Sunday, 25. September 2016
21.02.2014
 
 

Gleichgeschaltet: Bald offizielle »Aufpasser« der Obama-Regierung in Nachrichtenredaktionen?

Paul Joseph Watson

Das vom amerikanischen evangelikalen Prediger und konservativen Politiker Pat Robertson gegründete American Center for Law and Justice (ACLJ) hat vor Plänen der Regierung Obama gewarnt, auf der Grundlage eines Vorschlags der Federal Communications Comission (FCC) in jede Nachrichtenredaktion einen »Aufpasser« der Regierung zu entsenden. Damit würde praktisch jeder größere Nachrichtensender oder jede größere Zeitung zu einem staatlichen Sprachrohr degradiert.

FCC-Mitglied Ajit Pai hatte die Öffentlichkeit erst vor Kurzem auf einen schockierenden Vorschlag des Weißen Hauses mit der Überschrift »Multi-Market Study of Critical Information Needs« (»Marktübergreifende Untersuchung entscheidender Informationsbedürfnisse«) aufmerksam gemacht. Im Rahmen dieser Studie sollten Wissenschaftler der FCC »Journalisten, Redakteure

und Besitzer von Sendern in die Mangel nehmen, um herauszufinden, wie sie entscheiden, welche Artikel und Meldungen veröffentlicht werden«. Damit sollten, so ist Pai überzeugt, »Medien unter Druck gesetzt werden, über bestimmte Inhalte zu berichten«; damit wäre, mit anderen Worten, der Grundsatz einer unabhängigen, ausgewogenen und kritischen Berichterstattung gefährdet.

 

»Genau, die Regierung Obama hat eine Formel dafür gefunden, über was ihrer Ansicht nach die freie Presse berichten sollte. Und sie will ›Aufpasser‹ der Regierung in die Nachrichtenredaktionen in ganz Amerika entsenden, die den Journalisten, Redakteuren und Herausgebern über die Schulter schauen, wenn diese ihre redaktionellen Entscheidungen treffen«, schreibt Matthew Clark vom ACLJ und weist darauf hin, dass dieser Plan auch auf Zeitungen angewendet werden könnte, mit der die FCC eigentlich nichts zu schaffen habe.

 

Das Misstrauen gegenüber den Mainstreammedien hat seit Jahren ständig zugenommen. Laut einer neuen Gallup-Umfrage vertrauen nur 23 Prozent der Amerikaner den Fernsehnachrichten. Dieser Vertrauensverlust geht auch mit einem Verlust an Zuschauern oder Zuhörern einher. So verlor der Sender MSNBC im Verlauf eines Jahres fast die Hälfte seiner Zuschauer (minus 43 Prozent). Der Konkurrent CNN verlor im gleichen Zeitraum sogar 48 Prozent an Zuschauern.

 

Was die Pressefreiheit angeht, sackten die USA weltweit auf den 46. Platz ab und liegen noch hinter Ländern wie Südafrika, Slowenien und Litauen. Anfang Februar erklärte ein journalistischer Mitarbeiter der New York Times (NYT) einer anderen Zeitung, die Stellungnahmen und Kommentare der NYT würden gegenwärtig als »unerheblich« abgetan und hätten praktisch keinen Einfluss mehr auf die öffentliche Diskussion und Meinungsbildung.

 

Der Versuch der FCC, in den Nachrichtenredaktionen sozusagen »Politkommissare« zu platzieren, stellt den verzweifelten Versuch dar, die Entwicklung umzukehren, die, wie Hillary Clinton einräumte, dazu geführt habe, dass die Regierung Obama dabei sei, den »Informationskrieg zu verlieren«, da andere Informations- und Nachrichtenquellen immer mehr an Zulauf gewönnen.

 

Aber diese alternativen Nachrichtenmedien haben nicht deshalb stärkeren Zulauf, weil sie eine geschicktere Propaganda betreiben. Diese Medien erreichen deshalb einen immer größeren Anteil der Zuschauer und Zuhörer auch der Mainstreammedien, weil sie zumindest den Anspruch haben und versuchen, der scheinbar übermächtigen Rolle des Staates entgegenzuwirken, anstatt sich nur zum Forum der regierungsamtlich vorgegebenen Themen zu machen.

 

»Jedes größere repressive Regime der Neuzeit hat sich als erstes darum bemüht, die Presse zu kontrollieren und einzuschüchtern«, warnt Clark. »Man kann sich kaum etwas anderes vorstellen, was so genau einer Orwellschen Denkweise entspricht wie die Entsendung von ›Aufpassern‹ der Regierung in die Nachrichtenredaktionen.«

 

 

 

 


 

 

 

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