Elektrofahrzeuge: Umjubelte Dreckschleudern
Niki Vogt
Elektrofahrzeuge haben ein positives Image. Die Werbung blendet die zahlreichen Probleme einfach aus: Die Fahrzeuge sind teuer, haben lange Ladezeiten und eine schlechte Öko-Bilanz. Trotzdem werden sie gefördert, aus Gründen der politischen Korrektheit.

Ende 2011 kommt ein angebliches rollendes Musterfahrzeug aus dem Hause Opel auf den Markt. Der voraussichtliche Verkaufspreis wird bei 42.900 Euro liegen. Das ist viel Geld für ein kleines Elektro-Kompaktfahrzeug. Vergleicht man die Anschaffungskosten mit einem Dieselfahrzeug, dann rechnet sich der neue Stromflitzer allenfalls erst nach dreißig Jahren. Denn das Fahrzeug kostet rund 18.000 Euro mehr als das vergleichbare Dieselmodell. Bei einer errechneten Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern spart man pro Jahr 500 Euro für den Dieseltreibstoff – vorausgesetzt der
Strompreis steigt nicht noch weiter. Wenn es darum geht, die angebliche Erderwärmung zu bekämpfen, dann darf uns angeblich nichts zu teuer sein. Und Elektrofahrzeuge sind ja angeblich umweltfreundlich. Fast alle Elektroautos sind allerdings Hybridfahrzeuge. Ihre Reichweite beträgt wegen der begrenzten Speicherkapazität der Batterien kaum mehr als 80 Kilometer. Ist die Batterie leer, dann schalten die Autos auf die Verbrennung von fossilen Brennstoffen um. Und im Schnitt beträgt eben auch der Kohlendioxidausstoß dieser Hybridmodelle 190 Gramm pro gefahrenen Kilometer. Dabei ist nicht mit eingerechnet, wie viel Kohlenstoffdioxid die Erzeugung des Stroms freigesetzt hat, mit dem die Batterien aufgeladen werden müssen. Hinzu kommen die Umweltschäden bei der Herstellung der Batterien und der Herstellung der zusätzlichen Technik in den Hybridautos. Denn der Aufwand und die CO2 Emission sind für solche Fahrzeuge wegen der Batterieproduktion wesentlich höher. Und auch bei der Nutzung der Fahrzeuge macht sich das hohe Batteriegewicht (etwa 200 bis 300 Kilogramm) mit einem hohen Energieverbrauch bemerkbar.
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