Wednesday, 31. August 2016
27.03.2012
 
 

Steigender Spritpreis: Hyperinflation durch tausende Milliarden

Michael Morris

Die Kraftstoffpreise steigen unaufhörlich. Politik und Massenmedien erklären dies meist mit der Irankrise, was jedoch ziemlicher Unsinn ist. Der Benzinpreis steigt ebenso wie alle anderen Energiepreise einfach deshalb, weil die Märkte mit Geld geflutet werden und dieses Geld sich irgendwo niederschlagen muss. Das Ganze nennt sich Inflation. Mit jedem neuen »Rettungspaket« und jeder neuen Finanzspritze der EZB steigt der Wertverlust unserer geliebten Einheitswährung, was zu steigenden Preisen führt. Der Iran hat damit gar nichts zu tun. In Wahrheit sind dies alles nur Täuschungsmanöver, um davon abzulenken, dass die Wirtschaft in den USA und in Europa gerade vor die Hunde geht.

Ein Liter Eurosuper kostete im Dezember 2000 in Deutschland durchschnittlich 1,95 DM pro Liter, also umgerechnet genau einen Euro. Derzeit liegt der Preis dafür in Deutschland bei etwa 1,70 Euro, in Griechenland bei etwa 1,80 Euro, in Frankreich hat er an einzelnen Stellen kurzfristig sogar schon die magische Grenze von zwei Euro überschritten. Über diese zwei Euro werden wir in einem

Jahr nur noch lachen, denn es ist klar, dass wir diese Hürde im Lauf der nächsten Monate ohne Probleme nehmen werden. Der Iran hat mit all dem wenig zu tun, denn er verkauft sein Öl (das die Europäer dank ihrer hohen moralischen Standards nun nicht mehr wollen) einfach an andere. Global gesehen ändert das Embargo gegen den Iran also nur wenig.

 

Die wahren Gründe für die Preissteigerungen, die in den kommenden Monaten deutlich an Fahrt zulegen werden, liegen in der kompletten Unfähigkeit europäischer Spitzenpolitiker und Währungshüter. Den bereits deutlich einsetzenden deflationären Tendenzen (sinkende Preise durch sinkende Nachfrage) wird dadurch entgegengewirkt, dass viel neues Geld in den klinisch toten Wirtschaftskreislauf gepumpt wird. Das führt zu steigenden Preisen und höheren Umsätzen, die man dann fälschlicherweise als »Wirtschaftswachstum« verkauft. Es sind jedoch, wie erwähnt, nur Täuschungsmanöver, um davon abzulenken, dass die Wirtschaft in den USA und in Europa bereits am Ende ist.

 

Im Lauf des letzten Jahres sind in Europa mehr als eintausend Milliarden zusätzlicher neuer Euro (1.000.000.000.000) in die Märkte geflossen, also frei erfunden worden. Eine solche Inflation auf Bestellung verschafft unseren ahnungslosen Politikern etwas Luft und beschert uns gleichzeitig heftige Preissteigerungen, die letztlich nur in einer Hyperinflation gipfeln können.

 

Weißrussland macht es gerade vor: Dank heftigster Inflation brachten die Randeuropäer gerade einen 200.000-Rubel-Schein heraus, der 500.000-Rubel-Schein ist bereits in Vorbereitung. Ähnliches wird uns auch irgendwann ereilen, so wir unseren Politclowns und ihren Hintermännern nicht irgendwann Einhalt gebieten.

 

Derzeit geistern Vorschläge zum Boykott einzelner Tankstellenketten als Rundmails durchs Internet. Was im Grunde gut gemeint ist, ist letztlich ein Zeichen von Unwissenheit und Hilflosigkeit. Wenn man nämlich bedenkt, dass alle Mineralölkonzerne einigen wenigen Familien gehören, und diese seit mehr als einhundert Jahren bereits ein heimliches Kartell bilden, dann kann man erahnen, dass der Boykott einzelner Tankstellennetze wenig bringt.

 

1906 etwa wurde Rockefellers übermächtiger Standard-Oil-Konzern durch gespielten staatlichen Druck in 34 einzelne Unternehmen aufgeteilt, die jedoch (teils verdeckt) weiterhin den Rockefellers selbst gehörten. Darunter befinden sich bis heute Exxon (in Europa Esso), Mobil, BP (in Deutschland Aral), ARCO, Valvoline (Motorenöle), Unilever, Colonial Oil Company (US-Energieversorger), Conoco-Phillips (größter US-Energieversorger, in Europa JET-Tankstellen), Crescent Petroleum, Cumberland Plateau Pipeline Company (Gasversorger) sowie sechs weitere Pipeline-Unternehmen und zahlreiche kleinere Gas- und Energieversorger. Die Erdölkonzerne Chevron und Texaco sollen zur Gänze der Familie Rockefeller gehören, was bedeutet, dass das Erdölgeschäft der westlichen Welt im Grunde den Rockefellers gehört! Der Boykott einzelner Ketten wird also wenig bringen.

 

Einige findige »Anarchos« haben sich daher zu anderen Methoden aufgeschwungen und zahlen einfach nicht mehr fürs Tanken. Das ist auch eine Möglichkeit – wenngleich auch keine legale. Allein in NRW wurden im vergangenen Jahr etwa 11.000 Nummernschilder gestohlen – die meisten davon werden von findigen Zechprellern benutzt, um ihr Vehikel an Tankstellen kostenlos aufzufüllen. Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen meldete für Januar und Februar 2012 rund 60 Prozent mehr Fälle von Benzinklau als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2010 ist der Spritdiebstahl sogar um 140 Prozent gestiegen. Auch diese Zahlen geben uns einen kleinen Vorgeschmack auf die nahe Zukunft, deren Motto lauten könnte: »Rette sich, wer kann!«

 

In Gold gemessen ist der Rohölpreis seit den 1970ern im Grunde unverändert. Die Preise für Energie steigen nur, weil unser Geld immer wertloser wird und weil immer mehr der bedeutungslosen Papierschnipsel in Umlauf kommen. Außerdem wird von ganz oben gestützt auf steigende Energiepreise gewettet, was die Preise noch weiter nach oben treibt.

 

Wenn Zentralbanken mit neuem Geld um sich werfen, dann heizen sie damit ganz bewusst die Preisspirale an. Wenn Staaten bei Banken immer neue Kredite aufnehmen, um andere Staaten dabei zu unterstützen, die Schulden auf ihre Kredite bei denselben Banken zu begleichen, dann kann man das nur noch als komplette Idiotie bezeichnen − oder aber als Geniestreich der Besitzer dieser Banken. Zufällig haben diese viel mit den Besitzern der Ölkonzerne zu tun...

 

Je mehr die Spritpreise steigen, desto weniger kann die Bevölkerung in anderen Wirtschaftszweigen ausgeben. Also muss die Zentralbank immer mehr neues Geld auf den Markt werfen, damit die Maschinerie nicht ins Stocken kommt. Am Ende steht dann die Hyperinflation. Diese ist bereits zum Greifen nahe.

 

Griechenland ist wie der Iran nur ein Ablenkungsmanöver von der Tatsache, dass unser Währungssystem völlig kaputt ist und wir dem Ende eines ökonomischen 120-Jahre-Zyklus entgegenschreiten, der nicht ganz zufällig mit einigen astronomischen und astrologischen Ereignissen zusammenfällt. Dieses kranke System, das in arglistiger Täuschung »freie Marktwirtschaft« genannt wird, macht einige wenige immer reicher und lässt die Masse der arbeitenden Menschen in die Armut schlittern. Dieses System – das von Politikern und Notenbankern krampfhaft am Leben gehalten wird − hat sein natürliches Ablaufdatum erreicht. Doch bis dahin werden wir noch weiter ausgequetscht, bis nichts mehr zu holen ist. Das Kartell wird solange weitermachen, bis die Masse sich wehrt. Aber die Masse ist träge und tappt noch weitestgehend im Dunkeln.

 

Vor jedem großen Crash kommt es (wie derzeit auch) zu Rezessionen, die sich mit hoher (künstlich geschaffener) Inflation paaren. Dabei dürfen Sie, lieber Leser, den offiziellen Zahlen keine Bedeutung beimessen, denn sie sind schlichtweg falsch. Die Märkte werden mit immer mehr wertlosem Geld geflutet, was zwar nicht zu Wirtschaftswachstum führt, aber zu steigenden Verbraucher- und Aktienpreisen, denn irgendwo muss sich das viele neue Geld ja niederschlagen. Steigende Aktienindizes haben also nichts mit einer Erholung der Wirtschaft zu tun, sondern sind die Antwort auf die bange Frage: »Wohin mit all dem wertlosen Geld?«

 

Angeblich volle Auftragsbücher bei deutschen Unternehmen sagen nichts darüber aus, ob die bestellten Waren auch jemals bezahlt werden können, oder? Selbst wenn sie bezahlt werden sollten, dann letztlich doch zu großen Teilen über Kredite und Adrenalinspritzen an die Importländer, für die wir alle haften müssen. Das ist alles eine Farce. Am Ende gewinnt immer die Bank.

 

Langsam erfährt die Erkenntnis, dass wir von ganz oben komplett verschaukelt werden, Breitenwirksamkeit. Nicht nur Kabarettisten, nein, sogar manche Ökonomen haben mittlerweile erkannt, dass unser Wirtschafts- und Finanzsystem auf Dauer so nicht funktionieren kann. Das ist beachtlich, haben die meisten Professoren doch bis vor kurzem noch kundgetan, dass alles nicht so schlimm sei, wie die monetären Untergangspropheten stets behaupteten. Ein Wandel im Denken ist also selbst bei Akademikern möglich. Das gibt Grund zur Hoffnung.

 

Die Tatsache, dass in den vergangenen Monaten weltweit hunderte von Spitzenbankern mehr oder weniger freiwillig ihre hochdotierten Jobs gekündigt haben, lässt vermuten, dass das Ablaufdatum unseres Geldsystems nun wirklich nahe ist. Offenbar wollen die meisten Kapitäne dieser monetären Piratenschiffe beim Auflaufen auf die Sandbank nicht mehr auf der Brücke stehen, weil sie den Unmut der Besatzung fürchten und sich lieber aus dem Staub machen, ehe es »was auf die Mütze gibt«. Aber einige wenige Rücktritte und Aha-Erlebnisse verblendeter Ökonomen reichen nicht aus, um das kaputte Schiff wieder seetüchtig zu machen.

 

Um das System langfristig zu einer wirklich sozialen Marktwirtschaft umzubauen, müsste noch viel an Bildungsarbeit geleistet werden. Das heißt, wir müssten unser derzeitiges Ausbildungssystem in ein Bildungssystem umwandeln. Erleben, Entdecken, selbst Erfahren, selbstständiges Denken müssten an die Stelle von auswendig Lernen treten. Gott, was würde das doch für Energien freisetzen, wenn die Menschen endlich anfingen, selbstständig zu denken!

 

Ein solcher Meilenstein in der Evolution des Homo sapiens ist längst überfällig, wird aber von den mittlerweile enttarnten Verhinderern in den Chefetagen der Gelddruckkonzerne weiterhin unterdrückt, wie etwa die Schaffung eines neuen Mega-Überwachungszentrums in den USA beweist. Die NSA (Nationale Sicherheitsagentur) wird 2013 eine Zentrale in Betrieb nehmen, in der alle privaten Emails, Suchmaschinen-Anfragen oder Telefonate der Amerikaner zentral erfasst werden. Dazu hat die NSA den schnellsten Computer der Welt gebaut und in Utah in einen gigantischen militärischen Komplex gestellt.

 

Solche Ansinnen passen gut zur derzeitigen westlichen Wirtschafts- und Geldpolitik mittelalterlicher Prägung. Aber das Mittelalter könnte bald vorbei sein, auch wenn ein paar alte Deppen es noch nicht wahrhaben wollen. Aus den Reihen jener Großbanken, die massiv die Rohstoffmärkte manipulieren, melden sich immer mehr Whistleblower, die schmutzige Interna preisgeben und die betrügerischen Praktiken ihrer Arbeitgeber anprangern. Ein Dominostein nach dem anderen fällt.

 

Der Übergang zur Neuzeit könnte ruppig werden, denn die dunklen Ritter werden sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mittel wehren. Dennoch werden sie den weißen Rittern unterliegen. Daran besteht für mich kein Zweifel. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Doch die Schatten werden kürzer, die Tage länger und das Licht heller. Die Wahrheit wird sich durchsetzen. Es gibt auf diesem Planeten von allem mehr als genug für alle – das ist nur eine Frage des Willens und der Verteilung. Wir müssen keine Kriege um Rohstoffe oder Prinzipien führen. Wir müssen nur lernen, zu teilen und einander zu respektieren. Die Sonne scheint, die Vögel singen, die Masse beginnt langsam zu denken! Ist das nicht schön?

 

 


 

 

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