Preisinflation bei Nahrungsmitteln: Kostet ein Brot bald 23 Dollar?
Mike Adams
Innerhalb der kommenden zehn Jahre könnte ein Laib Brot in einem amerikanischen Lebensmittelgeschäft 23 Dollar (oder 16,50 Euro) kosten, und 1.000 Gramm Zucker vielleicht 62 Dollar (44,64 Euro). Etwa zwei Liter Orangensaft kosteten dann vielleicht um die 35 Euro. Diese Horrorvision ergibt sich aus einem am vergangenen Freitag veröffentlichten Bericht der amerikanischen National Inflation Association (NIA), in dem die Verbraucher vor einer drohenden Preisinflation bei Nahrungsmitteln gewarnt wurden, die den Westen heimsuchen werde.
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Unter der Federführung von Gerard Adams zieht der Bericht eine Verbindung zwischen der außer Kontrolle geratenen Geldschöpfung der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (»Quantitave Easing«, was so viel bedeutet wie niedrige Zinsen und eine expansive Geldpolitik) und der Preisinflation bei Nahrungsmitteln.
»Immer dann, wenn die amerikanische Regierung versucht, ein wirtschaftliches Problem zu lösen, erzeugt sie im Verlauf dessen zwei oder drei noch größere Katastrophen«, erklärte Adams. »Es ist das eingetreten, was wir bereits im vergangenen Dezember vorhergesagt hatten, der Dollar schwankte Anfang 2010 stark und befand sich seither im freien Fall. Bernankes QE2 wird diesen freien Fall vermutlich noch beschleunigen – bis zum bitteren Ende für den Dollar.«
Als Folge des an Wert verlierenden Dollar wird es zu einer galoppierenden Inflation bei Gütern und Dienstleistungen des allgemeinen Bedarfs kommen, von denen das Überleben der Amerikaner abhängt. Vor allem Nahrungsmittel werden sich in den kommenden zehn Jahren massiv verteuern.
Die National Inflation Association hat ihre Berechnungen zur Entwicklung der Nahrungsmittelpreise in Form eines frei herunterladbaren PDF ins Internet gestellt: http://inflation.us/foodpriceprojections.pdf.
Dazu schreibt sie: »Die NIA ist überzeugt, dass die bevorstehende Monetisierung unserer Schulden die Preise für praktisch alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu einem neuen inflationsbereinigtem Allzeithoch treiben wird.« Die US-Notenbank betreibt derzeit die massivste Geldvermehrung, die die Welt bisher gesehen hat. Und sie scheint entschlossen, die Gelddruckpresse so lange laufen zu lassen, bis die Dollar, über die wir verfügen, praktisch wertlos sind.
Auch Vereinte Nationen fürchten steigende Nahrungsmittelpreise
Nicht nur die NIA rechnet mit stark steigenden Nahrungsmittelpreisen. Sowohl die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), als auch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gehen von steigenden Nahrungsmittelpreisen aus (wenn auch nicht so stark ansteigenden, wie sie die NIA vermutet). Dieser Preisanstieg wird mit dem Trend zu steigenden Energiepreisen begründet, die sich unmittelbar in steigenden Kosten für Anbau, Ernte und Transport sowie Verarbeitung niederschlagen. Einzelheiten dazu finden sich hier.
Die englische Tageszeitung The Guardian berichtet ebenfalls über »steigende Nahrungsmittelpreise« aufgrund deutlich wachsender Rohstoffkosten. (Ich selbst habe in meiner früher in diesem Jahr veröffentlichten Liste von Voraussagen »Turbulenzen bei Nahrungsmitteln« prognostiziert. Viele dieser Voraussagen sind übrigens tatsächlich so eingetreten.)
Machen wir uns nichts vor: Die Nahrungsmittelpreise steigen. Und da die Federal Reserve mit ihrer absurden Politik der maßlosen Geldvermehrung den Dollar weiter schwächt, werden die USA in eine Preisinflation bzw. Dollar-Deflation eintreten, die dazu führen wird, dass man im Jahr 2015 sehr viel mehr Dollar ausgeben muss, um die gleichen Nahrungsmittel zu kaufen wie 2010 (wenn es den Dollar 2015 überhaupt noch gibt).
Welche Bedeutung hat das für Sie und mich? Wenn es in einigen Monaten wieder Frühling wird, wäre das eine guter Moment, über die Anlage eines eigenen Nutzgartens nachzudenken …
NaturalNews
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