

Der Preis von Gold wird nachweislich seit Mitte des 19. Jahrhunderts von London aus manipuliert, doch noch nie in der Geschichte so vehement und skrupellos, wie seit Beginn des 21. Jahrhunderts. Zudem hat sich das Epizentrum des Verbrechens nach New York verlagert. Wir leben in einer Welt, die sich seit der Einführung des Computers zusehends beschleunigt hat und auch weiter beschleunigt. Umso wichtiger ist es, fundamentale Fakten in der Wirtschaft und im monetären System nicht aus den Augen zu lassen. Wenn man all diese Daten betrachtet, dann kann man – wenn man dazu bereit und in der Lage ist − zu folgendem Schluss kommen: Die Situation, in der wir uns im Jahr 2014 befinden, gleicht sozial jener von 1914 und wirtschaftlich jener der späten 1920er-Jahre. Was auf diese Zeit folgte, waren Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger, Enttäuschung − und in weiterer Folge der Zweite Weltkrieg, und mit ihm millionenfacher Tod und unbeschreibliches Leid. Doch wie sagte der Philosoph George Santayana so schön: »Wer sich weigert, aus den Lektionen der Geschichte zu lernen, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen!«

 

 

Wenn Staaten pleite sind, dann haben sie nicht allzu viele Möglichkeiten, um zu überleben. Dasselbe gilt für die Politiker, die dies zu verantworten haben. Im Regelfall werden sie immer die eigenen Bürger enteignen, was im modernen Märchenland »Europa« längst begonnen hat. Was sonst sollten Politiker tun, um sich über ihre Legislaturperiode und somit ans sichere Ufer der eigenen großzügigen Altersversorgung zu retten? Niemand will seine eigene »Regentschaft« negativ bewertet wissen – das würde das Ego nicht verkraften −, deshalb neigen Politiker dazu, Probleme zu verschleppen, anstatt sie zu lösen.  Im schlimmsten Fall, wenn sie keinen Ausweg mehr wissen, bleibt ihnen immer nur eins: ein großer Krieg. Um nicht selbst zum Feindbild des Volkes zu werden, neigen die herrschenden Kasten dazu, ein anderes, künstliches Feindbild aufzubauen, um ihm die Schuld an allem zu geben. Der »islamische Terror« musste lange dafür herhalten, hat sich aber als nicht effektiv genug erwiesen. Nun muss also ein neues Feindbild für die westlichen Politiker geschaffen werden. Wladimir Putin scheint gegenwärtig ganz oben auf der Liste zu stehen.

 

Die durchschnittliche Verschuldung der Staaten in der Euro-Zone liegt bei knapp 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Überschuldung führt immer in die Insolvenz – es sei denn, man besitzt eine Bank. Die heute angehäuften Schulden bei den Banken können nicht beglichen werden, weil dafür nicht genügend Geld vorhanden ist und neues Geld nur durch weitere Kredite bei denselben Banken geschöpft werden kann. Die Katze beißt sich in den Schwanz. Das zu verstehen wäre wichtig, vor allem, wenn Politiker von »Sparmaßnahmen« und »Einschnitten« sprechen, denn die sind sinnlos – außer für die oberen zehn Prozent der Einkommenspyramide.

 

Des Pudels Kern ist unser modernes Schuldgeldsystem in Kombination mit dem Recht von Banken, Geld schöpfen zu dürfen. Ohne einen Edelmetallstandard kann es kein werthaltiges Geld geben und somit auch keinen Frieden, denn wertloses Geld führt in Zyklen immer wieder zum Zusammenbruch der Wirtschaft und somit zu Krieg und Elend. Es gibt – gegen alle offiziellen Aussagen − keine Garantien für Bankeinlagen, weil weder die Bankeinlagen noch die zur Rettung nötigen Mittel dafür überhaupt existieren! Die Aussage, dass Bankeinlagen bis zu einer bestimmten Höhe gesichert seien, ist eine Lüge! Das Einzige, das sicher ist, ist die Tatsache, dass seit der Euro-Einführung in Europa massiv Geld von unten nach oben umverteilt wurde, also die Armen ärmer und die Reichen reicher wurden. Es gibt nichts, das derzeit unsicherer wäre, als sein Geld einer Bank anzuvertrauen. Dennoch kehren immer mehr Menschen allen klassischen Anlageformen den Rücken und horten ihr Geld auf dem Girokonto. Dieser Wahnsinn ist der geschickten Propaganda der Banken und der allgemeinen Unwissenheit der Masse geschuldet. Wer seine Ersparnisse gegen staatliche, EU-zentralistische oder Banken-Willkür schützen möchte, kann dies langfristig am sichersten mit Gold und Silber tun – wenngleich man darum wissen muss, dass man dank der Manipulationen beim Goldpreis auch kurzzeitige Verluste erleiden kann. Gold kann aber – anders als Papier- und Giralgeld – niemals wertlos werden! Es kann außerdem nicht oft genug betont werden: Giralgeld (Geld auf dem Konto) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel, es kann von einem Moment auf den nächsten für ungültig erklärt oder aber auch einfach im Computer gelöscht werden. Gold kann nicht vernichtet werden!

 

Unser heutiges Schuldgeldsystem ist ein reines Betrugsmodell, ein klassisches Schneeballsystem, wie es im Grunde verboten ist. Bei jedem Schneeballsystem gewinnen diejenigen, die es gestartet haben − und verlieren alle jene, die später eingestiegen sind. Im Falle von »Euro« und »US-Dollar« sind die Initiatoren einige wenige Bankiersfamilien, die das Spiel angezettelt haben und die alle Einlagen einsacken – wen wundert es, dass dies genau jene Familien sind, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts von London aus den weltweiten Goldmarkt bestimmen? Wie sagte doch der legendäre Mayer Amschel Rothschild so treffend: »Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht.«

 

Die Enteignung der Bürger hat im Westen längst begonnen. Erst werden Steuern und Preise erhöht, dann werden Konten rasiert, schließlich werden Schließfächer bei Banken geöffnet und deren Inhalt beschlagnahmt, damit der Staat die Schulden, die er (in unserem Namen) bei Banken gemacht hat, zumindest zum Teil begleichen kann. Der Bildungsmangel in der angeblich so hoch gebildeten westlichen Bevölkerung ist so eklatant schlecht, dass viele Menschen bis heute meinen, dass Deutschland über hohe Goldreserven verfügen würde und die meisten Währungen immer noch durch Gold gedeckt seien. Beides ist falsch. Offiziell soll Deutschland zwar im Besitz von 3387 Tonnen Gold sein, aber es hat sie nicht. Sie sollten in den Kellern der Fed in New York lagern, aber dort sind sie nicht! Wo sind sie? Mit ziemlicher Sicherheit in China! Dort war der private Besitz von Gold bis 2003 verboten, seit er jedoch erlaubt ist, kaufen die Chinesen alles Gold, das sie kriegen können. Dasselbe gilt für die chinesische Zentralbank. Experten gehen davon aus, dass ihre Bestände etwa sieben bis zehn Mal höher sind, als ihre offiziellen Angaben besagen. Die Chinesen bereiten sich auf eine neue, durch Gold gedeckte Weltwährung vor, und das Fed-Kartell kann nur machtlos dabei zusehen. In den vergangenen Jahren sind Tausende von Tonnen Gold aus westlichen Tresoren in den Osten abgeflossen. Da die westlichen Tresore nun nahezu leer sind, der Goldhunger der Asiaten aber anhält, ist von einem neuen Kapitel im weltweiten Währungs- und Goldkrieg auszugehen. »Gold geht dahin, wo Reichtum entsteht« – und das ist im Osten.

 

Die westlichen Regierungen werden das Volk weiter schleichend enteignen, um von den Bankern nicht entmachtet zu werden. Natürlich werden die Maßnahmen anders vermarktet, etwa als Vorbeugung gegen Steuerhinterziehung − ein Thema, das in letzter Zeit groß aufgebauscht wurde, um die Menschen auf weitere, weitreichende Maßnahmen vorzubereiten. Seit Februar 2014 etwa werden von jeder Überweisung aus dem Ausland nach Italien automatisch 20 Prozent von der jeweiligen Zielbank als Steuer einbehalten. Die Abzüge geschehen automatisch und gelten als Steuervorauszahlung. Wer diese 20 Prozent wiederhaben möchte, kann am Ende des Jahres bei der Bank (!) einen Antrag stellen, in dem er beweisen muss, dass er keine Steuerhinterziehung betrieben hat. Das ist Beweislastumkehr! Der Staat muss dem Bürger nicht mehr beweisen, dass er kriminell ist, sondern der Bürger muss der Bank beweisen, dass er es nicht ist! Damit steht die Bank über dem Staat und somit über dem Gesetz! Wenn also eine Oma ihrem Enkel in Italien 100 Euro überweist, dann behält sich die Bank davon 20 Euro ein, und der Enkel muss am Ende des Jahres der Bank beweisen, dass das Geld bereits irgendwo ordnungsgemäß versteuert wurde, um sie wieder zu bekommen. Damit erhält die Bank nicht nur kostenlos Kredit von ihren Kunden, sie erhält auch alle bislang geheimen Informationen über sie. Ganz abgesehen davon: Wenn man ungestraft 20 Prozent nehmen kann, warum sollte man nicht künftig 50 oder 100 Prozent einbehalten?

 

Als nächstes werden dann Schließfächer geöffnet und Gold und Silber konfisziert. Wenn das nicht reicht, dann könnte die Zentralregierung des Märchenlandes Europa auch noch ein generelles Goldverbot einführen, wie wir es im Lauf der letzten 100 Jahre schon mehrfach erlebten. Das mag heute kaum mehr jemand glauben, aber in den USA etwa war der private Besitz von Gold von 1933 bis 1973 verboten. In mehreren europäischen Staaten zwischen 1914 und 1945 (teils auch noch länger), und im Ostblock bis zum Mauerfall. Interessant ist in dem Zusammenhang auch, dass der am 21. Februar 2012 von der griechischen Regierung unterzeichnete und mehr als 400 Seiten starke Vertrag über weitere Hilfsgelder mit den Gläubigern besagt, dass diese das Recht haben, im Bedarfsfall die 111 Tonnen Gold der Bank of Greece zu konfiszieren. Warum wohl wollen sie lieber deren Gold als deren Dollar-Reserven?

 

Die meisten Menschen wollen und können heute gar nicht mehr begreifen, dass Gold nach wie vor eine zentrale Rolle im Weltgeschehen spielt, weil sie nicht verstehen, was »Geld« ist. Wie auch? In der Schule und an der Uni hat man es sie nicht gelehrt! Für sie kommt Geld aus dem EC-Automaten, Strom aus der Steckdose und Lebensmittel kommen aus dem Supermarkt. Dass jedem jederzeit alles uneingeschränkt zur Verfügung steht, dass man Schulden machen kann, ohne je dafür zu bezahlen, ist eine fatale Illusion. Wir weigern uns, aus der Geschichte zu lernen. In der Wissenschaft nennt man dies »Verfügbarkeits-Heuristik«. Der Mensch tendiert dazu, Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit gegenüber lange zurückliegenden Ereignissen stärker zu bewerten. Die jüngere Vergangenheit wird somit in die Zukunft projiziert, die Geschichte − mit all ihren negativen Aspekten − wird außer Acht gelassen.

 

 

Gold ist seit Jahrtausenden das einzig werthaltige und funktionierende Geld. Daran werden auch Computer und Elektronik langfristig nichts ändern. In zahlreichen Ländern auf dieser Erde ist Gold heute wieder das beliebteste Zahlungsmittel, vor allem in Asien. Doch selbst in den USA haben bereits 14 Bundesstaaten Gold kürzlich wieder als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt, weil sie dem Dollar der privaten US-Notenbank Fed misstrauen und nach Alternativen suchen.

 

Es tobt ein Krieg um Gold, und wir alle werden hineingezogen, ob wir es wollen oder nicht. Gold ist überirdisch. Es ist nicht von dieser Welt. Es wurde vor etwa vier Milliarden Jahren durch Meteoriteneinschläge auf der Erdoberfläche verteilt. Für das Entstehen von Gold braucht es Bedingungen, die auf der Erde nicht vorherrschen. Somit könnte man es auch als »göttlich« bezeichnen. Auf jeden Fall ist es zeitlos, wertstabil, nicht beliebig vermehrbar. Darüber hinaus besitzt es eine einzigartige Magie und Strahlkraft, die alle Konfetti-Währungs-Experimente überdauern wird. Unabhängig davon, wer den Krieg um das Gold gewinnen wird, niemand wird je den Krieg gegen das Gold gewinnen!

 

 

 

 


 

 

 

 

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