Wednesday, 24. August 2016
26.04.2010
 
 

MTV – »Die große Hure«!

Eva Herman

Es verschlägt einem die Sprache und ist mit Worten nicht mehr zu beschreiben: Die Horror-Auswüchse des amerikanischen Musikkanals MTV, welchen Kinder und Jugendliche in zahlreichen Ländern der Welt regelmäßig konsumieren. Es ist erschreckend, scheußlich und erschütternd, mit welchen paranoiden und alleine nur noch auf triebhafter Sexualität basierenden Mechanismen hier im Rahmen eines (noch) erlaubten Fernsehprogramms junge Menschen konfrontiert und restlich verdorben werden. Es scheint wie ein gewaltiges Aufbäumen des Gender Mainstreaming in ausgeklügeltster und infamster Perfidie!

Samstagabend, 24. April 2010, Sendetitel: A shot of Love. Wer diese Sendung aus dem Blickwinkel auch nur des Hauchs von Anstand und Moral betrachtet, weiß jetzt spätestens, dass das Ende der Welt nicht mehr weit sein kann. Jeglicher Anstand ist im Rahmen dieser Produktion dahin, jede Grenze der menschlichen Ordnung wird hier für immer eingerissen. Es ist, als ob man direkt in die biblische Johannes-Offenbarung hineinversetzt zu werden scheint, wo die Endzeit, das Gericht des Schöpfers, für jeden Menschen gekommen ist. Sieben Schalen sind es in diesem letzten Bibelkapitel, welche von den Engeln über der Menschheit ausgegossen werden, Schalen, angefüllt mit des Schöpfers heiligem Zorn über das Jahrtausende währende, sträfliche Tun der Menschen. Und alle sieben Schalen sind bereits ausgegossen worden, die der Seuchen, der Erdbeben und Naturkatastrophen, der Heuschrecken, die des wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenbruchs der Welt, der Hilflosigkeit der Herrschenden und Könige der Erde, des Ruins der weltweiten Schiffseigner und Handel Treibenden. Dies alles ist im biblischen Endgericht schon geschehen, bis es schließlich um »die große Hure« geht. Sie ist die vorletzte Station im Endgericht, danach kommt nur noch, in direktem Zusammenhang, der Fall Babylons!

Die mehrteilige Sendung A shot of love erinnert fatal an »die große Hure«. In dem Bibelabschnitt heißt es unter anderem: »Einer der sieben Engel, die die sieben Schalen ausgegossen hatten, kam zu mir und sprach mich an. ›Komm‹, sagte er, ›ich werde dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an vielen Wassern sitzt. Die Herrscher der Erde haben Unzucht mir ihr getrieben, und die Menschen, die die Erde bewohnen, haben sich mit dem Wein ihrer Unzucht betrunken.‹«

Ein kurzer Blick in die MTV-Sendung: Es gibt eine Protagonistin: Die langmähnige, beinahe völlig unbekleidete, junge Frau: Tila Tequila. Mit aufreizender Bewegung und verführerischer Miene stöckelt sie stundenlang durchs Bild und sucht angeblich, wie sie immer wieder in die Kamera beteuert, den Partner fürs Leben. »Ich meine es ernst«, lautet ihr meist wiederholter Satz. »Ich versuche, mich selbst zu finden«, hört der erstaunte Zuschauer fast ebenso häufig. Sie hat über ein Dutzend junge Männer eingeladen, die stattlich gebaut und ebenso nahezu nackt sind. Denen erteilt sie, einer Gebieterin gleich, unterschiedliche Aufgaben, damit sie vor ihrem prüfenden Auge bestehen können. Und sie mühen sich, denn schließlich will jeder diese Frau haben und besitzen. Was als »Partnersuche fürs Leben« dargestellt wird, entpuppt sich recht schnell als reines Sexspiel, als Programm gewordener Swingerclub! Und das vor laufenden Kameras und vor den Blicken von Millionen junger Zuschauer weltweit. Tila, wie sie von den immer mehr ins Sabbern kommenden Männern genannt wird, knutscht und grapscht sich mit unschuldig wirkendem Augenaufschlag durch die Reihen, um schließlich mit strengem Blick fünf der Männer auszusortieren und heimzuschicken. Sie waren nicht gut genug für sie. Die anderen dürfen bleiben, die »Besten« erhalten gar die Aussicht, in Tilas Haus einziehen zu können. Mit versprechenden, bestrickenden Gesten bereitet sie die möglichen Gewinner auf » Sex pur« vor. Zwischendurch gibt es Champagner für alle mit dem bedeutsamen Trinkspruch: Auf die Liebe!

Schnitt! Der Zuschauer muss jetzt, ebenso wie die fiebernden Männer, abwarten, denn Tila Tequila wendet sich in ihrem alles preisgebenden Badeanzug um, und berichtet dem inzwischen fassungslosen Zuschauer, dass sie sich jetzt einer Gruppe junger Frauen zuwenden wird, die sie unter dem Vorwand eingeladen hatte, eigentlich lesbisch zu sein und eine »Partnerin fürs Leben« zu suchen. »Ich meine es ernst«, lautet auch hier ihr meist wiederholter Satz. »Ich versuche, mich selbst zu finde«, versichert sie ebenso den spärlich bekleideten Lesbierinnen, die sich, ebenso wie die Gebieterin selbst, in knappe Bikinis zwingen müssen. Auch die Frauen haben allesamt nur ein Ziel und machen daraus keinen Hehl: Sie wollen intim werden mit Tila, deren gezierte, manierierte Attitüden inzwischen an die einer debil-bornierten, wahnsinnig gewordenen Herrscherin heranreichen. Alles ist hier möglich! Es gibt keine Grenzen! Die Lust muss immer noch gesteigert werden! Auch hier wird gegrapscht, geknutscht und gebaggert! Auch hier müssen fünf der lesbischen Frauen, die übrigens nahezu allesamt durchgängig ihre Abscheu gegen das männliche Geschlecht zum Ausdruck bringen, schließlich gehen. Dem Rest verspricht Tila Tequila, ebenso wie den immer noch auf sie lauernden Männern, den Einzug in ihr Haus, wo sie angeblich fantasievolle Sexspiele erwarten.

Schnitt! Schlimmer kann es eigentlich schon nicht mehr kommen, denkt man sich verzweifelt. Und immer wieder steht die Frage im Raum: Welche Botschaft wird in diesem leider ziemlich erfolgreichen MTV-Kanal unseren Kindern verabreicht? Was lernen sie hier? Dass es keine Grenzen mehr im Miteinander von Mann und Frau gibt, und dass es unmodern geworden ist, über die wahre und die dazu gehörenden Anstandsregeln überhaupt noch nachdenken zu müssen? Denn was sich hier offenbart, ist nichts weiter, als eine deftige Moralentgleisung nach der anderen!

Doch es kommt schlimmer! Noch viel schlimmer! Denn Tila Tequila, die sich übrigens immer noch nichts übergezogen hat, offenbart den lauernden Männern wie auch den leidenschaftlich agierenden Frauen, die sie inzwischen zusammengeführt hat und die allesamt keinerlei Selbstachtung und Respekt vor ihrem eigenen Leben zu haben scheinen, dass sie in Wahrheit bisexuell sei, und dass jetzt sie ausnahmslos gegeneinander um ihre Gunst kämpfen müssten. Sie treibt die fast nackten männlichen und weiblichen Körper in ein riesiges Schaumbad, in dem drei Chips versenkt worden sind und die nun gefunden werden müssen. Den drei Siegern winkt ein gemeinsames, intimes Treffen mit Tila Tequila. »Strengt euch an!«, befiehlt sie den fast irrsinnig wirkenden, wild herum planschenden Suchenden, die sich wie Bolle anstrengen und jeden Blick für ihre Lächerlichkeit verloren zu haben scheinen. »Wie weit geht ihr, um mich zu erobern?«, treibt sie Tila kokett weiter in die Sex-Manie. Bei dem Anblick der sich wälzenden Körper, die wie wilde Tiere wirken, scheint die abgebrühte Gastgeberin dann kurz zu stocken, bevor sie mit treuherzigem Augenaufschlag in die Kamera salbadert: »Ich muss da durch, um mich zu finden!« Und immer wieder, gebetsmühlenartig, verspricht sie allen: »Wer die Eliminierung übersteht, darf bei mir einziehen!«

Dass sie den Frauen 20 Liegestütze abverlangt und die Männer auf High Heels zwingt, die diese von der Lächerlichkeit bis schließlich zur Jämmerlichkeit degradiert durchs Blick watscheln lässt, sind die letzten Bilder, bevor sie wieder einige der völlig aus der Lebensbahn geworfenen Teilnehmer/innen ausmustert und nach Hause schickt. Darunter ist übrigens einer derjenigen Psychopathen, der kurz zuvor eine heftige Schlägerei angezettelt und die Tila Tequila denn auch zu einem emotionalen Tränenausbruch hingerissen hatte. Die dem Zuschauer jedoch endlich klar signalisierte, dass diese ganze Veranstaltung nicht nur alle ethischen und moralischen Grenzen gesprengt hatte, sondern dass ein derartiger Gewaltausbruch der wie fanatische Tiere wirkenden Männer als folgerichtige Gefühlsregung nur die Spitze des Eisbergs gezeigt hatte.

Die restlichen 17 Übriggebliebenen packen danach ihre wenigen Sachen, und nun sind sie endlich am Ziel ihrer Sehnsüchte: Allesamt ziehen sie mit lautem Gejohle und in fiebernder Erwartung in Tila Tequilas Haus ein! Und bevor diese Folge dann endlich zu Ende ist, folgt die letzte Überraschung, der Clou schlechthin: Alle Teilnehmer/innen stehen vor einem riesigen, meterbreiten, blutroten Samtbett – mit blutroten Kissen und blutrotem Gestell, und Tila Tequila, immer noch so gut wie nackt, kreischt vor Vergnügen: »Ein Bett für alle!« Sie hebt das Glas, das mit goldperlendem Champagner gefüllt ist und prostet den anderen mit vielversprechender Miene zu: »Auf die Liebe!« Fortsetzung folgt!

Wie heißt es in der Bibel? »Da versetzte der Engel mich im Geist in die Wüste. Dort sah ich eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte, die über und über mit Lästerungen gegen Gott beschrieben waren. Die Frau trug purpurne und scharlachrote Kleidung und Schmuck aus Gold und kostbaren Edelsteinen und Perlen. In ihrer Hand hielt sie einen goldenen Becher, der mit Abscheulichkeiten und dem Schmutz ihrer Unzucht gefüllt war. Ein geheimnisvoller Name stand auf ihrer Stirn geschrieben: ›Babylon, die Große, die Mutter aller Huren und aller Abscheulichkeiten auf der Erde.‹« … Und weiter heißt es im Endgericht der Johannes-Offenbarung:

»Dann hob ein mächtiger Engel einen Felsbrocken auf, der so groß war wie ein Mühlstein. Er warf ihn ins Meer und rief: ›Babylon, die große Stadt, wird so gewaltsam wie dieser Felsbrocken hinabgestürzt werden und für immer verschwinden … Das alles wird geschehen, weil deine Händler die Großen der Erde waren und weil die Völker durch deine Zauberei verführt wurden …‹ Und wieder erklangen die Stimmen: ›Halleluja! Der Rauch dieser Stadt steigt in Ewigkeit auf!‹ … Und der Engel  fügte hinzu: ›Das sind Gottes Worte, die wahr und zuverlässig sind!‹« (Aus: Joh. Offenbarung 17,18,19)

Es stimmt: Es ist unendlich schwer geworden, jungen Menschen heutzutage eine Richtung für ihr Leben zu weisen. Und der internationale Musiksender MTV scheint alles zu unternehmen, um Kinder und Jugendliche in die Irre zu führen, in die Sünde Babylons zu treiben, ohne Rücksicht auf deren Seele und ihrem erwachenden  Lebenssinn. Und es ist mehr als erstaunlich, dass nichts, aber auch gar nichts dagegen unternommen wird! Wo bleiben denn die Denker des Landes? Die Erzieher und Psychologen? Die Politiker, die sich doch so gerne vor laufenden Kameras für Moral und Anstand  einsetzen, die Runde Tische begründen, um sexuellem Missbrauch entgegenzutreten? Was anderes ist dieses Programm, als eine TV-Produktion, die den sexuellen Missbrauch als »normales Gesellschaftsspiel« zeigt? Auch hier sind es Erwachsene, deren völlig entgleiste sexuelle Fantasien den jungen Menschen, Kindern und Jugendlichen weismachen wollen, dies alles sei normal!

In den zehn Geboten heißt es übrigens an allen Stellen: Du sollst diese befolgen, es heißt nicht: Du musst! Jeder einzelne Mensch hat also die Freiheit, selber, aus freiem Willen heraus, zu entscheiden, ob er die Gesetze beachten will oder nicht. A shot of love – es ist nur ein kleiner Ausschnitt der riesigen Fratze der »großen Hure«! Wer hier Parallelen zur Offenbarung der Bibel erkennt, kann allerdings getrost sein: Lange kann es nicht mehr dauern!

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