Dienstag, 6. Dezember 2016
27.12.2015
 
 

US-Notstandsbehörde bereitet Kirchen auf »Zwischenfälle mit Schusswaffen« vor

Michael Snyder

Stellen Sie sich auch manchmal die Frage, ob wohl irgendwann irgendjemand am Sonntagmorgen in den Gottesdienst Ihrer Kirche kommen und beginnen würde, um sich zu schießen? Als ich aufwuchs, lag es völlig außerhalb meiner Vorstellungen, dass eine geistig verwirrte Person oder eine Gruppe islamistischer Terroristen jemals versuchen könnte, einen Gottesdienst, an dem ich teilnahm, anzugreifen oder dort einen Anschlag zu verüben. Aber die Zeiten haben sich geändert.

 

Unter Präsident Barack Obama kam es in den USA häufiger zu Amokläufen oder Massenmorden als unter den vorangegangenen vier Präsidenten zusammen. Der Anschlag der islamistischen Terroristen in San Bernardino richtete sich in erster Linie möglicherweise gegen Nicholas Thalassinos, einen Angehörigen einer messianischen jüdisch-christlichen Glaubensrichtung, mit dem Syed Farook zusammenarbeitete und wenige Tage vor dem Anschlag heftig und kontrovers diskutiert hatte.

Die beiden Täter in San Bernardino hätten ihn auch in seinem Gotteshaus niederschießen können, anstatt ihn zusammen mit 13 anderen Menschen auf einer Weihnachtsfeier an seinem Arbeitsplatz, einer Behinderteneinrichtung, zu töten, wenn sie es gewollt hätten.

 

Und wir alle erinnern uns an das schreckliche Massaker, bei dem am 17. Juni 2015 neun Afroamerikaner in Charleston während einer Bibelstunde in der Emanuel African Methodist Episcopal Church im US-Bundesstaat South Carolina von Dylann Roof erschossen wurden. Unsere Kirchen sind sehr leichte, so genannte »weiche Ziele« für Anschläge, und überall in Amerika erkennen Christen allmählich, dass Sicherheitsvorkehrungen (auch in Gottesdiensten) eine höhere Priorität eingeräumt werden muss.

 

Ähnlich wie Schulen, Einkaufszentren, Kinos und Konzerthallen sowie Sportstadien gehören Kirchen zu öffentlichen Plätzen, an denen sich große Menschenmengen versammeln und wo Sicherheit in der Regel keinen hohen Stellenwert besitzt. In der Vorweihnachtszeit hielt die amerikanische Notstands- und Katastrophenschutzbehörde Federal Emergency Management Agency (FEMA), die dem Heimatschutzministerium untersteht, »Spezialtrainings« für Kirchen ab, in denen es auch um das Vorgehen im Falle eines »Zwischenfalls mit Schusswaffen« ging:

»Christliche Kirchen haben ihre Sicherheitsplanungen angesichts der naturgemäß in der Weihnachtszeit zu erwartenden großen Menschenmengen noch einmal überdacht.

Die FEMA hielt dazu Spezialtrainings für Glaubenseinrichtungen aller Couleur ab, in denen es auch um ›Zwischenfälle mit Schusswaffen‹ ging.«

Sollten islamistische Terroristen jemals Anschläge auf eine oder mehrere Kirchen in den USA verüben, würde die Zahl der Gottesdienstbesucher vermutlich sofort massiv einbrechen. Niemand will erleben, dass die eigenen Familienangehörigen und man selbst einer so großen Gefahr ausgesetzt wären.

 

Und genau darin liegt die Wirkung willkürlicher Anschläge wie jenen, die wir erst vor wenigen Wochen in Paris erleben mussten. Wenn es den Terroristen gelingt, uns in einen Zustand ständiger Angst zu versetzen, weil wir jederzeit und überall mit Anschlägen rechnen müssten, würden die daraus folgende Panik und Angst unsere Lebensweise und unser Verhalten sowie unsere Sicht vieler Dinge grundlegend verändern.

 

Anfänge dieser Entwicklung lassen sich bereits aufzeigen. So werden Kirchenbesucher aufgefordert und unterwiesen, bei der Begrüßung bei Betreten der Kirche ihr Gegenüber »nach Waffen abzutasten«:

»In einem am vergangenen Mittwoch über das Internet verbreiteten Seminar zum Thema ›Schutz von Gotteshäusern‹ stellte der leitende Sicherheitsbeauftragte des The Potter House, der Megachurch von Reverend TD Jakes im texanischen Dallas, einige Verhaltensweisen vor, die Aufmerksamkeit wecken sollten. Dies betreffe etwa Personen, die trotz hoher Außentemperaturen in langen Mänteln die Kirche betreten wollten. Falls erforderlich, sollten Personen die Kirchenbesucher mit einer Umarmung begrüßen und dabei nach Waffen tasten, erklärte der Sicherheitsfachmann Sean Smith.«

Und in Charlotte im amerikanischen Bundesstaat North Carolina, mit mehr als 800 000 Einwohnern immerhin die sechzehntgrößte Stadt der USA, sahen sich die Kirchenbesucher in der römisch-katholischen St.-Matthäus-Gemeinde, in der an den Wochenendgottesdiensten bis zu 30 000 Menschen zusammenkommen, in diesem Monat mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen wie etwa uniformierten und zivilen Polizisten, die am Gottesdienst teilnahmen, sowie einem Verbot von Rucksäcken, Gepäcktaschen und Windeltaschen im Gottesdienstbereich konfrontiert.

 

Und was kommt als Nächstes? Erwarten uns bald TSA-Mitarbeiter, die uns körperlich durchsuchen, wenn wir zur Sonntagsschule gehen?

 

Ich persönlich bin der Überzeugung, dass wir in der kommenden Zeit mit Dingen konfrontiert werden, die vor einigen Jahren noch völlig undenkbar waren. Viele Jahrzehnte lang konnten wir Gottesdienste besuchen, ohne uns überhaupt Gedanken über unsere Sicherheit machen zu müssen. Aber heute leben wir in einer anderen Welt.

 

Es gab sogar eine Zeit, in der es keineswegs ungewöhnlich war, dass Gottesdienstbesucher ihre Waffen mit in die Kirche brachten. Und tatsächlich forderte 1631 ein Gesetz im Bundesstaat Virginia die Männer auf, »ihre Waffen mit in die Kirche zu bringen«:

»Dies war Teil der amerikanischen Lebensweise. So forderte beispielsweise ein Gesetz in Virginia aus dem Jahre 1631 die Bürger auf, sich Schusswaffen zu besorgen, mit ihnen zu üben und dies auch öffentlich an Feiertagen zu tun. Es hieß: ›Bringt eure Waffen mit in die Kirche.‹ Aber irgendwann im Laufe der Zeit haben wir diese Einstellung aufgegeben. Heute erscheinen Kirche und Waffen als Widersprüche, so als hätte das Gebot der Nächstenliebe nichts mit Selbstverteidigung und Schutz des Eigentums zu tun.«

Gegenwärtig erleben wir allerdings ein Wiederaufleben der Vorstellung, Schusswaffen und Gottesdienste bildeten keinen unüberwindlichen Gegensatz. Im Folgenden ein Auszug aus dem Time Magazine vom 20. Juni 2015:

»Aber in zunehmendem Maße ist es Kirchgängern erlaubt, in der Kirche verdeckt Waffen zu tragen, wenn sie es wollen. Zahlreiche Bundesstaaten wie Arkansas, Louisiana, Illinois und North Dakota haben vor Kurzem entsprechende Gesetze verabschiedet, die das verdeckte Tragen von Waffen in Kirchen erlauben. Barry Crosswhite, Vorsitzender von 2AO, einer Organisation, die sich für den Erhalt des Zweiten Verfassungszusatzes und den freien Schusswaffenbesitz einsetzt, erklärte, in etwa 25 Bundesstaaten sei gegenwärtig das verdeckte Mitführen von Waffen in Kirchen und Gottesdiensten erlaubt. Nach den Anschlägen in Charleston setzt sich seine Gruppe dafür ein, dass noch weitere Bundesstaaten ihre Kirchen für Schusswaffen öffnen.

›Kirchen sind oft schusswaffenfreie Zonen‹, sagte Crosswhite. ›Damit werden Gottesdienstbesucher zu leichten Zielen. In den meisten Kirchen sitzt die Gemeinde zudem mit dem Rücken zum Eingang. Dort könnten leicht Personen eindringen und viele Menschen erschießen, wenn keine entsprechenden Vorkehrungen getroffen wurden.«

Für viele Menschen klingt dies vielleicht befremdlich. Aber wenn ein Verrückter oder eine Gruppe islamistischer Terroristen beschlossen hätten, eines Sonntags Ihre Kirche anzugreifen, würden Sie es dann vorziehen, dass die Gemeinde bewaffnet wäre oder dass sie völlig unbewaffnet wäre?

 

Seit Jahren fordern Präsident Barack Obama und seine Anhänger eine Verschärfung der Waffengesetze und haben versprochen, uns zu schützen. Aber ist ihnen das wirklich gelungen? Ich halte die Art und Weise, wie mein Freund Mac Slavo die Dinge sieht, für sehr zutreffend:

»Während sich die Regierung Obama weiterhin für eine stärkere Kontrolle des Waffenbesitzes einsetzt, werden die persönlichen Kommunikationen und Aktivitäten der amerikanischen Bevölkerung in immer stärkerem Maße überwacht, um uns in der Überzeugung zu bestärken, dass wir geschützt werden. Den Terroristen von San Bernardino wurde nicht nur die Wiedereinreise in die USA gestattet, nachdem sie ihre Unterstützung für islamistischen Terror bekannt hatten – das alleine beweist schon, was die vermeintlichen Sicherheitsüberprüfungen Obamas wirklich wert sind. Eine Untersuchung ihrer Aktivitäten wurde darüber hinaus eingestellt, weil man befürchtete, dies würde als rassistische und/oder religiöse Profilerstellung aufgefasst. Darüber hinaus waren sie trotz aller geltenden Gesetze zur Einschränkung des Waffenbesitzes auf Bundesebene und in Kalifornien selbst in der Lage, sich Schusswaffen zu besorgen.

Für den scharfsinnigen Beobachter legt dies nahe, dass trotz der Billionen Dollar, die in den vergangenen 15 Jahren für innere Sicherheit ausgegeben wurden, in puncto Sicherheit für die amerikanische Bevölkerung nichts erreicht wurde.«

Wir leben in einer Welt, die zusehends und zunehmend instabiler wird, und der Terrorismus und die Gewalt, die bereits einen Großteil der Erde heimsuchen, kommen nun auch in die USA.

 

Ob wir wollen oder nicht, werden wir mit bestimmten Gefahren umgehen müssen, die für frühere Generationen unvorstellbar gewesen wären. In Wahrheit ist es nur eine Frage der Zeit, bis es in einer weiteren Kirche zu einem Anschlag kommt.

 

Und sollte es sich dabei um Ihre Kirche handeln, wie werden Ihre Gemeinde und Sie damit umgehen? Wir neigen dazu, Probleme dieser Art zu verdrängen.

 

 

 

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