Montag, 5. Dezember 2016
15.10.2010
 
 

Lloyd Pye: CSI-Methoden rehabilitieren das »Starchild«

Niki Vogt

Am Dienstagabend fand im noblen For-Points-Sheraton-Hotel in Zürich der erste Vortrag von Lloyd Pye im deutschsprachigen Raum vor kleinem Publikum statt. Die Schweizer Organisation uforum hatte dazu eingeladen, sich über den neusten Stand der Forschung über den geheimnisumwitterten seltsamen Schädel aus Mittelamerika zu informieren.

In den 1970er-Jahren war der Schädel über einige Umwege in die Hände des Anthropologen und Primatenforschers Lloyd Pye gelangt. Ein junges Mädchen hatte zwei Skelette in einer verlassenen Mine gefunden. Ein ganz normales, menschliches Skelett und ein »missgestaltetes« mit einem seltsamen Schädel. Sie war fasziniert, sammelte die Knochen ein und versteckte sie, um keinen Ärger mit ihren Eltern zu bekommen. Sie wollte sie heimlich in die USA bringen und den »coolen Fund« in der Biologiestunde ihrer Schule präsentieren.

Die Skelette selbst kamen abhanden, die beiden Schädel aber gab das Mädchen später Freunden, die sofort erkannten, dass sie hier eine sehr seltsame Missbildung in den Händen hielten. Lloyd Pye wurde als befreundeter Fachmann hinzugezogen.

Damals hielt er den merkwürdigen Schädel ebenfalls für eine Missbildung und ahnte nicht, dass dieses Relikt sein ganzes Leben bestimmen würde. Dass dieser »Typ mit dem komischen Schädel« für die einen ein Symbol im Kampf gegen die Unterdrückung unliebsamer Wahrheiten und der Zensur kritischer Forschung werden würde und den etablierten Wissenschaftlern ein lästiger und verhasster Querulant, der sich einfach nicht mundtot machen ließ.

Er selbst sagt mit einem fast bitteren Lachen, er habe sich schon mehrfach gefragt, warum dieser Zeuge aus dunkler Vergangenheit, dieser seltsame, stumme Schädel ausgerechnet ihn ausgesucht hat. Sein Leben wäre zweifelsohne einfacher verlaufen ohne diese Herkulesaufgabe. Dabei habe er anfangs auch eher an eine Akkumulation merkwürdiger Missbildungen geglaubt, doch eine genauere Betrachtung und viele gründliche Untersuchungen überzeugten ihn davon, dass es sich um etwas ganz anderes handeln musste als um Missbildungen. Ja, dass diese sogar so gut wie ausgeschlossen sind. Nach und nach kam er zu der Ansicht, dass er in die Augenhöhlen eines – zumindest teilweise – außerirdischen Lebewesens schaute, dessen Schädel vor ihm auf dem Schreibtisch lag. Hinter den vielen Fakten um das 900 Jahre alte Relikt eines unglaublichen Wesens schimmert auch eine tragische menschliche Dimension durch: die persönlichen Opfer, das finanzielle Ausbluten, Isolation, Angriffe, Schikane, aggressive Ignoranz und Borniertheit, überlastete persönliche Beziehungen … »Man muss schon auf eine ganz besondere Art total bekloppt sein, um das zu machen«, lautet seine sarkastische Selbstbetrachtung, nachdem alle Fans, Zuhörenden und Fragenden gegangen sind, und er allein und müde in den leeren Stuhlreihen des Vortragssaales sitzt. Dennoch blitzt Entschlossenheit in den Augen des erschöpften Gesichtes. Er hat eine Mission, und von der wird er nicht lassen. Zu oft kam gerade kurz vor dem Aufgeben doch noch ein neuer Weg, ein rettender Zufall, jemand, der ihm Türen öffnete.

In seinem mit Temperament und Humor gehaltenen Vortrag beschreibt er den langen dornenreichen Weg, auf dem er viele Feiglinge und wenige Mutige traf. Notwendige Untersuchungen wurden ihm verweigert, weil Fachleute ihren wissenschaftlichen Ruf nicht aufs Spiel setzen wollten, die wenigen, die immerhin den Schädel wissenschaftlich untersuchten und nicht umhinkonnten, ihm unerklärliche Eigenschaften zu attestieren, wollten dennoch auf keinen Fall namentlich genannt werden. Zu groß ist die Angst vor der Verschwörungstheoretiker-Stigmatisierung.

Das höchst komplexe und faszinierend sinnvolle Zusammenspiel der vielen angeblichen »Fehlbildungen« ist nur die eine Seite der Beweisführung. Die Eigenschaften der Knochenmasse, die zwar zweifellos biologisch-organisch ist, aber so ganz anders als die Knochensubstanz irdischer Menschen und Tiere, wären an sich schon ein Beweis: Der Knochen ist wesentlich dünner und leichter als menschlicher Knochen, aber gleichzeitig fast so glatt und hart wie Zahnschmelz, mit dem er chemisch eng verwandt ist. Eine Missbildung mit ultraleichten Hochleistungs-Knochen aus Zahnschmelz, einem deutlich höheren Gehirnvolumen, einer ganz anderen Schädelkonstruktion und -aufhängung, alles nur eine menschliche Absonderlichkeit?

»Die Natur kann alles hervorbringen!« war das Totschlagargument, mit dem jede Beweisführung Lloyd Pyes niedergeknüppelt wurde.

Er sah nur eine Möglichkeit, selbst mit dem Schwert der unwiderlegbaren Wissenschaft die Gegner zu schlagen: die Ultima Ratio DNA.

Dieser detaillierte Nachweis der Erbanlagen steckte 2003 noch in den Anfangsproblemen, und man konnte mit Proben aus 900 Jahre altem Material nicht mit Sicherheit valide Ergebnisse erzielen. Nach mehreren Versuchen und Kontaminationen schien ein letzter Durchlauf der Deutung des Schädels als »nicht human« ein endgültiges Ende bereitet zu haben. Die Wissenschaftler gaben zwar zu, dass eine letzte Sicherheit nicht gegeben sei, aber der Schädel sei menschlich.

Erst ein Geldgeber und ein Team, das auf die Untersuchung antiker DNA spezialisiert ist, brachte eine Wende.

Eindrucksvoll und umfassend mit viel Bild- und Fotomaterial klärt Lloyd Pye in seinem Vortrag über die Methoden und Ergebnisse auf, die beweisen, dass das Rätselwesen eine menschliche, mittelamerikanische Indio-Mutter hatte, nachgewiesen im Erbmaterial der Zellen (mitochondriale DNA) – und mit Sicherheit keinen menschlichen Vater (DNA des Zellkerns). Das, was man an Erbmaterial des Zellkerns als Träger der Erbanlagen gewinnen konnte – die dort vorhandenen DNA-Stränge –, konnte nicht nur nicht der menschlichen Art zugewiesen werden, sondern war auch mit nichts verwandt, was in der weltweiten Bank an Pflanzen- und Tier-Erbmaterial katalogisiert und registriert ist. Der »Starchild-Schädel« ist nur zur Hälfte menschlich, die andere Hälfte ist weder menschlich noch tierisch, möglicherweise sogar außerirdisch.

Obwohl das nun ein wissenschaftlich erbrachter und belastbarer Beweis ist, braucht es doch den nächsten Schritt, um nicht nur zu beweisen, was es NICHT ist, sondern wer dieses Wesen wirklich war.

Dazu müsste sein Genom entschlüsselt werden. Eine neue Herkulesaufgabe, vor der der sympathische Kämpfer steht, und die er ebenfalls angenommen hat.

Die Entschlüsselung des Genoms ist eine reine Kostenfrage. Und so appelliert er am Ende seines spannenden Vortrages an die Zuschauer, mitzumachen bei der Suche nach einem Sponsor für das Lösen dieses faszinierenden Menschheitsrätsels.

Der Vortrag wird in voller Länge und in deutscher Sprache synchronisiert auf DVD im Kopp Verlag herauskommen. Es wird die erste und bisher einzige deutsche Veröffentlichung der Arbeit und der Ergebnisse zu dem mysteriösen »Starchild-Schädel« sein.

 

 


 

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