Killer in der Achselhöhle: Chronisch krank durch Deos
Niki Vogt
Viele Deos verursachen schwere Krankheiten, wenn man sie dauerhaft benutzt. Doch die Hersteller wollen nicht, dass die Käufer darüber informiert werden.

Es vergeht kaum eine Werbepause im Fernsehen ohne Werbung für ein Deodorant. Schweiß und Schwitzflecken sind peinlich. Immer wieder zeigt uns die Werbung Deosprays. Sie stoppen den Schweißgeruch. Aber wussten Sie, was manche dieser angeblichen Wundermittel noch für Folgen haben?
Die Schweißdrüsen eines Menschen sind über den ganzen Körper in der Haut verteilt. Wir haben zwischen zwei und fünf Millionen davon. Nur ein kleiner Teil davon befindet sich unter den Achseln. Dort liegt aber Haut an Haut. Und deshalb kann Schweiß dort nicht gut verdunsten. Häufig haben wir den Eindruck, unter den Achseln besonders stark zu schwitzen. Sobald der Schweiß von den auf der Haut lebenden Bakterien zersetzt wird, riecht das immer unangenehmer. Einen erheblichen Teil tragen die Haare in den Achseln zu dieser Geruchsentwicklung bei. Denn sie vergrößern die Fläche, auf der der Schweiß sich verteilt und zersetzt.
Gerüche spielten früher eine andere Rolle als heute. Ein Beispiel: Im ländlichen Bayern war es üblich, dass die Burschen ihrem Mädel ein »Schnupftücherl« gaben, was sie unter den Achseln getragen hatten. War der Geruch dem Mädchen unangenehm, sah es für die Beziehung nicht gut aus. Wenn sie seinen Geruch aber mochte, na – dann hieß die nächste Station möglicherweise »Fensterln«. Außerdem war man der Ansicht, dass die Wahrscheinlichkeit für einen gesunden Kindersegen umso höher war, je mehr das junge Paar »sich riechen« konnte. So etwas war von existenzieller Bedeutung für ein bäuerliches Volk. Denn fehlte es an gesundem Nachwuchs, war der kostbare Hof verloren. Daher wurde das »Fensterln« bei festen Paaren augenzwinkernd geduldet. Und stellte sich die erhoffte Schwangerschaft ein, dann durfte geheiratet werden.
Auch Tiere können unsere Gerüche deuten: So gibt es Hunde, die dazu ausgebildet wurden, Krebserkrankungen zu erschnuppern oder auch eine drohende Unterzuckerung bei Diabetikern, noch bevor der Betroffene es selbst bemerkt. Für uns moderne, »zivilisierte« Menschen ist jeglicher Körpergeruch extrem negativ besetzt. Wir wollen unseren eigenen Geruch heute möglichst unterdrücken. Das ist für die Kosmetikindustrie ein einträgliches Geschäftsfeld. Menschen, die sich regelmäßig waschen und die Grundregeln der Hygiene einhalten, riechen nicht nach Schweiß. Schon im 19. Jahrhundert wurden die ersten Schweißhemmer entwickelt, die Achseln trocken halten und Bakterien abtöten sollten. Das ist bis heute die Funktionsweise von Deos und Antitranspirants.
Doch viele der heutigen Deos haben Zusatzstoffe, die kein Mensch verwenden würde, wenn man ihm die Folgen aufzeigt. Die Studien, die von der Industrie verheimlicht werden, sprechen eine deutliche Sprache. Selbst viele Ärzte therapieren bestimmte Krankheiten falsch, weil sie die wahren Ursachen bestimmter Krankheiten, die weit verbreitet sind, einfach nicht kennen. Die Einzelheiten sind erschreckend.
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