Tuesday, 22. May 2012
21.07.2011
 

Haarige Sache: Chemiebomben auf dem Kopf

Niki Vogt

Drei Milliarden Euro geben allein die Deutschen pro Jahr für Haarpflegemittel aus. Viele Kunden wissen nicht, welche Chemikalien darin enthalten sind und warum sie irgendwann Schuppen, Hautkrankheiten und angebliche »Neurodermitis« bekommen.

Unsere Haare sind der Liebling einer großen Industrie. Schließlich sind sie uns wichtig: Sind sie dicht, glänzend und von schöner Farbe, signalisiert das anderen Menschen Gesundheit und Jugend. Sind sie dünn und glanzlos, dann wirken wir angeblich schwach und kränklich. Unsere Haare spielen eine Rolle bei der Partnerwahl, bei der Einschätzung anderer Menschen und beim eigenen Selbstbewusstsein. Und deshalb greifen wir gern zu Mitteln, die uns eine dichte, glänzende Haarpracht verleihen, die dann bewundernde Blicke auf sich zieht. Die Hersteller verkaufen uns vor allem Chemie. Die Kundenerwartungen sind hoch. Und mit diesen Erwartungen kann man viel Geld verdienen. Denn für Haarpflegemittel geben die Deutschen jedes Jahr rund drei Milliarden Euro aus.

Dafür bekommen die Kunden dann Abfälle aus der Teppichproduktion, die sie sich in die Kopfhaut einmassieren. Doch es kommt noch schlimmer. Denn die Menschen geben Dank der Werbung viel Geld für Chemikalien aus, die sie sich bei nüchternen Sinnen niemals auf die Haut schmieren würden. Wussten Sie, was sich hinter folgenden Zusätzen in Wahrheit verbirgt: Cetearyl methicone, Cyclomethicone, Dimethicone, Dimethiconol, Cyclomethicon, Stearyl Dimethicone, Amodimethicon, Polymethylsiloxan, Trimethylsilylamodimethicone, Quaternium 80, Cyclopentasiloxane. Doch das ist erst der Anfang eines Cocktails, der ein zerstörerisches Werk auf dem Kopf anrichtet.

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  • Haarige Sache: Chemiebomben auf dem Kopf
  • Politiker warnen: Sparguthaben der Deutschen in Gefahr
  • Münzen und Barren schlagen Steine und Ziegel
  • Todesfalle Krankenhaus

 

 

 

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