Tuesday, 31. May 2016
07.09.2014
 
 

Brunnen versiegen: Kalifornien droht jahrzehntelange »Megadürre«

Mike Adams

Wie die Los Angeles Times (LAT) Ende August berichtete, sind viele Brunnen in Mittelkalifornien dabei, zu versiegen: »Die extreme Trockenheit in den Gemeinden East Porterville im Landkreis Tulare im Kalifornischen Längstal hat sich so verschärft, dass den dortigen Bewohnern angesichts versiegender Brunnen, von denen sie abhängig sind, das Wasser ausgeht.« Nach Angaben des Landkreises verfügen bereits einige hundert Haushalte nicht mehr über fließendes Wasser.

 

Einigen Gerüchten zufolge, so die LAT weiter, erwägen Mitarbeiter der dortigen Kinderschutzbehörde Child Protection Services, Kinder aus Familien herauszunehmen, in denen es kein fließendes Wasser mehr gebe. Der Landkreis dementierte diese Gerüchte aber.

 

Der Anfang: Die Ausplünderung der grundwasserführenden Schichten in Kalifornien

 

Mit diesen Meldungen ist es nun offiziell: Die grundwasserführenden Schichten in Kalifornien sind zunehmend erschöpft. In den nun kommenden Monaten und Jahren wird die Zahl versiegender Brunnen im gesamten Bundesstaat immer weiter ansteigen. Damit kehrt die Wüste wieder in die Gegenden zurück, aus denen sie einst durch die Bewässerungssysteme vertrieben wurde.

 

Gegenwärtig herrscht nach Angaben des Nationalen Zentrums für Dürrebekämpfung in 82 Prozent Kaliforniens extreme Dürre. In 58 Prozent wurden »außerordentliche Dürrebedingungen« festgestellt. Im Vorfeld dieser Trockenheit haben die Landwirte und Stadtbewohner immer größere, beispiellose Wassermengen aus den grundwasserführenden Bodenschichten und aus unterirdischen natürlichen Wasserreservoirs abgepumpt.

 

Diese sogenannten »fossilen Wasservorräte« könnten sich, wenn überhaupt, erst im Verlauf einiger Jahrhunderte wieder auffüllen. In der Regel bedeutet dies, ist das Wasser einmal verbraucht ist, dann ist Schluss.

 

Es drohen 35 Jahre Trockenheit

 

Der Südwesten der USA steht vor der 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit, eine »Megadürre« zu erleben, die 35 Jahre anhalten könnte, berichtete die britische Tageszeitung Daily Mail:

»Nach ihren Aussagen besteht aufgrund des Klimawandels die mindestens 50-prozentige Gefahr einer zehn Jahre langen Dürreperiode sowie die Gefahr einer ›Megatrockenheit‹, die sogar bis zu 35 Jahre anhalten könnte – hier liegt die Wahrscheinlichkeit zwischen 20-50 Prozent.« In dem Artikel kommt ein Wissenschaftler mit der Einschätzung zu Wort: »Diese Entwicklung wird schlimmer ausfallen als alles, was wir in den vergangenen 2.000 Jahren erlebt haben. Die Wasservorräte in der Region sind auf beispiellose Art und Weise gefährdet.«

Sollten sich die Politiker nicht in Zauberer verwandeln, die auf magische Weise Wasser aus dem Nichts herbeizaubern können, bedeutete dies, dass die urbanen Zentren und Regionen des Südwestens Amerikas die gegenwärtig dort lebende Bevölkerung nicht mehr werden versorgen können. Massenauswanderungen aus der Region werden früher oder später die notwendige Folge sein.

 

Der Wassermangel in Kalifornien wird zu einer ökologischen und wirtschaftlichen Zusammenbruchskrise führen

 

Parallel zum gigantischen kalifornischen Haushaltsdefizit muss sich der Bundesstaat auch mit einem unhaltbaren Wasserdefizit herumschlagen. Es ist eigentlich eine Binsenweisheit: Wenn man den grundwasserführenden Schichten mehr Wasser entnimmt, als aufgefüllt wird, werden die Wasservorräte irgendwann erschöpft sein.

 

Aber diese Realität, dass das Wasser irgendwann verbraucht sein wird und Ersatz nicht in Sicht ist, wird von den meisten Kaliforniern psychologisch verdrängt. Wenn die Gefährlichkeit der Situation allgemein bekannt und verstanden wäre, würde in Kalifornien der Immobilienmarkt in Kürze völlig überschwemmt werden, da Millionen Hauseigentümer versuchen würden, ihre Immobilie zu verkaufen und den Bundesstaat zu verlassen. Dass dieses Phänomen bisher ausgeblieben ist, beweist, dass sich die meisten Kalifornier noch in einem Zustand der Realitätsverweigerung befinden, was die Zukunft ihrer Wasserversorgung angeht.

 

Trotz sinkender Wasserverfügbarkeit haben die Landwirte und Gemeinden praktisch keine andere Möglichkeit, als noch weitere Brunnen und immer tiefer zu bohren. »Bohren, bohren, bohren«, heißt es gebetsmühlenartig, und die entsprechenden Unternehmen sitzen auf vollen Auftragsbüchern und verweisen bei Neuaufträgen auf Wartezeiten von bis zu 18 Monaten. Jeder neue Brunnen muss tiefer gebohrt werden, als diejenigen, die jetzt versiegen. Dieser Wettlauf kann nur in einer Katastrophe enden.

 

Noch einmal bewusst Gas zu geben, wenn die Entwicklung in Richtung einer Katastrophe geht, ist heute nicht bloß ein Zeichen der Zeit, wenn es um das Überleben der Menschheit geht. In praktisch keinem Bereich haben die Menschen jemals einen Gleichgewichtszustand erreicht: Weder im Falle der fossilen Energieträger, noch beim Metallabbau, der Ausbeutung der fossilen Wasservorräte, der Schuldenspirale, der Verschmutzung durch Industriechemikalien, der Ausbeutung der Umwelt oder hinsichtlich der Weltbevölkerung. Man hat den Eindruck, die Menschheit sei fest entschlossen, sich selbst zu vernichten, und jeder bemühe sich dabei, auf dem Weg der Selbstzerstörung noch der Schnellste zu sein.

 

 

 

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Leser-Kommentare (11) zu diesem Artikel

09.09.2014 | 06:41

karin

Gewächshäuser !


08.09.2014 | 18:29

Holger Jahndel

Die Erde ist bioenergetisch krank! http://www.berndsenf.de Die psychosozialen und spirituellen Hintergründe nach Wilhelm Reich zum Orgon (chinesisch KI, indisch Prana): Prof. Bernd Senf aus Berlin, VWL und psychosoziale Hintergründe nach Wilhelm Reich und Nicola Tesla und Viktor Schauberger Bürgerbewegung Solidarität für ein neues nationales Bewässerungssystem (NWAPA) http://www.bueso.de Zum Klimawandel siehe auch die Artikel bei Telepolis, dem Internetmagazin Online aus...

Die Erde ist bioenergetisch krank! http://www.berndsenf.de Die psychosozialen und spirituellen Hintergründe nach Wilhelm Reich zum Orgon (chinesisch KI, indisch Prana): Prof. Bernd Senf aus Berlin, VWL und psychosoziale Hintergründe nach Wilhelm Reich und Nicola Tesla und Viktor Schauberger Bürgerbewegung Solidarität für ein neues nationales Bewässerungssystem (NWAPA) http://www.bueso.de Zum Klimawandel siehe auch die Artikel bei Telepolis, dem Internetmagazin Online aus dem Heise Verlag, aktuell speziell die von Franz Alt, siehe aber auch Peak Oil und Treibhauseffekt http://www.fromthewilderness.com


08.09.2014 | 10:42

doci

ich bin immer wieder erschrocken über mich selbst: warum keimt in mir diese Schadenfreude über den Sieg der Natur über die dümmliche Gier der Menschen. Dazu fällt mir immer wieder der Spruch meines Geschichtslehrers ein: "Und wenn wir auch zum Mond fliegenkönnen,(vielleicht) so leben wir mental noch in den Höhlen" Das war im übrigen 1973 !


08.09.2014 | 06:01

Martin Kunkies

Die Aussage die Klimaerwärmung hat damit etwas zu stört mich. In einer der letzten Ausgaben von "Spektrum der Wissenschaften" war dazu ein Bericht. In Südwesten der USA gab es in den letzten 200 Jahren überdurchschnittlich viel Niederschläge und die Natur geht zu den normalen Werten und die sind Geologisch gesehen, also über einen langen Zeitraum, sehr niedrig. Woher kommen die 35 Jahre in dem Bericht, eine Aussage ohne Begründung also Wertlos !!!!!!!!!!!


08.09.2014 | 01:52

Reiner Peters

...zum Wassermangel in Californien kommt die fortschreitende Vergiftung des Grundwassers durch fraking,,,,alle finden es toll,daß man wieder mit großvolumigen Autos die Luft verpesten kann....hauptsache die Multis machen sich die Taschen voll....die USA sind die größten Umweltverschmutzer der letzten Jahre gewesen,bis sie mitlerweile von den Chinesen abgelöst wurden....obwohl alle Probleme für die Zukunft seit Jahren bekannt sind,wurden alle Warnungen ignoriet und es hat nur die...

...zum Wassermangel in Californien kommt die fortschreitende Vergiftung des Grundwassers durch fraking,,,,alle finden es toll,daß man wieder mit großvolumigen Autos die Luft verpesten kann....hauptsache die Multis machen sich die Taschen voll....die USA sind die größten Umweltverschmutzer der letzten Jahre gewesen,bis sie mitlerweile von den Chinesen abgelöst wurden....obwohl alle Probleme für die Zukunft seit Jahren bekannt sind,wurden alle Warnungen ignoriet und es hat nur die Gewinnmaximierung gezahlt...und jetzt wollen sie mit dem Freihandelsabkommen mit der EU,unser Europa ausplündern und mit fraking unser Grundwasser vergiften....und unsere Politiker lassen sich ebenso wie die Amerikanischen Politiker von den Multis korumpieren....


08.09.2014 | 00:11

Atanjeo

Das Desert - Greening Projekt wird zum jetzigen Zeitpunkt niemals umgesetzt werden. leider. Denn das würde bedeuten das hier offiziell Technologien und Wissen anerkennt werden, welches die Abhängigkeit der Menschen reduzieren und daher dem NWO - Plan zuwider laufen würde.

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