.jpg)
Wie genau die Gene verändert wurden, um dieses angeblich nahrhaftere Brot zu erzeugen, bleibt geheim. Bekannt ist lediglich, dass 14 unterschiedliche Weizen- und Gerstearten angebaut werden sollen. Bei einigen Arten untersuchen die Forscher die Anreicherung des Getreides mit
zusätzlichen Nährstoffen, bei anderen die effizientere Nutzung von im Boden befindlichem Stickstoff, was höhere Erträge bei geringerem Düngereinsatz bedeuten könnte.
Nach Angaben der staatlichen australischen Forschungsbehörde CSRIO, die das auf drei Jahre ausgelegte Projekt betreut, werden die bei dem Versuch verwendeten Genkombinationen geheim gehalten, da sie Gegenstand »vertraulicher Vereinbarungen« zum Schutz der Interessen der beteiligten staatlichen Forschungsbehörden und des US-Unternehmens Arcadia Biosciences seien.
Umweltgruppen und Vertreter der organischen Landwirtschaft wehren sich gegen den GVO-Versuch, sie halten es für möglich, ja sogar für wahrscheinlich, dass sich GV-Weizen und -Gerste mit natürlichen Weizenarten, die in Australien angebaut werden, vermischen und das Getreide mit den manipulierten Genen »kontaminieren«.
Die Umweltorganisation Greenpeace lehnt den GVO-Versuch aus einem weiteren Grund ab: Es gebe bislang keine wissenschaftliche Untersuchung über die Sicherheit des modifizierten Getreides für den menschlichen Verzehr und als Viehfutter.
Das CSRIO versichert, die Sicherheitsbestimmungen, die im Rahmen der von der Aufsichtsbehörde für Gentechnik erteilten Lizenz formuliert worden seien, würden eingehalten.
»Die Risikoabschätzung hat ergeben, dass die vorgesehene begrenzte und kontrollierte Freisetzung […] ein vernachlässigbar geringes Risiko für Gesundheit und Sicherheit von Mensch und Umwelt durch Gentechnologie birgt«, bestätigt der Leiter der Aufsichtsbehörde.
Nach Aussage von Dr. Matthew Morell von der CSRIO-Abteilung Zukunft der Ernährung werden auch zuverlässige Sicherheitsmaßnahmen ergriffen:
»[Das GV-Getreide] wird 200 m entfernt von anderem Getreide angebaut, und da Weizenpollen nur etwa einen Meter weit fliegen, ist es höchst unwahrscheinlich, dass Pollen in größerer Entfernung gefunden werden. Da es sich um eine patentgeschützte Technologie handelt, können weitere Details aus Gründen des Schutzes von betrieblicher Information nicht preisgegeben werden.«
Greenpeace hält dies für nicht ausreichend, denn GV-Pflanzen könnten, wie die Vergangenheit gezeigt habe, leicht durch menschliche Nachlässigkeit verbreitet werden. In einem Fall seien allem Anschein nach Samen von GV-Raps durch Lastwagen übertragen worden, die an einem Experimentierfeld vorbeigefahren seien; dies habe zu einer Kontaminierung organisch wirtschaftender Farmen geführt.
»Die Entscheidung der australischen Regierung, den Feldversuch mit GV-Weizen zu genehmigen, bedeutet«, so Greenpeace-Sprecherin Laura Kelly, »dass insgeheim die Entscheidung für die australischen Weizenfarmer, Verbraucher und Exportmärkte gefallen ist, dass australischer Weizen zukünftig GV-Weizen sein wird.«
_______
Quellen:
Sydney Morning Harold
Interesse an mehr Hintergrundinformationen?
Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!
Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.
In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:
- EU: Gier-Beamte zahlen nur 1,1 Prozent Steuern
- Schweiz: Gentechnik lohnt sich für viele Bauern nicht
- Bioterror mit EHEC? Was die Politik den Bürgern verschweigt
- Blackout: Ohne Strom in die Katastrophe

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!
Copyright © 2011 by NaturalNews
Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.