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Menschliche Gene sind Teil der Natur und keine menschliche Erfindung
In seinem Gutachten argumentiert das Justizministerium, Gene sollten nicht patentierbar sein, weil sie Teil der Natur seien: »Die chemische Struktur angeborener menschlicher Gene ist ein Produkt der Natur, und es ist nicht weniger ein Produkt der Natur, wenn diese Struktur aus seiner normalen natürlichen Umgebung heraus isoliert wurde, so wie wenn Baumwollfasern von Baumwollsamen getrennt werden oder Kohle aus der Erde gefördert wird …«
Wenn man Unternehmen erlaubt, selbst einen kleinen Teil des menschlichen Genoms über Patentrechte zu besitzen, öffnet dies der Sklaverei Tür und Tor. Wir haben uns lange Zeit in dieser Frage in die falsche Richtung bewegt, aber jetzt scheint es, als wäre eine Wende zum Besseren in Sicht.
Der Irrsinn modernen Patentrechts
Kaum ein vernünftiger Mensch würde die Ansicht vertreten, das heute herrschende amerikanische Patentrecht sei in irgendeiner Weise sinnvoll. Patente sollen von ihrer Intention her »von Menschen gemachten Erfindungen« Rechtsschutz bieten. Die Vorstellung, man könne menschliche Gene überhaupt patentieren, ist prinzipiell absurd.
Das menschliche Genom wurde offensichtlich nicht von Menschen erfunden, und vor allem schon gar nicht von einer einzelnen Person oder einem bestimmten Unternehmen. Einem Unternehmen ein alleiniges geistiges Eigentumsrecht über ein einzelnes menschliches Gen zu gewähren, ist eine Verletzung des Erbes der Menschheit und verstößt gegen das Naturrecht. Dass dies schon geschehen konnte, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Derartige Patente geben nach geltendem Rechtsverständnis einem Unternehmen das Recht, Lizenzgebühren zu verlangen, wenn zwei Menschen sich fortpflanzen, denn wenn man ein Kind bekommt, »repliziert« man praktisch ein patentiertes Gen ohne Genehmigung. Damit machte man sich einer Patentverletzung schuldig und könnte dazu verurteilt werden, an den Patenteigentümer eine Nutzungsgebühr zu zahlen.
Blicken wir einige Jahrzehnte in die Zukunft und stellen uns ein Land vor, das von Wirtschaftsinteressen kontrolliert wird. Dann könnte Folgendes passieren: Wenn man Kinder haben will, muss man vielleicht eine Gebühr in Höhe von 100.000 Dollar zahlen, die dann an unterschiedliche Unternehmen fließen, die genetische Codes der betreffenden Personen besitzen. Dies würde durch entsprechende Vollzugsbeamte durchgesetzt, und man würde vielleicht mit vorgehaltener Waffe wegen des »Verstoßes gegen Patentrechte« (Schwangerschaft) verhaftet.
Halten Sie das für unmöglich? Denken Sie nur einmal an die Geschichte der RIAA (die amerikanische Urheberrechtsbehörde) und ihren gegen die Bevölkerung gerichteten »Krieg« um das Urheberrecht. Oder bedenken Sie, was Monsanto Landwirten angetan hat, die unabsichtlich genetisch modifizierten Mais angebaut haben, weil es von benachbarten Feldern zu einer Übertragung genetisch manipulierten Saatgutes kam. Oder erinnern Sie sich an das Vorgehen des Biotech-Unternehmens Myriad Genetics, das Patente auf die Brustkrebsgene BRCA1 und BRCA2 besitzt und jeweils 3.000 Dollar für einen einfachen Test verlangt, der nachweist, ob Frauen diese Gene in sich tragen oder nicht.
Machen wir uns nichts vor: Wenn man einem Unternehmen eine monopolartige Kontrolle zugesteht, wird das Unternehmen diese bis zum Äußersten ausreizen, selbst wenn dabei Menschenleben zerstört werden.
Warum bei Genen schon haltmachen? Auch Saatgut sollte frei sein
Wenn die USPTO Patente auf menschliche Gene verbietet, sollten logischerweise auch Patente auf Saatgut oder Tiere verboten werden. Die Patentierung von Saatgut ist nur eine weitere Methode, wie einflussreiche Unternehmen wie Monsanto und DuPont über die Kontrolle der Nahrungsmittelversorgung die gesamte Menschheit versklaven könnten.
Die Aufhebung des Patentschutzes für Saatgut zerstört die Saatgutmonopole, die für diese gefährlichen und destruktiven Unternehmen unverzichtbar sind, wenn sie ihre Kontrolle über das Saatgut durchsetzen wollen. Aufgrund des herrschenden Patentschutzes für Saatgut ist schon ein Großteil der Vielfalt auf den Saatgutmärkten verloren gegangen.
Patente auf Gene und Saatgut sind Feinde der Freiheit. Sie sind die Fesseln, die Landwirte und Verbraucher in der Sklaverei der Wirtschaftsinteressen halten. Die Anzeichen für ein Verbot dieser Patente insgesamt ist ein Hoffnungsschimmer dafür, dass die Herrschaft der Konzerne über die Menschheit verhindert werden kann.
Wenn die Regierungen weltweit weiterhin fortfahren, unsere Gene, unser Saatgut und unsere Medikamente in die Hände monopolartiger und von Gier getriebener Unternehmen zu geben, die bereits unsere Familienfarmen zugrunde gerichtet, unsere Nahrungsmittel verunreinigt und unseren Organismus mit künstlichen chemischen Substanzen vergiftet haben, werden die Menschen dieser Welt irgendwann aufbegehren und sich mit Gewalt gegen ihre Unterdrücker zur Wehr setzen. Jede Tyrannei hat eine Grenze, wenn sie diese überschreitet, werden sich die Menschen gegen ihre Unterdrücker wehren und zurückschlagen.
Die heutige Stellungnahme des Justizministeriums kann dazu beitragen, ein solches Blutvergießen in der Zukunft zu verhindern – zumindest in den Bereichen Gene und Saatgut. Langanhaltender Frieden kann sich erst entfalten, wenn die Menschen in Freiheit leben und nicht das Gefühl haben müssen, einer ständigen Unterdrückung durch Regierungen, Konzerne oder andere mächtige Institutionen ausgeliefert zu sein. Zu jeder gesellschaftlichen Umwälzung in der Geschichte der Menschheit gehörte auch ein allgemeines Aufbegehren gegen Institutionen, die das Naturrecht und die menschliche Freiheit mit Füßen traten. Und Patente auf Gene und Saatgut sind eine Verletzung des Naturrechts.
Viele Patente auf Medikamente stellen ebenfalls eine Verletzung des Naturrechts dar
Seit vielen Jahren habe ich öffentlich darauf gedrungen, alle Patente auf Gene, Saatgut oder Tiere für unzulässig zu erklären. Ich bin sogar noch weiter gegangen und habe gefordert, alle Patente auf Medikamente für unzulässig zu erklären, auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass es dazu in naher Zukunft kommen wird.
Können Sie sich vorstellen, was mit den großen Pharmakonzernen geschähe, wenn mit einem Schlag alle chemischen Substanzen, die sie Mutter Natur gestohlen haben, zu »open source«, das heißt frei verfügbar und allen zugänglich, erklärt würden. Innerhalb eines Jahres würden die großen Pharmakonzerne zusammenbrechen, und die Bürger der USA und alle anderen Menschen könnten sich der wirklich wirksamen Naturmedizin zuwenden, anstelle der herkömmlichen Schulmedizin hinterherzulaufen, die ihnen von den Monopolisten aufgezwungen wurde, die von der FDA und der USPTO geschützt werden.
Die Medizin sollte den Menschen gehören, vor allem, wenn vieles in ihr pflanzlichen Ursprungs ist. Ich bin überzeugt, Menschen haben ein natürliches Recht auf Wasser, Naturmedizin, Saatgut und ihre eigenen Gene. Die Begrenzung des öffentlichen Zugangs zu diesen natürlichen und weltweiten Ressourcen stellt eine Verletzung des Naturrechts dar und man sollte dagegen mit allen erforderlichen Mitteln Widerstand leisten.
NaturalNews
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