Mittwoch, 7. Dezember 2016
17.07.2010
 
 

Tote Deutsche auf Müllhalde gekippt

Niki Vogt

Das polnische Ostseebad Pobierowo bei schönstem Ferienwetter. Spaziergänger genießen die wundervolle Küstenlandschaft. Weniger schön: mitten in der Natur stoßen sie auf eine illegale Müllkippe. Als sie näher kommen, bietet sich ein grauenhafter Anblick: Massenweise sieht man menschliche Totenschädel und Knochen aus Erde und Geröll herausschauen. Die geschockten Spaziergänger benachrichtigen die Polizei, und die holt forensische Spezialisten aus Stettin. Dann stellte sich heraus: Die Toten waren Deutsche.

Einer der aufgetürmten Hügel, aus dem Menschenschädel und Knochen herausragten, ist bereits durchsucht worden. Er war etwa zwei Meter hoch und hatte einen Durchmesser von etwa 40 Metern. Allein hier fanden die Gerichtsmediziner die Skelettteile von mehr als 30 Menschen. Es gibt mehrere solcher »Abkipp-Hügel«. Wie viele Menschen letztendlich hier als Müll entsorgt wurden, ist noch nicht ganz klar. Forensiker und Polizei sind entsetzt, wie würdelos und barbarisch die Toten als Müll in die Gegend gekippt worden sind. Die Staatsanwaltschaft, die sich umgehend einschaltete, hat sehr schnell herausgefunden, woher die Skelettteile stammen.

Zur gleichen Zeit wurden nämlich auf dem Kirchhof einer abgerissenen ehemaligen Kirche in Gostyn »rote Fragmente menschlicher Überreste« von dort spielenden Kindern gefunden. Eine Baufirma hatte mit Baggern die alten Gräber, möglicherweise aber auch ein Massengrab, ausgehoben und einfach nahe der Ostseeküste mitten im Touristengebiet abgekippt.
Nach Aufzeichnungen war die alte Kirche, die einst auf dem Gelände stand, eine evangelische Kirche. Die Deutschen bewohnten das Land hier früher zusammen mit Polen. Nach dem Krieg wurde die Kirche geplündert und dann als Steinbruch für die umliegenden Häuser benutzt. Der alte Friedhof war verwildert, aber die Anwohner berichten, dass hier bis vor Kurzem immer noch alte Menschen aus Deutschland kamen und Blumen und Kerzenlichter anzündeten.

Die Gemeinde Gostyn verkaufte 1997 das Gelände mit der Kirchenruine an einen Investor. Der Investor verlor allerdings das Interesse an dem Objekt und seinen Bauplänen, als er erfuhr, dass er ein Gräberfeld gekauft hatte, und verkaufte das Gelände flugs weiter. Der neue Eigentümer hatte offensichtlich weniger Skrupel. Er ließ die Schaufelbagger anrollen und den Müll der deutschen Toten bei Pobierowo am schönen Ostseestrand in die Landschaft kippen.
Dort sieht es nun aus wie im Vorhof der Hölle. Überall liegen menschliche Skelettteile herum, und am Wochenende soll die Fundstelle immer noch nicht gesichert gewesen sein. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass viele der Toten nicht eines friedlichen Todes gestorben sind und einst auf dem Friedhof würdig beigesetzt worden waren. Vieles spricht für ein Massengrab. Die Geschichte Gostyns zur Zeit des Zweiten Weltkrieges und die Menge der Toten mit ungefähr gleichaltrigen Skeletten, die für einen natürlichen Tod viel zu jung sind – schon gar nicht in dieser Menge – sind starke Indizien für ein Massaker.

In Gostyn verschwanden zwischen Ende August und Anfang September 1939 Tausende Deutsche, wie zu der Zeit überall in den Städten und Dörfern der Ostgebiete. Sie gelten seitdem als vermisst, sofern sie nicht ermordet irgendwo gefunden wurden.
In Dresden, der Partnerstadt Gostyns, wurde vor Kurzem ein Denkmal für die von den Deutschen ermordeten polnischen Gostyner Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg eingeweiht, die deutschen Mordopfer aus Gostyn liegen auf der Müllkippe.

Dieser unglaubliche Fall ist aber kein tragischer Einzelfall. Es ist noch gar nicht lange her, da wurde ein Massengrab in Marienburg (Malbork) gefunden, in dem etwa 2.500 ermordete deutsche Frauen und Kinder verscharrt waren. Es wurden alle Anstrengungen unternommen, besonders seitens des Bürgermeisters Marienburgs, Rychlowski, den Fund zu verschleiern und nicht publik werden zu lassen. Auch hier wurden die toten Deutschen brutal mit Baggern aus dem Boden geschaufelt und nur deshalb halbwegs anständig andernorts begraben, weil die Medien doch Wind davon bekommen hatten.

Im Spätherbst 2009 wurde bei Bauarbeiten am neuen polnischen Nationalstadium ebenfalls ein Massengrab gefunden. Auch diese Toten wurden einfach ausgebaggert und auf der Müllkippe entsorgt. Es spricht vieles dafür, dass es sich um die Knochen deutscher Zwangsarbeiter handelt, die hier einfach verscharrt worden waren.
Wozu auch irgendein Aufhebens machen? Es sind doch nur minderwertige Deutsche.
Stellen Sie sich einen Augenblick lang vor, so ein Massengrab würde in Deutschland gefunden und enthielte die sterblichen Überreste von Menschen, die durch deutsche Hand ermordet wurden. Was würde dann geschehen? Wochenlang würde das alle Medien füllen und nichts wäre auch nur annähernd ausreichend, die Reue, die Scham und die Betroffenheit der Deutschen über das Massaker auszudrücken.

Und dann stellen Sie sich einmal vor, irgendwer hätte hier in Deutschland die Knochen dieser Mordopfer irgendwo auf eine wilde Müllkippe geworfen. Die ganze Welt würde sich gar nicht mehr beruhigen über die deutschen Unmenschen.
Alle Menschen sind gleichwertig?

__________
Quellen:
http://polskaweb.eu/die-deutsch-polnische-versoehnung-im-realitaet-7652.html
http://bertjensen.info/polen-tote-deutsche-auf-muellkippe-entsorgt/
http://rss-server.net/tag/pobierowo/
http://www.alles-schwindel.com/polen-tote-deutsche-auf-muellkippe-entsorgt/

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