Friday, 27. May 2016
10.02.2016
 
 

Japans Börse bricht um 918 Punkte ein – Deutsche Bank bestreitet, vor dem Zusammenbruch zu stehen

Michael Snyder

Am gestrigen Dienstag setzten sich die massiven Verluste auf dem Markt für Ramschanleihen weiter fort, der Erdölpreis sank kurzfristig unter die Marke von 28 Dollar pro Barrel und die Deutsche Bank sah sich gezwungen, zu dementieren, dass sie kurz vor dem Kollaps stünde. Aber die wichtigste Meldung betraf ein Ereignis in Japan. Der Nikkei-Index brach dort um 918 Punkte ein, aber dieser Absturz geriet im Westen kaum in die Schlagzeilen.

 

Wäre der amerikanische Dow-Jones-Index um 918 Punkte gefallen, wäre dies der höchste Punktverlust an einem einzigen Tag in der amerikanischen Geschichte gewesen. Der Kursabsturz in Japan ist also schon etwas Besonderes. Seit seinem Höchststand vom August 2015 ist der Nikkei jetzt um 23,1 Prozent gefallen, und damit befinden wir uns inmitten einer Baisse, also einer Phase anhaltender starker Kursrückgänge. Seit Mitte 2015 wurden auf den weltweiten Aktienmärkten insgesamt Werte in der Größenordnung von 16,5 Billionen Dollar vernichtet.

 

Und wie ich gestern schon schrieb, genau so sieht eine weltweite Finanzkrise aus.

 

Wie schon bei der letzten Finanzkrise spielen auch jetzt die Banken die Hauptrolle, und dies gilt sicherlich in besonderem Maße für Japan.

 

Bereits jetzt befinden sich die japanischen Bankaktien im freien Fall, und dies war auch der entscheidende Faktor, der die Panik am gestrigen Tag antrieb. Die folgenden Zahlen stammen von Rolf Richter:

 

  • »Mitsubishi UFJ Financial Group verlor 8,7 Prozent und damit seit Juni 2015 47 Prozent.
  • Mizuho Financial Group gab um 6,2 Prozent nach, und insgesamt seit Juni 2015 38 Prozent.
  • Sumitomo Mitsui verlor 6,2 Prozent und seit Mai 2015 insgesamt 26 Prozent.
  • Nomura gab sogar um 9,1 Prozent nach und verlor seit Juni 2015 42 Prozent seines Aktienwertes.

Viele Analysten haben sich in den letzten Monaten sehr auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in China konzentriert, aber meiner Meinung nach ist das, was wir gegenwärtig in Japan beobachten, sehr viel wichtiger.

 

Ich bin davon überzeugt, dass das japanische Finanzsystem in der Anfangsphase dieser neuen weltweiten finanziellen Kernschmelze eine entscheidende Rolle spielen wird, und ich kann daher nur jedem raten, die tägliche Entwicklung des Nikkei genau zu verfolgen.

 

Der Aktienkurs der Deutschen Bank fiel am Dienstag auf einen Rekordtiefstand von 13,14 Euro. 2015 musste die größte deutsche Bank bereits Verluste in Höhe von 6,7 Mrd. Dollar melden. Und auch dazu hatte ich mich gestern schon geäußert.

 

Die Lage hat sich so zugespitzt, dass sich der Vorstandschef der Deutschen Bank John Cryan gezwungen sah, öffentlich die Zahlungsfähigkeit seines Hauses zu bekräftigen:

»Vorstandschef John Cryan trat Befürchtungen über die Stabilität der Bank entgegen. Er präsentierte ein Überraschungs-Memorandum, in dem es hieß, die Bilanz sei ›absolut grundsolide‹.

Zuvor hatten sich Investoren zunehmend besorgt über den Zustand der europäischen Banken gezeigt, die von den sinkenden Energiepreisen in Mitleidenschaft gezogen worden waren und deren Liquidität in Frage gestellt wurde.«

Wie man sich erinnern wird, gab Lehman Brothers ähnliche Dementis ab, bevor die Bank dann 2008 zusammenbrach. Crayns Beschwichtigungsversuch trug allerdings wenig zur Beruhigung der Märkte bei, und selbst Jim Cramer durchschaute ihn:

»Die Deutsche Bank gab eine Erklärung heraus, in der es hieß: Keine Sorge, es ist alles in Ordnung. Das erinnert mich an eine Äußerung seitens von J.P. Morgan, wenn man verkünden muss, man sei kreditwürdig, ist es bereits zu spät

Aber Lehman Brothers tat vor seinem Zusammenbruch noch etwas anderes, die Bank entließ Mitarbeiter. In der letzten Zeit haben zahlreiche Banken, darunter auch die Deutsche Bank, Mitarbeiter entlassen:

»Cryan versuchte die Kapitalpuffer und die Rentabilität durch Einsparungen und die Entlassung tausender Mitarbeiter zu erhöhen, da die Volatilität der Märkte die Gewinne verringert und noch ausstehende behördliche Untersuchungen die Notwendigkeit weiterer Kapitalrückstellungen verstärken, um die Kosten in laufenden Verfahren decken zu können. Die Kosten, die die Bank aufwenden muss, um sich vor Kreditausfällen zu schützen, haben sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt, während der Aktienkurs um 42 Prozent eingebrochen ist.«

Die folgenden Grafiken stammen von der Internetseite Zero Hedge. Es gibt niemanden, der Grafiken und Diagramme besser einsetzt als Zero Hedge. Ich kann jedem nur den Besuch dieser Internetseite empfehlen, allerdings erst, nachdem man zuvor meine Internetseite besucht hat (kleiner Scherz). Diese Charts zeigen, dass die Aktien der Deutschen Bank bereits unter den Wert gefallen sind, auf den sie während der Finanzkrise 2018 gesunken waren.

 

Die Deutsche Bank ist die größte und wichtigste Bank in der größten und wichtigsten Volkswirtschaft der EU, und ihre Exponierung durch Derivatgeschäfte ist annähernd 20-mal so hoch wie das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP).

 

Wenn Sie das jetzt nicht in Alarmstimmung versetzt, dann weiß ich auch nicht, was noch geschehen muss.

 

Die größte Finanzblase der Weltgeschichte steht kurz vor dem Platzen, und die Parallelen zur letzten Finanzkrise 2008 sind so offensichtlich, dass sie praktisch jedem ins Auge fallen. Nehmen wir nur einige der Warnzeichen der letzten Zeit:

»Der Milliardär Carl Icahn warnte vor Kurzem in einer Sendung: ›Die Öffentlichkeit läuft in die gleiche Falle, in die sie schon 2007 gelaufen ist.

Und der für seine zutreffenden Prognosen bekannte Andrew Smithers erklärte: ›Amerikanische Aktien sind gegenwärtig um 80 Prozent überbewertet.‹ Smithers stützt seine Vorhersage auf ein bestimmtes Verhältnis, das belegt, dass Aktien nur zu zwei Zeiten so risikobehaftet waren wie heute: 1929 und 1999. Und wir alle wissen, was dann geschah. Die Aktienkurse brachen um 89 Prozent bzw. 50 Prozent ein.

Selbst die Royal Bank of Scotland wies darauf hin, dass die Märkte die gleichen Stresssymptome wie im Zusammenhang mit der Krise 2008 aufwiesen. Sie rieten ihren Kunden, ›alles zu verkaufen‹, da ›in einer überfüllten Halle, die Ausgänge eng sind‹.«

Und vergessen wir nicht die Warnung des berühmten Einzelhandelsmagnaten Hugo Salinas Price, der überzeugt ist, die Weltwirtschaft »steht vor einer Depression«.

 

Die chaotischen Zustände, die wir in dieser Woche erlebt haben, sind einfach nur die logische Fortsetzung der Krise, die in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres ihren Anfang nahm. Wenn man einfach einmal in einer Checkliste alle Faktoren auflisten würde, die man in der Anfangsphase einer neuen Finanzkrise erwarten würde, erkennt man sofort, dass alle diese Faktoren vorhanden sind.

 

Achten Sie in den vor uns liegenden Tagen insbesondere auf die Entwicklung in Deutschland und Japan.

 

Zwar befindet sich auch das italienische Bankensystem in seiner Auflösung. Aber meiner Ansicht nach werden sich die Ereignisse in Deutschland als ausschlaggebend für die Kernschmelze Europas erweisen, und ich bin überzeugt, dass die Deutsche Bank dabei die führende Rolle spielen wird.

 

Aber man darf nicht unterschätzen, was sich gegenwärtig in Japan abspielt. Die japanische Volkswirtschaft ist die drittgrößte Wirtschaft weltweit, und ihr Finanzsystem ist letztlich nichts anderes als ein Schneeballsystem, das auf einem Kartenhaus aufgebaut wurde, deren Basis eine zunehmend alternde Bevölkerung bildet.

 

Und wenn Japan zusammenbricht, wäre das das endgültige Signal dafür, dass nun ein finanzielles Armageddon über uns hereinbricht. Nach den Ereignissen des vergangenen Tages hat man den Eindruck, dieser Moment ist uns näher gerückt, als viele von uns vielleicht gedacht haben.

 

 

 

 


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