Samstag, 22. Juli 2017
26.05.2016
 
 

Aktuell finden 40 Vulkanausbrüche weltweit statt– Erdkruste wird immer instabiler

Michael Snyder

Ist Ihnen bewusst, dass unsere Erde immer häufiger erschüttert und durchgerüttelt wird ‒ und schlingert? In den letzten Tagen kam es in Costa Rica und Indonesien zu größeren Vulkanausbrüchen. Und laut der Internetseite Volcano Discovery kommt es weltweit aktuell zu 40 Vulkanausbrüchen. Gegenwärtig suchen Erdbeben die Erde mit alarmierender Regelmäßigkeit heim. Erst in der vergangenen Woche wurde Ecuador in rascher Folge von einem Erdbeben der Stärke 6,7 auf der Richterskala und einem weiteren Beben der Stärke 6,8 heimgesucht.

 

Innerhalb des letzten Monats kam es weltweit zu insgesamt mehr als 3000 Erdbeben der Stärke 1,5 und höher. Es trifft zu, dass ich in meinen Artikeln immer wieder auf den sich rasch beschleunigenden Untergang unseres Finanzsystems eingehe, aber beim bevorstehenden Zusammenbruch geht es längst nicht nur um Geld.

 

Nach meiner Überzeugung stehen wir vor einem »perfekten Sturm« – also einer selten auftretenden Kombination von Umständen, die eine gegebene Situation dramatisch verschlechtern. Und dieser drohende »perfekte Sturm« wird unsere Gesellschaft massiv lahmlegen und zu Veränderungen führen, die die meisten von uns sich jetzt noch nicht einmal vorstellen können.

 

Aber reden wir von den Vulkanausbrüchen, zu denen es in den letzten Tagen gekommen ist. Der Ausbruch des Vulkans Turrialba in Costa Rica hat die dortigen Behörden völlig überrascht. Und eine dicke Schicht aus Staub und Asche bedeckt Fahrzeuge und Gebäude noch in der Hauptstadt San José, die fast 50 Kilometer vom Vulkan entfernt liegt.

»Ein Vulkanausbruch in Costa Rica schleuderte Rauch und Asche bis zu drei Kilometer hoch in die Luft.

Hunderte Menschen suchten die Krankenhäuser auf und klagten dort über Atem- und Hautprobleme.

Einige Schulen wurden geschlossen, und manche Flüge in das Land mussten gestrichen oder umgeleitet werden.

Die Menschen in der Hauptstadt San José, die sich etwa 50 Kilometer westlich vom Vulkan Turrialba befindet, berichteten, Ascheschichten bedeckten Gebäude und Fahrzeuge, und es habe stark nach Schwefel gerochen.«

Im Vorfeld des Ausbruchs war es in der Umgebung des Vulkans bereits zu »Erdbebenschwärmen« gekommen. Aber Wissenschaftler hatten der Öffentlichkeit versichert, diese Vielzahl kleinerer Erdbeben sei »nicht als Zeichen eines unmittelbar bevorstehenden Ausbruchs zu werten«.

 

Auf diesen Aspekt werde ich später in diesem Artikel noch eingehen.

 

Aber wenden wir uns zunächst dem anderen gegenwärtig laufenden, größeren Ausbruch zu. Im Norden der indonesischen Insel Sumatra kam es zu einem massiven Ausbruch des Sinabung, und dies löste dort in verschiedensten Bereichen chaotische Zustände aus.

»Die Zahl der Todesopfer des Vulkanausbruchs im Westen Indonesiens ist auf sechs Menschen angestiegen, erklärte ein Regierungsvertreter am Samstag. Es wird befürchtet, dass noch weitere Personen Opfer der heißen Aschelawine geworden sind.

Bei drei weiteren Personen ist der Gesundheitszustand weiterhin kritisch, nachdem es am Sinabung, einem hochaktiven Vulkan, am Samstagnachmittag zu einer Reihe von Eruptionen kam, erklärte der Sprecher der Notfallbehörde Purwo Nugroho. ›Insgesamt neun Menschen wurden von den heißen Wolken erfasst. Sechs von ihnen starben, bei drei weiteren Personen ist der Gesundheitszustand aufgrund der starken Verbrennungen noch kritisch‹, sagte er weiter. Die Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden.«

Laut einem Bericht brachen starke Lavaströme aus dem Vulkan hervor. Und dies ist nur ein Beispiel dafür, wie Vulkane, die eigentlich als inaktiv angesehen werden, gegenwärtig überall auf der Welt wieder aktiv werden. Der Sinabung beispielsweise war vor dem Jahr 2010, wo es erstmals wieder zu einem Ausbruch gekommen war, 400 Jahre inaktiv gewesen.

 

Auch vom sehr gefährlichen Vulkan Bárðarbunga auf Island werden beispiellose Aktivitäten gemeldet. Bisher erfolgte noch kein Ausbruch. Aber die weitere Entwicklung muss genau überwacht werden, weil ein größerer Ausbruch dort ernste Folgen für ganz Europa nach sich zöge.

 

Ich möchte jetzt noch einen früheren Artikel zum Thema »Vulkanausbrüche« von mir aus der vergangenen Woche mit einigen wesentlichen Informationen aktualisieren. Vor dem Ausbruch des Vulkans Turrialba in Costa Rica kam es in der näheren Umgebung des Vulkans zu deutlichen Erbebenschwärmen. Das gleiche Phänomen ist nun auch bei drei größeren Vulkanen in den USA zu beobachten.

 

Dazu möchte ich Ihnen drei Bilder vorlegen, die man sich von Google Earth über das Pacific Northwest Seismic Network herunterladen kann. Das erste Bild zeigt die Erdbebenaktivitäten in der Region um den Vulkan St. Helen im Süden des US-Bundesstaats Washington. Im letzten Monat haben hier 95 Erdbeben stattgefunden. Und die meisten dieser Beben erfolgten in der Nähe des Kraters.

 

Das zweite Bild zeigt die jüngsten seismischen Aktivitäten am Mt. Rainier, der sich 87 Kilometer südöstlich von Seattle ebenfalls im US-Bundesstaat Washington befindet. Diejenigen, die meine Arbeit seit Längerem verfolgen, wissen, dass ich diesen Vulkan für einen der gefährlichsten Berge in Amerika halte. Ich bin überzeugt, dass ein größerer Ausbruch dieses Vulkans in nicht allzu weiter Zukunft stattfinden wird. Im vergangenen Monat ereigneten sich 96 Erdbeben am Mt. Rainier, und auch hier traten sie in der Nähe des Kraters und an dessen Südosthang auf.

 

Der etwa 70 Kilometer östlich von Portland im US-Bundesstaat Oregon gelegene Mt. Hood ist ebenfalls ein sehr gefährlicher Vulkan. In den letzten Tagen kam es zu 126 Erdbeben im näheren Umfeld des Vulkans. Und auf diesem Bild kann man erkennen, dass sich diese Erdbeben im Wesentlichen auf eine kleine Region am unteren Südhang des Berges beschränkten. Dies ist insofern beunruhigend, da auch der große Ausbruch des St. Helen im Jahr 1980 am Südhang erfolgte.

 

Wenn es in anderen Teilen der Welt zu größeren Vulkanausbrüchen oder Erdbeben kommt, zeigen sich viele Amerikaner nicht sonderlich besorgt, weil sie sich nicht vorstellen können, dass dieser Anstieg der weltweiten seismischen Aktivitäten in irgendeiner Form eine persönliche Bedrohung ihrerseits darstellen könnte.

 

Aber tatsächlich liegt praktisch die gesamte Westküste der USA entlang des sogenannten »Pazifischen Feuerrings«, eines »Vulkangürtels, der den Pazifischen Ozean von drei Seiten« umschließt. In praktisch allen anderen Bereichen des Feuerrings mehren sich derzeit die vulkanischen Aktivitäten.

 

Irgendwann wird es auch an der amerikanischen Westküste zu gigantischen Erdbeben kommen und irgendwann auch zu gigantischen Vulkanausbrüchen. Wissenschaftler versichern, dass diese Entwicklungen unvermeidlich sind.

 

Natürlich hoffen wir, dass es nicht dazu kommen wird. Aber wenn wir unsere Köpfe in den Sand stecken und unsere Augen vor diesen Gefahren verschließen, trägt das nicht gerade dazu bei, die Angelegenheit erträglicher zu gestalten.

 

Wir sollten uns besser vorbereiten, solange wir es noch können, denn irgendwann wird es zu spät sein.

 

 

 

 

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