Friday, 1. July 2016
21.05.2014
 
 

US-Zulassungsbehörde für organische Nahrungsmittel kauft Maschinenpistolen mit Nachtsichtgeräten und 30-Schuss-Magazinen

Mike Adams

Das US-Landwirtschaftsministerium schließt sich dem Trend zur Militarisierung an, der sich unter amerikanischen Bundesbehörden zurzeit wie ein Buschfeuer ausbreitet. Sowohl bei der Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) als auch bei der Bundessteuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) gibt es mittlerweile bewaffnete Vertreter, und durch neueste Vorfälle in Nevada, an denen das Bureau of Land Management (BLM, eine dem US-Innenministerium unterstellte Behörde, der die Verwaltung und wirtschaftliche Verwertung von öffentlichem Land obliegt) beteiligt war, kam ans Licht, dass sogar das BLM eine kleine Armee von Scharfschützen und schwerbewaffneten paramilitärischen Einsatzkräften unterhält.

Jetzt springt also auch das US-Landwirtschaftsministerium auf den fahrenden Zug auf, indem es eine Ausschreibung veröffentlicht (# USDAOIGWEA-5-7-14) und »Maschinenpistolen vom Kaliber .40, S&W« mit »Tritium-Nachtsichtgeräten nach vorn und hinten, Schienen zur Anbringung von Taschenlampen (unter dem vorderen Handgriff) und Sucher (oben hinten), Schaft klapp- oder einschiebbar, Magazin 30 Schuss« anfordert.

 

Mit anderen Worten: Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) kauft jetzt genau die Waffen, von denen Obama sagte, sie gehörten »in die Hände von Soldaten« und nicht »auf die Straßen Amerikas«. Trotzdem bringt die Obama-Regierung solche Waffen auf die Straßen Amerikas, vorausgesetzt, sie sind in den Händen von staatlichen Beauftragten, die zunehmend auf diesen Straßen patrouillieren.

 

»Diese Waffen werden für den Nachtkampf eingesetzt«

 

Die Redaktion meiner Website NaturalNews hat versucht, Linda Josey, Chefin der Beschaffungsabteilung des USDA, zu erreichen; wir wollten sie fragen, wofür das USDA Maschinenpistolen mit 30-Schuss-Magazinen und Tritium-Nachtsichtgeräten braucht. Sie ging nicht ans Telefon, ihr Anrufbeantworter war voll.

 

Als nächstes versuchten wir es bei Jeremy Alcede aus Katy, Texas, Gründer und Chef der Firma Tactical Firearms, ein Schusswaffenhändler und Betreiber einer Trainingshalle für Privatleute und lokale Strafverfolgungsbehörden. »Solche Waffen werden für den Nachtkampf eingesetzt«, sagte Alcede uns.

 

»Ehrlich gesagt glaube ich, dass die Bundesregierung verschiedene Behörden nutzt, um Lager solcher Waffen anzulegen«, sagte Alcede weiter. »Ich kann mir nicht vorstellen, dass das USDA Maschinenpistolen brauchten sollte, um landwirtschaftliche Bestimmungen durchzusetzen. Bereiten sie sich auf einen Ausbruch von Rinderwahnsinn vor? Aber dann nochmal, warum braucht das DHS (Heimatschutzministerium) mehrere Hundert Millionen Schuss Munition? Sie haben zurzeit so viel Munition gelagert, dass auf jeden Amerikaner eine Kugel kommt.«

 

Und das stimmt, ob Sie es glauben oder nicht. Auch wenn die Entdeckung der milliardenteuren Munitionskäufe durch die Regierung von den lügenschwingenden Mainstreammedien anfänglich als »paranoide Verschwörungstheorien« abgetan wurde, stellt sich heraus, dass sie tatsächlich stattfinden, es ist unwiderlegbar dokumentiert. Die Regierung lagert wirklich mehr als eine Milliarde Schuss Munition für einen bislang unbekannten Zweck ein.

 

Tactical Firearms hat im Internet kürzlich eine große Kontroverse ausgelöst, nachdem ein Werbeschild veröffentlicht wurde, auf dem es hieß: »Ich möchte meine Schusswaffen haben wie Obama seine Wähler – nicht erfasst«. Dieses Schild wurde im Netz in Windeseile von Amerikanern geteilt, die zunehmend über die Politik der Obama-Regierung in vielen Bereichen frustriert sind, beispielsweise in der Frage von »Deficit Spending«, Waffenkontrolle und Einwanderung. Sogar viele ehemalige Obama-Unterstützer sind jetzt äußerst besorgt, wenn sie erfahren, dass die Regierung offensichtlich eine massive Aufrüstung mit Schusswaffen befürwortet, solange sie in der Hand von Bundesbeamten sind.

 

Hier ist ein Screenshot von der Ausschreibung des US-Landwirtschaftsministeriums:

 

 

Die Militarisierung von Behörden unter einer Administration, die sich gegen Waffenbesitz ausspricht, sorgt bei Beobachtern für Stirnrunzeln

 

In dem Maße, wie US-amerikanische Bundesbehörden die Militarisierung vorantreiben, besteht die Gefahr, dass es bei Zusammenstößen zwischen Ordnungskräften und der Öffentlichkeit zu Gewaltausbrüchen kommt, angeheizt durch die radikalisierte Bewaffnung von Bundesbehörden.

 

Ein Beispiel: Die jüngste Konfrontation auf der Bundy-Ranch in Bunkerville, Nevada, wo BLM-Beauftragte mehrere Hundert bewaffnete Beamte, Scharfschützen und Regierungs-Hubschrauber einsetzten. Angeblich ging es bei der Konfrontation um »die Rettung der kalifornischen Wüstenschildkröte«.

 

Keine Bundesbehörde kauft Schusswaffen, wenn sie nicht plant, sie auch einzusetzen, doch zur gleichen Zeit, wo diese Behörden sich bewaffnen, als ginge es in den Krieg, versucht die Obama-Regierung aggressiv, private Bürger zu entwaffnen. Das Ergebnis kann nur eine radikale Machtkonzentration in den Händen von Bundesbehörden sein, bei gleichzeitiger Entwaffnung der Bürger. Das ist genau die Art von Macht-Ungleichgewicht, die Historiker nervös macht. Jeder staatliche Genozid der Geschichte begann schließlich auf diese Weise.

 

Das alles geschieht mit der Entschuldigung der »öffentlichen Sicherheit«, aber wie ich in meinem Artikel »The great government hoax of public safety« (»Der große Schwindel der Regierung hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit«) darlege, ist das nur ein fadenscheiniger Vorwand.

 

Selbst die Befürworter einer Waffenkontrolle werden besorgt

 

Diese Veränderung bereitet Progressiven so große Sorgen, dass sich Befürworter einer Waffenkontrolle allmählich fragen, warum es so viele automatische Waffen in den Händen der Polizei gibt. In einem Artikel mit dem Titel »How Every Part of American Life Became a Police Matter« (»Wie das gesamte Leben in Amerika zu einer Sache für die Polizei wurde«) schreibt das progressive Magazin Mother Jones: »Die amerikanische Gesellschaft sieht langsam einem Polizeistaat ähnlich.« Solch ein Zitat wäre früher als Paranoia verspottet worden, aber heute sind die Beweise nicht mehr wegzureden und überall sichtbar. In Mother Jones heißt es:

Da ist die Ausweitung schwerbewaffneter Sondereinsatz-(SWAT-)Teams, sogar in kleinen Städten; der Einsatz von Schock-Taktik gegen kleine Buchmacher; die nicht angekündigten Razzien, um winzige Mengen von Drogen sicherzustellen, wobei oft die Hunde, wenn nicht gar die Mitglieder der Familie, getötet werden; die Drogenversion von Aufstandsbekämpfung in Gemeinden, wo man früher auf Drogentherapie-Programme setzte. (All das wird im Blog des Journalisten Radley Balko und in dessen Buch The Rise of the Warrior Cop kenntnisreich dargelegt.) Doch die übermäßige Ausweitung der Überwachung in Amerika ist mehr als die Aufrüstung Ihres Heimatdistrikts. Es ist auch die Art, wie die Polizeimacht in die DNS der Sozialpolitik eingedrungen ist und praktisch jeden Bereich des amerikanischen Lebens zur Sache der Polizei gemacht hat.

Das USDA will sich jetzt dieser Welle der radikalisierten Militarisierung anschließen, indem es seine Vertreter mit Maschinenpistolen ausrüstet – Waffen der Klasse 3, die Privatbürger legal nicht kaufen können, ohne sich umfangreichen Überprüfungen zu unterwerfen und sich einen Papierkrieg mit der Waffenbehörde ATF (Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms, die unter anderem den illegalen Besitz, die Modifikation und die unzulässige Benutzung von Schusswaffen eindämmen soll) zu liefern.

 

Die Tritium-Sichtgeräte weisen ganz klar darauf hin, dass das US-Landwirtschaftsministerium von »nächtlichen Razzien« mit diesen Maschinenpistolen ausgeht, und es steht außer Frage, dass diese Razzien auf amerikanischem Boden durchgeführt werden. Bleibt nur die Frage: Gegen wen will das USDA mit vorgehaltener automatischer Waffe Razzien durchführen?

 

Wie die Tyrannei geboren wird

 

Die Antwort wird früher oder später sein: Gegen SIE. So verläuft der Aufstieg der Tyrannei in einem Polizeistaat. Zuerst sind die Waffen gegen »Terroristen« gedacht. Dann gegen »Kriminelle«. Und schon bald wird jeder, der die rapide Militarisierung der Regierung kritisch hinterfragt, als »regierungsfeindlicher Krimineller« abgestempelt und auf die Liste geplanter Razzien gesetzt.

 

Ich betreibe eine Firma für zertifizierte organische Lebensmittel, die der Aufsicht des USDA unterliegt. Jetzt muss ich mich mit Recht fragen, ob ich mit einer nächtlichen bewaffneten Razzia gegen meine Einrichtung rechnen muss, durchgeführt von übereifrigen USDA-Vertretern, die ihre neuen Maschinenpistolen-Spielzeuge ausprobieren wollen.

 

Sie würden natürlich bei mir nicht viel finden, außer Paletten mit Rohmaterialien, einem mikrobiologischen Untersuchungslabor und Geräten zur Verpackung von Nahrungsmitteln. Aber seit wann brauchen Polizeikräfte einen realen, legitimen Grund, um überhaupt bewaffnete Razzien durchzuführen? Ich kenne einen Mann in Kalifornien namens James Steward, gegen den eine bewaffnete Razzia durchgeführt wurde und der ins Gefängnis geworfen wurde wegen des »Verbrechens«, frische Milch von örtlichen Farmen zu verteilen. Gegen ihn läuft in Ventura noch immer ein Verfahren wegen lächerlicher Vorwürfe im Zusammenhang mit seinem »Verbrechen«.

 

Wenn die Bundesbehörden Ihren Betrieb stilllegen wollen, können sie immer Dutzende von Vorwürfen fabrizieren und Sie verhaften lassen. Aber dank dieser rapiden Militarisierung können sie jetzt auch im Stil der SWAT-Einheiten bewaffnete Razzien gegen unsere Wohnungen, Unternehmen und Farmen durchführen. Wenn das USDA über automatische Waffen, Nachtsichtgeräte und 30-Schuss-Magazine als Teil eines Ministeriums für »Landwirtschaft« verfügt, dann ist in Amerika etwas ganz furchtbar schief gelaufen.

 

Deshalb sage ich: »Besinnt Euch auf die Verfassung!« Der Regierung wurden von der Verfassung genau aus diesem Grund Einschränkungen auferlegt: Wenn man einer Regierung erlaubt, die Macht zu konzentrieren, wird sie diese Macht irgendwann einsetzen, um das Volk zu unterwerfen. Es ist keine Verschwörungstheorie mehr, die fundierte Beobachtung zu machen, dass Amerika allmählich immer mehr einem faschistischen Polizeistaat ähnlich sieht, mit allem was dazugehört: das umfangreichste Gefängnissystem der Welt und die Bewaffnung von Bundesbehörden, die mit automatischen Waffen nichts zu schaffen haben.

 

 

Quelle für diesen Beitrag war u.a.:

 

FBO.gov

 

 

 


 

 

 

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